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Wallenstein

 Historischer Cache zum Lager Wallensteins

von spkrdamm     Deutschland > Bayern > Fürth, Landkreis

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 49° 27.020' E 010° 56.170' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: normal
Status: archiviert
 Zeitaufwand: 2:00 h   Strecke: 6 km
 Versteckt am: 14. Juli 2014
 Veröffentlicht am: 05. Oktober 2014
 Letzte Änderung: 22. Januar 2016
 Listing: http://opencaching.de/OC115BD

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Infrastruktur
Der Weg
Wegpunkte
Saisonbedingt
Listing
Benötigt Vorarbeit
Personen

Beschreibung   

Geocache: „Wallenstein“
Dieser Multicache führt an interessante Stationen des Dreißigjährigen Kriegs im Raum Zirndorf. Die Route geht quer durch den Fürther und Zirndorfer Stadtwald und Umgebung und orientiert sich dabei an Abschnitten aus dem Rundwanderweg „Wallensteins Lager“.
Für den Geocache werden ca. 2 Stunden benötigt.
Nehmen Sie sich einen Stift und einen kleinen Zettel mit, damit die Lösungen der Rätsel notiert werden können.

Station 1

49° 27,02'N
10° 56,17'O
Sie stehen jetzt an der Nord-West-Front des Lagers. Weil Wallenstein den schwedischen Angriff weiter südlich aus dem Raum Leichendorf-Lind erwartete, stellte er die Armee in einer Schlachtlinie von Südwesten nach Nordosten auf.
Der Umfang des Lagers betrug insgesamt ca. 16 Kilometer und es hatte die Form eines langgestreckten Vierecks. Es war in drei Teile unterteilt und beherbergte insgesamt 60.000 Mann, die in Häusern aus Stroh und Holz oder in einfachen Zelten hausten. Nur Wallenstein hatte sein eigenes Fertighaus immer dabei, das auch hier aufgebaut wurde. Kurfürst Maximilian wohnte in Altenberg. Zum Aufbau des Lagers musste man mindestens 13.000 Bäume fällen und viele Reitertrupps und Postketten aufstellen, die das Lager sicherten.
Der Standort des Lagers wurde schlau gewählt, da die Umgebung eine stabile und starke Verteidigung ermöglichte und die Soldaten viel Bewegungs- und Schussraum hatten. Der Lagerwall Wallensteins ging von der Rednitz bis kurz vor die Gabelung der Cadolzburger Straße, über den Scherbsgarten, entlang der heutigen Hardstraße, nach Unterfarnbach.
Aber man hatte auch Probleme im Lager selbst, vor allem beim Transport von Lebensmitteln, Kranken und Verwundeten. Der Feldherr, also Wallenstein, musste sich selbst um die Organisation dieses Transportes kümmern, was nicht immer einfach war. Es war einfach nicht genug Geld da, um die Versorgung mit dem wichtigsten zu ermöglichen. Das war der Hauptgrund, warum es solche Probleme gab. Aber auch sonst war es nicht einfach, die ganzen Soldaten zu versorgen, wenn man sich den Versorgungszettel für einen Tag anschaut, auch wenn man hier nicht einmal weiß, für wie viele Personen dieser ist, dann sieht man, wie viel die Soldaten essen. Z.B. brauchen sie schon alleine massig Fleisch: 2 gute Ochsen, 20 Hämmel, 10 Heuer, 4 Kälber, 1 gutes Schwein, 2 Seiten Speck, 40 junge Hühner, 15 alte Hühner, 4 italienische Hahnen, 12 Gänse. Kein Wunder also, dass die Versorgung schwierig war.
Auch die Versorgung mit Wasser wurde immer schwieriger und die Menschen wurden auch sehr krank, weil die Hygiene sehr schlecht war. Zum Beispiel gingen die Menschen und Tiere ihren Bedürfnissen einfach im Lager nach. Toiletten gab es nicht.
Schwierig wurde die Versorgung natürlich vor allem dann, wenn das Lager von einer Seite angegriffen wurde, wie in den folgenden Stationen geschildert wird.

