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Rätselcache
KRYPTOS I (ADFGVX)

von TUTANCHAMUN     Deutschland > Rheinland-Pfalz > Kaiserslautern, Landkreis

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 49° 21.657' E 007° 39.783' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: normal
Status: archiviert
 Versteckt am: 11. Oktober 2005
 Gelistet seit: 15. November 2005
 Letzte Änderung: 12. Juni 2012
 Listing: http://opencaching.de/OC0BA7
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Beschreibung   

Dieser Geocache führt Euch zum Weltersteinkopf und zugleich in die Welt der Kryptographie.

 


Am Weltersteinkopf existiert eine kleine Höhle die im Volksmund das "Glitzerloch" genannt wird. In früheren Zeiten glitzerte das Höhleninnere wenn man hineinschaute, bevor es später durch Feuer und Rauch geschwärzt wurde. Bei genauem Hinsehen erkennt man heute immer noch, welche Steine die Ursache für dieses Glitzern waren.
Weiterhin rankt sich die Sage, dass sich hier am Welterstein einmal eine Gans in den Tiefen des Felsen verirrte, um anschließend einen Ausgang im kilometerweit entfernten Nachbarort Linden, zu finden.

An diesem Felsmassiv beginnt deine Aufgabe.

Zunächst hier die Koordinaten für den zu findenden Cache. Verschlüsselt lauten sie:

GAFFXDVFFDXDXGDAXVAXDXGXXADFAGVGDGVGGVVGFGDFVGVFFADVAVXADXDAADGAFVGVGGAG

 

Um den Geheimtext entschlüsseln zu können, müsst Ihr Euch nun zunächst zum Weltersteinkopf mit den Koordinaten N 49°21.657´  E 007°39.783´ begeben, um dort die notwendigen beiden Schlüssel zur Entzifferung zu finden.

Parken könnt ihr bei N  49°21.708'   und E  7°39.787' .

Das verwendete Verschlüsselungsverfahren ist das vermutlich berühmteste des ersten Weltkrieges.
In einer ersten Version, die nur Buchstaben verschlüsselte, wurde es wenige Tage vor der Frankreich-Offensive an der Westfront eingesetzt, um kurz danach nochmals erweitert zu werden, so dass auch die Ziffern 0 bis 9 verschlüsselt werden konnten. Im Geheimtext selbst kommen nur die Buchstaben A,D,F,G,V und X vor, da sie beim Morsesignal sehr gut unterschieden werden konnten, und es so zu geringeren Fehlern bei der Übertragung kam.

Da wir beim Geocaching auch Zahlen verwenden, wurde diese erweiterte Version auch bei der vorliegenden Verschlüsselung verwendet. 

Nachfolgend ist die Verschlüsselungsart beschrieben und ein vollständiges Beispiel der Verschlüsselung (natürlich mit anderen Schlüsseln) zum Einstimmen angefügt.
Durch folgerichtige Umkehrung kann die Entschlüsselung durchgeführt werden.
Diese Umkehr ist absichtlich nicht beschrieben und stellt für Euch die eigentliche Herausforderung dar, sollte aber nicht so schwierig sein.

Bei der Chiffrierung handelt es sich um eine bipartite einfache Substitution (Polybius-Verschlüsselung) mit anschließender einfacher Spaltentransposition.
Jetzt bitte nicht erschrecken, denn kurz und vorweg zusammengefasst, soll das nur bedeuten, dass die Buchstaben/Zahlen des Klartextes zuerst nach einem festen Schema ersetzt werden um danach nochmals nach bestimmten Regeln sortiert zu werden, um den Geheimtext zu bilden.


Zunächst zur Substitution:
Die Polybius-Verschlüsselung arbeitet mit einer sogenannten Polybius-Tafel, hier einem 6x6 Quadrat, dessen 36 Kästchen nach Zufallsprinzip mit den 26 Buchstaben des Alphabets und den 10 Ziffern gefüllt wurden. Diese Anordnung der Zeichen in dieser Matrix bildet einen Teil des Schlüssels, der beim Verschlüsseln und später natürlich auch beim Entschlüsseln bekannt sein muss.
Die Zeilen und Spalten der Tabelle(Tafel) werden dann mit den sechs Buchstaben A,D,F,G,V und X markiert (Also einmal von oben nach unten und einmal von links nach rechts).

