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Silberrausch II

 Eine (Fahrrad-)Wanderung im Ehrenstetter Grund von rund 8 km (hin und zurück) zu einem mittelalterlichen Bergwerksgeländ

von fogg&co     Deutschland > Baden-Württemberg > Breisgau-Hochschwarzwald

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 47° 54.418' E 007° 46.179' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: normal
Status: archiviert
 Versteckt am: 30. April 2005
 Gelistet seit: 29. Dezember 2005
 Letzte Änderung: 24. November 2013
 Listing: http://opencaching.de/OC13C5
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Beschreibung   

Eine (Fahrrad-)Wanderung im Ehrenstetter Grund von rund 8 km (hin und zurück) zu einem mittelalterlichen Bergwerksgelände

Silberrausch im Schwarzwald II

[Bergbau] Im Mittelalter war der Südschwarzwald der "Ruhrpott" Deutschlands. An allen Ecken und Enden wurde Silber gefunden, abgebaut und verhüttet. Dieser Silberbergbau muss den Charakter der Gegend damals sehr maßgeblich bestimmt haben (und dies sicherlich nicht zum positiven). Einen guten Eindruck davon gibt der bergbauliche Lehrpfad Birkenberg, der den wesentlichen Teil des Caches Silberrausch im Schwarzwald I ausmacht. Wer nach diesem Cache Lust auf weitere mittelalterliche Berkwerksanlangen bekommen hat, kann seine neu erworbenen Kenntnisse bei diesem Multi-Cache im Ehrenstetter Grund testen. Auch hier gilt: es ist ein archäologisches Schutzgebiet. Also lasst die Grabungsausrüstung bitte zu Hause. Außerdem solltet ihr festes Schuhwerk anziehen. Desweiteren sollte man sich immer bewusst sein, dass den Koordinatenangaben nicht immer 100% zu trauen ist, da das Blätterdach und Abschattungen durch Hänge zu sehr ungenauen Messungen führen können (aber wem erzähl ich das).

Die Wanderung beginnt am Parkplatz bei den oben angegebenen Koordinaten. Die Waldwege sind für motorisierte Fahrzeuge tabu. Fahrräder sind natürlich zulässig. Auch mit normalen Fahrrädern kann man hier gut fahren.

Zuersteinmal folgt man jetzt für rund 3,2 km dem Ehrenstettergrundweg, der meist parallel zum Ahbach verläuft und dabei rund 150 Meter ansteigt. Stumpfes Stieren auf das GPS während der Wanderung macht dabei natürlich keinen Sinn. Im Gegenteil, man sollte seine Umgebung aufmerksam beobachten, um die Lösungshinweise nicht zu übersehen. Auf der rechten Wegseite kommt ihr an einem Gedenkstein für Anton Sprenger vorbei, der hier im Jahre A tödlich verunglückte, als er rückwärts vom Wagen stürzte. Man fragt sich unweigerlich, war da Alkohol im Spiel? Ein paar hundert Meter vorher zeigt auf der linken Wegseite ein Wegweiser den Weg zu einer ehemaligen Burg, die auf 550 Meter ü.NN lag. Allerdings sind von ihr nur Andeutungen in Form von zwei stark verschleiften Gräben um den Grat herum übrig geblieben. Man vermutet, dass es sich um eine spätantike oder frühmittelalterliche Anlage handelt. Die Anzahl der Buchstaben im Namen der Burg ergibt B.

A = Jahr, in dem Anton Sprenger starb           
B = Anzahl der Buchstaben im Namen der Burg           

[radstube]Schließlich kommt ihr irgendwann am Punkt 1 = N 47° 53.639', E 007° 48.409' an. In der Umgebung wurde bis mindestens in das 13. Jahrhundert hinein die Erde nach Silber durchwühlt. Ein Überbleibsel dieser Aktivitäten ist die ehemalige Radstube, die rechts am Wegesrand liegt. Es ist eine nach oben offene, in den Fels gehauene Kammer von rund 40 Quadratmeter Fläche. Eine Rekonstruktionszeichnung findet ihr rechts.

