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DFDA 6 - Die beherzte Magd

 Die Flucht der Alchemisten, Station 6: Saarwellingen

von Liatynopca     Deutschland > Saarland > Saarlouis

N 49° 21.616' E 006° 50.351' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: mikro
Status: kann gesucht werden
 Versteckt am: 19. April 2016
 Veröffentlicht am: 19. April 2016
 Letzte Änderung: 11. Juni 2016
 Listing: http://opencaching.de/OC12DA4

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Beschreibung   

Die Flucht der Alchemisten
Eine Jagd durch Jahrhunderte voller Sagen, Mythen und Legenden. Ihr folgt dem unsterblichen Clemens du Feu, einem Wissenschaftler vergangener Tage, auf der Suche nach seiner geliebten Amalia...

 



Hier erwartet euch eine kleine Wanderung entlang des Heßbaches.

Parken & Start: Kneippanlage
N 49° 21.899, E 6° 49.989

 

Bitte denk daran, die Bonuszahl zu notieren.

 



KAPITEL 6

Zuversichtlich erreichte ich Saarwellingen. Mein Kopf fühlte sich zwar immer noch so an, als hätte jemand Pudding und Schießpulver gemischt und es mehrfach in meinem Schädel explodieren lassen, aber nach einem guten Frühstück mit selbstgebackenem „Versöhnungsbrot“ ging es mir wieder deutlich besser.

Es neigte sich deutlich gegen Mittag, als ich ein Gasthaus fand. Der Müller aus Elm hatte mir gesagt, hierher hätte er Amalia geschickt. Ich betrat das Gasthaus. Zu einer solch frühen Stunde hatten noch nicht viele den Weg hierher gefunden. Hinter der Theke stand eine alte Frau von kleiner Statur, auf ihrer Nase eine unglaublich große Brille, dahinter wache Augen. Sie lächelte mich freundlich an: „Guten Tag, was kann ich Ihnen bringen?“. Ich lächelte zurück. „Ein Frischgezapftes bitte.“ Eilig ging sie ans Werk. Über den Rand ihrer Brille betrachtete sie mich eindringlich. „Sie sind nicht von hier.“ „Nein, ich bin auf der Durchreise“, entgegnete ich freundlich. „Och, das ist noch lange nicht alles, das sehe ich“, lächelte sie. Der wissende Blick, den sie mir zuwarf, schien ihre Falten noch zu verstärken. Während sie mein Bier vor mir platzierte, wurde ihr Lächeln immer breiter. Irgendwie konnte man sie nur mögen. „Ich kam nach Saarwellingen, um die Spuren der Menschen zu finden, die in alter Zeit einmal Raubritter in die Flucht geschlagen haben. Es gab da wohl eine tapfere Magd und eine dunkle Burg. In dieser Burg oder ihren Ruinen sind Informationen, die ich brauche.“

Ihr Grinsen schien von unten an die Brillenränder zu stoßen. „Da kann ich weiterhelfen… Aber auch das ist noch nicht das Ende Deiner Geschichte...“ Als ich nicht antwortete, sprach sie weiter: „Komm, wir reden in Ruhe. Ich sage Dir was ich weiß, und Du sagst mir was Du suchst“, sagte sie und zog mich mit einer überraschenden Geschwindigkeit zu einem Tisch in einer Ecke ihres Gasthauses.

„Die Geschichte der tapferen Magd aus Saarwellingen ist auch meine. Ich bin eine direkte Nachfahrin von ihr“, nickte sie schnell. Leise und nicht nur ein bisschen stolz wisperte sie mir zu, was sich ereignet hatte: Eine mutige Magd wollte das Herz ihres Angebeteten gewinnen, deshalb hat sie sich einer Mutprobe gestellt und dabei einen geheimen Tunnel in die Burg der Raubritter gefunden, die die Gegend seit langem in Furcht versetzten. Daraufhin haben die Saarwellinger diesen genutzt, um die Ritter zu vertreiben. Plötzlich standen sie in der Burg und überraschten die zechenden Räuber mitten in einem Gelage. Es gelang ihnen nach einem kurzen aber heftigen Kampf die verhassten Ritter auf ewig in die Flucht zu schlagen. Doch die Saarwellinger beschlossen das für sich zu behalten. Denn sie wussten, wenn man der Gemeinde weiterhin nachsagen würde, sie werde von Raubrittern heimgesucht, würde sich niemand anderes dorthin trauen, um die Herrschaft zu beanspruchen. Hinter den großen Mauern der Burg lagerten sie fortan ihre Vorräte.

Ich musste lachen. Die Raubritterburg als Vorratskammer, sicher vor Plünderung und Wetter – in der Tat eine gute List. Wenn die Bevölkerung dort Vorräte und allerhand Wertvolles versteckt hatte, dann vielleicht auch meine Amalia.

