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Virtueller Geocache
Der Laacher See Vulkan...

 ... und das Mofetten-Phänomen

von cacher.ella73     Deutschland > Rheinland-Pfalz > Ahrweiler

N 50° 24.754' E 007° 17.112' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: kein Behälter
Status: kann gesucht werden
 Versteckt am: 14. Oktober 2016
 Veröffentlicht am: 15. Oktober 2016
 Letzte Änderung: 17. Oktober 2016
 Listing: http://opencaching.de/OC133F0

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Beschreibung   

Naturecaching  [natürlich cachen]

Dieses Logo soll euch auf Caches aufmerksam machen, die zu Sehenswürdigkeiten der Natur und Naturphänomene führen. Das Logo ist an keinen Cachetyp gebunden, d. h. es kann sich hierbei um einen normalen Cache, einen Multi- oder Rätselcache, oder um einen reinen Virtual handeln. Wichtig ist nur, dass Listing und Location informative und lehrreiche Inhalte aufweisen. Regel zum Loggen virtueller Caches: Sobald ein Passwort zum Loggen benötigt wird, kann auf das Foto verzichtet werden. Sonst bitte immer ein Foto als Logbeweis hochladen. Weitere Caches zu diesem Thema findet ihr unter dieser Suche.

 

Der  Laacher See

Der Lacher See liegt direkt beim Kloster Maria Laach. Der circa 3,3 Quadratkilometer große See, liegt 281 Meter über dem Meeresspiegel, ist 1.964 Meter lang und 1.186 Meter breit. An der tiefsten Stelle ist er 51 Meter tief. Das Ufer des Sees ist von einem 125 m hochen Ringwall umgeben, der die Wissenschaftler dazu veranlasste, den Laacher See als Maar zu bezeichnen. Heute geht man eher davon aus, dass es sich hierbei doch eher um eine Caldera handelt.

 

Der Laacher See entstand vor circa 13.000 Jahren, als an dieser Stelle ein Vulkan ausbrach.

In wenigen Kilometern Tiefe hatte sich in einer riesigen Magmakammer, über die Jahrtausende lang, ein stark gas- und mineralreiches Magma entwickelt. Dieses drang durch die Ritzen und Spalten in der Erdkruste immer weiter bis zur Erdoberfläche empor. Dort traf das glühende Magma auf Wasser! Durch das abrupte Zusammentreffen von glühendem Magma mit dem kaltem Wasser kam es zu einer gewaltigen Explosion...

In einer bis zu 40 Kilometer hohen Eruptionssäule wurden Asche, Bimse und sonstiges ausgeschleudert. (Ascheteilchen gelangten sogar nach Italien und Schweden!)

Bis zu 600° C heiße Glutlawinen und Ascheströme walzten über das Land und rissen dabei alles mit sich. (Schließlich verfestigten sich die mitgeführten Aschen durch den Kontakt mit Wasser zum späteren Tuff.)

Nachdem sich der Vulkan beruhigt hatte, sammelte sich in der Ausbruchssenke Wasser an – es entstand: der Laacher See.

 

Die Eifel ist das jüngste Vulkangebiet Mitteleuropas. Das etwa 1.200 Quadratkilometer große Gebiet ist ganz besonders interessant, um die Auswirkungen des Vulkanismus zu verfolgen und die geologischen Besonderheiten zu entdecken.

Auf dieser Wanderung kann man am Ostufer des Sees etwas außergewöhnliches beobachten: die Laacher See Mofetten.

Mit „Mofette“ bezeichnet man eine Stelle in einem vulkanischen Gebiet, aus der Kohlenstoffdioxid (CO2) ausströmt. Das Kohlenstoffdioxid stammt aus einer Magmakammer tief in der Erdkruste und steigt in Spalten bis herauf an die Erdoberfläche.

Es ist als Gas anderthalb mal schwerer als Luft. Daher kann es sich, wenn es an die Erdoberfläche gelangt, in einer Mulde oder Senke ansammeln und die Atemluft dort verdrängen.

Die Mofetten gelten als Anzeichen dafür, dass es tief unter dem See noch vulkanische Aktivität gibt. Daher wird auch oft gesagt, dass der Laacher See Vulkan noch nicht erloschen ist, sondern nur „schläft“.

Aber keine Angst, ein Ausbruch in nächster Zeit ist eher unwahrscheinlich.

Die neuste Methode um eine Eruption frühzeitig zu erkennen, ist das Beobachten von Ameisen in der Gefahrenregion. Die Theorie eines Wissenschaftlers namens Ulrich Schreiber besagt, dass Ameisen ihren Bau häufig über tektonischen Rissen in der Erde errichten. Sollte eine erhöhte Menge CO2 austreten, würden die Ameisen den Bau und die Region verlassen.

Dies bedeutet, dass solange es Ameisen um den Laacher See herum gibt, wir wohl keinen erneuten Vulkanausbruch zu befürchten haben.

