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Beelitz Heilstätten -Heizhaus-

von barbie_bruettler     Deutschland > Brandenburg > Potsdam-Mittelmark

Achtung! Dieser Geocache ist „gesperrt“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 52° 15.633' E 012° 55.672' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: klein
Status: gesperrt
 Zeitaufwand: 0:30 h 
 Versteckt am: 09. Oktober 2006
 Gelistet seit: 09. Oktober 2006
 Letzte Änderung: 16. Juni 2009
 Listing: https://opencaching.de/OC269F
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Beschreibung   

Beelitz-Heilstätten

Die vergessene Stadt.

Der einstige Krankenhaus-Komplex im Südwesten Berlins liegt im Dornröschenschlaf.

Und verfällt.

An der Straße zwischen Beelitz und Fichtenwalde tauchen sie plötzlich zwischen Bäumen auf. Schlossähnliche Gebäude. Fast zugewachsen. Die Fenster vernagelt, die Wege verwildert. Beelitz-Heilstätten, einst eines der größten Krankenhaus-Komplexe Deutschlands, ist dem Verfall preisgegeben.

Nur notdürftig sind Türen und Fenster der ersten Etagen mit Brettern verrammelt. Doch in jedes der über ein Dutzend leerstehenden Gebäude findet sich ein Weg. Mal wurden Bretter gelöst, mal steht eine Kellerluke offen oder ist eine nur Tür angelehnt. Drinnen zeugen Müll und Matratzen von verbotenen Partys - neben Marmorsäulen, kunstvollen Buntglas-Fenstern und kuppelgekrönten Badesälen. 

 

Der verwundete Soldat Adolf Hitler lag hier im Ersten Weltkrieg. Und Erich Honecker fand nach der Wende in Beelitz-Heilstätten für einige Wochen Asyl - im Lazarett der Sowjetarmee. Das zwei Quadratkilometer große Areal blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück.

Ende des 19. Jahrhunderts erkrankten in Deutschland Millionen an Schwindsucht (Tuberkulose). Die war Ursache für jeden dritten Todesfall, jede zweite Arbeitsunfähigkeit - auch in Berlin. Und so baute die Landesversicherungsanstalt Berlin ab 1898 südlich von Potsdam Lungenkliniken - die Geburt von Beelitz-Heilstätten. In den Weltkriegen wurden die Häuser zum Militärlazarett, ehe ab 1945 die Sowjetarmee das Gelände als Armee-Krankenhaus nutzte

 

Als die Sowjets 1994 abzogen, bekam die Landesversicherungsanstalt Berlin die Beelitz-Heilstätten zurück und verkaufte das Areal an die Unternehmensgruppe Roland Ernst.

Die hatte große Pläne: Ein kompletter Ort mit 3000 Einwohnern und 1000 Arbeitsplätzen sollte entstehen. Das Heiz- und Maschinenhaus wurde saniert, und in der Nordecke des Areals entstand ein Gesundheitspark - mit neurologischer Rehaklinik (das ehemalige Männer-Lungenheilgebäude), Kinder-Rehaklinik und einem Hotel.

 

Doch als die Beelitz Heilstätten GmbH Ende 2000 Insolvenz anmeldet, sinkt der Rest wieder in einen tiefen Dornröschenschlaf. Gerade mal als Filmkulisse dürfen die morbiden Gemäuer noch herhalten. Götz George drehte hier den "Racheengel", Regisseur Roman Polanski arbeitete hier am später oscarprämierten Film "Der Pianist".

 

Und heute? Ist das Gelände ein Abenteuerspielplatz. Ein gefährlicher. Nichts ist gesichert. Im Chirurgiegebäude verrotten alte russische Medikamente. Abgründe tun sich auf. Zugänge auf brüchige Dächer sind nicht versperrt.

