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Auf den Spuren von Georg Büchner

von chrisstonycreek     Deutschland > Hessen > Gießen, Landkreis

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 50° 37.730' E 008° 41.433' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: klein
Status: archiviert
 Zeitaufwand: 0:30 h   Strecke: 0.75 km
 Versteckt am: 26. Februar 2005
 Gelistet seit: 15. Dezember 2005
 Letzte Änderung: 21. Februar 2012
 Listing: http://opencaching.de/OC122A
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Beschreibung   

PLEASE FEEL FREE TO REQUEST THIS TEXT IN ENGLISH !!!
Dieser kurze Multi-Cache führt Euch an einen geschichtsträchtigen Ort in der Nähe von Gießen.

Parken könnt Ihr irgendwo in der Nähe von Stage 1. Der Weg von Stage 1 und zurück ist ca. 750 m. lang. Allerdings gibt es hier auch viel interessantes zu sehen. Herumstöbern und Betreten des Hofes ist erlaubt. Ca. die Hälfte des Weges führt über einen geteerten Weg, dann geht es aber auf einem ziemlich unbefestigtem Trampelpfad weiter. Zu empfehlen ist ein Besuch zur Essenszeit, denn hier gibt es sehr leckeres Essen in einem schönen Ambiente. Die Preise sind auch OK.

Zur Geschichte des Caches:

Georg Büchner

Georg Büchner wurde am 17.10.1813 in Goddelau bei Darmstadt als ältester Sohn des Distriktarztes und späteren Medizinalrates Ernst Karl Büchner geboren.
Nach Beendigung der Schulzeit am humanistischen Gymnasium in Darmstadt nimmt Büchner 1831 das Studium der Medizin in Straßburg auf. Hier in Frankreich wird er mit Programmen und organisierten Gruppen der radikalen und der frühkommunistischen Opposition gegen das "Bürgerkönigtum" Louis Philipps bekannt. Er lernt Minna Jaegle kennen.
Im Oktober 1833 begibt sich Büchner zur Fortsetzung des Studiums nach Gießen und besucht Lehrveranstaltungen über vergleichende Anatomie. In Giessen fühlte sich Büchner nicht sonderlich wohl. In Briefen an Minna berichtet Büchner im Frühjahr 1834 über eine psychische Krise mit Symptomen, die eine gewisse Parallele zu dem in der Erzählung "Lenz" Dargestellten zeigen.
März 1834 Büchner gründet in Gießen die "Gesellschaft der Menschenrechte", einen Geheimbund von Studenten und Handwerkern, der Kontakte mit den Oppositionsgruppen um den Butzbacher Pfarrer Ludwig Weidig aufnimmt. Zusammen mit Weidig veröffentlicht Büchner den "Hessischen Landboten", eine sozialrevolutionäre Flugschrift, die sich vor allem an die Bauern wendet. Das Unternehmen wird verraten; es kommt zu Verhaftungen.
Im September 1834 zieht sich Büchner ins Elternhaus nach Darmstadt zurück, wo er die Geschichte der Französischen Revolution studiert und das Drama "Dantons Tod" verfasst.
Um der Verhaftung zu entgehen, flieht Büchner im März 1835 ins Exil nach Straßburg. "Dantons Tod", das einzige zu Lebzeiten des Dichters erschienene Werk, wird von Karl Gutzkow veröffentlicht.
Büchner erhält im Herbst 1835 durch seinen Freund August Stoeber Einblick in nachgelassene Notizen und Papiere von J. M. R. Lenz sowie in den Bericht des Pfarrers J. Fr. Oberlin über den Aufenthalt Lenz' im Steintal (1778). Büchner verspricht Gutzkow für dessen Zeitschrift einen »Aufsatz« oder eine »Novelle« über Lenz. Das Manuskript bleibt jedoch, fast vollendet, liegen.
Im Frühjahr 1836 schreibt Büchner das Lustspiel "Leonce und Lena". Gleichzeitig verfasst er eine naturwissenschaftliche Abhandlung über das Nervensystem der Fische, mit der er den Doktortitel der Universität Zürich erwirbt. Er bereitet sich auf eine philosophische Lehrtätigkeit in Zürich vor.
Am 24. Oktober 1836 trifft Büchner in Zürich ein. Er hält eine Probevorlesung "Über Schädelnerven", wird als Privatdozent zugelassen und beginnt seine Vorlesungen im Fach Vergleichende Anatomie. Gleichzeitig arbeitet er an seinem Drama "Woyzeck", in dem er der besonderen Giessener Melange aus Armut, Wissenschaft, Bauern, Soldaten und Professoren ein szenarisches Denkmal setzt. Als Vorlage für den Arzt in „Woyczek“ dient z.B. der Giessener Professor der Medizin, Johann Bernhard Willbrand.
19. Februar 1837 stirbt Büchner in Zürich an Typhus.