 

 

Um diesen Cache zu loggen, beantworte bitte folgende Fragen:

Maarvulkane entstehen durch phreatomagmatische Explosionen, d.h. Magma kommt kurz vor seinem Austritt mit Grundwasser in Kontakt. Das Wasser verdampft schlagartig und löst so starke Explosionen aus. Diese Explosionen schaffen eine Trichterform deren Rand von einem Wall aus Gesteinstrümmern des Grundgebirges und Lavamaterial umgeben ist. Jedoch ist der Laacher See für ein Maar sehr groß. Neueste Untersuchungen kamen nun zu dem Ergebnis, dass es sich beim Laacher See - zumindest teilweise - um eine Caldera handeln könnte.

Frage 1: Was unterscheidet den Maar von der Caldera? (ggf. Wikipedia)

 

Frage 2:  An den Listingkoordinaten findest du die Mofetten.

Wenn du sie betrachtest, kannst du einen ungewöhnlichen Geruch wahrnehmen, der vom Wasser ausgeht? Wenn ja, nach was riecht es hier? Beschreibe!

 

Frage 3: Treten die Bläschen geräuschlos an die Wasseroberfläche, oder kann man sie hören? Wenn ja, wie klingt es für dich? Beschreibe!

 

Experiment

Frage 4: Wenn du eine Kerze mitnehmen würdest und sie an einem windstillen Tag anzünden und  in der näheren Umgebung in einer Senke am Boden abstellen würdest, was denkst du würde geschehen - und warum? Überlege!

(Probiere es doch einfach mal mit einem Teelicht vor Ort aus.)

 

OPTIONAL:

Wenn du eine der Fragen aus dem einen oder anderen Grund nicht beantworten kannst, kein Problem, nenne mir stattdessen einfach den Mofetten-Anzeiger, der auf der Tafel genannt wird.

 

 

Schickt eure Antworten bitte per e-mail an mein Profil und ihr könnt sofort loggen. Ich melde mich bei euch, wenn etwas nicht stimmen sollte.

 

Ich freue mich über Fotos von euch an den Mofetten!

 


go nature caching

 

 

 

 

Für Wanderungen wurden unterschiedliche Routen entwickelt und ausgeschildert. Der Uferweg ist circa acht Kilometer lang, weist kaum Höhenunterschiede auf und kann in ein bis 1,5 Stunden zurückgelegt werden. Die CO2-Austritte können nur über einen Abstieg zum Ufer des Sees besichtigt werden.

Zusätzliche Wegpunkte   andere Koordinatensysteme

Station oder Referenzpunkt
N 50° 24.757'
E 007° 17.150'
Hinweisschild
Station oder Referenzpunkt
N 50° 24.752'
E 007° 17.138'
Mofettenbereich am Ufer
Station oder Referenzpunkt
N 50° 24.852'
E 007° 17.134'
Hier haben wir das Teelicht-Experiment durchgeführt!
Info Die zusätzlichen Wegpunkte werden bei Auswahl des Caches auf der Karte angezeigt, sind in heruntergeladenen GPX-Dateien enthalten und werden an das GPS-Gerät gesendet.

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in einem Naturschutzgebiet. Bitte verhalte dich entsprechend umsichtig! (Info)
Naturschutzgebiet Laacher See (Info)

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): FFH-Gebiet NSG Laacher See (Info), Landschaftsschutzgebiet Rhein-Ahr-Eifel (Info), Vogelschutzgebiet Laacher See (Info)

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Logeinträge für Der Laacher See Vulkan...    gefunden 3x nicht gefunden 0x Hinweis 0x

gefunden 16. Oktober 2016 siebenpunkt hat den Geocache gefunden

Heute war ich mit C. an den Mofetten, weil wir das Experiment durchführen wollten. Wir fanden eine schöne Stelle dafür, etwas abseits (siehe Wegpunkt). Dort ging es an diesem sonnigen Tag etwas ruhiger zu.

Die Antworten konnte ich direkt vor Ort persönlich geben. Bei der ersten Frage habe ich natürlich etwas Hilfe bekommen. Lachend (Hatten wir ja auch noch nicht in der Schule.)

Hier hat es mir sehr gut gefallen. Die Mofetten waren cool!

 

Grüße von 7punkt

Bilder für diesen Logeintrag:
Mofetten-MonsterMofetten-Monster
Was passiert...Was passiert...

gefunden 15. Oktober 2016 Die Asbacher Bande hat den Geocache gefunden

Ein netter, lehrreicher Virtual an einem wunderschönen Ort!

T4TC sagt Die Asbacher Bande

gefunden 15. Oktober 2016 CADS11 hat den Geocache gefunden

Die Mofetten sind mir wohl bekannt.
Schnell waren die nötigen Infos zusammen getragen. Danke für den Cache und den Kurzweil.

CADS11