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KDF-1 - Kennst Du Fürth? - Innenstadt

 Ein Multi in der Fürther Innenstadt.

von goldensurfer     Deutschland > Bayern > Fürth, Kreisfreie Stadt

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 49° 28.555' E 010° 59.595' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: normal
Status: archiviert
 Zeitaufwand: 2:00 h   Strecke: 6.5 km
 Versteckt am: 01. April 2006
 Gelistet seit: 01. April 2006
 Letzte Änderung: 18. Juni 2011
 Listing: http://opencaching.de/OC1A79
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Beschreibung   

Begleite uns auf einer ca. 6,5 km langen Wanderung durch die Fürther Innenstadt und Teile des Stadtparks und lerne an 10 Stationen viel über die Geschichte und berühmte Bürger unserer Stadt. Bei einigen der Stationen erhältst Du in dieser Beschreibung Hintergrundwissen zur jeweiligen Station, bei anderen einen geschichtlichen Rückblick über die Stadtentwicklung. Diese Informationen sind zur Lösung des Caches nicht unbedingt notwendig, machen diesen aber interessanter. Um die Hintergrundinformationen zu kennzeichnen, sind diese eingerückt und kleiner geschrieben als die für den Cache notwendigen Informationen.

An den einzelnen Stationen sammelst Du Informationen in Form von Zahlen, die Du dann am Ende zu den Cachekoordinaten kombinieren mußt - aber das kennst Du ja sicherlich. Die gesamte Cachetour ist als Rundweg ausgelegt und über die gesamte Strecke kinderwagentauglich. Der Zeitaufwand beträgt ca. 2 Stunden für den Cache. Wir empfehlen aber, sofern Du an der Dir dabei begegnenden Kultur und Geschichte interessiert bist, mindestens die doppelte Zeit einzuplanen sowie eine Kamera mitzunehmen.

Die Stationen können in beliebiger Reihenfolge abgelaufen oder gegebenenfalls auch auf mehrere Tage verteilt werden. Die angegebene Reihenfolge ist lediglich ein Vorschlag für einen Rundweg.

Gehe mit offenen Augen auf diese Cachetour und Du wirst an vielen alten Gebäuden noch die mehr oder weniger verblasste Schrift von Händlern und Geschäften aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert entdecken. Nun aber los! Begib Dich zu einem möglichen Parkplatz bei N49° 28,825  E010° 59.610 oder in der nahegelegenen Friedenstraße. Gehe dann zum Startpunkt, den Du auch in den Header-Koordinaten wiederfindest.

Start: N49° 28,555  E010° 59,595

Nimm den Fußweg in südwestlicher Richtung, überquere den Fluß (hier tummeln sich öfter Enten und Schwäne im Wasser und betteln nach Futter!), gehe den kleinen Hügel hinauf und begibst Dich zu Station 1.

Hintergrundwissen: Chronoligie der Stadt Fürth von den frühen Jahren bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts:

  • 1007: König Heinrich II. verschenkte Fürth, das in seinem Besitz war, an den Dompropst des neu gegründeten Bistums Bamberg. Die Urkunde über diese Schenkung erwähnt Fürth zum ersten Mal sicher als locum Furti (= Ort Fürth). Natürlich handelt es sich dabei nicht um eine Gründungsurkunde. Es wurde ein bereits etablierter Ort verschenkt. Fürth gehörte nun nicht mehr dem König, sondern diente nur noch zur wirtschaftlichen Versorgung der Bamberger Domherren. Damit war es zur Provinzialität verurteilt. Die in Fürth angelegte Entwicklung übernahm bald darauf Nürnberg als neuer königlicher Ort an der wichtigen Reichsstraße.
  • 1062: Sogar das Marktrecht hatte König Heinrich III. (1039-1056) von Fürth weg an Nürnberg gegeben. Sein Sohn Heinrich IV. verlieh es aber 1062 erneut auch an Fürth. Über Jahrhunderte war Fürth nun ein Marktflecken.
  • 1100: Der Bau der Michaelskirche wurde begonnen. Ihr heutiges Erscheinungsbild wird aber von der Spätgotik, also von den Bauerweiterungen und -veränderungen des 15. Jahrhunderts bestimmt. Über Jahrhunderte war die Michaelskirche das einzige monumentale Gebäude in Fürth. Allein ihr Turm charakterisierte die Orts-Silhouette. => Mehr Informationen hierzu bei Stage 3.
  • 1314: Ein Datum mit einem komplizierten juristischen Vorgang, der einen jahrhundertelangen besonderen Zustand in Fürth erklärt: die Dreiherrschaft. Nachdem König Heinrich II. Fürth an den Dompropst von Bamberg verschenkt hatte, musste dieser, da Geistliche die Hochgerichtsbarkeit nicht ausüben durften, einen Vogt einsetzen. Die Grafen von Abendberg hatten bis zum Aussterben ihres Geschlechts im Jahr 1200 die Vogtei über Fürth inne. Sie wurden von den Zollern beerbt. 1314 schenkte Burggraf Konrad der Fromme aus dem Geschlecht der Zollern die Vogtei über Fürth an Bamberg zurück. Diese Schenkung Konrads des Frommen, der sich mit seinem Bruder, dem regierenden Burggrafen, die Rechte teilte, wurde von seiner Familie nicht anerkannt. Ständiger Streit zwischen den Zollern, den späteren Markgrafen von Ansbach, und dem Bamberger Dompropst, war die Folge. Dazu kam noch die Reichsstadt Nürnberg, die ebenfalls Rechte über Fürth beanspruchte. Diese Dreiherrschaft dauerte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Sie prägte die Fürther Geschichte. Der Dauerstreit zwischen den rivalisierenden Herren ließ eine Förderung des Marktfleckens Fürth kaum zu.
  • 1525: In Fürth wurde - gleichzeitig mit Nürnberg - die Reformation eingeführt.
  • 1528: Der Markgraf von Ansbach erlaubte einem Juden, sich gegen ein hohes Schutzgeld in Fürth niederzulassen. Schon früher, 1440, wurden Juden in Fürth erwähnt. Aber mit dem Jahr 1528 setzte die kontinuierliche Ansiedlung von Juden in Fürth ein.
  • 1604: In Fürth gab es 321 Familien, also 1.500 bis 2.000 Einwohner. Neben Bauern lebten viele Handwerker im Marktflecken, die für die Versorgung der Bevölkerung arbeiteten. Aber es sind jetzt schon Berufe erwähnt, die über den Alltagsbedarf hinaus produzierten: Pergamentmacher, Bortenwirker und Goldschmiede. Die Zahl der jüdischen Familien betrug 22. Die Gemeinde war nun groß genug, sich ihre Einrichtungen zu schaffen: 1607 Errichtung eines Friedhofs und Berufung des ersten Rabbiners, 1617 Bau der ersten Synagoge und 1653 eines Krankenhauses. Vom Ende des 17. Jahrhunderts bis 1824 gab es eine Talmudhochschule, die Fürth einen wichtigen Platz im geistigen jüdischen Leben in Deutschland sicherte. 1682 entstand die erste hebräische Druckerei.