Der Hessische Landbote

Auszug aus dem Hessischen Landboten, verfasst von Georg Büchner und gleichgesinnten am 3. Juli 1834:

Friede den Hütten! Krieg den Palästen!

Im Jahr 1834 sieht es aus, als würde die Bibel Lügen gestraft. Es sieht aus, als hätte Gott die Bauern und Handwerker am 5ten Tage, und die Fürsten und Vornehmen am 6ten gemacht, und als hätte der Herr zu diesen gesagt: Herrschet über alles Getier, das auf Erden kriecht, und hätte die Bauern und Bürger zum Gewürm gezählt. Das Leben der Vornehmen ist ein langer Sonntag, sie wohnen in schönen Häusern, sie tragen zierliche Kleider, sie haben feiste Gesichter und reden eine eigne Sprache; das Volk aber liegt vor ihnen wie Dünger auf dem Acker. Der Bauer geht hinter dem Pflug und treibt ihn mit den Ochsen am Pflug, er nimmt das Korn und läßt ihm die Stoppeln. Das Leben des Bauern ist ein langer Werktag; Fremde verzehren seine Äcker vor seinen Augen, sein Leib ist eine Schwiele, sein Schweiß ist das Salz auf dem Tische des Vornehmen...

Die Badenburg

Um das Jahr 1350 erbaute Johann von Weitolshausen - genannt Schrautenbach - die Badenburg. Seit jeher diente sie als Herrensitz und wurde nicht als Verteidigungsanlage benutzt. Burgkaplan war der Pfarrer von Wissmar.
Dies endete im 30jährigen Krieg, als der Feind die Kapelle durch Feuer zerstörte. Zuvor soll allerdings – der Sage nach - die aus dem Silberschatz der Badenburger gegossene Glocke zu Wissmar gebracht worden sein. Ihr Klang sei herrlich und weittönend gewesen. Um sie vor weiteren Kriegswirren zu retten, habe man sie schließlich bei einer krummen Erle unweit der Badenburg in den Fluss hinuntergelassen.

Am Rande einer großen Parkanlage auf einem Felsen über der Lahn errichtet, waren die Wohngebäude "inwendig aufs schönste aufgebutzt und mit den herrlichsten Mahlereyen, so verschiedene Feldschlachten vorstellen, ausgeziert".
Bereits um 1760 nahm man den Schankbetrieb auf und schon damals galt die Badenburg als beliebtes Ausflugsziel für Giessener Bürger und Studenten.
Auch Georg Büchner traf sich hier mit Gleichgesinnten und verfaßte 1834 seinen "Hessischen Landboten", mit dem er die unterdrückten Bauern zu Widerstand gegen die willfährige Obrigkeit aufrief.
Bis ins 20. Jahrhundert war die Badenburg ein beliebter Ort für geheime Treffen der korporierten Studenten.
Im Jahre 1975 wurden die Gewölbekeller der Burganlage zu einer rustikalen Schankwirtschaft ausgebaut, zahlreiche sorgfältig zusammengetragene Stücke aus vergangenen Zeiten zieren hier Wände und Nischen, so ist ein echter Sudkessel Mittelpunkt einer der Räume, dem sogenannten "Sudhaus".

Anlässlich des 150. Todestages von Georg Büchner sind Ende der achtziger Jahre aus dem ehemaligen Kutschenraum der Burg, der Remise, weitere Gasträume entstanden, die heutige "Turmstube". Auch hier findet der Besucher viele alte Werkzeuge und Geräte, außerdem eine komplett eingerichtete Schuhmacherwerkstatt. Als Besonderheit ist hier weiterhin neben den schönen Sitzgelegenheiten das originelle „Turmzimmer" zu nennen.


