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DFDA 9 - Der Fall des Fürsten

 Die Flucht der Alchemisten, Station 9: Nalbach

von Liatynopca     Deutschland > Saarland > Saarlouis

N 49° 23.987' E 006° 47.208' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: klein
Status: kann gesucht werden
 Versteckt am: 19. April 2016
 Veröffentlicht am: 19. April 2016
 Letzte Änderung: 11. Juni 2016
 Listing: http://opencaching.de/OC12DA8

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Beschreibung   

Die Flucht der Alchemisten
Eine Jagd durch Jahrhunderte voller Sagen, Mythen und Legenden. Ihr folgt dem unsterblichen Clemens du Feu, einem Wissenschaftler vergangener Tage, auf der Suche nach seiner geliebten Amalia...

 



Hier erwartet euch eine kleine Wanderung auf der Litermont Gipfeltour.

Parken & Start: Wanderparkplatz Maldix
N 49° 23.908, E 6° 47.142

 

Bitte denk daran, die Bonuszahl zu notieren.




KAPITEL 9

Ich habe Euch bereits berichtet, wie ich mich mit Eurer Frau angefreundet habe und wie mutig sie in der Gefangenschaft blieb. In der Geschichte, die ich Euch zu erzählen vermag, folgt nun noch das letzte Kapitel, das ich erfahren durfte.

Tagein, tagaus wurde Eure Amalia immer wieder dem Fürsten vorgeführt. So waren bereits über zwei Jahre vergangen. Allem hielt sie stand, erhobenen Hauptes und voller Stolz. Sie würde ihm nichts sagen, ihm nicht zu dem verhelfen, was er am meisten begehrte. Im Angesicht seines Zornes blieb sie ruhig, versuchte er ihr zu schmeicheln, durchblickte sie seine Lügen, und drohte er ihr mit dem Tod ihres Mannes, so ließ sie sich keine Furcht anmerken.

Ich war mir sicher, wären die Bewohner der Burg nicht so in Angst vor dem Maldix gewesen, hätten sie sich auf die Seite dieser mutigen Frau gestellt. Doch wie es war, stand sie alleine.

Auch wenn ihr niemand half, so stellte sich heraus, war sie alleine schlagkräftig genug. Bereits in der ersten Nacht ihrer Gefangenschaft hier hatte sie aus dem, was ihr Kerker so hergab, eine Mischung zusammengestellt, mit der sie sich einen Weg in die Freiheit bahnen könnte. Eine Alchemistin sollte man nur in einem Gefängnis einsperren, in dem wirklich gar nichts ist. Nichts, was eine Wissenschaftlerin nicht bereits in Rezepten aus dem 11. Jahrhundert gelesen haben könnte. So wie es war, konnte sie sich einiges zusammenstellen, vergären lassen, erhitzen und schließlich trocknen. Nach sehr langer Arbeit daran war das Schwarzpulver bereit, es galt nur noch eine günstige Gelegenheit abzuwarten.

Diese kam in einer kalten Herbstnacht. Es gewitterte und grelle Blitze durchzuckten den Himmel. Die Bäume wurden durch den eisigen Wind hin und hergerissen, manche entwurzelt, manche brachen unter der Macht der Luft. Über die Burg kam mit dunklem Grollen der Donner und schien uns einzuschließen, auch die Blitze mit ihrem scharfen Schlag vermochten nicht dieses grausige Dröhnen zu zerreißen. War es kurz still, so zogen wir die Köpfe ein in ängstlicher Erwartung was da kommen mag und kauerten uns schließlich trotzdem verschreckt zusammen als das dunkle Konzert zu einem weiteren Schlag ansetzte.

Als Eure Frau ihre Zellentür aufsprengte, ging der Schall der Explosion in diesem Dröhnen unter. Sie hatte das Schwarzpulver so gezündet, dass sich die Explosion mit denen am Himmel mischte. Welche Art Knall nun zwischen den Burgmauern schallte, das vermochte niemand zu sagen. Und so fiel es nicht auf, dass sie aus ihrer Zelle entflohen war.

Als eine der Wachen die leere Zelle vorfand, wurde Alarm gegeben. Schnell sammelten sich die Männer. Nur einen einzigen Weg konnte sie genommen haben, doch war es so dunkel, dass niemand reiten wollte. „Wer nicht reitet, den wird der Teufel holen!“ rief Maldix seinen Männern zu, zog harsch die Zügel seines Pferdes an, dreht es und stürmte im Teufelsgalopp aus der Burg. Die Männer folgten ihm, ihrem Herren, dem sie die Treue bis in den Tod geschworen hatten. Sie folgten aus Angst vor ihm, aber auch aus Angst, der Teufel könnte ihre Seele holen. Mit wildem Jagdgeschrei ritten sie in die Nacht, begleitet von dem Gebell ihrer schnellen Jagdhunde.

Blitze erhellten Amalias verzweifelte Flucht, alles schien in Zeitlupe zu laufen. Von Blitz zu Blitz verfolgte Fürst Maldix die Alchemistin. Wohin sie lief – sie vermochte es nicht zu sagen; zwischen Tränen und Dunkelheit waren die Blitze die einzigen Schlaglichter, die den Weg erhellten. Egal wie oft sie fiel, sie lief einfach immer weiter. Doch auch Maldix gab nicht auf, unbeirrt blieb er auf ihrer Spur. Seine Männer fielen immer mehr zurück, auch wenn sie ritten wie der wilde Wind. Maldix war getrieben von etwas Größerem, etwas viel Mächtigerem, etwas Ewigem – seiner unstillbaren Gier. Plötzlich sah er sie vor sich auf dem Weg. Zu seiner linken Hand der Wald mit seinem unwegsamen Unterholz, zu seiner rechten der Abgrund. Er wusste, sie würde nicht entkommen können. Noch stärker trieb er sein Pferd an, als würde der Teufel auf seinem Hengst reiten.

