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Gotteshäuser: Kreuzberg-Kirche

von jensileinchen     Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Bonn, Kreisfreie Stadt

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 50° 42.853' E 007° 04.803' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: mikro
Status: archiviert
 Versteckt am: 20. August 2005
 Gelistet seit: 28. September 2005
 Letzte Änderung: 13. Juni 2011
 Listing: http://opencaching.de/OC01AA

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Beschreibung   

Juwel der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn
Der Kreuzberg-Bonn liegt auf einer Anhöhe, in der Nähe des Stadtzentrums der ehemaligen Bundeshauptstadt. Die barocke Kreuzbergkirche mit der Nachbildung der »Heiligen Stiege« von Balthasar Neumann, das internationale Studienhaus und die barocke Schönstatt-Marienkapelle kennzeichnen den Kreuzberg.
Gelegen mitten in einem Park und mit einer herrlichen Aussicht auf die Stadt Bonn ist er ein beliebtes Ausflugsziel und ein Ort der Meditation und religiösen Inspiration

Zu erreichen ist die Kreuzbergkirche ab Bonn Hauptbahnhof mit den Buslinien 624 und 625 bis zur Haltestelle Melbbad. Dann geht es zu Fuß rechts ab in die Kreuzbergallee bis zur Kreuzbergkirche.

Lage

Der Blick von der ehemaligen Bonner Residenz über die Poppelsdorfer Allee und das Schloß Clemensruhe zum Kreuzberg wird jedem gern in Erinnerung bleiben. Wer den Kreuzberg hinaufgeht, ist gewiß überrascht von dem zu allen Zeiten gerühmten Ausblick in das Rheintal, nach Bonn, Köln, Siegburg, in die Voreifel und das Siebengebirge. Vor allem aber lernt er eine eigenartige und vielgestaltige Wallfahrtsstätte kennen. die der Verehrung des Leidens Christi und der Schmerzreichen Mutter geweiht ist. Mehrere Wallfahrtswege führen an alten Bildstöcken, Sieben-Schmerzen-Stationen (1864) und Sieben Fußfällen (1964) vorbei den Weg hinan. Alle Wege vereinigen sich vor der Fassade der Heiligen Stiege. Das älteste erhaltene Zeugnis der Christi-Leiden-Verehrung auf dem Kreuzberg ist der Bildstock am Ortseingang von (Bonn-)Ippendorf (1616). Hier in der Nähe befand sich bis etwa 1628 die alte Kreuzkapelle, die vermutlich in spätgotischer Zeit errichtet wurde.

Geschichte

Am Tage des hl. Antonius im Jahre 1429 versammelten sich - so berichtet eine alte Urkunde 50 000 Menschen bei einem Kreuz oberhalb (Bonn-)Lengsdorf. Wir können vermuten, daß dieses Kreuz an der Stelle stand, wo später die alte Kreuzkapelle erbaut wurde. Da diese um 1627 halb zerstört war, ließ der Erzbischof und Kurfürst Ferdinand (1612-1650) "in schönerer Lage" die heutige Kirche errichten. Sie wurde 1628 geweiht. Die neue Kirche wurde das Hauptheiligtum der Bruderschaft von den Sieben Schmerzen der Gottesmutter. Zur Betreuung der Wallfahrtsstätte kamen 1637 Bettelmönche des Servitenordens nach Bonn. Da die Serviten in besonderer Weise die Schmerzen der Gottesmutter verehren, hatte der Kurfürst den Orden aus dein Mutterhaus zu Innsbruck erbeten. Für sie ließ er den kleinen Konvent am Westturm der Kirche erbauen. Ein größerer noch vorhandener Bauplan -wurde nicht ausgeführt. Über 100 Jahre später (1746) stiftete der Erzbischof und Kurfürst Clemens August die Heilige Stiege. Er ließ auch die Kirche kostbar ausstatten. 1802 mußten die Serviten den Berg verlassen. Nur die Bemühungen des Bonner Hofrats Caspar Oppenhoff haben Kirche und Heilige Stiege vor dem Abbruch bewahrt (1899).