WER MÖCHTE KANN BEI SEINEM NÄCHSTEN EINKAUF IN GIESSEN AUF DEM SELTERSWEG DAS HAUS BEGUTACHTEN, IN DEM BÜCHNER WÄHREND SEINER ZEIT IN GIESSEN WOHNTE. DORT BEFINDET SICH AUCH EINE GEDENKTAFEL. ADRESSE: SELTERSWEG 46


Stage 1: N 50° 37. 730 E 8° 41. 433

An dieser Stelle findet Ihr eine gläserne Tafel. Dort könnt Ihr die Geschichte der Badenburg erlesen. Außerdem erzählt diese Tafel, wie weit die Badenburg von Gießen entfernt ist. Die Kilometerzahl ergibt a.

Wenn Ihr am rechten Teil des Gebäudes herauf seht, fallen Euch Teile der Ruine auf. Wie viele große, noch komplett sichtbare Fenster befanden sich auf der rechten, oberen Seite der Fassade des Gebäudes? Die Anzahl ergibt b.

Wie viele „Giessener Bier“-Laternen (hängend und stehend) befinden sich am Gebäude? Die Anzahl ergibt c.

Begebt Euch zum Eingang unter der Kanone. Dort befindet sich die Speisekarte. Schaut Euch diese an.

Wie viel kostet „Eine Schippe Dreck“? Die letzte Ziffer des Preises ergibt d.

Unter welcher Nummer ist die „Knoblauchtunke“ zu finden? Die letzte Ziffer dieser Zahl ergibt e.

Berechnet den Weg zum Final wie folgt:

N 50° 37. e b c E 8° 41. a e d

Final:

N 50° 37. _ _ _ E 8° 41. _ _ _

Hier liegt der Final. Das letzte Stück führt ein Stück in den Wald. Wenn Ihr leise seid und Glück habt, könnt Ihr hier Rehe beobachten. Mich hat eins beim Verstecken vor lauter Schreck angeremplet.


Hilfstabelle:

A =

B =

C =

D =

E =


Erstausstattung:

TB “Würfel”
1 Päckchen Blumensaat
3 Muscheln aus Croatia
2 1-Pfennig-Stücke
2 2-Pfennig-Stücke
1 5-Pfennig-Stück
1 10-Pfennig-Stück
1 Feuerzeug
1 Anhänger „Maske“
1 Parfumprobe
1 Lippenstiftprobe
Logbuch, Bleistift und Spitzer

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

Qre Pnpur orsvaqrg fvpu mjvfpura süas rat mhfnzzra fgruraqra Oähzra.

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
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Hilfreiches

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Logeinträge für Auf den Spuren von Georg Büchner    gefunden 18x nicht gefunden 0x Hinweis 1x

Hinweis 21. Februar 2012 mic@ hat eine Bemerkung geschrieben

Dieser Cache ist auf geocaching.com disabled und hier nicht mit dem Attribut "OC only" versehen. Das letzte Funddatum liegt lange zurück und die Logs bei geocaching.com lassen darauf schließen, das der Cache nicht mehr existiert. Da der Owner auch lange hier nicht mehr online war, archiviere ich nun das Listing. Sollten sich später neue Aspekte ergeben und der Cache wieder aktiviert werden, so kann dies durch den Owner selbstständig über die Funktion "Cache bearbeiten" erfolgen.

mic@ (OC-Guide)

gefunden 01. Mai 2010 mamö hat den Geocache gefunden

Hallo, das war mein zweiter. Einfach und hat spaß gemacht. LG mamö

gefunden 25. April 2010 Leppid hat den Geocache gefunden

Heute nach einem leckeren Essen in der Badenburg auf dem Rückweg geloggt.
TFTC

gefunden 20. Juni 2009 cisco66 hat den Geocache gefunden

Auch dieser war gut zu finden.

DFDC Cisco66

gefunden 20. Mai 2009 AR-Team hat den Geocache gefunden

Am 20.05.2009 gefunden und bei GC geloggt.

Nach der Anmeldung bei OC, diesen nun auch hier online geloggt.