Dort, wo sich heute Molche und Frösche zur Laichablage treffen, versperrte früher ein mächtiges rund 9 Meter hohes Wasserrad den Eingang. Es transportierte Wasser aus dem im hinteren Bereich der Radstube liegenden Schacht aus der Tiefe an die Oberfläche. Das Wasser floss durch einen kleinen Kanal rechts vom Eingang zum Ahbach. Der ehemalige Schacht ist nicht mehr offen, wohl aber ein geheimnisvolles Loch links vom Eingang. Wo mag das wohl hinführen? Heute steht am Eingang der Radstube ein Schild, das die Radstube als "Brunnen" bezeichnet. Die Anzahl der Buchstaben vor "brunnen" ergibt C.

C = Anzahl der Buchstaben vor "brunnen"           

Das große Wasserrad war ein oberschlächtiges Wasserrad. Es wurde durch von oben herabfallendes Wasser betrieben. Das Wasser wurde vom Linglegrund hangparallel der Radstube zugeleitet. Teile des Kanals kann man noch erkennen. Beim Punkt 2 = N 47° 53.630, E 007° 48.600 erkennt man noch heute Teile des mächtigen Staudamms, der das schmale Tal abgeriegelte und den Ahbach staute.

Ganz in der Nähe steht auch die Ehrenstetter Waldhütte, bei der man jetzt die Fahrräder abstellen sollte, falls man mit diesen bis hierher gekommen ist. Von hier aus beginnt der interessanteste Teil der Wanderung, bei dem ihr eure frisch erworbenen montan-archäologischen Kenntnisse selbst im Gelände testen könnt.

[Schachtfahrt]Unterhalb der Hütte folgen wir dem rechten Weg weiter Berg auf. Diesem Weg mit Namen Linglegrund (Schild ist mittlerweile nicht mehr da.) folgen wir für etwa 100 Meter. Am Punkt 3 = N 47° 53.598', E 007° 48.631 stoßen wir rechts auf einen schmalen Pfad, der sich am Hang entlang in entgegengesetzter Richtung am Berg hinaufschlängelt.

Kurz nachdem es wieder Richtung talwärts geht, queren wir bei Punkt 4 = N 47° 53.564, E 007° 48.439' einen alten Gang, der aber schon sehr verschliffen ist. Dieser Gang führt zu einem noch offen Schacht, den wir aber ignorieren. Bei Punkt 5 = N 47° 53.545', E 007° 48.408' stoßen wir auf der linken Seite des Pfades auf einen alten, offenen Schacht, der zur Sicherheit eingezäunt ist. Links sehen wir eine Zeichnung auf der die Schachtfahrung nach dem mittelalterlichen Autor Agricola beschrieben ist: (A) auf Holzleitern, (B) am Seil und (C) auf dem Arschleder. Für den Schacht, um den es hier geht, ist wegen seiner Bauart wohl Alternative (B) benutzt worden.

Da wir nichts besseres zu tun haben, testen wir die Tiefe des Schachtes, in dem wir messen, wie lange ein Stein Geräusche macht, und bestimmen damit den Wert von D.

Zeit D-Wert Zeit D-Wert
1-2 Sekunden 10 5-6 Sekunden 40
9-10 Sekunden 80 13-14 Sekunden 120

Damit ergibt sich dann der D-Wert als:

D = Wert für die Tiefe des Schachtes           

Kurze Zeit später sehen wir hangabwärts auf der rechten Seite einen weiteren offenen Schacht. Auch hier könnten wir Steine reinschmeißen. Aber das wird das Endergebnis nicht beeinflussen. Später gibt es auf der rechten Seite noch ein paar Pingen zu bewundern (was das ist, weiß jeder, der die erste Folge kennt; ansonsten hilft ein Blick ins Bergbaulexikon). Jetzt müssen wir dem Pfad weiter folgen, bis wir nach Überquerung eines kleinen Bächleins wieder auf einem Waldweg stehen. Hier können wir uns jetzt an die finale Berechung machen, die die Cache-Lokation offenbart. Dabei soll A1, A2, A3, und A4 die erste, zweite, dritte, bzw. vierte Ziffer in der Zahl A bedeuten. Entsprechendes gilt für die anderen Zahlen. Außerdem sei Q[A] die Quersumme der Zahl A.