1855-1872 pachteten Jesuiten das Anwesen. Zu ihrer Zeit wurden die Sieben Fußfälle am Weg nach (Bonn-)Endenich (1858) und die 14 Stationen des Kreuzweges (1861-1865), der rund um den Garten des Klosters verläuft, errichtet. Von 1889 bis 1969 erfüllten die Franziskanermönche auf dem Kreuzberg die gleiche Aufgabe wie einst die Serviten. Seit 1970 ist das ehemalige Kloster ein Zentrum für internationale Bildung und Kulturaustausch in Verbindung mit der internationalen Schönstattbewegung. Träger ist der Kreuzberg-Bonn e. V. Rektor der Kirche ist der Pfarrer von (Bonn-)Endenich.

Nach der Zerstörung des letzten Krieges hat die Landesdenkmalpflege wiederholt kostspielige Restaurierungen in der Kirche und dem Gebäude der Heiligen Stiege durchführen lassen.

(Quelle: Die Heilige Stiege und Wallfahrtskirche auf dem Kreuzberg in Bonn - Rheinische Kunststätten, Heft 20, 5., veränderte Auflage 1986, ISBN 3-88094-548-9 - in diesem 20-seitigen Heftchen finden Sie umfangreiche Informationen zur Kirche und zur Heiligen Stiege. Das Heftchen in der Kirche käuflich zu erwerben.)

 

Innenraum der Kirche

Im Mittelpunkt der Bilder und Darstellungen in der Kirche steht das Thema der Kreuzauffindung. Der Hauptaltar zeigt die Kaiserin Helena, die vor dem Kreuz kniet. Der Legende nach fand Helena das Kreuz Christi in Jerusalem und brachte es nach Rom. Im Deckengemälde über dem Altar ist dargestellt, wie Helena und ihr Gefolge auf dem Berg Golgatha drei Kreuze finden und durch ein Wunder (eine Heilung) das Kreuz Christi von den beiden Kreuzen der Schächer, die mit ihm zusammen gekreuzigt wurden, unterscheiden können.

Obwohl die Wallfahrt auf den Kreuzberg bereits eine lange Tradition hatte, als die Kirche erbaut wurde, beschaffte Kurfürst Ferdinand neue Reliquien und Gnadenbilder als Anziehungspunkte für die Gläubigen. Aus Wolfenbüttel erhielt er Partikel vom Kreuz Christi und Reliquien des heiligen Sebastian. Außerdem ließ er ein kleines Gnadenbild der Muttergottes mit Christus auf dem Schoß aus dem Holz eines wundertätigen Baumes in den Nähe von Dinant/Belgien anfertigen. Die nur 31 cm große Skulptur steht in der Seitenkapelle gegenüber dem Kircheneingang.

Da die Kirche auch eine besondere Gebetsstätte zur Abwehr der Pest werden sollte, die fast jährlich im Bonner Raum und im Erzstift wütete, sind die Seitenaltäre den Pestheiligen Sebastian und Rochus gewidmet.

Die Darstellungen weisen auch auf den Orden der Serviten hin, die die Kirche betreuten. Am Hauptaltar steht links die Statue eines wichtigen Führers des Ordens und rechts die Gründerin des weiblichen Ablegers. Außerdem hängt an der linken Wand die Kopie eines berühmten Verkündigungsbildes in der Mutterkirche der Serviten in Florenz.

Schließlich ließ sich auch der Mäzen der Kirche, Kurfürst Clemens August, feiern. Im Deckengemälde streuen Engel aus Füllhörnern Kreuze und Münzen und spielen damit auf die fromme Großzügigkeit des Kurfürsten an. Über dem Altar befindet sich ein Fenster, das vom Baldachin des Altars mit umrahmt wird. Dahinter ist der private Betraum des Kurfürsten. Wenn er dort oben kniete, konnte das Volk ihn durch das Fenster sehen und er erschien ihnen zusammen mit der Statue der Kaiserin Helena fast wie eine himmlische Erscheinung.