Stage 1: N49° 28.505  E010° 59.499 Blicke nach Nordwesten und Du siehst das prachtvolle Portal des Stadttheaters Fürth.

Hintergrundwissen: Das Stadttheater Fürth steht inmitten von Fürth, zwischen Frauenkirche und Rathaus. Es wurde in den Jahren 1901 und 1902 nach Plänen des Wiener Architektenbüros Fellner & Helmer im neubarocken Stil erbaut. Die Inneneinrichtung folgt dem Stil des Neurokoko.
Die Architekten waren ursprünglich mit den Planungen und Bau eines Theaters in Czernowitz (heute Ukraine) beauftragt. Allerdings wurde der Bau dort wegen Finanzierungsproblemen verschoben. Kurzfristig verwendeten die Architekten die Pläne für das Fürther Theater. 1904-1905 wurde dann auch in Czernowitz der Bau nachgeholt. So stehen in den beiden Städten heute fast identische Theater.
Bis 1815 mussten sich die Fürther mit Gastspielen von Wandertruppen begnügen, die in einer rasch aufgeschlagenen Bretterhütte auftraten oder ein Gasthaus als Komödienstube benutzten. Am 25. September 1816 wurde auf Initiative von Joseph Reuter, Direktor der Nürnberger Nationalbühne, und vom Fürther Werk- und Maurermeister Johann Kopp das erste Theater eröffnet. Sie wurden unterstützt von 21 Bürgern, davon 14 jüdischen, die unverzinsliche Aktien zeichneten.
Seit 1838 übernahm ein Theaterverein mit dem Vorstand Dr. Georg Fronmüller (1809-99) unter großen finanziellen Opfern den Unterhalt und auch den Umbau des Hauses, das von Nürnberg bespielt wurde. Am 30. April 1902 wurde es geschlossen. Inzwischen wurde mit Hilfe der Stadt ein neues Theater von den bekannten Wiener Architekten Ferdinand Fellner (1847-1916) und Hermann Helmer (1849-1919) am Hallplatz erbaut - es war ihr 35. von insgesamt 48 Theaterbauten - und am 17. September 1902 eröffnet. Die Bürger spendeten insgesamt 283.900 Mark; wiederum taten sich die jüdischen Mitbürger hervor: Mit 5,5% Anteil an der Einwohnerzahl von damals 54.800 brachten sie 59% der Spendensumme auf. Fürth, das wegen seiner Toleranz und der zahlreichen Synagogen und Schulen das "Fränkische Jerusalem" genannt wurde, hatte nun ein besonders schönes Stadttheater.
Zwei Renovierungen des Innenraumes, die erste 1971/72 und die zweite, umfassendere, anläßlich des 100-jährigen Jubiläums 2002, versetzten den Zuschauerraum und die Foyerbereiche in das originale Gesamtkunstwerk von 1902 zurück. Die zarte Farbtönung der anmutig stuckierten Decken und Wände sowie die kostbaren Wandbespannungen in den Foyers und Umgängen stimmen die Besucher auf den prächtigen Zuschauerraum ein, der mit seinem weiß-rot-goldenen Farb-Dreiklang den Höhepunkt der Raumfolge bildet. Am Fries über dem Proszenium thront Apollo inmitten der neun Musen. Darüber sieht man das Stadtwappen von Fürth, ein Kleeblatt.

Aufgabe: Wieviele runde Säulen (direkt am Gebäude, nicht die kurzen davor!) siehst Du von hier aus? => Zahl A = ___.
Die oberen Fenster links und rechts des Hauptportals, die Du von hier aus siehst, tragen die Namen zweier bedeutender Persönlichkeiten. Aus wievielen Buchstaben besteht der Name der Persönlichkeit des von Dir aus gesehen linken Fensters? => Zahl B = ___.
Und aus wievielen Buchstaben besteht der Name am rechten Fenster? => Zahl C = ___.

