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Luisenstädtischer Friedhof

von molekularassistent     Deutschland > Berlin > Berlin

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N 52° 29.246' E 013° 24.379' (WGS84)

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 Größe: normal
Status: archiviert
 Zeitaufwand: 0:30 h 
 Versteckt am: 08. Februar 2014
 Veröffentlicht am: 08. Februar 2014
 Letzte Änderung: 02. März 2015
 Listing: http://opencaching.de/OC107B4

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Beschreibung   

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Alter Luisenstädtischer Friedhof
 

Auf einem ehemaligen Weinberg gelegen ist der 1831 eingeweihte der Luisenstädtische Friedhof mit 90 998 qm der mit Abstand größte des Komplexes an der Bergmannstraße. Ursprünglich ein "klassisch" rechteckige Anlage mit Alleenkreuz, bekam er durch die1869 abgeschlossene Erweiterung einen rechtwinkligen Grundriss. In seinem Zentrum wurde 1904 die von dem Kunstfreund Otto Raussendorf gestiftete und von Otto Geyer (1843-1914) geschaffene, 2,10 m hohe Statue des sog. Auferstehungsengels aufgestgellt.
Er ist der zweite Friedhof der Luisenstädtischen Gemeinde, deren ältester Friedhof aus dem Jahre 1686 schon in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts zu einem Park, dem heutigen Waldeckpark, umgestaltet wurde.

Im folgenden sind einige ausgewählte Gräber von besonderem historischen oder kunsthistorischen Interesse aufgelistet:

( * - Ehrengrab des Landes Berlin )

Erwin Beck (1911-1988), linker Sozialdemokrat, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, 1955-75 Jugendstadtrat in Kreuzberg, UGL-rechts-17*

Diakonissen des Bethanien-Krankenhauses am Mariannenplatz (bestand 1847-1970), B1, B2 und KW

Liza Biedermann und Willi Knüpfer (1881-1901), der Freund erschoss sich wenige Tage nach dem frühen Tod der Geliebten; offenes Mausoleum mit goldgrundigem Mosaik mit Inschrift (Der, den die Götter lieben, stirbt jung.) und flankierenden Reliefs, Südmauer-Erbb. 168
1986-88 restauriert.

Wilhelm Bönnhoff (1836-1910) und Familie, Mitinhaber der Weißbierbrauerei, monumentale Grabwandanlage mit Giebelportikus, darin überlebensgroße Engelsstatue aus Bronze, verm. von Heinrich Pohlmann (1839-1917), E - 172-001/007

Hans Brendicke (1850-1925), Heimatforscher, Pädagoge, Förderer des Turnwesens, Stele mit Bronzebüste, 11-17-36/37*

Karl Doflein (gest. 1930), Bürgermeister des Bezirks Tiergarten, drei Stelen mit Porträtrelief aus Bronze, Seitenweg Erbb. Abt. 9 980

Gustav Eltschig (1850-1903), Wandgrab mit sitzendem Engel und greifenbekrönten Seitenbänken, stilistisch zwischen Neoromanik und frühem Jugendstil, Südmauer-Erbb. 174
1985-87sowie 1991/92 im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gereinigt und gesichert.

Tobias Feilner (1773-1839) ,Töpfer, der Erfinder des Berliner Kachelofens und ein Mitarbeiter von Schinkel, Grabstelle eingeebent

Ernst Carl Fidicin (1802-1883), Stadtarchivar, Heimatforscher (u.a. Herausgeber der "Berlinischen Chronik"), 2-18-2*

Ernst Franke (1857-1928), Schlossermeister, Trauernde aus weißem Marmor vor schlichter Giebelwand aus schwarzem Granit, E-267-001/002

Eduard Fürstenau (1862-1938), Architekt (Geheimes Staatsarchiv in Dahlem, Oberverwaltungsgericht in der Hardenbergstraße), Nordmauer-Erbb. 85 (Grabstätte Kochhann)

Johannes Graf (1887-1914), Leutnant, gefallen zu Beginn des I. Weltkriegs, Grabwand mit Engel im Wächtertyp, Südweg Erbb. Abt. 22

August Heckmann (1822-1896), Fabrikant; spätklassizistische Wandgrabanlage mit großer Engelsfigur am stelenartigen Mittelteil, E-276-001/004
1985-87, 1991/92 sowie 2000 im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gereinigt und gesichert.

