Wegpunkt-Suche: 
 
Gedenkstätte KZ Leonberg

 Dieser Cache befasst sich mit der Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers Leonberg

von GedenkstätteLeonberg     Deutschland > Baden-Württemberg > Böblingen

N 48° 48.019' E 009° 01.043' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: normal
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 1:30 h   Strecke: 3.0 km
 Versteckt am: 20. September 2013
 Veröffentlicht am: 20. September 2013
 Letzte Änderung: 27. Juli 2014
 Listing: http://opencaching.de/OC100C7

3 gefunden
0 nicht gefunden
0 Bemerkungen
0 Beobachter
0 Ignorierer
226 Aufrufe
1 Logbild
Geokrety-Verlauf

große Karte

   

Infrastruktur
Der Weg
Zeitlich
Saisonbedingt
Listing
Benötigt Vorarbeit

Beschreibung   

Dieser Cache befasst sich mit der Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers Leonberg, einem Außenlager des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof im Elsaß, das von Frühjahr 1944 bis April 1945 bestand. Er wurde von der KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg e.V. zur Ergänzung der bestehenden Angebote entwickelt.

Insgesamt über 5000 Häftlinge aus 24 Nationen mussten hier während des einen Jahres in einem im Engelbergtunnel eingerichteten Presswerk der Messerschmitt AG arbeiten und Flugzeugteile produzieren, darunter zu einem Drittel Juden. Hunderte Häftlinge überlebten das Lager nicht.

Der Cache führt dich entlang des heutigen „Weges der Erinnerung“ zu den wichtigsten authentischen Orten und gibt dir einen Überblick über die verschiedenen Aspekte des Leidens.

Für die meisten Häftlinge begann ihre Demütigung in Leonberg bereits am Bahnhof. Von dort aus wurden sie entlang der Bahnhof- und Seestraße Richtung Lager geführt.

Die folgenden Koordinaten geben die erste Station an.

 

1. Station

N 48° 48.019  E 009° 01.043

 

Du stehst vor einer Infotafel, die dir eine grobe Einführung vermittelt und dir den Verlauf des „Wegs der Erinnerung“ zeigt.

 

Aufgabe:

Wohin wurden einige Häftlinge „abgeschoben“?

Anzahl der Buchstaben dieses Ortes = A

Begib dich danach auf das dahinter liegende Gelände, bitte verhalte dich dem Ort entsprechend angemessen

Errechnung der nächsten Station:

N 48° 48.04(A-3)       E 009° 01.0(A-1)4

 

2. Station

Du stehst vor einer Denkmalanlage, welche an die Gefallenen der beiden Weltkriege erinnert. Häftlinge sind hier keine bestattet. Leonberg war zur Zeit des Lagers eine Stadt „im Banne der Rüstung“, auf rund 8.000 Einheimische kamen 6.000 Ortsfremde, darunter KZ-Häftlinge, Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und Gestapo-Häftlinge. Kontakte zwischen Häftlingen und der Leonberger Bevölkerung waren zwar verboten, aber alltäglich.

Aufgabe:

Schau dir das große Denkmal mit den zwei Figuren an.

Differenz der beiden oberen Zahlen = B

Differenz der beiden unteren Zahlen = C

 

Errechnung der nächsten Station:

N 48° 48.0(B-2)9       E 009° 01.1(C+2)3

 

3. Station

Du stehst vor einem weiteren Denkmal. Ab Dezember 1944 wurden die in Leonberg verstorbenen Häftlinge in ein Massengrab auf dem weit vom Lager entfernt gelegenen Blosenberg geworfen, jedoch bereits 1953 in dieses Sammelgrab auf dem Städtischen Friedhof umgebettet. Das Grabmal aus Sandstein wurde erst 1962 vom Konstanzer Bildhauer Adolf Schmid gefertigt. Die Inschrift „389 Söhne vieler Völker Europas“ ist falsch, denn hier wurden nur 337 KZ-Häftlinge bestattet. Die restlichen 52 Toten wurden in ihre Heimatländer überführt oder woanders bestattet. Dieser Umgang mit der Geschichte ist Zeugnis eines langjährigen Verdrängungsprozesses in der Stadt. 

 

Aufgabe:

Schau dir die Tafel mit dem Todesdatum von Edoardo Goruppi an.