Der Cache liegt bei

Nordwert Ostwert
4 7 ° 5 Q[Q[A]] . C+A1 Q[ B] Q[Q[A]]-A1 ' 0 0 7 ° 4 C+Q[Q[A]] . Q[D]-B2 A3-A1 C '
          °           .                '                °           .                '

Nahe bei der berechneten Stelle liegt dann das letze Highlight unserer Wanderung, ein verstürtztes Stollenmundloch. Außerdem ist hier in der Nähe natürlich der Schatz verborgen. Da alle silbernen Dinge unseres Haushalts bereits in der 1. Folge verpulvert worden sind, ist dieser Cache "traditionell" gefüllt:

  • Stempel
  • Pinguin
  • Holzkreisel
  • Bärchen
  • Murmel
  • Auto
  • Mini-Autoquartett
  • Plastikschiff
  • Kiri-Buntstiftsatz
  • 2 Modellautos
  • MC: Die drei ??? und das Hexen-Handy (leicht angeschlagen)
  • Logbuch, Stashnote, Bleistift (bitte in der Dose lassen)
Als Rückweg kann man wieder den Ehrenstettergrundweg wählen. Wer noch überschüssige Energie verspürt, egal ob per pedes oder auf dem Rad, kann alternativ den Höhenweg als Rückweg wählen. Dazu biegt man am Punkt 6 = N 47° 53.807, E 007° 47.882 links ab und überwindet rund 160 Höhenmeter bis man am Punkt 7 = N 47° 53.429, E 007° 47.624 angekommen ist und dann rechts abbiegt. Jetzt muss man nur noch dem Weg folgen bis man zurück zum Parkplatz kommt.

Die Koordinaten aller Punkte gibt es auch hier als LOC-Datei zum Runterladen.

Literatur: Die Hinweise und Bilder stammen aus:

  1. Ines Balzer, Über Stock und Stein, Jugend und Museum e.V., Freiburg, 1999
  2. Lothar Suhling, Aufschließen, Gewinnen und Fördern, rororo, 1983

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

[Quersummen] Abeq arhahaqmjnamvt, Bfg qervhaqqervffvt
[Finale] Yvaxf boreunyo qrf Fgbyyrazhaqybpuf

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Logeinträge für Silberrausch II    gefunden 19x nicht gefunden 0x Hinweis 1x Wartung 1x

Hinweis 04. August 2016 Biffi hat eine Bemerkung geschrieben

Es wäre wirklich schön wenn es noch mehrere Caches in Bollschweil gäbe!

Könntet ihr euren Cache nicht "Renovieren"?

 

Euer BiffCool

gefunden 03. August 2014 ichwarsnicht hat den Geocache gefunden

Hier waren wir schon einmal letztes Jahr unterwegs, konnten das Ganze aber nicht beenden. Mit Kindern unterwegs, und dann zu spät bemerkt, dass man vor A nach B suchen muss - zurücklaufen geht da nicht icon_smile_blush.gif!
Die Stationen waren aber gemacht und zuhause dann vier Möglichkeiten errechnet, die in Frage kommen können. Heute dann (ohne Kinder...) bei Nummer zwei an einer Stelle, die sehr gut passt, fündig geworden.
Ein rundum klasse Cache - lehrreich, interressant und eine schöne Gegend. Und wer den Text vorher liesst, kann sogar Kinder glücklich machen...
In: TB und FP.
Vielen Dank, ichwarsnicht

archiviert 24. November 2013 fogg&co hat den Geocache archiviert

gefunden 03. März 2012 wiwocasi hat den Geocache gefunden

Nach dem Silberrausch I und "Unter dem Schönberg" waren die Erwartungen an diesen Multi hoch. Zusammen mit den Schätzen und einer kleinen Gastcacherin trafen wir uns an den Parkkoordinaten und folgten dem angegebenen Weg. Ohne Probleme fanden wir die Wegmarken (auch den Gedenkstein!) und machten an der Ehrenstetter Hütte ein ausgiebiges Vesper. Danach kam dann der spannende Teil. Zum ersten Mal sahen wir das Lingleloch. Spektakulär! Und der Weg durch den frühlingserwachenden Wald tat allen gut. Die Dose fand dann unser Gast und so konnten alle froh wieder den Rückweg antreten.
Vielen Dank für diesen wieder lehrreichen und spannenden Cache,
wiwocasi

gefunden 16. Oktober 2011 HoCoPa hat den Geocache gefunden

Heute eine schöne gemütliche Runde zusammen mit der ganzen Familie gemacht. Unser Sohn wollte seinen ersten Cache mit eigenem Account loggen und deshalb, haben wir uns eine schöne, sehr gut ausgearbeitete Runde ausgesucht.

Vielen Dank für einen sehr lehrreichen Cache und einen schönen Sonntagsausflug sagt Team HoCoPa zusammen mit horse-lover