Bei der Verschlüsselung wird jeder Buchstabe bzw. jede Ziffer des Klartextes wie in der Polybius-Tafel durch die Position beschrieben, durch ein Buchstabenpaar ersetzt, das zuerst seine Zeile und dann seine Spalte bezeichnet. Somit werden aus jedem Buchstaben im Klartext 2 Buchstaben im Geheimtext.
Diese Polybius-Tafel(Tabelle) müsst ihr am Weltersteinkopf an den oben angegebenen Koordinaten finden.

Dieser Code stellt bisher eine einfache, sogenannte monoalphabetische Verschlüsselung dar, die allerdings durch Analyse der Häufigkeit der vorkommenden Buchstaben leicht zu knacken ist. In jeder Sprache gibt es nämlich eine relativ konstante Häufigkeitsverteilung der einzelnen Buchstaben. Deshalb wurde eine weitere Stufe der Verschlüsselung, eine ergänzende Trennung und Sortierung der Buchstabenpaare, eine Transposition, durchgeführt. In der einschlägigen Literatur und im Internet kursieren verschiedene Arten, die damals benutzt worden sein sollen, deshalb sei die hier verwendete ausführlich beschrieben.
Für diese Transposition verwendet man ein Schlüsselwort, das natürlich auch beim Entschlüsseln bekannt sein muss.

Das Schlüsselwort für die Transposition  müsst ihr ebenfalls am Weltersteinkopf in der Höhle finden.

Um die Transposition selbst durchzuführen sind 4 Schritte notwendig.

1.)      Die Buchstaben des Schlüsselwortes werden in die erste Zeile einer neuen Tabelle geschrieben, um so die  Spalten dieser neuen Tabelle zu markieren.

2.)      Der bisherige Geheimtext, das Ergebnis der oben erzeugten Substitution wird nun zeilenweise in die Tabelle eingetragen.

3.)      Die Spalten der Tabelle werden nun umgeordnet, und zwar so, dass sich dann die Buchstaben des Schlüsselwortes in alphabetischer Reihenfolge befinden. Für den Fall, dass gleiche Buchstaben mehrfach im Schlüsselwort vorhanden sind, werden sie nebeneinander in der Reihenfolge in der sie im Schlüsselwort vorkommen, angeordnet.

4.)     Der Geheimtext ergibt sich nun dadurch, dass die Zeichen spaltenweise (linke zuerst) ausgelesen und fortlaufend notiert werden. Damit ist die Verschlüsselung abgeschlossen.

Wie die Verschlüsselung funktionierte wurde soeben beschrieben. Nun sucht an den oben angegebenen Koordinaten die Polybius-Tabelle. Das Schlüsselwort findet ihr  6 Meter weiter südöstlich, 10 Meter höher und 8 Meter tiefer in der Höhle - der eigentlich interessanten Stelle dieser Felsen. Da das Terrain im Winter und bei Nässe aber relativ gefährlich zu erreichen ist(Vorsicht mit Kindern !!!), existiert ein zusätzlicher Microcache mit dem Schlüsselwort. Diesen findet ihr als Filmdose, die sich in der Gabelung dreier Baumstämme in der näheren Umgebung befindet. Damit könnt ihr den oben angegebenen Geheimtext entschlüsseln und die Koordinaten des Caches erhalten. Taschenlampe für die Höhle nicht vergessen!

 

 

 

 

 

Viel Spaß beim Entschlüsseln der Koordinaten !


Beispiel:

1. Substitution:

Polybius-Tafel für das Beispiel:

A
D
F
G
V
X
A
n
b
8
f
w
h
D
u
q
c
1
y
i
F
2
p
v
e
s
j
G
k
t
m
o
9
0
V
4
3
g
x
z
6
X
d
1
5
a
r
7

 

Der Klartext der zum Üben verschlüsselt und entschlüsselt werden soll lautet:
geocache and cipher by tutanchamun

Als vorläufiger Geheimtext nach der Substitution ergibt sich somit:
( Zur Übersicht sind die Buchstabenpaare hier noch mit Leerzeichen getrennt!)