 

Die Geschichte des Kreuzberges in Bonn

Nach einer alten Erzählung soll der heilige Crescentius, ein Schüler des Apostels Paulus als römischer Soldat hier im Bonner Gebiet die Botschaft Christi verkündet haben.
Seither wird hier auf dieser schönen Anhöhe das Kreuz Christi als Zeichen der Freiheit und der Erlösung verehrt. Viele Menschen haben hier Maria, die Mutter Jesu, als liebenswürdige Beglei-terin und Helferin auf ihrem Lebensweg erfahren.

1429

Ein alte Urkunde berichtet, dass sich hier auf dem Kreuzberg ca. 50.000 Menschen bei einem Kreuz versammelt haben, um zu beten. Es war am Fest des heiligen Antonius. Dieses Kreuz stand oberhalb von Lengsdorf.

1500

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde, vermutlich an der Stelle dieses Kreuzes, eine Kreuz-Kapelle erbaut. Diese zerfiel aber bereits 1618.

1627

Der Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln (1612–1650) lässt daraufhin »in schönerer Lage« die heutige Kreuzberg-Kirche errichten.

1628

Die Kirche wird unter zahlreicher Beteiligung der Bonner Bürger feierlich eingeweiht. – Die neue Kirche wird das Hauptheiligtum der Bruderschaft »von den Sieben Schmerzen Mariens«, einer Gruppe apostolisch-tätiger Männer.

1637

Die Serviten, ein Bettelorden aus Innsbruck, übernehmen das Kloster, um die Wallfahrtsstätte und die Gottesdienste zu betreuen. Auch sie verehren die Mutter Christi unter dem Kreuz. Der Kurfürst Ferdinand lässt fôr die Mönche den kleinen Konventbau am Westturm der Kirche errichten. Vermutlich wurde in diesem Jahr das Gnadenbild der »schmerzreichen Mutter«, eine kleine holzgeschnitzte Pieta, in der Kirche aufgestellt. Immer mehr Menschen pilgern zum Bonner Kreuzberg und so wird ein Altar außerhalb der Kirche aufgestellt. Nach einigen Erneuerungen steht dieser nun an der Südwand der Kirche.

1746–
1751

In dieser Zeit stiftet der Erzbischof und Kurfürst Clemens August von Köln die Heilige Stiege. Die Heilige Stiege ist eine künstlerische Nachgestaltung der Treppe im Palast des Pilatus in Jerusalem. Der Kurfürst lässt auch die Kirche in Barock kostbar ausstatten.

1802

Die Servitenmönche werden durch die Säkularisation vertrieben.
Das Kloster wird verpachtet und in eine Gaststätte umgewandelt.

1809

Der Bonner Hofrat Caspar Oppenhoff bemüht sich sehr um die Erhaltung des Klosters und rettet es schließlich vor dem Abbruch.

1855–
1872

Die Jesuiten pachten das Kreuzberg-Anwesen und zu ihrer Zeit werden die Sieben Fußfälle (gemauerte Bildstationen) am Wege nach Endenich (1858) und die 14 Stationen des Kreuzweges (1861–1865 ) errichtet. Nur die Bauten der 12. und 14. Station sind noch erhalten.

1889–
1969

Franziskaner betreuen, wie einst die Serviten es getan haben, die Bonner Wallfahrtsstätte und die Gottesdienste. Sie entfalten eine fruchtbare Wirksamkeit als Seelsorger. Viele Bonner kommen zum Bereuen und Beichten ihrer Sünden in die Kreuzbergkirche.

1970

Auf Initiative der internationalen Schönstattbewegung wird das ehemalige Kreuzberg-Kloster zu einer internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte umgestaltet.

1976

Ordensschwestern aus Indien "Charity Sisters" beginnen ihre Mitarbeit im Bereich der Bildungsstätte und der Kirche. Beginn der bisher durchgeführten 24 internationalen Sommerkurse für 1200 katholische Führungskräfte mit gesellschaftspolitischer Bildung, Qualifizierung in der deutschen Sprache und einer zukunftweisenden religiösen Inspiration.

1980

Das Schönstatt-Institut Marienbrüder – ein Säkularinstitut für Männer – übernimmt das Kreuzberg-Anwesen. Es entsteht ein »Zentrum für internationale Bildung und Kulturaustausch« mit einem Sprachinstitut zum Erlernen der deutschen Sprache. Zahlreiche Studienseminare vermitteln gesellschaftspolitische Bildung und religiöse Spiritualität.

