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Das Grab der Louise Gueury

von Spusser     Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Mönchengladbach, Kreisfreie Stadt

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 51° 12.225' E 006° 26.010' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: mikro
Status: archiviert
 Versteckt am: 27. März 2006
 Gelistet seit: 28. März 2006
 Letzte Änderung: 13. Juni 2011
 Listing: http://opencaching.de/OC1A40
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Beschreibung   

Das Grab der Louise Gueury

 

GUEURY, Louise * 13. Mai 1854 in Mönchengladbach, ? 21. Juli 1900 in Mönchengladbach. Tochter des aus Battice bei Verviers/Belgien stammenden Toussaint Célestin Gueury, der sich 1840 in Gladbach (bis 1888 der offizielle Name Mönchengladbachs) niederlies und als Handelsmakler für Wolle und Kammzüge tätig war, und der Anne Marie Pilatz. Der Vater starb 43-jährig 1860, als Louise gerade sechs Jahre alt war, an Tuberkulose. Von der "weißen Pest", die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als unheilbar und vererbbar galt, wurden auch die Brüder Josèphe (1849-1877) und Eugène (1851-1878) dahingerafft. In Louise Gueurys Heimatstadt wütete die Krankheit sehr stark. Ihr fielen in den 1880-er Jahren rund ein Drittel der Bevölkerung zum Opfer, wobei Arme ebenso wie Reiche betroffen waren. Die junge Frau lebte trotz des Reichtums der Familie sehr zurückgezogen und blieb ledig. Nach dem Tod der Brüder liquidierte sie das Handelsgeschäft und ließ ihr Vermögen durch einen Juristen verwalten. Darüber, wie Louise Gueury ihren Alltag gestaltete, ist nichts bekannt. Auch hinterließ sie mit Ausnahme ihres Testamentes keine schriftlichen Zeugnisse. Sie erkrankte schließlich selbst an Tuberkulose und erlag der Krankheit am 21. Juli 1900 in Mönchengladbach im Alter von 46 Jahren. Von ihrem Tod nahmen nur drei Tanten Kenntnis. Louise Gueury wurde in aller Stille beigesetzt. Mit ihr starb der Name der Familie in Mönchengladbach aus. - Das Interesse an der Verstorbenen änderte sich schlagartig, als das Testament eröffnet wurde: Universalerbin war die Stadt Mönchengladbach. Sie erhielt 960.000 Reichsmark, was nach modernem Wert etwa 25 bis 30 Millionen Euro entspricht. Dies war die größte Einzelstiftung, die die Stadt je erhalten hatte. Louise Gueury hatte genaue Bestimmungen getroffen, wie das Vermögen zu verwenden sei, eingedenk des Schicksals ihrer Familie: "Die Stadt erichtet in möglichst nächster, passender Umgegend eine Volksheilstätte für heilbare Lungenkranke. Die Gebäude, Anlagen und Einrichtungen sollen Raum haben für achtzig bis hundert Betten für Männer und Frauen mit allen der Neuzeit und der Wissenschaft entsprechenden Verpflegungs-Einrichtungen. Auch soll ein möglichst großes Terrain und Wald für Spaziergänge der Kranken erworben werden." Weiter bestimmte sie, dass die Zinsen des verbleibenden Kapitals für Freibetten verwendet werden, die mittellosen Gladbachern zu Gute kommen, welche eine Heilbehandlung nicht selbst zahlen können. Zwei Drittel der aufzunehmenden Patienten sollten katholischer Konfession sein. Zur Ausführung dieser Bestimmungen setzte Louise Gueury einen zwölfköpfigen Verwaltungsrat ein, dem außer namentlich benannten Mitgliedern auch der katholische Oberpfarrer, der Oberbürgermeister sowie drei Stadtverordnete angehören sollten. "Diese Herren bitte ich dringend, um der guten Sache willen sich dieser Aufgabe so lange als thunlich zu widmen." Beraten wurde Louise Gueury bei der Abfassung ihres Testamentes von ihrem Arzt Sanitätsrat Dr. Josef Blum, der von 1891 bis zu seinem Tod 1924 die innere Abteilung des Maria-Hilf-Krankenhauses in Mönchengladbach leitete. Blum hatte über die Tuberkulose gearbeitet und sich auch für soziale Einrichtungen in Mönchengladbach engagiert. Er sah seine Aufgabe nicht nur in der Bekämpfung von Krankheiten, sondern auch in der Eliminierung ihrer Ursachen. - Nicht nur die neu zu errichtende Heilstätte kam in den Genuß des Erbes, auch andere soziale Einrichtungen in der Stadt. So erhielt die katholische Pfarrkirche 25.000 Mark, deren Zinsen Theologiestudenten zu Gute kommen sollten. Bedacht wurden auch das katholische Waisenhaus, die Krankenschwestern arme Dienstmägde Christi, der katholische Gesellenverein, der Anna-Verein für arme Wöchnerinnen und der städtische Wöchnerinnen-Asylverein sowie weitere caritative Vereine. Auch einige Verwandte wurden großzügig bedacht sowie die langjährige Hausangestellte Katharina Hoverath. Schließlich stiftete Louise Gueury noch zahlreiche Messstipendien. Bis zur Umsetzung des Vermächtnisses der Stifterin sollte noch einige Zeit vergehen. Am 27. April 1903 wurde im Hardterwald der Grundstein für eine Lungenheilstätte gelegt, und am 4. August 1904 wurde feierlich die Einweihung gefeiert. In einem Punkt wich die Planungen von den Vorgaben Gueurys ab: sie hatte festgelegt, dass Kranke beiderlei Geschlechtes Aufnahme finden sollen. Das mit der Vollstreckung des Testamentes beauftrage Kuratorium kam aber zu dem Schluss, dass vor allem die Schaffung einer Heilstätte für Frauen nötig sei, da es für Männer bereits zahlreiche gebe. "Dagegen ist das Bedürfnis für weibliche Kranke ein dringendes und für unsere Stadt Gladbach und ihre Umgebung ein um so dringenderes, weil in den Betrieben der Textilindustrie sehr viele weibliche Kräfte beschäftigt sind," erklärte der Mönchengladbacher Oberbürgermeister Hermann Piecq in seiner Ansprache bei der Grundsteinlegung. Der OB verdeutlichte, dass im Sinne der Stifterin die neue Klinik auch und gerade den Angehörigen der ärmeren Bevölkerungsschichten offen stehe. "Möge die durch den edlen Gemeinsinn einer Bürgerin der Stadt M.Gladbach ins Leben gerufene Anstalt recht vielen Lungenkranken die verlorene Gesundheit wiederbringen und so unserer ganzen Gegend zum Segen gereichen"," verlas Piecq aus der Grundsteinlegungsurkunde. Er schlug vor, dass die Einrichtung künftig "Gueurystiftung" heißen solle. - Fünf Tage nach der feierlichen Einweihung der Klinik am 4. August 1904 wurden die ersten Kranken aufgenommen, und nach wenigen Wochen waren alle Betten bereits belegt. Es mussten Baracken errichtet werden, um weitere Personen unterzubringen. In Mönchengladbach erinnert bis heute neben der Hardterwald-Klinik ihr Grab und die Louise-Gueury-Straße an die Stifterin, die ihren Mitmenschen das eigene Schicksal ersparen wollte.

Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Dr. phil. Christoph Waldecker M.A.

Dieser Micro-Cache kann gleichzeitig mit dem Micro-Cache "Der verklemmte Mühlstein" und dem Multi " A walk in the Park "reloaded"" kombiniert werden !

Achtung ! Bei gutem Wetter ist hier Muggel-Alarm erster Kategorie angesagt, bitte vorsichtig sein.

Parken könnt Ihr bei N51 12.090 E6 25.845

Bitte einen Stift mitbringen



    Prefix Lookup Name Coordinate
  01 01 Micro (Final Location) N 51° 12.225 E 006° 26.010
Note: Der Micro
  PA PA Parken (Parking Area) N 51° 12.090 E 006° 25.845
Note: Parken

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Logeinträge für Das Grab der Louise Gueury    gefunden 53x nicht gefunden 0x Hinweis 1x

Hinweis 28. Mai 2010 Schrottie hat eine Bemerkung geschrieben

Dieser Cache ist auf geocaching.com archiviert und hier nicht mit dem Attribut "OC only" versehen. Das letzte Funddatum liegt lange zurück und die Logs bei geocaching.com lassen darauf schließen, das der Cache nicht mehr existiert. Aus diesem Grunde archiviere ich ihn auch hier.

Schrottie (OC-Admin)

gefunden 14. Februar 2009 Kleene1979 hat den Geocache gefunden

Dieser konnte zusammen mit DBK fix geloggt werden. Netter Park. Den kannte ich noch gar net - liegt wohl daran das ich meist nur zum shoppen in MG bin! ;-)

gefunden 14. Februar 2009 D.B.K. hat den Geocache gefunden

LOG: 17:25

gefunden 25. Januar 2009 Teetasse hat den Geocache gefunden

Nachloggung:

Haben den Cache schon am 19.12.2008 gefunden.

TFTC   Teetasse

gefunden 17. Januar 2009 vonRichthofen hat den Geocache gefunden

Irgendwie fand ich das nicht so cool da zu suchen.. naja suchen ist auch relativ. Die Dose lag da einfach so rum mit ihrem nassen Logbuch. Ist aber durchaus eine nette Location.

Vielen Dank und schöne Grüße
vonRichthofen