Um zur nächsten Station zu gelangen gehst Du von Dir aus gesehen am besten durch die Gasse links vom Theater - der Weg ist angenehmer und interessanter als an der Hauptstraße.


Stage 2a: N49° 28.650  E010° 59.347 Rathaus Fürth und - nur wenige Meter daneben -
Stage 2b: N49° 28.661  E010° 59.349 eine Gedenktafel, die an einen berühmten Fürther Ehrenbürger erinnert: hier stand einst das Geburtshaus von Wilhelm Königswarter. Du wirst später noch eine nach ihm benannte Straße durchwandern.

Hintergrundwissen: Erst als die Dreiherrschaft zu Ende gegangen und Fürth eine Stadt geworden war, brauchte man ein Rathaus. Es wurde 1840-50 als monumentales Eckgebäude nach Plänen von Eduard Bürklein erbaut. Bürklein arbeitete ganz im Sinne seines Lehrers, des Münchner Architekten Friedrich von Gärtner, dessen Rundbogenstil das Rathaus charakterisiert: Die Fenster, die Tore, der Portalvorbau an der Königstraße und das Innere, der Eingang und das Treppenhaus, sind alle mit ins Auge springenden Rundbögen gestaltet. Der 55 Meter hohe Turm erinnert an den Turm des Palazzo Vecchio in Florenz. Mit dieser Anleihe sollte der Gedanke der städtischen Selbstverwaltung, die Fürth erst 1818 erhielt, zum Ausdruck gebracht werden. So wie Florenz eine selbständige Stadt war, so war es nun - endlich - auch Fürth.
Das Wachstum der Industriestadt machte schon 50 Jahre später einen Erweiterungsbau notwendig, der westlich anschließt. Er ist bewusst ähnlich wie der Hauptbau gestaltet. Die Fenster im zweiten Obergeschoss sind mit Bögen und Säulchen verziert und zeigen nach außen, dass sich hinter ihnen der wichtigste Raum des Rathauses, der Sitzungssaal befindet.

Aufgabe: (2a:) Wie lautet die Zahl im Kreis? => Zahl D = ___.
Wieviele Liegenschaften? => Zahl E = ___.

Nur ca. 150 Meter entfernt ist eine Zwischenstation


Zwischenstation: N49° 28.725  E010° 59.282 Das kleinste Haus von Fürth

Hintergrundwissen: Chronoligie der Stadt Fürth vom Anfang des 17. Jahrhunderts bis zum Ende des 18. Jahrhunderts:

  • 1632: Fürth hatte im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) viel zu leiden. 1632 fand in der Nähe die Schlacht an der Alten Veste zwischen Gustav Adolf und Wallenstein statt. Beide Heere, zusammen ca. 100.000 Mann, hielten sich monatelang in der Umgebung auf und versorgten sich nach dem Grundsatz "Der Krieg ernährt den Krieg" aus dem, was sie im Land vorfanden. Als sie schließlich abzogen, waren Fürth und sein Umland völlig ausgeraubt.
  • 1634: Für Fürth das schlimmste Jahr im Dreißigjährigen Krieg. Die Kroaten zündeten den Ort an, erbost darüber, dass hier nichts mehr zu finden war. Fürth brannte tagelang und wurde fast vollständig zerstört. Die Hälfte der Bevölkerung war am Ende dieses Krieges umgekommen.
  • 1685: Hugenotten, reformierte Christen aus Frankreich, kamen nach Fürth, siedelten sich hier an und brachten viele neue Gewerbe mit: Uhrmacherei, Seidenfärberei, Haubenmacherei und Strumpfwirkerei. Sie gaben der Fürther Wirtschaft neue Impulse. Schon seit Mitte des 17. Jahrhunderts lebten einige niederländische Reformierte im Ort. Sie hatten Tabakverarbeitung und -handel mitgebracht.
  • 1700: Der Wiederaufbau nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg war geschafft. Fürth hatte ca. 6.000 Einwohner. Ein wirtschaftlicher Aufschwung begann: 1705 kam der erste Goldschläger nach Fürth, 1710 der erste Brillenmacher, Mitte des 18. Jahrhunderts begann die Spiegelproduktion. Da in Fürth ein freies Wirtschaftsrecht herrschte, konnte hier - im Gegensatz zu Nürnberg - marktgerecht und billig produziert werden. Deshalb kamen viele Handwerker nach Fürth. Zum wirtschaftlichen Aufschwung trugen auch die Hugenotten und die jüdischen Kaufleute bei. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich Fürth vom bäuerlichen Marktflecken zu einer von Gewerbe und Handel geprägten Stadt. Zur formalen Stadterhebung kam es wegen der Dreiherrschaft aber noch nicht.
  • 1719: Die jüdische Bevölkerung hatte sich im 17. Jahrhundert ganz besondere Rechte erworben, die nun schriftlich fixiert wurden. Die wichtigsten waren: Wirtschaftliche Gleichberechtigung, Freiheit in Religionsangelegenheiten mit uneingeschränktem Synagogenbau, selbständige Regelung des Zuzugs neuer Juden nach Fürth, Entsendung von zwei stimmberechtigten Vertretern in die Fürther Gemeindeversammlung. Mit diesen in Deutschland einmaligen Rechten wurden die Juden rasch integriert. Es gab in Fürth kein Judenviertel und keine Judengasse.
  • 1723: Die Gemeinde Fürth benutzte zum ersten Mal ein Siegel mit dem dreiblättrigen Kleeblatt.
  • 1792: Nach der Abdankung des letzten Markgrafen von Ansbach-Bayreuth übernahmen die preußischen Hohenzollern das Erbe ihrer fränkischen Verwandten.
  • 1798: Die Preußen schafften die anachronistische Dreiherrschaft ab und führten eine effektive Verwaltung ein.

