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Normaler Geocache
Kleiner Theaterfreund

 Kleiner Cache für Zwischendurch

von iceman0815     Deutschland > Berlin > Berlin

N 52° 30.105' E 013° 19.384' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: mikro
Status: kann gesucht werden
 Versteckt am: 04. September 2016
 Veröffentlicht am: 11. September 2016
 Letzte Änderung: 11. September 2016
 Listing: http://opencaching.de/OC132A6

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Beschreibung   

Das Theater und die Komödie am Kurfürstendamm

In den ehemaligen Räumen der „Berliner Sezession“, wo unter Max Liebermann der Impressionismus Furore gemacht hatte, wurde am 8. Oktober 1921 das Theater am Kurfürstendamm eröffnet. Die Pläne für den Umbau stammten vom bekannten Theaterarchitekten Oskar Kaufmann, der in Berlin auch das Hebbeltheater, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, die Krolloper, die Komödie am Kurfürstendamm sowie das Renaissance Theater entwarf. Die Eröffnungspremiere war „Ingeborg“ von Kurt Goetz (damals noch mit K). Auf der Bühne stand neben dem Autor selbst unter anderem auch Adele Sandrock. Über „Ingeborg“ gingen die Meinungen auseinander, doch beim Architekten waren die Journalisten sich einig: Oskar Kaufmann hatte ein Meisterwerk vollbracht. Am 9. Oktober 1921 schrieb das Berliner Tageblatt: „Wen riefen die Leute zum Schluß? Den Autor? Vielleicht. Die Darsteller? Möglich. Den Direktor? Kann sein. Den Regisseur? Denkbar … Mit voller Sicherheit riefen sie: <Kaufmann, Kaufmann!> Das ist der Architekt.“ Die Berliner Allgemeine beschrieb das Theater so: „Dieser neue, spielerisch reizende Theatersaal in seiner farbigen Festlichkeit, seinem allerliebsten, bizarren Plastikenkrisskrass, ein maurisches Rokoko, soll die leichte Muse zu Gaste bitten, um einer gehobenen, sozusagen zivilisierten Heiterkeit zu dienen.“

1927 übernahm Ferdinand Bruckner, Autor von „Elisabeth von England“, „Die Verbrecher“ und „Krankheit der Jugend“ die Bühne. Er zeigte hier hauptsächlich Revuen. Ein großer Erfolg war Friedrich Hollaenders „Bei uns um die Gedächtniskirche rum“ mit Willi Schäffers und Hubert von Meyerinck. 1928 wurde das Theater aufgrund einer Anordnung der Baupolizei geschlossen. Im selben Jahr übernahm Max Reinhardt die Bühne und ließ das Haus von Oskar Kaufmann noch einmal gründlich umbauen. 1931 nahm Reinhardt das Theater wieder in Betrieb. Kurze Zeit später fand hier die Berliner Erstaufführung der Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill statt. 1932 zog sich Max Reinhardt aus der Direktion zurück, 1933 wurde Hans Wölffer Direktor von Theater und Komödie am Kurfürstendamm und blieb es bis 1942. Unter den Nazis hatte Wölffer – obwohl oder gerade weil die Theater sehr beliebt waren und weil er nicht in der „Partei“ war – große Schwierigkeiten, was schließlich 1942 zur Enteignung und Verstaatlichung beider Bühnen führte. 1943 wurden beide Theater im Bombenhagel schwer beschädigt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

1946 wurden die Häuser wieder aufgebaut. Ein Jahr später wurde das Theater am Kurfürstendamm mit Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ eröffnet. 1948 zog kurzfristig ein Kino in das Haus ein.

Die Freie Volksbühne im Theater am Kurfürstendamm

1949 übernahm die „Freie Volksbühne“ das Haus als Spielstätte. Eröffnet wurde mit Shakespeares „Hamlet“. Bis zum Umzug in die Schaperstraße im Jahr 1963 inszenierten hier Regisseure wie Giorgio StrehlerOscar Fritz SchuhErwin Piscator, entwarf Caspar Neher Bühnenbilder, spielten Schauspieler wie Peer Schmidt,Tilla DurieuxWolfgang NeussWolfgang SpierWolfgang GrunerWolfgang KielingAgnes WindeckCordula GrantowTherese GiehseHanne Hiob sowie Günter Pfitzmann. Kurz vor dem Umzug in die Schaperstraße im Jahr 1963 inszenierte Piscator die Uraufführung von Rolf Hochhuths „Der Stellvertreter“.