Heinrich Philipp Hedemann (1800-1872), Politiker, Bürgermeister von Berlin, E-24-1/3*

Hans Heims (1895-1932), Rechtsanwalt, Grabwand mit männlicher und weiblicher trauender Figur, 8-1-29/32

Sigismund Heinss (1829-1893), freistehend Bronze vom Typus von Thorvaldsens "segnendem Christus" unter eiserner Laube, Ostmauer-Erbb. 259

Erna Hess (1905-1967), Malerin (?), bronzener Bildniskopf auf und Terrakottarelief an Sandsteinpfeiler, von ihrem Sohn Richard Hess, 10A-13-9

Reimar Hobbing (1874-1919), Verleger, Muschelkalkstele mit Reliefnische (Die Nacht nimmt dem Entschlafenen das Buch aus den Händen.) von Herman Hosaeus, Seitenweg Erbb. Abt. 28

Martha Jagielski (1876-1924), Fabrikbesitzergattin, Figur einer Trauernden aus Muschelkalk, G2-6-37

Julius Katsch ( 1832-1906), Zimmerermeister, Grabwand in Ädikulaform mit Engelsfigur aus Zinkguss, möglicherweise von Heinrich Pohlmann (1839-1917), E-283-001/002, Ostwand

Albert Klatt (1892-1970), Maler, Professor an der Hochschule für Bildende Künste Berlin, AL2-3-42*

Heinrich Kochhann (1805-1890), Politiker, Stadtverordnetenvorsteher, sozial und stadtplanerisch engagiert, Ehrenbürger, E-85-1/2*
1985-87 gesichert und 1991/92 im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin restauriert.

Mathilde Krohn (1861-1885), Trauernde an Kreuz, Marmor, Feld 10

Margarete Lange (gest. um 1920), habnackte Trauernde aus Kalkstein von Paul Scheurich (1883-1945), 10-6-34/35
1991/92 im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin restauriert.

Paul Langerhans (1820-1909), Arzt, Politiker, Stadtverordnetenvorsteher, Ehrengrab in den Sechzigerjahren eingeebnet, 2-15-7*

Gottfried Wilhelm Lehmann (1799-1882), Kupferstecher und Lithograph, Gründer der ersten Baptistengemeinde in Berlin, IX-9-7/8*

Familien Löblich und Liebau (ab 1881), halbkreisförmige Kolonnade, im Scheitel eine sitzende Trauernde von Robert Baerwald (1858-1896), Rondell 2
1985/87 gesichert.

Gebrüder Luckhardt: Hans (1890-1954) und Wasili (1889-1972), Architekten ("Gläserne Kette", utopisch-expressionistische Bauten), beigesetzt in der Grabsstätte Schischin, AI-1-40/44

Ella Mosch (1892-1941), Trauernde an einem Kreuz von Gustav Eberlein (1847-1926), wohl Vorbild für eine Reihe von Kopien und Variationen (vgl. Grabmäler Geuder, Krohn und Stolle auf diesem Friedhof, Grabmal Teuscher auf dem Friedhof der Bethlehems-Gemeinde (Böhmischer Gottesacker))

Familien Radicke / Oppen von Huldenberg (erb. um 1870), Fabrikanten, Gutsbesitzer, Wandgrabanlage im Stile der Neorenaissance, in Ecke der Friedhofsmauer einpasst, in der Nische eine Trauernde aus Terrakotta von Heinrich Pohlisch (1839-1917), E-59-001/004, Nordmauer
1985/87 gesichert.

Erwin Reibedanz (1878-1919), Dampfwäschereibesitzer (in der Literatur auch fälschlich Gustav), Kalksteinstele von Max Taut in Form eines geschweiften Sterns (ursprünglich vergoldet auf blauem Sockel), 10-5-11/12
1985/87 instandgesetzt.

Eugen Richter (1838-1906), liberaler Abgeordneter, Führer der Freisinnigen im Reichstag, Gegner Bismarcks; Porträtbüste von Ernst Wenck (1865-1929)

Herminchen Rohde (1874-1922), antikisierende Grabwand mit Relief: Mutter verabschiedet sich von ihrer Familie, 4-7-29/30

Heinrich Runge (1817-1886), Kommunalpolitiker, Abgeordneter, seit 1871 war er Stadtkämmerer von Berlin, E-97-1/2*

August Scherl (1849 -1921), Verleger, "Zeitungskönig", Stele mit Marmorporträt seiner Frau, der Schauspielerin Flora Roser (1855-1885), 10A-14-22/23
1991/92 im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gereinigt und konserviert.

Familien Schischin / Luckhardt: (erb. 1905), in Trauer hingesunkener Mönch auf Sarkophagsockel (Marmor), ursprünglich vor schwarzer Granitwand (kriegszerstört), AI-1-40/44

Friedrich Wilhelm Schmidt (1826-1879), neobarockes Wandgrab mit davorliegenden Sarkpophagen und zwei gelagerten Frauengestalten auf einem offenen Portalgiebel, Nordmauer-Erbb.
1985-87 gesichert und 1991/92 im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin restauriert.