Aufgabe: Da es sich nur um eine sehenswerte Zwischenstation handelt, hast Du hier keine Aufgabe zu erledigen - außer vielleicht, Dir zu überlegen, wo Du in diesem Haus Deine Schrankwand hingestellt hättest :-)


Stage 3: N49° 28.797  E010° 59.307 Die Kirche St. Michaelis, von der die berühmte Fürther Michaelis-Kirchweih ihren Namen hat

Hintergrundwissen: Die erste Fürther Kirche, die Martinskapelle, stand im Wiesengrund, weil sie auch den umliegenden Orten als Gotteshaus diente. Um 1100 bauten sich die Fürther eine eigene Kirche im Ort selbst. Sie fungierte zusammen mit dem Friedhof als Wehranlage, da Fürth keine schützenden Mauern besaß. Hinter der erhöhten Friedhofsmauer, dann in der Kirche und letztlich in deren Turm konnten sich die Menschen mit ihrer Habe in Sicherheit bringen.
Teile des - allerdings oft veränderten - Langhauses gehen auf die Romanik zurück, worauf Steinmetzzeichen an Süd- und Nordwand hindeuten. Es sind aber die gotischen Bauteile, die den Charakter der Kirche prägen. Der um 1400 erbaute Turm hat vier quadratische Geschosse, dann folgt ein fünftes achteckiges und darüber erhebt sich der spitze Helm.
Das Westportal, aus der Entstehungszeit des Turmes, zeigt im Tympanon Maria mit dem Kind und eine Verkündigung. Schöne Maßwerkfenster zeichnen den Chor (um 1480) aus. Im Inneren der Michaeliskirche herrscht die Neugotik vor. Von der alten gotischen Ausstattung ist nur das Sakramentshäuschen (1500-1510) an der nördlichen Chorwand erhalten. Im seinem unteren Bereich sieht man die beiden Fürther Heiligen Martin und Michael. Insgesamt ist St. Michael eine einfache Kirche mit nur einem Turm und einem Schiff, wie es dem damaligen Marktflecken entsprach. Bis zum Bau des Rathausturms 1850 war die Michaeliskirche das Wahrzeichen Fürths. Sie diente den Bürgern auch als Zufluchtsort in Kriegszeiten.

Aufgabe: An den gegebenen Koordinaten findest Du außerhalb der Kirche auch eine Metall-Büste eines Fürther Bürgers. Wann ist er geboren?
GeburtsTAG = Zahl F = ___.
G = F - 10 = ___.


Stage 4: N49° 28.779  E010° 59.190 Auf Deinem Weg zu diesem Punkt kommst Du durch die Gustavstraße und betrittst den Fürther Markt. (Tipp: Hier kannst Du außerdem einen Webcam-Cache von uns loggen)

Hintergrundwissen: Durch seine Neugestaltung mit ansprechender Pflasterung und fantasievollem Brunnen wurde der Marktplatz wieder ein echter Mittelpunkt der Altstadt. Da Fürth 1634 im Dreißigjährigen Krieg fast vollständig zerstört wurde, stammen die alten Häuser am Grünen Markt erst aus der zweiten Hälfte des 17. und aus dem 18. Jahrhundert. Die ältesten sind Fachwerkbauten, wie Nr. 7-11, deren einfaches Fachwerk die charakteristische Bauweise im ländlichen Marktflecken Fürth um 1700 zeigt. Einen deutlichen Gegensatz dazu bilden die Sandsteingebäude auf der gegenüber liegenden Seite mit ihren barocken Schweifgiebeln.
Besonders schön ist das ehemalige Gasthaus Zum Goldenen Schwan und sein plastisch gestaltetes Wirtshauszeichen. Die Sandsteinhäuser stammen aus dem 18. Jahrhundert. Mit ihrer teureren Bauweise spiegeln sie den wirtschaftlichen Aufschwung Fürths in diesem Jahrhundert wieder. Das große Gebäude an der Ecke zur Gustavstraße wurde 1681/82 als Amtshaus für den Bamberger Amtmann, also für den Vertreter eines der drei Herren Fürths, erbaut. Das hohe Dach verrät, dass sich unter ihm ein Speicher befand. Er diente zur Aufnahme der in Naturalien gelieferten Steuern der Bamberger Untertanen.
Vom Marktplatz kommt man in die Gustavstraße, der wichtigsten Altstadtstraße. Die Häuser sind sehr abwechslungsreich gebaut. Fachwerk- und Sandsteinhäuser, Verschieferung und unterschiedliche Dachformen vereinen sich hier zu einer sehr reizvollen Inhomogenität. Herausragend ist das Gasthaus "Zum Grünen Baum" mit seinem stattlichen Giebel (um 1800) und dem sprechenden Wirtshausausleger. Allerdings weist die Aufschrift, dass Gustav Adolf 1632 während der Schlacht an der Alten Veste hier logiert hat, in die Irre. Der Schwedenkönig war zwar in Fürth, wohnte aber nicht im Grünen Baum, sondern im Pfarrhof. Auffallend ist auch das Eckgebäude zum Kirchenplatz, Gustavstraße 54. Seine "Engala" stammen erst aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts, als das Haus verputzt, mit Stuck verziert und bemalt wurde.

