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Burg & Zeche Vondern

von emzett     Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Oberhausen, Kreisfreie Stadt

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 51° 29.570' E 006° 54.075' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: normal
Status: archiviert
 Zeitaufwand: 1:30 h 
 Versteckt am: 20. April 2004
 Gelistet seit: 27. November 2005
 Letzte Änderung: 04. Mai 2006
 Listing: http://opencaching.de/OC0F07
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Beschreibung   

Dies ist ein Lost-Place Cache. Er läßt sich gut mit Gasometer I kombinieren, dessen Endpunkt sich in der Nähe des Startgebietes befindet. Die Tour dauert auch wieder geschätzte 90-120min., ist größtenteils fahrrad- und kinderwagentauglich. Hunde sind erlaubt. Station 2 darf in der Dunkelheit offiziell nicht betreten werden, ob das überwacht wird, weiß ich nicht. Beim Legen war das gesamte Gelände gut begehbar, ich denke aber, dass die Terrainpunkte in den Sommermonaten im wahrsten Sinne des Wortes wachsen werden.

Der Cache setzt eine kurze und interessante Internet-Recherche auf dieser Webseite von Josef Kortz voraus.

M= Monat seit dem es keine Pferde mehr in der Grube gibt (ohne Jahr)
DL = Anzahl der vorläufig in Betrieb genommenen Druckluftlokomotiven (so wie es der Geschäftsbericht der GHH 1912 festhielt)

Ausgangspunkt ist das Haus Ripshorst bei N51°29.570 E6°54.075. In der unmittelbaren Umgebung befinden sich auch PKW-Parkplätze, also am besten direkt darauf zu steuern. Bei den oben genannten Koordinaten steht ein Schild auf dem die Aufteilung des Bauerngartens beschrieben wird. A sei die Anzahl der Beete (Zusatzhinweis: alle!).

Der nächste Wegpunkt ist:

N51°29.(991-A*DL) E6°54.(403+A+M)

Burg Vondern

Die Burg Vondern gehört zu ältesten Bebauungen im heutigen Stadtgebiet von Oberhausen. Ihre Bedeutung ist nicht ganz klar. Eine richtig 'große' Geschichte wurde bisher noch nicht erforscht. Es gibt jedoch eine Sage. Erwähnt wird die Burg zum ersten Mal im 12. Jahrhundert, doch aus dieser Zeit ist heute nichts mehr erhalten. Die Türme neben dem Tor stammen aus dem 16. Jahrhundert und sind viel älter als das Herrenhaus. Dieses wurde mehr als 100 Jahre später gebaut.



Fast wäre die Burg Vondern wegen der Zeche Vondern abgerissen worden. Noch vor wenigen Jahrzehnten diente sie als Bauernhof und war zum Schluß ziemlich verfallen. Erst in den achtziger Jahren erkannte man die Burg als Baudenkmal und renovierte sie. Zum Teil recht unkonventiell, so sind z.B. für die Dachkonstruktion des Wagenstalls massive Stahlträgern verwendet worden.

Gut zu erkennen ist jedenfalls immer noch, dass Burg Vondern eine Wasserburg war. Die meisten Gräben sind inzwischen verlandet, und eine Zugbrücke gibt es auch nicht mehr. Die kräftigen Mauern zeigen aber, dass sie wohl ein guter Schutz gewesen sein muss.

...mehr Infos zur Burg Vondern

Hier befinden sich Säulen und davor 'Kugeln'.

S = Anzahl der Säulen
K = Anzahl der 'Kugeln'

Es lassen sich die beiden nächsten Wegpunkte bestimmen:

S1 = N51°29.((S*K*A*M*4)+28), E6°54.(707-(S*K))
S2 = N51°29.((S*K*A*DL*4)+34) E6°54.(775-(S*K))

Geht zunächst zu S1 und dann zu S2! Zum Überqueren der Straße am besten den Weg nutzen, der auch hierher führte.

An beiden Punkten befinden sich Schilder, letzte stumme Zeugen der Vergangenheit dieses Ortes. Wenn Ihr Euch aufmerksam umschaut und einigen Trampelpfaden folgt, werdet Ihr weitere Überbleibsel längst vergangener Zeiten finden. Die Natur erobert sich diesen Raum zurück. An jeweils einer Birke in der Nähe der Schilder findet Ihr die Hinweise S1 und S2.


Zeche Vondern

Von der um die Jahrhundertwende abgeteuften Schachtanlage der Zeche Vondern, welche 1906 um eine Kokerei ergänzt wurde, ist heute so gut wie nichts mehr vorhanden. Ihre Stillegung erfolgte bereits Anfang der 30er Jahre im Zusammenhang mit der Weltwirtschaftskrise. Über den nördlichen Teil des Geländes führt heute der Emscherschnellweg. Auf dem brachliegenden Altlastenstandort hat sich eine artenreiche Botanik angesiedelt. Viele der ausgewilderten Zier- und Nutzgewächse kennt man vielleicht noch aus dem eigenen Garten. Weniger bekannt ist, dass ein Teil der Pflanzen auf Brachen wirklich alte Kulturpflanzen sind, die in Siedlungsgärten gar nicht mehr angebaut werden, aber trotzdem noch verwildert vorkommen



Die Kohleförderung auf der Zeche Vondern begann im zweiten Quartal 1903 mit 180 Bergleuten. Bis zum Jahresende kamen 57.000 t zutage. Für den Abtransport der Produkte und für die Anlieferung der benötigten Materialien erhielt die Zeche 1904 einen Anschluß an das Werksbahnnetz der GHH und damit mittelbar auch an die Staatsbahn. 1905 beschäftigte die Zeche Vondern schon 1306 Mitarbeiter, davon 1098 unter Tage. Die Förderung stieg auf 275 000 t/a.