Hans Schröder (1897-1920), weibliche Gewandstatue als Verkörperung der Auferstehugshoffnung, Marmor

Familie Rudolph Schulz (Florentine Emilie Schulz, 1830-1862), Wandgrab mit Engel von Hugo Hagen (1818-1871) in Ädikula, datiert 1865, vermutlich äteste erh. Grabskulptur auf diesem Friedhof, Westmauer-Erbb.
1985-87 gesichert und 1991/92 im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin restauriert.

Ludwig Sieg (1821-1887), Ratszimmermeister, offener Rundraum mit Trauernder aus Marmor, West/Nordmauer Eck-Erbb.

Otto Sohre ( 1853-1926), Baumeister, historistisch-eklektizistische Grabwand mit Scheinsarkophag und Seitenwangen in Form ägyptisierender Sphingen, wohl von Sohre selbst, E-278-001/003, Ostmauer

Familie Späth, Gärtnerdynastie: Ludwig Carl Johann (1793-1883), erweiterte die Gärtnerei an der Köpenicker Straße zur Hofgärtnerei, sein Sohn Franz Ludwig (1839-1913) machte aus der väterlichen Gärtnerei die größte Baumschule der Welt zwischen Britz und Treptow (Baumschulenweg), dessen Sohn Hellmut (1885-1945) starb im KZ Sachsenhausen; Wandgrab mit Bronzebüste Franz Ludwig Späths von Albert Manthe (1916); Ostmauer-Erbb.
1985/87 gesichert.

Robert Stock (1855-1912), Fabrikant und Rittergutsbesitzer, Wandgrab mit Bronzestatue eines ausruhenden Schmieds von Gerhard Jannensch (um 1897) in einer Ädikula, Westmauer-Erbb.
1985/87 gesichert.

Gustav Stresemann (1878-1929), nationalliberaler Reichstagsabgeordneter, Reichskanzler und Außenminister, Friedensnobelpreisträger; monumentale Tempelfront mit Scheintür, davor ein Sarkophag, Muschelkalk, gestaltet von Hugo Lederer (1871-1940), F GAG-20/28*

Hermann Stücklen (1853-1904), Wandgrab des Jugendstil mit Maske und Reliefs, Tröstung durch Genien darstellend, Muschelkalk, Südmauer-Erbb.
1985-87 gesichert und 1991/92 im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gereinigt.

Ida Taudies (1860-1911), Kalksteinstele mit Bronzerelief mit antikisierender Abschiedsszene und Grabepigramm, von Reinhold Boeltzig (1912)

Friedrich Tieck (1776-1851), Bildhauer ("Rossebändiger" am Alten Museum), Bruder des Dichters Ludwig Tieck, Grabstelle eingeebnet

August Tobias (1852-1924), Kaufmann, Fabrikant, neoklassizistische Grabwand mit Sandsteinrelief von Ernst Kopp (1924) "Der Heilige Geist leitet das Segelschiff", E-284-001/008, Ostmauer

Albert Wergin (1861-1911), Versicherungsdirektor, neoklassizistische Grabanlage mit Trauernder aus weißem Marmor, E-187-1/3, Südmauer

Johannes Ziemann (1833-1903), Polizeiwachtmeister, Gittergrabanlage, XVVII-7-(18/19)

Quellen:

Eines Schattens Traum ist der Mensch. Berliner Friedhöfe Teil 1. Berlin: GBBB e.V. 1997 (CD-ROM)
Homepage von GBBB e.V.: http://www.gbbb-berlin.com/index.html

Helmut Ernst - Heinrich Stümbke: Wo sie ruhen... Kleiner Führer zu den Grabstätten bekannter Berliner in West und Ost. Berlin: Stapp Verlag, 1986

Dagmar Girra - Ralph Jaeckel - Heike Laubrich - Heidrun Siebenhühner: Alter Luisenstadt-Kirchhof. Ein Friedhofsführer. Berlin: Edition Luisenstadt, 2003

Klaus Hammer: Historische Friedhöfe in Berlin. Berlin: Stattbuch-Verl., 1994

Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Grabstätten. Berlin: Haude & Spener: 2006

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momentan nicht verfügbar 01. März 2014 molekularassistent hat den Geocache deaktiviert

Sorry, da funktioniert wohl was nicht. Werde den Cache überarbeiten!

Hinweis 10. Februar 2014 -urian- hat eine Bemerkung geschrieben

Nen Multi --- und wie wo was ???

Irgendwie ist hier mehr als der Wurm drinne ..... 

Hinweis 09. Februar 2014 Puschbär hat eine Bemerkung geschrieben

.... und nun ?