An dieser Station finden Sie ein Schild, dass zur Erinnerung an die Schlacht zwischen Gustav Adolf und Wallenstein errichtet wurde. Setzen Sie die vierte Zahl des Jahres der Schlacht in die Endkoordinaten für A ein.

Station 2

49° 27.14 'N
10° 57.236 'O
Am 3.September um ca. 9 Uhr in der Früh begannen die schweren Schlachten, die sich auf drei Flügel verteilte: auf den rechten Flügel, das Zentrum und den linken Flügel. Der rechte Flügel wurde von Bernhard von Weimar angeführt. Der rechte Flügel hatte viel Erfolg und brach weit in die Verteidigungslinie ein. Diese ging bis zur Vorverteidigungslinie Wallensteins auf der Höhe des Stadtwaldes, also genau an der Stelle, an der Sie sich nun befinden. Bernhard von Weimar war der Meinung, dass man den Schwerpunkt des Angriffes deshalb auf den rechten Flügel verlegen sollte, aber der König war sich unsicher und beließ ihn beim Zentrum. Nur die Artilleriestellung ließ er für einen weiteren Angriff bereit machen. Die Kampfhandlung hatte hier also nicht den Schwerpunkt, obwohl man so wahrscheinlich hätte gewinnen können. Der Kampf musste dann aber sowieso abgebrochen werden, weil es am 4.September so stark regnete, dass man keine weiteren Waffen mehr bringen konnte.
Aber trotzdem erinnert heute noch einiges an die Schlacht dort. Das Lager war insgesamt durch Schanzen und Wälle stark befestigt. Eine dieser Artillerieschanzen kann man an dieser Stelle, an der sie stehen, sehen. Die Schanzen selbst wurden aus Holzpfählen gebaut, die oben angespitzt wurden und hinter die sich die Artillerie versteckte. So konnten sie die Angreifer unter Feuerbeschuss nehmen, ohne selbst groß verletzt zu werden. Hauptsächlich wurde dafür Eichen-, Fichten- und Birkenholz verwendet. Eine dieser Artillerieschanzen ist heute beim Zirndorfer Wasserbehälter wiederaufgebaut worden. Zudem sind noch Überreste aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges erhalten. Dieser Verteidigungsabschnitt, welcher mit Wall und Graben ausgebaut ist, ist noch gut begehbar.

An dieser Station steht ein Schild, welches den Namen „Die Artillerieschanze und ihr Bezug zu Wallensteins Lager“ trägt. Nimm den Tag an dem Bernhard von Weimar den rechten Flügel und damit die Schanze überraschte mal 2 und setzte diese Zahl für den Buchstaben B in den Endkoordinaten ein.


Station 3

49°27.175 'N
10°57.968 'O
An dieser Stelle befindet sich eines der bekanntesten Bauwerke in der Umgebung. Ursprünglich war die Alte Veste ein Wohn- und Wehrturm, der im Städtekrieg zerstört wurde. Daraufhin geriet sie erst einmal in Vergessenheit. Nach dem Wiederaufbau wurde sie im 2. Weltkrieg wieder vollständig zerstört. Erst 1980 wurde sie wieder aufgebaut und dient heute als frei zugänglicher Aussichtsturm.
An diesem historischen Ort versuchte Gustav Adolf die Entscheidung zu erzwingen. Während des Dreißigjährigen Krieges fand hier folglich eine große Schlacht zwischen den protestantischen Schweden und dem katholischen Heer von Wallenstein statt. Gustav Adolf beschloss deshalb so schnell anzugreifen, weil er wegen einer Falschaussage eines Gefangenen aus den gegnerischen Reihen dachte, dass Wallenstein das Lager verlassen wird. Der Verteidiger Wallenstein ließ den Wald rund um die Alte Veste abholzen, um zusätzliches Schussfeld zu erhalten. Zudem wurden auf er freien Fläche Äste verstreut, um den Angreifern den Weg zu erschweren. Zur Verteidigung selbst wurden 6.000 Soldaten eingesetzt. Die Verschanzungen in dem Gelände sind sehr stark gewesen. Die Rampe, über die die Geschütze auf das Ruinenviereck gebracht wurden, ist auch heute noch vorhanden.
Die Angreifer teilten sich in Gruppen zu je 500 Musketieren auf. Diese wurden aus allen Regimentern herangezogen. Alleine die Fahnen wurden durch Pikenträger geschützt, ansonsten waren diese, wie sonst üblich, nicht am Angriff des Zentrums beteiligt. Befehligt wurde das Zentrum von Herzog Wilhelm. Der Angriff erfolgte an dieser Stelle zur gleichen Zeit wie am rechten Flügel. Insgesamt wurde die Alte Veste dreimal eingeschlossen, doch diese Einklammerung wurde immer wieder durchbrochen.
In der heutigen Brunnenschlucht wurde ein Auffanglager errichtet, falls die schwedischen Truppen sich zurückziehen sollten. Die Entscheidung wurde deshalb auf den linken Flügel verlegt.