Die Wölffers im Theater am Kurfürstendamm

Nach dem Auszug der Freien Volksbühne in ihr eigenes Theater der Freien Volksbühne übernahm Hans Wölffer, der damals schon lange Direktor der benachbarten Komödie am Kurfürstendamm war, die Direktion. Zwei Jahre später holte er seine Söhne Jürgen und Christian mit in die Direktion.

Auf dem Spielplan standen Autoren wie Alan AyckbournNeil SimonCurth Flatow und Horst Pillau. Die Liste der bekannten Darsteller, die dort auf auftraten, ist lang: Inge MeyselRudolf PlatteGeorg ThomallaNora von CollandeUtz Richter,Eckart DuxGrete WeiserGrit BoettcherChariklia BaxevanosPeer SchmidtAnita KupschHarald JuhnkeWolfgang Spier,Agnes WindeckGünter PfitzmannBrigitte GrothumGaby GasserGisela UhlenJan HendriksHerbert HerrmannHerbert BötticherKarin EickelbaumEdith HanckeKlaus SonnenscheinBrigitte MiraMaria SebaldtMichael DegenUlrich WildgruberJohanna von KoczianWalter PlathePeter StriebeckJohannes HeestersFriedrich SchoenfelderHans-Jürgen SchatzElisabeth WiedemannUte WillingJudy WinterRalf WolterWinfried GlatzederEvelyn KünnekeGeorg Preuße,Witta PohlKatja RiemannOtto SanderJörg SchüttaufGünter SchubertNicolette KrebitzSusanne LotharManon StrachéSusann UpleggerJasmin TabatabaiHelmut BaumannMarkus MajowskiOliver MommsenAndreas SchmidtTanja WedhornJulia JägerMichael von AuSusanna SimonKatharina ThalbachAnna ThalbachAchim WolffHerbert KöferAnton RattingerVictoria SturmPeter FrickeGisbert-Peter TerhorstMaria Furtwängler sowie Jochen Busse sind nur ein kleiner Ausschnitt der vielen Schauspieler, die dort gastierten.

Im Jahr 2004 übergab Jürgen Wölffer die Direktion seinem Sohn Martin. Er trat an mit dem Anspruch, das Programm zu verjüngen. Mit Kristof Magnussons „Männerhort“ hat er im Jahr 2005 auf die richtige Karte gesetzt. Andreas Schmidts Inszenierung mit Bastian PastewkaChristoph Maria HerbstMichael Kessler undJürgen Tonkel wurde ein Riesenerfolg. Es folgten Inszenierungen wie „Szenen einer Ehe“, „Wie es euch gefällt“, „Gut gegen Nordwind“, „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ oder „Fettes Schwein“, mit denen Martin Woelffer seinen Anspruch, großstädtisches Unterhaltungstheater zu machen, einlöste.

Kündigung der Mietverträge

Die Kündigung der Mietverträge von Theater und Komödie am Kurfürstendamm zum Ende des Jahres 2006 durch die db-Real-Estate, eine Tochter der Deutschen Bank, durchkreuzte seine langfristigen Ziele. „Das war ein Schock, aber die Unterstützung der Öffentlichkeit hat mir Mut gemacht für den Erhalt beider Häuser zu kämpfen. Das haben wir auch den vielen Berlinern und Berlinerinnen zu verdanken, die uns unterstützt haben. Ihnen gilt mein Dank.“, betonte Martin Woelffer. Ende 2006 gab es einen erneuten Besitzerwechsel: Die db-Real-Estate verkaufte das komplette Ku’damm-Karree, in dem sich auch die beiden Theater befinden anFortress, einen Private-Equity-Fonds. Fortress verlängerte den Mietvertrag des Theaters bis zum 31. Januar 2008, den Mietvertrag der Komödie bis zum 30. Juni 2008. Im September 2008 wurde das Ku’damm-Karree an Ballymore Properties verkauft.

Obwohl die Theater über keinen gültigen Mietvertrag verfügen, geht der Spielbetrieb weiter. Ein Antrag im Kulturausschuss der Stadt die Häuser unter Denkmalschutz zu stellen, wird abschlägig beschieden.

Ballymore plant die Neugestaltung des Ku’damm-Karrees; ein Logentheater mit 650 Plätzen soll entstehen, die beiden historischen Theater abgerissen werden. Eine Genehmigung dieser Pläne durch den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf steht noch aus.

