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Negerdorf

 Ein weiterer Mittagspausencache in Glinde

von Oschn     Deutschland > Schleswig-Holstein > Stormarn

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 53° 32.445' E 010° 13.040' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: mikro
Status: archiviert
 Zeitaufwand: 0:30 h   Strecke: 0.5 km
 Versteckt am: 18. Juli 2006
 Gelistet seit: 18. Juli 2006
 Letzte Änderung: 20. März 2012
 Listing: http://opencaching.de/OC21B2

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Beschreibung   

Zugegeben, die "junge Stadt im Grünen" (Eigenwerbung) würde man wohl im Vergleich mit anderen Orten nicht gerade als ausgesprochen attraktiv bezeichnen. In der einen oder anderen historischen und städtebaulichen Fehlentwicklung spiegelt sich die vergleichsweise rasante Entfaltung - vom landwirtschaftlich geprägten Dorf mit Gutsbetrieb und "Sanitätsmilchwirtschaft" zur Schlafstadt für 16.000 Menschen am Rande der Millionenmetropole - wider. Trotz allem findet sich aber selbst hier noch das eine oder andere Kleinod, das sich zu betrachten lohnt, verbunden mit Geschichte und Geschichten, die es wert sind, gehört oder gelesen zu werden.

Zwischen dem ehemaligen Heereszeugamt - dem späteren Gerätehauptdepot der Bundeswehr - und dem Stadtzentrum am Glinder Markt befindet sich nördlich des Oher Wegs das sogenannte Negerdorf. Eine offizielle Bezeichnung für diese kleine, reetgedeckte Siedlung gibt es nicht. Über den Ursprung des nicht ganz so politisch korrekten Namens ist man sich nicht einig. Festzustehen scheint nur, dass der Volksmund daran ganz entscheidend mitgewirkt hat. Vielleicht war der dunkle Tarnanstrich mit schwarzer, grauer und blauer Farbe namensgebend, den die ab 1936 errichteten Häuser während des Zweiten Weltkriegs erhielten. Vielleicht war es aber auch deren geschlossene Anordnung, die - in Kombination mit den Reetdächern - an einen schwarzafrikanischen Kral erinnert. Selbst die Geräteschuppen in den Gärten der Häuser sind mit Strohdächern versehen. Vor einiger Zeit suchte eine Lokalzeitung nach Zeitzeugen, die Auskunft über die Herkunft des Namens geben konnten. Das Ergebnis der Suche ist unbekannt.

Die Siedlung war den Offizieren und höheren Angestellten des ebenfalls ab 1936 errichteten Heereszeugamtes vorbehalten. Es war für die Entwicklung Glindes eine der wichtigsten Keimzellen. Parallel zum Bau des Zeugamtes wurden abgesehen vom "Negerdorf" auch die Zeugamtssiedlung (zwischen Mühlenstraße und Bahnstraße) und die Angestelltensiedlung am Mühlenweg errichtet. Glinde wuchs von rund 500 auf mehr als 2.000 Einwohner.

An den Gebäuden des "Negerdorfes" ist seitdem nur wenig geändert worden. Seit ein paar Jahren stehen sie unter Denkmalschutz. Zudem sind sie nicht mehr im Besitz des Bundes. 2003 kaufte sie die Hamburger Baugenossenschaft Freier Gewerkschafter (BGFG), die sie aufwändig renovieren, die Dächer erneuern und die Wohnungen komfortabel ausstatten ließ. Gelegentlich wird mal eine der insgesamt 24 Wohnungen frei, die - gemessen an Alter und Bauform der Häuser - recht luxuriös ausgestattet sind. Wer also schon immer davon geträumt hat, in einem reetgedeckten Haus zu leben, findet hier vielleicht eine attraktive Alternative. Informationen gibt es in einem Schaukasten, der gleichzeitig auch den Startpunkt dieses kurzen Multis markiert.

Immer mal wieder verschlägt es Leute nach Glinde - sei es, weil sie in der großen Stadt eine Arbeit und hier bezahlbaren Wohnraum finden oder, vice versa, weil sie beruflich hierher umziehen (sogar der eine oder andere Hesse wurde hier bereits gesehen). Für manchen vielleicht eine einschneidende Veränderung (siehe oben, Attraktivität). Um zu demonstrieren, dass es eventuell doch nicht ganz so dramatisch schlecht hier ist - oder einfach, um davon abzulenken -, habe ich diesen Cache gemacht, um damit zu sagen:
Willkommen in Glinde!

Aufgabe:
Begib Dich zum größten Haus des Gebäudeensembles (es steht gegenüber der Zufahrtstraße). Du benötigst die beiden (jeweils zweistelligen) Hausnummern am Gebäude.
Die niedrigere Zahl sei a, die höhere sei b

Die Nordkoordinate erhältst Du, indem Du zu den Nachkommastellen der Nordminute der Startkoordinate das Ergebnis folgender Berechnung addierst:

3 * b + a + 1

Die Ostkoordinate erhältst Du, indem Du von der Ostminute der Startkoordinate das Ergebnis folgender Berechnung subtrahierst (Achtung, Übertrag vor dem Komma):

2 * a + b * 4 - 10

Hilfreiches

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Logeinträge für Negerdorf    gefunden 15x nicht gefunden 0x Hinweis 6x

Hinweis 05. Oktober 2010 Oschn hat eine Bemerkung geschrieben

Geht's noch?
Nur weil einer der Hilfssheriffs von Groundspeak meinte, das Listing dort archivieren zu müssen, heißt das noch lange nicht, dass kein Cache mehr da ist. Hättest Du wirklich mal bei GC nachgesehen und nicht nur so getan als ob, wäre Dir aufgefallen, dass der Cache dort in den letzten Wochen mehrfach als Fund geloggt wurde.  XO

Hinweis 05. Oktober 2010 Schrottie hat eine Bemerkung geschrieben

Dieser Cache ist auf geocaching.com archiviert und hier nicht mit dem Attribut "OC only" versehen. Das letzte Funddatum liegt lange zurück und die Logs bei geocaching.com lassen darauf schließen, das der Cache nicht mehr existiert. Aus diesem Grunde archiviere ich ihn auch hier. Sollten sich später neue Aspekte ergeben und der Cache wieder aktiviert werden, so kann dies durch den Owner selbstständig über die Funktion "Cache bearbeiten" erfolgen.

Schrottie (OC-Admin)

Hinweis 06. Juni 2010 schlinzig hat eine Bemerkung geschrieben

Baustelle ist schon lange weg. Was ist nun mit dem Cache ??

Hinweis 29. August 2009 Oschn hat eine Bemerkung geschrieben

Der Zugang zum Cache ist wegen einer Baustelle derzeit gesperrt.

gefunden 04. Juli 2009 lieger hat den Geocache gefunden

Witzig, ein Dorf im Dorf  ;-) Danke für's zeigen!