Auf dem Turm ist ein Datum zu sehen. Nehmen Sie die zweite Zahl und setzen Sie diese in den Endkoordinaten für C ein.

Station 4

49° 27.076 'N
10° 58.489 'O
An dieser Stelle sind heute noch Hinweise auf einen Durchbruch des linken Flügels zu finden. Die Entscheidung der Schlacht wurde an diese Stelle gesucht, weshalb diese Flankenangriffe äußerst brutal waren und schwerwiegende Konsequenzen hatten. Sieht man diese Verlagerung des Angriffs von der taktischen Seite, so scheint diese zu spät zu kommen, da Wallenstein bereits die Truppenteile von seiner ursprünglichen Schlachtaufstellung abgezogen hatte und sie, sowie später die ganze Armee, an die Nordfront des Lagers verlegte. Aus diesem Grund war der Angriff eigentlich von Anfang an zum Scheitern verurteilt, auch wenn zuvor größere Durchbrüche gelangen. Die schwedischen Sturmlinien gerieten ins Flankenfeuer. In der insgesamt 70tägigen Schlacht prallten die Kürassiere des Feindes auf die Musketiere der Schweden und zwangen sie zum Rückzug. Es entstanden hohe Verluste und Oberst Burts Brigand wurde tödlich verwundet. Zudem wurden auch viele festgenommen, die nur durch einen Austausch ausgelöst werden konnten. Es gab viele Tote, die an den Folgen des Krieges (Verletzungen, Gefangenschaft, Hungersnot und Krankheiten) gestorben sind.
Beurteilt man diesen Krieg, so kann man sagen, dass dieser vielleicht verhindert hätte werden können, wenn es den Schweden gelungen wäre, den Feind aus dem Lager heraus zu treiben und die Entscheidung auf dem rechten Flügel gesucht worden wäre.

An dieser Station steht ein Schild, welches zur Erinnerung an die Schlacht aufgestellt wurde. Setzen sie die erste Zahl der Jahresangabe in den Endkoordinaten an die Stelle von D ein.

Nun haben Sie alle erforderlichen Angaben für den Endkoordinaten gesammelt. Viel Erfolg beim Finden des Caches.


Station 5


49° A7. 0C7 'N
10° 58.BD5 'O
Fasst man alles zusammen, dann sieht man, dass auch die Zivilbevölkerung stark gelitten hat, da unter Anderem komplette Dörfer niedergebrannt und/oder geplündert wurden. Die jährliche Sterbequote stieg von 70 Personen auf 667 Personen an, denn nicht nur die Dörfer wurden zerstört, sondern auch die Landwirtschaft ruiniert, wodurch wiederum Hungersnot entstand. Viele flohen vor der Schlacht nach Nürnberg und wurden dort versorgt.
Die Endstation zeigt Ihnen, dass auch heute noch einiges an diesen schrecklichen Krieg erinnert. Einzelne Beispiele haben Sie bereits auf Ihrem Weg gesehen. Daneben erinnern Ausgrabungen, Denkmäler, Museen, Straßen- oder Gebäudenamen sowie Kinderlieder und alte Sagen an den Krieg. Das heute als „Schlaf, Kindlein schlaf“ bekannte Lied wurde zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges mit dem Text „Bet‘, Kindlein bet‘“ gesungen. Doch nicht nur diese offensichtlichen Reste der Geschichte sind wichtig, denn hält man genau an dieser Stelle die Augen offen, so zeigt sich, dass dieses Gebiet heute, im Gegensatz zur letzten Station, nicht bebaut ist und es viele Felder und Wiesen gibt. Dadurch sind auch heute noch die Geschichte und vor allem das Lager des Dreißigjährigen Kriegs lebendig. Das ehemalige Schlachtfeld hat sich hier kaum verändert. Es steigt von Norden nach Süden an und ist von flachen Bodenwellen durchzogen. Betrachtet man dieses Gelände, dann ist klar, weshalb der Kampf während des starken Regens nicht fortgesetzt werden konnte und schließlich ganz aufgegeben wurde. Der Boden war aufgeweicht und ein Vorankommen nahezu unmöglich.