Die Vondern-Kohle eignete sich gut zur Verkokung, weshalb auf dieser Schachtanlage auch eine Kokerei gebaut wurde. 1906 wurde der Betrieb mit 60 Öfen und Nebengewinnungsanlagen seiner Bestimmung übergeben. Das anfallende Koksgas verwertete die Zeche in einem kleinen Kraftwerk. Am Jahresende 1913 beschäftigte Vondern 2.242 Mitarbeiter und wies eine Förderung von 474.000 t aus. Am 15. Januar 1932 kam auf der Zeche Vondern der letzte Kohlenwagen zutage. Die Kohlen aus dem Feld Vondern wurden von nun an auf Jacobi gefördert.

Der Tagesbetrieb und die Kokerei wurden stillgelegt, die nicht mehr benötigten Gebäude später abgerissen. Bis zum 30.09.1932 fuhren auf Vondern noch Leute an. Dann stellte die Betriebsleitung hier die Seilfahrt ein. Die Schächte blieben zur Wetterführung offen. Bis 1956 veränderte sich am Erscheinungsbild der Zeche kaum etwas. Dann wurde ein neuer Grubenlüfter installiert und das Schachtgerüst über Vondern 1 abgerissen. Denn neben der Wetterführung waren keine weiteren Aufgaben mehr zu erfüllen.

Am 1. Januar 1965 hob die Hüttenwerke Oberhausen AG das Verbundbergwerk Jacobi/Franz Haniel aus der Taufe. Die Änderung des Bewetterungskonzeptes machte den Lüfter auf Vondern überflüssig. Die Schächte Vondern 1 (Teufe 508 m) und Vondern 2 (Teufe 663 m) wurden zwischen dem 13. Juli 1965 und dem 31. August 1965 mit 35.000t Waschbergen und 650t Kies verfüllt, und die Gebäude anschließend restlos abgerissen.

Seit dem 1.August 1974 verläuft die Autobahn A 42 (Emscherschnellweg) über den ehemaligen Zechenplatz. Daher ist je nach Windrichtung mit einem mehr oder weniger hohen Lärmpegel zu rechnen.

(Quelle: http://www.j-kortz.de/zechev.html)

Der Cache befindet sich nebem dem Baum bei:

N 51°29.(S2-(S*A*(M+DL))-37
E 6°54.(6*S1+A)

Bitte vorsichtig 'heben' und anschließend wieder gut tarnen!!!

Team btjg was the first to find and log this cache



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Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Landschaftsschutzgebiet LSG-Ripshorst (Info)

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Logeinträge für Burg & Zeche Vondern    gefunden 4x nicht gefunden 0x Hinweis 0x

gefunden 29. Januar 2006 slough man hat den Geocache gefunden

Der Schlamm war inzwischen gefroren und die Cachesuche eine nette Winterwanderung, wenn auch mit störendem Rauschen von der Autobahn. Die Parkplätze an Haus Ripshorst waren gut belegt, es fand dort eine Tagung für Naturschützer statt. Somit scheinen auch die professionellen Umweltschützer eine Anreise per Privat-PKW zu bevorzugen.
TNLN
TFTC

gefunden 07. April 2005 Gnarfy hat den Geocache gefunden


Ich wußte doch, dass sich der weite Weg nach Oberhausen lohnen würde [:P]
Super Runde, und am Final muss man mal nicht Angst haben, jeden Moment angequatscht zu werden.

    Out: Krokoklemmendings
    In: TB Fliege in der Suppe

gefunden 20. Mai 2004 fulbrich hat den Geocache gefunden

Schöne Vatertagstour mit eigenem Fahrrad, so konnten wir an diesem schönen tag sogar mehrere Caches abfahren und mehrere TBs finden. Der Cache ist wirklich ein LOST PLACE... die viel ältere Burg hat überlebt und von der aufwendigen Zeche ist kaum noch was geblieben. Ist wirklich ein schöner Cachebehälter.
Der vorhandener TB wurde nicht angerührt, schließlich soll der ja in die USA. Ich habe mich nicht getraut einen daszu zu tun, falls vor dem 6.6. einer kommt.
Vielleicht lege ich kurz vor Abflug noch einen ein.

IN : nix
OUT : nix

Bilder für diesen Logeintrag:
Weit kann er nicht sein ?Weit kann er nicht sein ?
So sieht also ein Gateway to USA aus.So sieht also ein Gateway to USA aus.

gefunden 23. April 2004 geoBONE hat den Geocache gefunden

Schöner Cache, der beim heutigen guten Wetter richtig Spass gemacht hat. Kaum zu glauben, dass die ehemalige Zeche dermassen gründlich aus der Landschaft entfernt wurde :O Das Endversteck ist gut gewählt :)

+ die ganze Welt
- Hündchen

Vielen Dank und beste Grüsse, Thomas