Aufgabe: Halte Ausschau nach einem Haus mit goldenem Schwan, denn hier wurde ein weiterer, berühmter Fürther Bürger geboren.
Wann wurde er geboren? GeburtsJAHR = Zahl H = ___.
Wann ist er gestorben? SterbeJAHR = Zahl J = ___.
Welche Hausnummer hat das Haus? => Zahl K = ___.


Stage 5: N49° 28.622  E010° 59.304 Hier steht das Geburtshaus von Ludwig Erhard. Eine Tafel an der Hauswand erinnert an sein Wirken.

Hintergrundwissen: Ludwig Erhard gehört zu den bedeutendsten Gestalten der deutschen Nachkriegszeit. Er hat die D-Mark eingeführt, die Soziale Marktwirtschaft durchgesetzt und ging als "Vater des Wirtschaftswunders", auch wenn er selbst dieses Wort nicht mochte, in die Geschichte ein. Seine wichtigsten politischen Ämter waren: Bayerischer Wirtschaftsminister (1945-46), Direktor der Wirtschaftsverwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebiets (1948/49), Bundeswirtschaftsminister (1949-1963) und Bundeskanzler(1963-66).
Bleibend ist Erhards Konzept der Sozialen Marktwirtschaft, in dem er den freien Markt, der vom Wettbewerb lebt, mit sichernden sozialpolitischen Maßnahmen verband. Die entscheidenden Impulse dafür hat er aus seinem Elternhaus und den sozialen Verhältnissen in Fürth während der Zwanziger Jahre erhalten. Erhards Vater hatte sich mit Fleiß und Initiative zu einem wohlhabenden und angesehenen Textilkaufmann hochgearbeitet. Aber durch die Inflation 1923 und die Weltwirtschaftskrise Ende der Zwanziger Jahre machte er 1929 Konkurs und verlor Firma, Häuser und Vermögen. Für Ludwig Erhard, der den Konkurs abwickelte, flossen beide Erfahrungen in sein Konzept der Sozialen Marktwirtschaft ein.

Aufgabe: Das Schild weist auf drei unterschiedliche Zeiträume hin. Berechne jeweils die Länge der Zeiträume (durch Subtraktion der beiden jeweils angegebenen Zahlen).
Wie viele Jahre dauerte der mittlere Zeitraum? => Zahl L = ___.
Wie viele Jahre dauerte der untere Zeitraum? => Zahl M = ___.
Durch die Fußgängerzone gelangst Du zur nächsten Station.


Stage 6: N49° 28.364  E010° 59.513 Pavillon in einem kleinen Park an der Fürther Freiheit.

Hintergrundwissen: Chronoligie der Stadt Fürth vom Anfang des 18. bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts:

  • 1800: Fürth zählte ca. 13.000 Einwohner, 21% davon waren jüdischen Glaubens
  • 1806: Fürth wurde dem Königreich Bayern eingegliedert.
  • 1808: Endlich erfolgte die längst überfällige Erhebung zur Stadt.
  • 1818: Fürth wurde nun Stadt I. Klasse, d. h. es bekam auch eine eigene Stadtverwaltung mit zwei Bürgermeistern, einem Magistrat und einem Gemeindekollegium. Das Fürther Kleeblatt erhielt nun den Rang eines Stadtwappens.
  • 1820: Das 1813 erlassene "Edikt die Verhältnisse der jüdischen Glaubensgenossen im Königreiche Baiern betreffend" wurde nun auch in Fürth gültig. Es bedeutete für die hiesige jüdische Bevölkerung eine Verschlechterung ihrer Situation. Deshalb verließen viele Fürth. Erst 1868 erfolgte die rechtliche Gleichstellung der Juden in Bayern.
  • 1826: Mit der Auferstehungskirche bekamen die mehr als 10.000 Protestanten endlich eine zweite Kirche. Als erste katholische Kirche nach der Reformation wurde die Kirche "Zu Unserer Lieben Frau" errichtet. Beide Kirchen erbaute Bauinspektor Brüger im klassizistischen Stil nach dem Vorbild des bayerischen Staatsbaumeisters Leo von Klenze.
  • 1835: Die erste deutsche Eisenbahn fuhr am 7. Dezember die 6 km lange Strecke vom Nürnberger Plärrer zur (heutigen) Fürther Freiheit. Für diese Eisenbahn hatte man Lokomotive und Lokomotivführer aus England kommen lassen müssen. Nun musste man schnell lernen, auf eigenen Beinen zu stehen, um ein großes Eisenbahnnetz zu schaffen. Deshalb ist dieses Datum wichtig als entscheidender Anstoß für die Industrialisierung in Deutschland.
  • 1840-1850: Rathausbau. Der 55 Meter hohe Turm wurde das neue Wahrzeichen Fürths. (siehe auch: Stage 2)
  • 1841: Wilhelm Engelhardt gründete die erste Maschinenfabrik in Fürth und in der Region. Sie stellte unter vielem anderen Dampfmaschinen für Fabriken her und brachte so die Industrialisierung voran.
  • 1843: Fürth bekam einen Hafen am neuen Ludwigskanal, der Verbindung von Main und Donau. Allerdings lag der Fürther Hafen auf noch nicht eingemeindetem Poppenreuther Gebiet.
  • 1850: Fürth zählte ca. 16.000 Einwohner. Für die wachsende Bevölkerung wurde planmäßig das Viertel hinter dem Rathaus als neuer Stadtteil angelegt.
  • 1865: Mit dem Bau der Würzburger Bahnlinie wurde Fürth an den überregionalen Eisenbahnverkehr angebunden. Aus dieser Zeit stammt das Gebäude des heutigen Hauptbahnhofs. (Siehe auch: Stage 7)
  • 1890: Durch die industrielle Entwicklung der letzten Jahrzehnte war die Hochindustrialisierung in vollem Gange. Die wichtigsten Branchen waren die Spiegel-, Maschinen-, Bronzefarben-, Brillen-, Spielwaren- und Möbelfabrikation. Die Fürther Industrie war ausgesprochen exportorientiert. 1890 wurden z. B. Spiegel im Wert von 9,4 Millionen Reichsmark in die USA verkauft. 1890 zählte Fürth 43.000 Einwohner. Mit der Südstadt entstand ein neuer Stadtteil. Auch nach Osten, an der Nürnberger Straße entlang, dehnte sich die Stadt aus und wuchs mit ihrer Nachbarin zusammen. In diesem Jahr wurde Fürth Garnisonstadt.
  • 1899: Durch Eingemeindungen wurde Fürth rasch größer: 1899 Weikershof, 1900 Poppenreuth, 1901 Dambach mit Ober- und Unterfürberg, 1918 Unterfarrnbach mit Atzenhof, 1923 Burgfarrnbach und 1927 Ronhof mit Kronach.

