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Virtueller Geocache
SPDT - Johannisstrasse 1912

 Same Place - Different Time: Johannisstrasse 1912

von Schnatterfleck     Deutschland > Bayern > Nürnberg, Kreisfreie Stadt

N 49° 27.431' E 011° 04.144' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: kein Behälter
Status: kann gesucht werden
 Versteckt am: 25. Juni 2015
 Veröffentlicht am: 26. Juni 2015
 Letzte Änderung: 17. August 2015
 Listing: http://opencaching.de/OC1214C

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Beschreibung   

Die Johannisstrasse war im Mittelalter über das Neutor die Verbindung zwischen der Stadt Nürnberg und der Johanniskirche mit Siechkobel (Unterbringung für Lepra-Kranke ausserhalb der Stadt) und dem während der Pest-Epidemien eingerichteten Johannisfriedhof.

Obwohl die Straße auch überregional einige Bedeutung hatte (hier kam der Verkehr aus Richtung Frankfurt an), entwickelte sich die Besiedlung längs der Straße lange Zeit kaum.
Das lag zum einen an den Besitzverhältnissen. Die südlichen Flächen gehörten dem Deutschen Orden, der nördliche Teil war Lehnsgebiet der Burggrafen die hier z.B. im Burg-nahen Teil einen Tiergarten unterhielten.
Darüber hinaus gab es machtpolitische Erwägungen, die in einem Verbot der Bebauung durch den Rat der Stadt Nürnberg (1381) gipfelten.

So blieb Johannis lange ländlich geprägt. Die leicht zur Pegnitz hin abfallenden Südhänge waren dabei ideal zur Anlage von Gärten geeignet, so dass sich wohlhabende Bürger hier eine Menge barocker Gärten anlegten.

Die zu den Gärten gehörenden kleinen Sommerhäuser prägten lange das Bild der Johannisstrasse. So auch noch im Jahr 1912, aus dem das untere Photo stammt.
Die Strasse ist 1912 längst gut ausgebaut, eine zweigleisige Straßenbahn verkehrt schon seit Jahrzehnten bis zum Westfriedhof und Johannis ist dank Bleistift-, Pinsel- und sonstiger Industrie ein geschäftiges Viertel geworden.

Heute existieren noch zwei Gebäude, die auch 1912 schon hier standen. Ganz vorne links ist die Johannisstrasse 13, einst eines der größten der Gartenhäuser in Johannis. Der zugehörige Garten gehörte Anfang des 16. Jahrhunderts Willibald Pirkheimer, einem engen Dürerfreund und bekannten Humanisten.

Drei Häuser weiter befindet sich die Johannisstraße 19, die inzwischen der Diakonie Neuendettelsau gehört und anderem einen kleinen Diakonie-Laden beherbergt.

Sowohl hinter dem Haus Nr. 13, als auch dem Haus Nr. 19 befinden sich heute wieder kleine, nach historischen Vorbildern neu gestalte Hesperidengärten. Beide sind öffentlich zugänglich, wobei der "Barockgarten" hinter dem Haus 13 nur im Sommer tagsüber geöffnet ist. Bitte aber unbedingt das Schild mit den Öffnungszeiten am Eingang beachten!

Das Haus selbst ist an Privatpersonen vermietet. Bitte verhaltet Euch deshalb entsprechend zurückhaltend und versucht, die Privatsphäre der Bewohner zu wahren.

Der Garten hinter der Nummer 19 ist etwas komplizierter zu erreichen. Dazu müsst Ihr erst die St.-Johannis-Mühlgasse runterlaufen bis zur Klinik Hallerwiese, dort vor dem Eingang links halten, zwischen den Gebäuden durch und an den Fahrradständern vorbei. Ganz hinten geht es dann links hoch zum Garten.

Das baugleich aussehende Gebäude rechts von der Nummer 19 existiert heute gar nicht mehr. Die Gebäude 15 und 17 fielen wohl den Kriegsbombardements zum Opfer und sind durch moderne Bauten ersetzt worden.