 

Das ist die eine Seite. Über die andere staunt man nur: über die Schönheit der Architektur, die noch im Verfall zu sehen ist. So prachtvoll wurden einst Krankenhäuser gebaut! Etwa das Foyer im Männersanatorium. Freitreppen wie aus "Im Winde verweht", bunte Jugendstilfenster - fast ohne Schäden. Oder etwa die filigran verkachelte Kuppel über dem Tauchbecken im Männer-Lungenheilgebäude.

 

 

Beim Durchstreifen der alten Gebäude fühlt man sich wie Indiana Jones - auf der Suche nach Artefakten. Die Häuser sind durch kilometerlange Kellergänge verbunden. Wir tauchen im Küchengebäude ab und im Frauensanatorium wieder auf. Wir stoßen auf sowjetische Wandmalereien - sozialistisch, realistisch. Wir entdecken einen noch teilweise eingerichteten OP-Saal, russische Bücher und ein Puppentheater im Badehaus. "Dobro pojalovatchr(39)" steht da über den Fenstern: Herzlich willkommen.

 


 Dies ist einer von acht Caches die wir auf diesem weitläufigem Gelände ausgelegt haben. Er zeigt euch das ehemalige Heiz- und Maschinenhaus für die Versorgung mit Strom und Heizwärme. Es wird seit 1996 von dem Förderverein Heiz-Kraft-Werk Beelitz-Heilstätten e.V. betreut.

Dieser kleine Multi besteht aus Start und Final.

In der Nähe der angegebenen Koordinaten könnt ihr auch gut parken.

 

Mehr informationen über das Areal findet ihr hier. Nun viel Spaß beim Stöbern...

 

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

-bora Rqqvat
-vz Xvrf Vaaraubs

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Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Naturpark Nuthe-Nieplitz-Auen (Info)

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Logeinträge für Beelitz Heilstätten -Heizhaus-    gefunden 61x nicht gefunden 0x Hinweis 1x

gefunden 31. Mai 2009 el.Barto hat den Geocache gefunden

Den hatten wir uns übrig gelassen fürs Ende (Entweder als Belohnung, weil wir die harten Nüsse geknackt haben, oder als Aufmunterer für den Fall des Misserfolges). Es sollte eine Belohnung werden. Und ein Durchmarsch für Herrn Puschel. Nicht nur den Start hatte er schnell ausgemacht - auch den Final hielt er ruckzuck in den Händen!
Danke für den Cache und der Herführen nach Beelitz sagt

el.Barto

#210

gefunden 29. Mai 2009 lovertux hat den Geocache gefunden

Dieser Turm ist echt klasse. Der hat mir schon auf den Bildern im Vorfeld gefallen. Als ich den dann live gesehen habe, war ich sehr begeistert. Früher haben sie halt noch schöne Zweckbauten erschaffen. Der Cache selbst hat uns dank springender Koordinaten doch eine Weile aufgehalten und ich habe mal wieder deutlich mehr vom Gelände erkundet als nötig gewesen wäre. Immerhin habe ich dadurch noch eine große Werkstatthalle (oder was ähnliches) zu Gesicht bekommen. Sehr spannend.

Vielen Dank.

Gruß Team lovertux

gefunden 17. Mai 2009 Los golfos de Berlin hat den Geocache gefunden

Nach dem Bestaunen des Badehauses ging's zum Heizhaus. Danke

gefunden 11. April 2009 cala hat den Geocache gefunden

So stellt sich Frau den Rapunzelturm vor. Die Gebäude sehen saniert toll aus. Der Cache war schnell gefunden, Fotos machen dauerte am längsten.
Als wir fertig waren gesellten sich Akut und skarabaeus noch zu uns und wir setzten unsere Tour fort.

Viele Grüße von den 3 Calas aus Chemnitz,
Carsten, Katrin und klein Charly

gefunden 11. April 2009 axelb hat den Geocache gefunden

20.20 Uhr
nimmt man das Suchfeld etwas größer als üblich, wird man schnell fündig. Die KOs sind schon ziemlich off.
Danke fürs verstecken, sagt Axel