Zum Cache:

Da unsere gesamte Familie die beiden Kudamm – Theater liebt und regelmäßg vor Ort im Theater ist, war es uns ein Anliegen, Euch diese tollen Theater zu zeigen. Vielleicht schaut Ihr Euch ein Theaterstück an und loggt im Zuge dessen, das Döschen. Vielleicht schaut Euch dabei ein blondes Mädchen zu und Ihr denkt, bitte geh Muggel ! Doch dann ist es vielleicht die Ownerin die nach Ihrem Cache schaut und sich freut über Euren Besuch beim „Kleinen Theaterfreund“.

Gerne könnt Ihr auch die Petition unterschreiben, die sich für den Erhalt der Kudemmbühnen einsetzt.

https://www.change.org/p/kudamm-b%C3%BChnen-retten

http://tinyurl.com/jzkj8s3

Das kleine Döschen ist eine Dose aus unserer Reihe „Kleiner XXX“.

Leider ist das GPS Signal aufgrund der Bebauung nicht sehr genau.

Es muss um diese Dose zu bergen nicht das Kudamm Karee betreten werden, noch müssen Zäune überstiegen werden.

Die Ownerin all der Cache aus der Reihe „Kleiner XX“ freut sich immer über tolle Kommentare in den Online-Logs, da diese vor dem ins Bett gehen, täglich gecheckt werden.

Wir wünschen Euch viel Erfolg bei der Cachesuche – Das Team Iceman0815

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Logeinträge für Kleiner Theaterfreund    gefunden 8x nicht gefunden 0x Hinweis 1x

gefunden 18. Januar 2017 tatum128 hat den Geocache gefunden

Eine sehens- und besuchenswerte Stätte! Der Cache war gut zu finden, man muss sich nicht abseitig bemühen. Vielen Dank an iceman0815 für die Informationen und den Cache!

Bilder für diesen Logeintrag:
KurfürstendammKurfürstendamm

gefunden 28. November 2016, 18:51 Miras-Etrin hat den Geocache gefunden

Hallo,

bei einer Runde durch Berlin mit js_tsro erfolgreich gesucht und gefunden.

Gruss & T4TC
Miras-Etrin, Immendingen
#OC 62

gefunden 21. November 2016, 13:40 JojoBln hat den Geocache gefunden

Nach dem Sport drehte ich noch eine ausgedehnte Spaziergangsrunde durch die City-West. An dieser Stelle konnte ich das Döschen fix finden und loggen.
Danke für das Herführen, Zeigen, Legen & Pflegen sagt JojoBln!

gefunden 11. November 2016, 21:45 kirchwitz hat den Geocache gefunden

Theater sind Teil unserer kulturellen Vielfalt, und die gilt es zu schützen, egal ob man selbst häufig ins Theater geht oder andere Kultureinrichtungen nutzt. Nur gemeinsam können wir etwas für den Erhalt erreichen!

Die Koordinaten kamen einem auf der Karte zunächst merkwürdig vor, wie man überhaupt Zugang erlangen sollte, doch das Tor ist anscheinend dauerhaft geöffnet und gewährt Zugang zum Hintereingang des Theaters sowie weiteren Firmen auf dem inneren Gelände. Mit Muggeln ist daher zu rechnen, doch die interessieren sich nicht für einen. Die Kamera erfasst übrigens nicht den Erlebnisraum, sondern dient nur für die Fahrzeug-Schranke. Die grundsätzliche Versteckart ahnte man vor Ort schnell, nur die genaue Position galt es noch zu ermitteln. Man sollte es sich nicht unnötig umständlich machen mit systematischer Suche an verstellten oder unschönen Ecken, sondern pragmatisch direkt mit der angenehmsten Stelle beginnen. Das Versteck ist nämlich sehr fair, denn nicht eine komplizierte Suche steht im Vordergrund, sondern ein Bewusstsein fürs Theater zu schaffen. Der für sich genommen eher unspektakuläre Klassiker hält sich dezent zurück für das kulturelle Anliegen!

Helau! Alaaf!

gefunden 30. Oktober 2016, 21:24 dieSchluempfe hat den Geocache gefunden

Unser erster Tag in Berlin, da sollte auch ein Cache her. Beim bummel den Kuhdamm entlang lag dieser ja direkt am Weg. Um 21:25 Uhr konnten wir das Logbuch signieren.
DFDC