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Philipp Stollen - Briloner Eisenberg

 

von wittijack     Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Hochsauerlandkreis

N 51° 21.841' E 008° 31.073' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: mikro
Status: kann gesucht werden
 Versteckt am: 18. März 2016
 Veröffentlicht am: 04. April 2016
 Letzte Änderung: 09. Oktober 2016
 Listing: http://opencaching.de/OC12CD7
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Beschreibung   

Briloner Eisenberg
Philipp Stollen


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Zahlreiche unscheinbare Löcher im Boden und ausgedehnte Pingen-Felder zeugen heute noch von dem Umfang und der Bedeutung des Bergbaus in der Region um Brilon und Olsberg. Ãber mehrere Jahrhunderte wurde hier am Briloner Eisenberg hochwertiges Eisenerz zu Tage gebracht und in der Anfangszeit auch verhüttet.


Lagerstätte:
Die auf dem Nordwestflügel des "Ostsauerländer Hauptsattels" gelegene Grube "Briloner Eisenberg" gehört zum "Sauerländer Eisenerzbezirk", welcher sich auf der Fläche Olsberg-Marsberg-Adorf erstreckt. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe einer groÃen Bruchlinie, der "Altenbürener Störung", und ist die westlichste einer Vielzahl von Gruben, deren Gestein an den Hauptgrünsteinzug gebunden und durch Vulkanismus des oberen Mitteldevon vor ca. 375 Mio. Jahre entstanden ist. Die Mächtigkeit der Eisensteinmittel schwankt zwischen 1 und 20 m (durchschnittlich 5 â 6 m), die West-Ost-Ausdehnung beträgt bis zu 800 m. Das Gestein enthält dabei bis zu beachtlichen 35 % Eisen (Fe). Die Abbauwürdigkeit der Erzmittel nimmt von Westen nach Osten zu, da im westlichen Teil kieselige und im östlichen kalkige Eisenerze vorherrschen.


zeitlichte Einordnung:
Die bergmännische Ausbeutung begann auf dem Gipfelkamm des 606 m hohen "Briloner Eisenberges" im Tagebau, vermutlich schon in vorchristlicher Zeit.
In muldenartigen Löchern den sogenannten Pingen wurde das Erz abgebaut. Erstmalig erwähnt wird der "Briloner Eisenberg" im Jahre 1350. Das geförderte Erz wurde zunächst in der Nähe des Fundortes in sogenannten Rennöfen verhüttet. Später verlagerte man die Erzverarbeitung in die Täler.
Dem Pingen-Abbau auf den Höhen folgte die Förderung durch kleinere Schächte, bei denen das Eisenerz mittels Haspeln in Körben an die Oberfläche gebracht wurde. Danach wurden dann Stollen in den Berg vorangetrieben.

Am Südhang des "Briloner Eisenberges" wurden im 18. Jahrhundert insgesamt vier Stollen zum Erzlager aufgefahren, die eine bessere Förderung ermöglichten.

Kirschbaumstollen: 1716 â 1723
Allerheiligen-Stollen: 1732 â 1739
Philipp-Stollen: 1749 â 1754
Max-Stollen: 1780 â 1794

Der "alte Stollen" oder auch Saalborner Stöllchen genannt, scheint nach der Ãffnung (2010) und Befahrung durch Mitarbeiter des Bergbaumuseums Bochum bereits aus dem 17. Jahrhundert zu stammen.

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Mundloch des Philippstollen

Durch diese horizontalen Strecken gelangten die Bergleute wesentlich besser an die mächtigen Erzlinsen im Innern des Berges. Als Gewerken (Betreiber) der Stollen waren Unternehmer- und Kaufmannsfamilien aus Brilon und Olsberg seit dem 16. Jahrhundert aktiv.

Der Philipp-Stollen wurde am 21.08.1749 angehauen. Gut 5 Jahre später, am 6.11.1754 wurde das Erzlager erreicht und der Stollen war damit fertig gestellt. Die Länge des Stollens bis zum Streckenabzweig betrug 128 Lachter, also ca. 268 Meter. An dem Zeitfenster lässt sich gut erkennen, mit welchem Aufwand die Arbeiten allein mit Hammer und Schlägel verbunden waren.

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Lore und ehem. Laderampe am Stollen

Die Stollen sind über das Erzlager untereinander verbunden. Als tiefster Stollen, diente der Philippstollen neben der Förderung des Erzes auch zur Wasserhaltung im Bergwerk (Erbstollen). Die Hauptförderung erfolgte über den Maxstollen. Zum einfacheren und schnelleren Transport wurde 1879 eine Drahtseilbahn vom Maxstollen, über den Philippstollen bis zum Olsberger Bahnhof in Betrieb genommen, wodurch die Fördermengen der Grube in die Höhe schnellte.
Nach der Blütezeit Ende des 19. Jahrhunderts gingen die Förderzahlen zurück, obwohl noch Vorräte vorhanden waren. Bedingt durch die wachsende Konkurrenz auf dem Weltmarkt wurde das Bergwerk "Briloner Eisenberg" am 15. Juli 1916 endgültig geschlossen
Quelle: teils Olsberg-Wiki


zum Geocache:

Zum Auffinden dieses Döschens muss nichts abmontiert oder umgedreht werden! Der Cache ist mit den Verantwortlichen und Betreibern des Besucherstollens abgesprochen und ihnen bekannt. Vielen Dank an Herrn Senger (Leiter AK-Bergbau).

Bitte beachten:

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Happy Hunting
WittiJack



Visible Parking Area P0 P0 Eisenberg Parken (Parking Area) N 51° 21.860 E 008° 31.206 
  Note: Parken könnte Ihr hier irgendwo beim Schinkenwirt

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

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Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Landschaftsschutzgebiet LSG-Olsberg (Info)

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Logeinträge für Philipp Stollen - Briloner Eisenberg    gefunden 2x nicht gefunden 0x Hinweis 0x

gefunden 14. Mai 2016 LaLaReCaLa hat den Geocache gefunden

Heute hatte der Wittijack zum Event an Phillipstollen gerufen. Also auf mit der Familie und hoch in den HSK-Kreis. Nach der Ankunft musste erstmal eine Ortserkundung her. Dabei konnte diese kleine Dose schnell gefunden werden.
4 GC aus BLB

gefunden 14. Mai 2016 Ramses135 hat den Geocache gefunden

Im Rahmen des Events durfte ich diesen natürlich nicht liegenlassen. Gut und schnell gefunden. Das wiederverstecken habe ich dann den Anderen überlassen.
Danke fürs verstecken.
Gruß,
Ramses135