Hilfreiches

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Logeinträge für Wallenstein    gefunden 1x nicht gefunden 2x Hinweis 0x Wartung 2x

OC-Team archiviert 22. Januar 2016 Opencaching.de hat den Geocache archiviert

Dieser Cache ist seit mehr als 6 Monaten „momentan nicht verfügbar“; daher wird er automatisch archiviert. Er kann vom Besitzer jederzeit instand gesetzt und reaktiviert werden.

OC-Team momentan nicht verfügbar 21. Juli 2015 mic@ hat den Geocache deaktiviert

Den vorliegenden Logs zufolge ist der Cache weg. Der Owner sollte hier dringend vor Ort erscheinen und die Lage überprüfen; bis dahin setze ich den Status auf "Momentan nicht verfügbar". Sobald der Cache wieder gesucht werden kann, so kann dieses Listing durch den Owner selbständig über ein "kann gesucht werden"-Log reaktiviert werden.
Bei Unklarheiten oder Fragen kannst du gerne mich oder das Team kontaktieren.

mic@ (OC-Support)

nicht gefunden 18. April 2015 Doc Cool hat den Geocache nicht gefunden

#DNF

Heute eine Runde mit die-enten gedreht.

Heute noch einmal mit dem Erstfinder (und einzigen Finder) vor Ort gewesen, um mir zeigen zu lassen, wo denn die Dose sein soll. Und wir haben sie leider auch zu zweit nicht mehr finden können. ICh befürchte also ganz stark, dass sie weg ist.

Tagesstatistik 2015-04-18:
· zu Fuß zurückgelegt ........ 4,2 km
· zu Fuß in Bewegung ........ 1:36 h
· Ø Gehgeschwindigkeit ..... 4,8 km/h
· max. Höhenunterschied ... 134 m

Cachestatistik für Wallenstein:
· Suchzeit an der Dose ............ 9 Min.
· Herangekommen bis auf ....... < 1 m
· Gemessene Höhenmeter ....... 326 m
· Entfernung zu Homekoords ... 1,9 km

nicht gefunden 22. März 2015 Doc Cool hat den Geocache nicht gefunden



Heute stand nur 1 Cache auf dem Programm.

Da die ich die Locations schon kannte, die Fragen aus dem Gedächtnis bzw. virtuell gelöst. Die Finalkoordinaten sahen auch gut aus, aber finden konnte ich dort heute leider nichts.


Tagesstatistik 2015-03-22:
· zu Fuß zurückgelegt ........ 1,9 km
· zu Fuß in Bewegung ........ 0:45 h
· Ø Gehgeschwindigkeit ..... 4,5 km/h
· max. Höhenunterschied ... 53 m

Cachestatistik für Wallenstein:
· Suchzeit an der Dose ............ 38 Min.
· Herangekommen bis auf ....... < 1 m
· Gemessene Höhenmeter ....... 309 m
· Entfernung zu Homekoords ... 1,9 km

gefunden 12. Oktober 2014, 16:30 die-enten hat den Geocache gefunden

Da der Cache vor unserer Haustür liegt und wiir uns hier ein bisschen auskennen (Wallensteins Lager war ursprünglich von uns), sofor zum Final gegangen und eingetragen. TFTC