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Biologische Kleinkläranlage

von Quastus     Österreich > Ostösterreich > Mostviertel-Eisenwurzen

N 48° 16.135' E 015° 00.950' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: mikro
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 0:05 h 
 Versteckt am: 13. Juli 2013
 Veröffentlicht am: 29. Dezember 2014
 Letzte Änderung: 29. Dezember 2014
 Listing: http://opencaching.de/OC1191C
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Beschreibung   

Hier einen schnellen Tradi an einem für mich interessantem Ort.
Als Großstädter ist mir so eine kleine Anlage neu und ich finde sie absolut genial.

Messungen der HLA Ysper haben übrigens ergeben, dass das Wasser, welches in den Loseneggerbach fließt, Trinkwasserqualität (Gewässergüteklasse II) hat.

Diese biologische Kleinkläranlage reinigt 5 Haushalte.

Das Funktionsprinzip der Anlage:

Schritt 1 - Mechanische Abwasserbehandlung
Die mechanische Klärung vom Abwasser erfolgt normalerweise in der ersten Kammer der Kläranlage. In dieser Behandlungsstufe sollen Grobstoffe zurückgehalten werden.

Mechanische Klärung bedeutet also, dass die Feststoffe wegen ihres Gewichtes einfach auf den Boden der Kammer absacken. Hierdurch entsteht in der ersten Kammer der sogenannte Fäkalschlamm. Dieser sollte abgefahren werden, wenn er 50% der Wassertiefe erreicht.
Die leichteren Schwebstoffe laufen durch Übertritte in die nächsten Kammern der Kläranlage - bzw- zur nächsten Reinigungsstufe. Bei der nächste Reinigungsstufe - der biologischen Abwasserbehandlung - werden die organischen Inhaltsstoffe (Essensreste, Schmutzstoffe aus der Wäsche, Ausscheidungen aus dem Körper) abgebaut.

Schritt 2 - Biologische Abwasserbehandlung
Die zweite Stufe der Abwassertechnik/Abwasserreinigung wird durch Bakterien erreicht, die das Abwasser in andere Bestandteile zerlegen. Die Bakterien ernähren und vermehren sich also sozusagen von den Inhaltsstoffen des Abwassers in der Kläranlage. Damit die Bakterien ihre Arbeit tun können, brauchen sie aber außerdem Sauerstoff.

Erstens verarbeiten die Bakterien zur eignen Energiegewinnung Kohlenstoff (zum Beispiel aus den Nahrungsresten) zu Kohlendioxid und Wasser. Ähnlich arbeitet auch unser Körper, der Kohlenstoff (unser Essen) in den Muskeln "verbrennt" - Energie gewinnt und nebenbei als "Abfallprodukt" Kohlendioxid ausscheidet (atmen wir aus). Dieser Prozess wird in der Klärtechnik Kohlenstoffabbau genannt.

Kleinkläranlagen, die für Kohlenstoffabbau geeignet sind, haben die Abwassertechnik-Reinigungsklasse C. Ein zweiter wichtiger Prozess in der Kläranlage ist die Umwandlung von Ammoniumverbindungen (zum Beispiel Eiweiß, Harnstoff...) zu Ammonium (NH4). Dieses Ammonium wird dann noch durch die Bakterien zu Nitrat weiterverarbeitet.

Geschieht das nicht in der Kläranlage müssen die Gewässer diese Aufgabe übernehmen. Problem ist hier jedoch, dass die Gewässer zur Verarbeitung der Stoffe auch Sauerstoff benötigen. Dieser wird also dem Wasser entzogen und dadurch wird die Wasserqualität verschlechtert (logisch - da schließlich auch alle Tiere im Wasser Sauerstoff benötigen). Dieser Prozess wird in der Klärtechnik Nitrifikation genannt. Kleinkläranlagen die für Nitrifikation geeignet sind, haben die Abwassertechnik-Reinigungsklasse N.

Mikroorganismen, welche die Nitrifikation übernehmen bilden den Belebtschlamm. Im Abwasser gibt es sie entweder schwimmend ("frei schwebend" sagt der Fachmann) oder fest auf bestimmtem Material angesiedelt (ein sogenannter Biofilm, welcher in der Natur auf Steinen oder Pflanzen vorkommt). Dementsprechend gibt es bei den Kläranlagen Systeme, wo die Bakterien schwimmen (zum Beispiel SBR) oder Verfahren mit einem Biofilm (Tropfkörper, Festbett,...).

Sauerstoff erhalten die Bakterien entweder durch direktes Einblasen der Luft in das Abwasser (das ist hier der Fall) oder durch große Oberflächen, die direkt mit der Luft in Kontakt sind (zum Beispiel beim Tropfkörper, wo das Wasser über Lavasteine rieselt).

Schritt 3 - Die Nachklärung
Der Belebtschlamm oder abgerissene Teile des Biofilms in der Kläranlage (hört sich schlimm an - ist aber ganz normal) sollten nicht in das Gewässer bzw. das Grundwasser gelangen. Schließlich soll die Abwasserreinigung ja so weit wie möglich stattfinden, bevor das gereinigte Abwasser in ein Gewässer fließen darf.

Aus diesem Grund wird in der Nachklärung die Biomasse (Belebtschlamm/Teile des Biofilms) gesammelt. Dies geschieht einfach durch Absinken auf den Grund der Nachklärung. Der abgesetzte Schlamm wird bei den meisten Systemen wiederr zurück in die Vorklärung der Kläranlage befördert. Das gereinigte Abwasser kann an der Oberfläche abfließen, bzw. wird abgepumpt (bei den meisten SBR- Anlagen).

Quelle: Kläranlagen-Vergleich (visit link)

Zum Cache:
Um die Dose nicht direkt an der Kläranlage zu verstecken, habe ich sie einige Meter weiter geparkt. Es handelt sich um eine Filmdose mit Logstreifen. Von hir aus sieht man den Zufluss in den Loseneggerbach.

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