1984–
1997

In 13 Europa-Studien-Kursen - sie dauerten je 7,5 Monate - wurden 202 junge christliche Führungskräfte für politische und gesellschaftliche Aufgaben in Europa herangebildet.

1986

Im Parkgelände wird die Bündniskapelle – eine Nachbildung der kleinen Wallfahrtskapelle von Schönstatt – erbaut und eingeweiht. Eine heilige Stätte der Begegnung mit Gott!

1994

Erneuerung der »Freundeskapelle« – 14. Kreuzweg-Station / neben der Hl. Stiege

1992–
1998

Restaurierung der Fresken in der Kreuzbergkirche und in der Krypta mit dem Heiligen Grab und Neuanstrich der Außenfassade der Heiligen Stiege und des Kirchengebäudes.

1998

Wiedereinbau der restaurierten Klais-Orgel

2000

Abschluss der Restaurierung der Fresken in der Hl. Stiege

 

Der Cache ist eine Filmdose. Das Auffinden wird wohl nicht das Schwierigste an der Suche sein, sondern eher das unbeobachtete Heben des Micros. Deshalb unbedingt Spoilerfoto mitnehmen und natürlich nicht direkt am Cache loggen.

Bis bald, im Wald :)
viel Spass wünschen
die_husaren

Dies ist eine neue Cacheserie, wie sie auf dem Kasseler Geocacher Stammtisch am 04.03.05 beschlossen wurde. Dabei sollen Caches in der Nähe von Gotteshäusern ausgelegt werden, die entweder historisch oder architektonisch eine Besonderheit darstellen. Es ist hierbei völlig egal, welcher Religion diese Häuser angehören. Jeder der an dieser Serie teilnehmen möchte, kann dies tun. Er sollte sich jedoch an die einheitliche Schreibweise halten, damit die einzelnen Caches der Serie zuzuordnen sind. Außerdem ist dieser Absatz zu kopieren und mit in die Beschreibung aufzunehmen. Zusätzlich sollte man wenn möglich, eine Beschreibung des Ortes liefern, damit man auch etwas über dieses Gotteshaus erfahren kann. Der Cache ist bitte so zu verstecken, dass er die Würde des Ortes nicht verletzt. Gegebenfalls ist er so zu platzieren, dass er über eine Wegpunktprojektion zu finden ist und die eigentlichen Koordinaten auf das Gebäude selbst weisen.

 

Weitere Informationen:

Zentrum für internationale Bildung und Kulturaustausch:
>>> http://www.kreuzberg-bonn.de/

Bilder

Spoiler: Endenich - Kreuzbergkirche
Spoiler: Endenich - Kreuzbergkirche

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Landschaftsschutzgebiet LSG-Stadt Bonn (Info), Naturpark Naturpark Rheinland (Info)

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Logeinträge für Gotteshäuser: Kreuzberg-Kirche    gefunden 62x nicht gefunden 1x Hinweis 2x

gefunden 30. Juli 2008 UbiqueTerrarum hat den Geocache gefunden


Alea iacta est. [;)]

Danke für die kleine Runde!
GG

gefunden 30. September 2007 schorsch_und_simi hat den Geocache gefunden

schnell gefunden. größtes problem war es einen parkplatz zu finden, da wohl gerade ein hochzeit in der kirche stattfand

gefunden 22. September 2007 Bon(n) Team hat den Geocache gefunden

Danke für den Cache - tolle Aussicht !

 

Das Bon(n) Team

gefunden 16. August 2007 Dini_7 hat den Geocache gefunden

Gestern gefunden, kurz vor Sonnenuntergang. Leider malngels Stift nicht geloggt :) werds aber nachholen.

Laughing

 

gefunden 14. August 2007 anke+chris hat den Geocache gefunden

Wirklich sehr schöne und interessante Location. Der Besuch hat uns sehr gut gefallen und wir sind einen Augenblick geblieben um uns alles genau anzuschauen.

PS: Das Logbuch ist recht voll...


Vielen Dank für den Cache und liebe Grüße aus BaWü.

Anke und Chris
#527 / 14h25