Amalia hörte die Hufe des Pferdes – ein schwarzer Hengst mit Schaum vor dem Maul. Ihr Herz schmerzte, sollte es so enden. Vor ihr nur Abgrund, links Felsen und Bäume, kein Ausweg – das Ende der Flucht. Sie dachte an ihren Mann, die Liebe, die sie verband und das Versprechen, das sie sich schworen zu halten. „Clemens, ich liebe Dich!“ waren ihre letzten Worte als sie sich zu Boden warf.

Ein Blitz, ein Schlag wie ein Peitschenhieb, das ohrenbetäubende Grollen des Donners, Fürst Maldix konnte sie fast greifen. Doch als er sie eigentlich hätte greifen können, ragte seine Hand ins Leere. Zu spät.

Was folgte, war fast, als hätte die Zeit angehalten. Maldix´ Verstand konnte gar nicht verarbeiten was passiert war. Ungläubig, warum er sie nicht erreicht hatte, sah er zur Seite. Es muss so gewesen sein, die Alchemistin hatte sich wohl direkt vor der Klippe an den Felsen gekauert. Zu spät begriff Maldix, warum es um ihn herum plötzlich so still war, warum das unerlässliche Fallen der Hufe nicht mehr war, warum um ihn herum nur noch das Heulen des Windes in seinen Ohren schallte. Seinen letzten Fluch schluckte der Wind.

Blind für alles Übrige hatte Maldix die Klippe nicht gesehen. Auf seinem Höllenritt gab es kein Halten, sein letzter Schrei – an den Teufel gerichtet – hatte keine Wirkung. Nur wenige Sekunden später donnerten auch seine teuflischen Reiter samt Jagdhunden in den dunklen Abgrund, Schreie der Panik mischten sich in das Grollen und Peitschen des Gewitters – eine grausige Symphonie, die ich niemals vergessen werde.

Wir sahen all dies aus der Ferne. Als wir an der Klippe ankamen, war Amalia weg und die Männer die gefallen waren, umgab völlige Dunkelheit und eine schreckliche Stille. Am nächsten Tag fanden wir ihre Leichen tief in der Schlucht, die wir fortan Teufelsschlucht nannten. Doch weder die Alchemistin noch den Fürsten vermochten wir zu finden.

Ich bin tiefer Hoffnung, dass es sich so zugetragen hat und Eure Frau entkommen konnte, dass eine Gnade des Himmels sie beschützt hat. Oft sprachen wir von Vergebung. Ich sagte ihr, dass selbst Pontius Pilatus vergeben worden war und hoffte nun, man werde auch meiner Seele gnädig sein. Vielleicht hat Eure Frau den Weg zu Pilatus ja gefunden. Sie wollte ihn einmal kennenlernen, sollte seine andauernde Existenz nicht nur Volksglauben sein.

Ich bin mir darüber bewusst, dass diese Zeilen Euch erst erreichen werden, wenn mein Leben und das unzähliger anderer bereits lange vorüber sind. Wir werden gelebt haben, ein Leben, unser Leben, das einzige, das wir haben, während Ihr verflucht seid zu suchen. Ich habe wider meinen Fürsten gehandelt und mir angemaßt über Recht und Unrecht zu befinden. Ich würde es wieder tun.

Ein Letztes: Alchemist, Ihr sollt wissen, Eure Frau liebt Euch von ganzem Herzen.

Ich bete für Euch und Eure Frau – ehrfürchtig Euer Hermann vom Litermont.

 

Tränenüberströmt saß ich auf dem Gipfel des Litermonts, die Luft war still und die Sonne schien. Eine Nacht wie die beschriebene schien ewig weit weg, unmöglich im Angesicht der Sonne. Gnade, ich hoffte auch auf die Gnade, dass meine Frau es doch überlebt haben könnte. Pontius Pilatus – ich muss nach Dillingen.

Bevor mein Kopf den Gedanken beenden konnte, war ich bereits aufgesprungen. Ich rannte den ganzen Weg, meine Lunge brannte und meine Beine waren fast taub, doch ich konnte nicht anhalten. Grausame Ironie: so besessen wie der Maldix meiner Frau nachgejagt war, so fixiert verfolgte ich nun ihre Spur.

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  Neue Koordinaten:  N 49° 23.987' E 006° 47.208', verlegt um 16 Meter

gefunden 18. Mai 2016, 11:35 bobo14 hat den Geocache gefunden

Heute hier Im kleinen Team mit GeoRanger und dem Besucher
Vorbei geschaut diesen Cache gut gefunden
Danke

gefunden 15. Mai 2016 peterpan_sls70 hat den Geocache gefunden

Hurra es war noch Gold Da !!!

Heute noch mal zwei Caches gesucht, gefunden und geloggt.

 DFDC

nicht gefunden 14. Mai 2016 Team_OwenMeany hat den Geocache nicht gefunden

gleiches Bild wie in Limbach, an den Koordinaten ist nichts zu finden außer üppiger Vegetation und da wo wir den Cache vermutet haben, gab's viel zu viele Versteckmöglichkeiten, um ohne Tipp zum Erfolg zu kommen

 

VG

TOM

  Ursprüngliche Koordinaten:  N 49° 23.996' E 006° 47.210'