Im Hintergrund des Bildes ist eine Strassenbahn der Linie 6 zu sehen, ansonsten scheint sich der damalige Verkehr noch stark auf Hand- und Pferdewägen zu konzentrieren.

Die Oberleitungen der Strassenbahn waren 1912 wie heute auch noch an Haken an den Gebäuden befestigt. Interessant ist hier, dass der Befestigungspunkt am Gebäude 13 von der rechten zur linken "Pseudo-Säule" gewandert ist. Wenn man genau hinschaut, kann man aber noch erkennen, wo die alte Befestigung wohl einmal war und später ausgebessert wurde.
Die Erscheinung des Gebäudes hat sich sonst in den letzten 100 Jahren kaum geändert, sogar die Fenstergitter im Erdgeschoss existieren noch. Lediglich die beiden Schmuckelemente, die die Pseudo-Säulen oben erweiterten, fehlen heute.

Eine Strassenbeleuchtung durch an den Gebäuden angebrachte kunstvolle Lampenarme existierte 1912 auch bereits, zwei dieser Lampen sind im Bild zu sehen (an den Häusern 17 und 21).


Eine etwas größere Version des Photos gibt es übrigens hier.

 

 

Eure Aufgabe:

Begebt Euch zu den Cache-Koordinaten.
Etwa von hier wurde das obere Bild 1912 aufgenommen.

Versucht hier selbst ein Photo zu schiessen, dessen Blickwinkel und Bildausschnitt möglichst dem Bild von 1912 entsprechen.

Ladet Euer Photo zusammen mit Eurem Log hier hoch.

Für ein Photo mit Strassenbahn gibt es Bonuspunkte. Zwinkernd

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Logeinträge für SPDT - Johannisstrasse 1912    gefunden 6x nicht gefunden 0x Hinweis 1x

gefunden 17. Juni 2017 TeamEddie hat den Geocache gefunden

Gestern schnell lösen können, leider gab es weit und breit keine Straßenbahn

TFTC TeamEddie

Bilder für diesen Logeintrag:
StraßenansichtStraßenansicht

gefunden Der Cache ist in gutem oder akzeptablem Zustand. 24. August 2016, 08:00 kinghanno42 hat den Geocache gefunden

8:00 uhr , lebhaft hier. das alte haus gefunden. schoen. dfdc

Bilder für diesen Logeintrag:
ich war hierich war hier

gefunden 16. März 2016, 18:20 Andreas.Mann hat den Geocache gefunden

Auf dem Rückweg von der Burg konnte ich hier noch kurz haltmachen und eine Straßenbahn ablichten.

TFTC

Bilder für diesen Logeintrag:
Straßenbahn in der JohannisstraßeStraßenbahn in der Johannisstraße

gefunden 29. Februar 2016, 07:14 Bierfilz hat den Geocache gefunden

Da der Tag noch sehr jung und außerdem der Morgenhimmel stark bedeckt war ist mein Foto von dem Haus Johannisstraße 13 etwas unscharf geworden. Aber immerhin habe ich die Straßenbahn mit aufs Bild gebracht!

"Danke für den Cache!", sagt Bierfilz.

Bilder für diesen Logeintrag:
Johannisstraße 13, mit Straßenbahn im MorgengrauenJohannisstraße 13, mit Straßenbahn im Morgengrauen

Hinweis 12. August 2015, 06:01 Schnatterfleck hat eine Bemerkung geschrieben

Nochmal ein wichtiger Hinweis:

Bitte unbedingt die Öffnungszeiten des Gartens in der Johannisstr. 13 beachten, wenn ihr ihn besucht (stehen auf einem Schild am Tor).

Das Haus ist privat vermietet, deshalb besonders darauf achten, hier niemanden zu stören, auch wenn der Garten selbst während der Öffnungszeiten öffentlich zugänglich ist.