Amüsiert sah sie mich an. „Und jetzt sagst Du mir, was hinter Deiner Suche steckt.“

„Ich müsste die Burg finden. Weißt Du, wo sie sich befindet?“.

„Du willst mir nicht sagen, welches Geheimnis Du mit Dir trägst. Naja, ich habe genug Menschen in meinem Leben kennengelernt, um zu wissen wer von ihnen Gutes und wer Böses im Schilde führt. Bei Dir ist es nichts Schlechtes.“ Flink sprang sie auf und schrieb in schöner Schrift etwas auf einen Zettel. Eine Wegbeschreibung, die mich zur Burg führen sollte.


Inzwischen war es Abend geworden. Die Sonne senkte sich erschöpft, die Sterne machten sich bereit für ihre Schicht. Langsam zweifelte ich am Verstand der alten Dame. Ich war dem angegebenen Weg gefolgt und sah doch keine Burg. Auf ihrem Zettel stand, ich würde an einem kleinen Bachbett auf zwei angsteinflößende Wächter stoßen, zwei Brüder, die den Eingang zum geheimen Tunnel bewachten. Doch weit und breit war hier keine Menschenseele. Wenigstens ein Bachbett hatte ich gefunden. Im Herbst und Frühling würde es wohl etwas Wasser führen, zurzeit war es trocken. Als ich daran entlang ging, sah ich plötzlich am sich verdunkelnden Horizont zwei Weiden neben dem Bachbett stehen. Ihre Äste wie abwehrend in die Luft gestreckt, ihre Stämme als würde sie keine Macht der Welt vertreiben können. Ich ging näher heran. Die Weiden mussten schon viele Jahre alt sein. In der Dämmerung konnte man sich fast vorstellen sie hätten Gesichter, zu schrecklichen Grimassen verzogen um jeden zu warnen, der nicht hier hingehörte. Das mussten die Wächter der alten Dame sein.

Erneut sah ich auf den Zettel. Ich bemerkte zum ersten Mal, dass die Rückseite beschriftet war. Dort stand: „Seit Generationen wird in meiner Familie die Legende von der jungen Magierin überliefert, die Zuflucht in der Burg fand. Eine Unendlichkeit später, so wurde uns gesagt, würde ihr Mann kommen und sie suchen. Ich wusste, hinter Dir steckt diese, ihre Geschichte. Viel Glück, Alchemist! Herzlichst, Deine Erna.“

„Touché, alte Dame“, dachte ich. Wenn meine Geschichte ein glückliches Ende finden sollte, werde ich zurückkehren und sie Dir erzählen.

Ich folgte dem Bachbett eine leichte Steigung hinauf, bis die Steine an seinem Grund größer wurden. Der Tunnel, genau wie die Burg, schienen nicht mehr zu existieren, doch rund um einen Felsvorsprung waren noch Mauerreste zu erkennen. In einer Aussparung, wohl für eine Fackel, sah ich ein Schimmern. Gott sei Dank, ein Fläschchen.




Mein Liebster,

kannst Du es glauben, ich habe Zuflucht gefunden in einer Raubritterburg. Hier würde ich sicher sein, sagten mir die Dorfbewohner, ich sollte mich bei Bedarf einfach an den Vorräten bedienen.

Lange konnte ich hier bleiben, doch auch hier haben sie mich irgendwann gefunden. Ich höre das Donnern der Hufe ihrer Pferde. Ich werde ganz weit in Richtung Norden laufen, an einen neuen Ort, und hoffen, dass ich dort ein Versteck finde. Ich liebe Dich!

Dein für immer und für immer für uns

Amalia

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Logeinträge für DFDA 6 - Die beherzte Magd    gefunden 3x nicht gefunden 1x Hinweis 0x

gefunden 14. April 2017, 19:26 Bugs hat den Geocache gefunden

Super tolles Versteck...nach einer wunderbaren Wanderung! Danke

nicht gefunden 31. Juli 2016, 12:25 funhunter78 hat den Geocache nicht gefunden

Hier wurde gebaut und zwar eine komplett neue Brücke.
TFTC
Funhunter78

gefunden Der Cache ist in gutem oder akzeptablem Zustand. 29. Juni 2016 Team Smok hat den Geocache gefunden

Hier konnten wir uns gemeinsam mit Columbia 1981 eintragen. Da es in der Nähe liegt, mussten wir diesmal nicht weit fahren und konnten auch schnell und einfach loggen. TFTC Team Smok

gefunden 18. Mai 2016 peterpan_sls70 hat den Geocache gefunden

Gesucht, gefunden und geloggt.

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