Aufgabe: Wieviele Säulen hat das Bauwerk? => Zahl P = ___.
In welchem Jahr wurde es renoviert? => Zahl Q = ___.


Stage 7: N49° 28.238  E010° 59.434 Centaurenbrunnen am Bahnhofsplatz mit Blick auf die historische Empfangshalle des Bahnhofs

Hintergrundwissen: Die Bayerische Ludwigsbahn wurde am 7. Dezember 1835 zwischen Nürnberg und Fürth in Betrieb genommen. Initiator und Begründer war der Unternehmer Georg Zacharias Platner. Sie wurde durch Ludwig I. gefördert und nach ihm benannt. Der Betrieb erfolgte als staatlich konzessionierte Privatbahn durch die Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft. Die Ludwigsbahn war die erste Eisenbahn in Deutschland, die eine Dampflok, den Adler, nutzte. Sie war außerdem die erste deutsche Bahn, die für die Personenbeförderung konzipiert wurde und entsprechend in Dienst gestellt wurde.
Die Strecke der Bahn wurde als Normalspur gebaut und war 6,0 km lang. Der größere Teil des Bahnbetriebs wurde aber zunächst mit Pferden abgewickelt. Das Verhältnis Pferde- zu Dampfbetrieb betrug 3:1. Erst im Jahre 1863 wurde der Pferdebetrieb, unter anderem aus Wartungs- (Lauffläche für Pferde) aber auch aus Geschwindigkeitsgründen (Bremsfaktor Pferde), aufgegeben.
Die Eröffnung der Ludwigsbahn gilt allgemein als die Geburtsstunde der deutschen Eisenbahn. Die bereits am 30. September 1831 zwischen Hinsbeck an der Ruhr und Nierenhof eröffnete Prinz-Wilhelm- Eisenbahn war eine pferdegezogene Lastenbahn einer Aktiengesellschaft, die von der Öffentlichkeit nicht in der Form wahrgenommen wurde wie die dampfgetriebene und personenbefördernde Ludwigsbahn.
Die Ludwigseisenbahn stellte ihren Betrieb am 31. Oktober 1922 ein. Nachdem sich abzeichnete, dass der Betrieb nicht mehr aufgenommen würde, wurden die Betriebsmittel verkauft und die Gleise abgebrochen. Die Trasse wurde an die Nürnberg-Fürther Straßenbahn zur Errichtung einer Schnellstraßenbahn-Linie verpachtet. Die Bahngesellschaft selbst wurde erst in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts im Zuge des Baus der U-Bahn liquidiert.
Die Trasse führte vom Bahnhof in direkter Nähe des Plärrers in Nürnberg über die heutige Fürther Straße über die Stadtgrenze nach Fürth und folgte der gegenwärtig als Hornschuchpromenade (siehe auch: Stage 9) bekannten Allee bis zum Ludwigsbahnhof auf der Fürther Freiheit.
Es existiert auch ein Denkmal, das früher vor dem Ludwigsbahnhof am Plärrer stand. Beim Bau der Nürnberger Straßenbahn wurde es 1927 an die Stadtgrenze zwischen Nürnberg und Fürth versetzt. Im Jahre 1981 musste es wiederum dem Bau der U-Bahn weichen und wurde an den heutigen Standort auf die Straße über der U-Bahnstation Bärenschanze versetzt.
Den historischen Bahnhof entwarf Eduard Rüber . Das Empfangsgebäude wurde 1863/1864 über einem querrechteckigen Grundriß mit breitem Mittelrisalit errichtet. Die Längsseiten weisen 9, die Querseiten 3 Achsen auf, dabei bestehen die Achsen an den Längsseiten z.T. aus gekuppelten Doppelfenstern. Auf den Bahnsteigen sind zum Teil noch die ursprünglichen Überdachungen auf den gußeisernen Ständern erhalten.
Zwei jüdische Bürger gaben mit ihren Stiftungen "zur Errichtung eines monumentalen Brunnens auf einem öffentlichen Platz" den Anstoß für den Centaurenbrunnen. 1890 wurde der erste "Kunstbrunnen" Fürths, geschaffen von dem Bildhauer Rudolf Maison, in Anwesenheit von 10.000 Fürther Bürgern eingeweiht. Er wurde als Denkmal für die erste deutsche Eisenbahn gestaltet. Dargestellt ist die Bezwingung der Naturkraft durch den Menschen. Den Dampf der Eisenbahn empfanden damals viele als etwas Bedrohliches, das für den Menschen erst durch seine Bändigung in der Lokomotive nutzbringend wurde. Diese Naturkraft symbolisiert der Centaur, ein wildes Wesen mit Pferdeleib und Menschenkopf. Er wird von einem Mann gefesselt. Neben der Huldigung an die Eisenbahn sollte der Centaurenbrunnen auch die Einrichtung der zentralen Wasserversorgung in Fürth (1887) feiern.