Todesmonat = D

Letzte Ziffer Todesjahr = E

Errechnung der nächsten Station:

N 48° 47.88(4+D)          E 009°01.2(2+E)9

 

4. Station

Hier ist erstmals eine Dose zu suchen, in der du die Folgekoordinate findest, dazu muss KEIN Privatgelände betreten werden.

 

5. Station

Wieder stehst du vor einer Informationstafel. Für die Häftlinge wurden zwei Lager errichtet. Hinter dieser Tafel befand sich das „neue“ Lager.  Jedes der bis Dezember 1944 errichteten zweistöckigen Gebäude waren für bis zu 250 Häftlingen ausgelegt, einige Bauten des „neuen“ Lagers wurden nicht komplett fertig gestellt. Das Gelände war umzäunt und mit Wachtürmen versehen. Während das aus Holzbaracken gebaute „frühe“ Lager nach Abzug der Häftlinge Anfang April 1945 wegen Seuchengefahr abgebrannt wurde, blieben die massiven Gebäude des „neuen“ Lagers erhalten und wurden seit 1948 zu dem in Teilen noch heute bestehenden Altenzentrum umgebaut.

 

Zusatzinfo:

Im hinteren Teil des Erdgeschosses des Samariterstifts (Seestraße 74) kann ein Modell des „alten“ und „neuen“ Lagers besichtigt werden, das von Jugendlichen des Beruflichen Gymnasiums Leonberg im Rahmen eines Projekts im Ethikunterricht für die KZ-Gedenkstätteninitiative hergestellt wurde.

 

Aufgabe:

 

Wie lang waren die Steinhäuser?

Anzahl/10 = F

Wie viele Stockwerke hatten die damaligen Häuser inkl. Keller?

Anzahl = G

Errechnung der nächsten Station:

N 48° 47.82(F+3)       E 009° 01. G 81

 

6. Station

Du stehst vor einem Gedenkstein. Auch hier findest du weitere Infos und die Folgekoordinate durch Suchen.

 

7. Station

Du stehst vor der nächsten Informationstafel. Hier im „alten“ Lager gab es keine geschlossene Kanalisation. Abwässer und Fäkalien wurden in einem offenen Graben durch  die Seestraße in eine See geleitet. Die hygienischen Verhältnisse waren so schlecht, dass das Gewerbeaufsichtsamt in scharfer Form protestierte.  Die Lagerleitung wie die Rüstungsfirma Messerschmitt maß den miserablen Lebensumständen der Häftlinge jedoch keine Bedeutung bei. 300 Mann schliefen in Baracken, die 10 Meter breit und 30 Meter lang waren, teilweise mussten mehrere Männer auf einer Liege schlafen.

 

Aufgabe:

 

Wie viele Gefangene wurden mindestens am Galgen des „alten“ Lagers erhängt?

Anzahl = I

Errechnung der nächsten Station:

N 48° 47.759  E 009° 01.4(I)5

 

8. Station

Diese Kirche wurde 1967 unmittelbar neben dem ehemaligen Lagergelände gebaut. Im Vorraum der Kirche wurde 1992 ein Totengedenkbuch hinterlegt, in dem die Namen und Daten der damals bekannten 293 im KZ Leonberg verstorbenen Häftlinge verzeichnet sind. Der von Hermann Kromer künstlerisch gestaltete Schrein für das Gedenkbuch  hat die Form einer zum Tunnel gewölbten Metallplatte. Das Relief erzählt bildet verschiedene Erzählungen rund um den Lageralltag ab.

 

Aufgabe:

 

Wie heißt diese Kirche?

Anzahl Buchstaben = J

Errechnung der nächsten Station:

N 48°47.7(J-9)0          E 009° 01.600

 

9. Station

Und wieder stehst du vor einer Infotafel. Ab jetzt geht’s  durch Suchen weiter bis zum Final (Station 11)

 

ACHTUNG: Wegen einer Baustelle ist Station 9 aktuell nicht zugänglich und demontiert. Gehe daher bis auf Weiteres direkt weiter zu Station 10. Diese findest du hier:

N 48° 47.797  E 009° 01.(J*4+1)3

Hilfreiches

Suche Caches im Umkreis: alle - suchbare - gleiche Cacheart
Download als Datei: GPX - LOC - KML - OV2 - OVL - TXT
Mit dem Herunterladen dieser Datei akzeptierst du unsere Nutzungsbedingungen und Datenlizenz.