VF FG GG DF XG DF AX FG XG AA XA DF DX FD AX FG XV AD DV GD DA GD XG AA DF AX XG GF DA AA

 

2. Transposition:

Hier soll das Schlüsselwort FISCHE verwendet werden. Somit ergeben sich folgende Tabellen:

 

F
I
S
C
H
E
V
F
F
G
G
G
D
F
X
G
D
F
A
X
F
G
X
G
A
A
X
A
D
F
D
X
F
D
A
X
F
G
X
V
A
D
D
V
G
D
D
A
G
D
X
G
A
A
D
F
A
X
X
G
G
F
D
A
A
A

Spalten alphabetisch nach den Buchstaben des Schlüsselwortes sortiert:

 

C
E
F
H
I
S
G
G
V
G
F
F
G
F
D
D
F
X
G
G
A
X
X
F
A
F
A
D
A
X
D
X
D
A
X
F
V
D
F
A
G
X
D
A
D
D
V
G
G
A
G
A
D
X
X
G
D
X
F
A
A
A
G
A
F
D


Spaltenweise ausgelesen ergibt sich nun der endgültige Geheimtext:

GGGADVDGXAGFGFXDAAGAVDAADFDGDGGDXDAADAXAFFXAXGVDFFFXFXFXGXAD


Den Weg der Umkehrung könnt Ihr nun an diesem Beispiel ausprobieren. Verwendet den Beispiel-Geheimtext, die Beispiel-Polybius-Tabelle und das
Beispiel-Schlüsselwort. Probiert es auf jeden Fall einmal aus, denn nur dadurch merkt ihr worauf es im Detail bei der Umkehrung noch ankommt :-)

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

Mhz Svaqra qre orvqra Fpuyüffry: Fpuvyyref Tybpxr ortvaag zvg jrypurz Jbeg ???

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Biosphärenreservat Pfälzerwald (Info), Naturpark Pfälzerwald (Info)

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Logeinträge für KRYPTOS I (ADFGVX)    gefunden 9x nicht gefunden 0x Hinweis 2x

Hinweis 12. Juni 2012 pirate77 hat eine Bemerkung geschrieben

Wie zuvor angekündigt erfolgt hier nun die Archivierung. Sollten sich später neue Aspekte ergeben und der Cache wieder aktiviert werden, so kann dies durch den Owner selbstständig über die Funktion "Cache bearbeiten" erfolgen.
Bei Unklarheiten oder Fragen kannst du gerne mich oder das Team kontaktieren.

pirate77 (OC-Support)

Hinweis 20. Mai 2012 pirate77 hat eine Bemerkung geschrieben

Dieser Cache ist auf geocaching.com bereits archiviert und trägt nicht das "OConly" Attribut. Aus diesem Grunde setze ich den Status hier auf "Momentan nicht verfügbar". Der Owner sollte sich dringend Gedanken um die Zukunft des Caches machen. Sollte innerhalb der nächsten 3 Wochen (d.h. bis zum 10.06.2012) keine Reaktion erfolgen, werde ich den Cache archivieren.

pirate77 (OC-Admin)

gefunden 24. April 2010 finalharvest hat den Geocache gefunden

500! 500! 500!
500! 500! 500!
500! 500! 500!
500! 500! 500! [auf geocaching.com]

Laughing
Eigentlich sollte ja Mars Attacks der 500. werden, aber nachdem das nicht geklappt hat, bin ich auf diesen hier ausgewichen, der mir auch schon ewig in der Nase steckt.

Schöne Idee, hat sehr viel Spaß gemacht, und dank der Hilfe von Fellowtraveller war das Entschlüsseln auch nicht allzu viel Arbeit.

Und jetzt? Auf Wiedersehen sagen, alles archivieren und ein neues Hobby suchen!?
Ach, vielleicht doch eher das hier:
Auf die nächsten 500! Wink

[NAchlog von geocaching.com]

gefunden 02. April 2010 GeoRocci hat den Geocache gefunden

Hallo,
zusammen mit den Kotten-Cacher eingetaucht in die geheimnsivolle Welt der symmetrischen Kryptographie. Nachdem die schön vermauerte Polybius-Tafel gefunden war, gings mit kleinen Umwegen dann zur erfolgreichen Bergung des Schlüsselwortes, welches uns ein wenig zum Schmunzeln gebracht hat. Nun verließen wir die traditionelle Verfahrensweise unserer Vorfahren und haben uns neuzeitlicher Codeknackermethoden bedient um die treasure coordinates zu ermitteln und um schließlich gemütlich zur Dose zu spazieren.
no trade
Vielen Dank für diese Cacheidee, GeoRocci

gefunden 07. Oktober 2009 HaJoSoCha hat den Geocache gefunden

TFTC

Das hat Spaß gemacht, obwohl wir etwas länger gebraucht haben, bis wir alle Teile zusammen hatten (die Höhle war am Sonntag noch nicht da, ich schwör und das Schlüsselwort wurde auch erst heute wieder angebracht).

Danke für die gemachte Arbeit und das Zeigen dieses interessanten Platzes.