Aufgabe: Wieviele Köpfe schauen aus dem Sockel des Brunnens? Zahl R = ___.


Stage 8: N49° 28.292  E010° 59.522 Gedenktafel

Hintergrundwissen: Chronoligie der Stadt Fürth vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis heute:

  • 1903: Die Spielvereinigung Fürth wurde als Abteilung des Turnvereins 1860 gegründet. 1906 machte sie sich selbständig. 1914, 1926 und 1929 gewann sie die deutsche Fußballmeisterschaft.
  • 1914: Mit seinem großen Reservoir an Heilquellen wurde Fürth zum Kurbad ausgebaut. Der Erste Weltkrieg beendete die positive Entwicklung.
  • 1922: In einer Volksabstimmung sprachen sich 64,8% der Fürther Bürger gegen eine Eingemeindung nach Nürnberg aus.
  • 1926: Der Flughafen Fürth-Nürnberg, 1917/18 als Militärflugplatz großzügig ausgebaut und sofort nach Ende des Ersten Weltkriegs zivil genutzt, war unter den 88 deutschen Flughäfen der achtgrößte
  • 1931: Trotz der höchsten Arbeitslosigkeit in Bayern konnte das neue Krankenhaus auf der Schwand eingeweiht werden. Alle Bürger hatten den Bau durch erhöhte Strom- und Gaspreise mitfinanziert.
  • 1945: Da im Zweiten Weltkrieg nur 10,6% der Häuser zerstört worden waren, kamen immer mehr Flüchtlinge und Ausgebombte nach Fürth. Es herrschte eine unglaubliche Wohnungsnot.
  • 1950:Fürth hatte 100.000 Einwohner und wurde damit Großstadt. Neue Industrien, die mit den Namen Grundig, Metz und Siemens verbunden waren, und das Versandhaus Quelle brachten auch in Fürth das Wirtschaftswunder in Gang.
  • 1951: Zur Feier des Großstadt-Status wurde eine Gartenschau veranstaltet. Die Fürther und ihre Nachbarn erlebten sie in der schwierigen Nachkriegszeit als aufmunterndes und belebendes Ereignis.
  • 1955: Der provisorische Flugplatz auf der Hard wurde nach Fertigstellung des neuen Nürnberger Flughafens aufgehoben. Sofort begann hier der Bau der Trabantenstadt Hardhöhe. 1964 war die Wohnungsnot in Fürth beseitigt.
  • 1972: Durch die bayerische Gebietsreform wurden die nördlichen Vororte Vach mit Flexdorf und Ritzmannshof; Stadeln mit Mannhof; Sack, Bislohe, Braunsbach, Steinach und Herboldshof eingemeindet. Der Fürther Hafen am Main-Donau-Kanal wurde eingeweiht. Der Westen der Stadt hatte sich durch den Bau dieser Wasserstraße sehr verändert.
  • 1982: Die Nürnberger U-Bahn erreichte mit dem Bahnhof Jakobinenstraße Fürth. 1985 wurde der Hauptbahnhof, 1998 das Rathaus sowie die Stadthalle und 2004 das Klinikum angefahren.
  • 1993-1995: Die U.S. Army verließ Fürth. Damit ergaben sich neue Stadtentwicklungsmöglichkeiten in der Südstadt, in Atzenhof und in Dambach.
  • 2004: Fürth hatte 112.492 Einwohner.

Aufgabe: Von wann bis wann (Jahre) lebte und arbeitete die Persönlichkeit in Fürth? Die kleinere der beiden Jahreszahlen = S = ___.

Auf dem Weg zur nächsten Station überquerst Du den elften Längengrad.


Stage 9: N49° 28.103  E011° 0.167 Auf dem Weg zu diesem Punkt durchwanderst Du die zwei Fürther Prachtstraßen Hornschuchpromenade und Königswarter Straße. Lass Dir Zeit und bestaune die schönen Gebäude der Gründerzeit.

Hintergrundwissen: Die zwei Prachtstraßen aus der Gründerzeit gehören zu den schönsten in Fürth. Zwischen Luisen- und Jakobinenstraße wurden 1883 bis 1904 von der Oberschicht repräsentative, herrschaftliche Häuser mit reichen Sandsteinverzierungen erbaut. Hier wird ein Spaziergang zum Vergnügen.
Schon die großzügige Anlage als Promenade ist einmalig in Fürth. Dass auf dem grünen Mittelstreifen damals die Ludwigseisenbahn fuhr, bedeutete keineswegs eine Minderung der exklusiven Wohnlage. Ganz im Gegenteil: es war ein Beweis für Aufgeschlossenheit und Modernität, wenn man "an der Eisenbahn" baute.
Auf den geschmückten Fassaden wird meistens der erste Stock besonders hervorgehoben. Durch reich verzierte Erker, Balkone und besonders aufwändige Fensterumrahmungen ist er als Beletage gestaltet. Dort hatte der Hausherr seine Wohnung, bis dorthin führte die Prunktreppe. Auch in der Innenausstattung hebt sich die Beletage von den anderen, vermieteten Wohnungen ab. Man kann an den Fassaden dieser Häuser mit den Augen spazieren gehen. Sie waren Statussymbole: Je reicher der Schmuck, desto reicher der Besitzer. Das wirtschaftlich avancierte Bürgertum wollte seinen Reichtum zeigen. Dieser Absicht entsprach der Baustil, der Historismus: dieser nimmt alte, historische Stilformen wie Gotik, Barock und Renaissance wieder auf. Ein Stil des Aufwands, der Pracht und der Repräsentation.
Die Häuser sind gut erhalten, aber auch heute bewohnt. So müssen sich die Besucher mit einem Blick auf die äußeren Fassaden begnügen. Alle weisen kleinere Unterschiede auf, doch wurden sie ausnahmslos im Stil des Historismus erbaut. Allen Häusern gemein sind die zahlreichen Verzierungen: Ornamente, Türmchen und Erker gestalten die Fassaden ebenso wie die vielen Sandsteinfiguren, welche Engelköpfe, Frauengesichter und wilde Männer zeigen.