Logeinträge für Gedenkstätte KZ Leonberg    gefunden 3x nicht gefunden 0x Hinweis 0x

gefunden 24. November 2014 Bodhi2008 hat den Geocache gefunden

Mit unserem Nachwuchscacher losgezogen, um diesen Multi in der Homezone zu absolvieren. Stationen 1-3 waren schnell erledigt, S4 haben wir ausgelassen und sind gleich zu S5. Auch S6 bis S8 waren gut zu finden und die notwendigen Infos schnell ermittelt.
S9 war wieder zugänglich, dort haben wir aber nur eine leere Dose vorgefunden. S10 haben wir dann auch wieder ausgelassen und trotzdem das Final rasch entdeckt.
Mittlerweile wissen wir, dass es dort oben mehrere Dosen gibt, gut dass wir an diesem Tag die richtige erwischt haben. ;-)

War eine interessante und informative Runde.

Danke sagt
Bodhi2008

Bilder für diesen Logeintrag:
GedenkstätteGedenkstätte

gefunden 23. Juni 2014 adrenalin hat den Geocache gefunden

Zur Mittagspause versuchten wir uns heute an diesem Multi.

Nachdem wir einen Parkplatz gefunden hatten, war Stage 1 schnell ausgemacht und ermittelt. Stage 2 und 3 bereiteten natürlich auch keine Probleme. Die Formel zur 4. Station ist falsch. Wir wissen zwar nicht, wo genau der Fehler steckt, aber die ermittelte Lösung führt weit weg.

Stage 5 konnten wir aber zum Glück wieder finden, dafür scheinen auch die Koordinaten für Stage 6 falsch zu sein. Egal, bei Stage 7 konnten wir wieder einsteigen und Stage 8 mitnehmen.

Sowohl S9 als auch S10 konnten wir finden, aber an beiden keine Cache-relevanten Informationen (natürlich einiges zur Geschichte des KZ).

Wir versuchten dann per Intuition die Dose im Umfeld aufzuspüren und tatsächlich hat sie Hulmi nach einigen Minuten entdeckt. Es befand sich kein Logbuch drin, daher haben wir auf einem selbst eingelegten Zettel geloggt.

Danke für den thematisch interessanten Cache. Leider hatten wir an einigen Stationen doch mehr Probleme als erhofft.

gefunden 23. Juni 2014, 12:56 hulmgulm hat den Geocache gefunden

Cache #6251 - Gefunden am 23.06.2014 um 12:56

Nach dem ich letzte Woche gesehen hatte, dass dieser Cache, obwohl schon im September 2013 gelegt, in den 9 Monaten seither nicht gefunden wurde, also noch der FTF offen ist, haben wir uns heute entschlossen ihn in unserer Mittagspause anzugehen.

Nach dem wir endlich einen Parkplatz in der Nähe des Startpunktes gefunden hatten, absolvierten wir die ersten drei Stationen mit Bravour. Beim ermitteln der Koordinaten der vierten Station wunderten wir uns erst darüber, dass sie die gleichen Nordkoordinaten wir die Stage 3 hat, sind aber trotzdem los gezogen. Das war ein Fehler, denn die Koordinaten lagen mitten in einem Vorgarten. Auch war die Richtung nicht wirklich die Richtige für den Weg der Erinnerung.

Also sind wir zum Weg zurück und haben das nächste Schild gesucht. Dort gab es dann die Antworten für die nächsten Fragen. Leider waren denn die Koordinaten von Station 6 wieder falsch. Auf dem Rückweg haben wir dann den Gedenkstein durch Zufall gesehen, aber der ist fast 100m von den Koordinaten entfernt.

Stage 7 und 8 waren, dank den Aufgaben, einfach zu finden. Stage 9 haben wir, wie beschrieben, ausgelassen aber an Stage 10 konnten wir keine Koordinaten finden obwohl die Koordinaten, zur Abwechslung mal, Sinn machten.

Also habe ich mich gefragt, wo ich denn hier einen Cache verstecken würde. Was soll ich sagen? Genau dort habe ich den Cache gefunden. Die Dose war offen und das Logbuch fehlte. Spitzer, Bleistift und die Weiterführenden Informationen waren noch da. Wir haben ein Blatt Papier als Erstatzlogbuch da gelassen.

Ich glaube, dass dieser Cache dringend renoviert gehört!

TFTC Hulmi und adrenalin

• • • 11 Jahre Spaß im Wald - seit 1.12.2002 • • •