Aufgabe: Ein Schild an den Koordinaten dieser Stage erklärt in zwei knappen Sätzen das Entstehen dieser Prachtstraße.
Wieviele Wörter hat der zweite Satz? => Zahl T = ___.
Wieviele Buchstaben hat das erste Wort des zweiten Satzes? => Zahl U = ___.


Stage 10: N49° 28.376  E010° 59.797 Diesen Punkt im Stadtpark erreichst Du am besten, indem Du an der letzten Station aus Richtung Innenstadt kommend 90° nach links gehst. Du überquerst die Nürnberger Straße, gehst weiter geradeaus und erreichst bald den Stadtpark, wo Du auf bequemen Wegen zu Stage 10 läufst.

Aufgabe: An den Koordinaten von Stage 10 findest Du Geburts- und Sterbedatum eines weiteren Fürther Bürgers.
Wieviele Buchstaben hat sein Vorname? => Zahl W = ___.
Wann ist er geboren? Die Zehnerziffer des GeburtsTAGES = X = ___.
Wann ist er gestorben? Das SterbeJAHR = Y = ____.

Nun hast Du alle Buchstaben zusammen und kannst die Cache-Koordinaten errechnen. Wenn Du es dabei ganz bequem haben willst, dann besuche doch einfach das Stadtpark-Cafe, welches Du ganz in der Nähe von Stage 10 leicht finden wirst.

Die Cache-Koordinaten berechnen sich folgendermaßen (bitte mathematisch korrekt - Punkt vor Strich! - rechnen):

xxx = A*B*C*D + E - F*G + H - J + G*R + D
yyy = Q - K*L*M*P - R*T*U - Y + S + W + X + E - 300


Finale: N49° 28.xxx  E010° 59.yyy Der Cachebehälter von KDF-1

Aufgabe: Achte auf Muggles, öffne die Cachebox, trage Dich im Logbuch ein und, falls Du möchtest, tausche etwas aus. Verstecke die Cachebox anschließend wieder so wie Du sie gefunden hast.

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Landschaftsschutzgebiet Rednitz-, Pegnitz- und Regnitztalsystem (Info)

Suche Caches im Umkreis: alle - suchbare - gleiche Cacheart
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Logeinträge für KDF-1 - Kennst Du Fürth? - Innenstadt    gefunden 11x nicht gefunden 0x Hinweis 2x

Hinweis 04. Mai 2008 goldensurfer hat eine Bemerkung geschrieben

Der Cache ist an anderer Location wieder verfügbar, da der Final an der ursprünglichen Stelle leider nicht mehr versteckt werden kann.
Achtet auf die Berechnung von xxx und yyy am Ende der Beschreibung - diese hat sich geändert! Alles andere ist gleich geblieben.

Viel Spaß weiterhin mit diesem Cache,

goldensurfer

gefunden 19. Februar 2008 goof390 hat den Geocache gefunden

leider nur ein nachlog von gc auf oc.

schade das es diesen nicht mehr gibt. aber der sturm hatte ja kurz nach meinem besuch das final zerstört Cry. war ein schöner stadtcache und die runde in fürth hatte mir viel neues gezeigt hat Cool.

danke nochmal mit grüßen goof390


zuletzt geändert am 14. Februar 2017

gefunden 17. Februar 2008 Witelite hat den Geocache gefunden

Heute haben wir diesen sehr lehrreichen Weg durch Fürths Innen- und die Reste der Altstadt absolviert. Zwischendurch konnten wir uns in einem Cafe aufwärmen bevor wir die Stadtgrenze fast erreichten. Die Stationen sind alle schnell zu finden und sie Aufgaben sind alle eindeutig. Als geborener Fürther findet man die meisten Stationen auch ohne GPS. Wir konnten so den Cache schließlich auch ohne Probleme heben.

TFTC

Witelite

Hinweis 02. Oktober 2007 goldensurfer hat eine Bemerkung geschrieben

Cache ist derzeit zur Wartung eingezogen. Außerdem ist in Nähe des Finals eine Baustelle. Erstmal ein paar Wochen Pause....

 

gefunden 10. Mai 2007 popcorn & Dobbie hat den Geocache gefunden

Schöne und lehrreiche kleine Tour durch Fürth! Was ich alles über "meine" Stadt noch lernen konnte...
Der Cache ist auch gut versteckt, nur die Dose ist schon ziemlich verrostet!

IN: Ü-Ei-Figur
OUT: Plastik-Messbecher (aus Platzgründen, sonst hätten wir die Dose nicht mehr zubekommen..)

LG von der *popcorn* (mit Dobbie)