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Normaler Geocache
Hohes Gericht

von bmielke     Deutschland > Brandenburg > Cottbus, Kreisfreie Stadt

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 51° 45.690' E 014° 20.379' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: normal
Status: archiviert
 Zeitaufwand: 0:15 h   Strecke: 0.1 km
 Versteckt am: 22. Dezember 2006
 Gelistet seit: 22. Dezember 2006
 Letzte Änderung: 09. Mai 2017
 Listing: http://opencaching.de/OC2B7E
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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3 nicht gefunden
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Beschreibung   

Ein kleiner Cache, quasi an der Wiege der Stadt Cottbus, deren Entwicklung hier ihren Ursprung hatte. Einige (vielleicht ganz interessante) Informationen dazu ;-).


Der heute sogenannte Gerichtsberg  (früher: Schlossberg) geht zurück auf einen slawischen Burgwall, der an gleicher Stelle im 8. Jahrhundert am westlichen Ufer der Spree errichtet wurde. Auf diesem künstlich erhöhten Gelände entstand zunächst eine mittelalterliche Befestigungsanlage, bestehend aus zwei Häusern (1301), von denen das sogenannte neue Haus im 1600 Jahrhundert zum Fürstenhaus umgebaut und dem Landeshauptmann, Verwalter des brandenburgischen Kurfürsten, als Dienstsitz diente.
Von hier aus nahm die Entwicklung der Stadt Cottbus, die in diesem Jahr (2006) ihr 850-jähriges Bestehen feierte, ihren Ausgang. Der Burgwall ist heute durch landschaftsgestalterische Maßnahmen am Gerichtsberg nachempfunden worden.
 

Kleiner geschichtlicher Abriss...


Landgericht mit Gerichtsturm
Die älteste schriftliche Überlieferung des Schlosses stammt aus dem Jahre 1156. In einer Urkunde des Markgrafen Konrad von Lettin wird ein "Heinricus Kastelan Chotibuz" als Zeuge angeführt.
Das Schloß selbst, das erstmals 1301 urkundlich erwähnt wird, als Markgraf Diezmann eine Urkunde unterzeichnet, diente zwischen 1199 und 1455 den Herren von Cottbus als Wohnsitz. Diese hatten danach die Herrschaft von Cottbus an den Brandenburger Kurfürsten abgetreten, worauf die Vertreter des Landesherren und Amtshauptleute ihr Quartier auf dem Cottbuser Schloß bezogen. Im Jahre 1600 brannte der Schlossbereich weitgehend nieder.

Auf den alten Grundmauern wurden neue Gebäude errichtet. Seither wurde das Schloss zu verschiedenen - auch gewerblichen - Zwecken genutzt. Das Haus 1 nebst Turm erwarb der Unternehmer William Cockerel 1816, um darin eine Wollgarnspinnerei zu betreiben und 1818 die erste Dampfmaschine in Cottbus aufzubauen. Nach dem Rittergutsbesitzer von Seydel 1852 das Objekt erwarb und dieses durch einen Brand 1857 nahezu vollständig zerstört wurde, kaufte es Gustav Rückert, der im ehemaligen Fürstenhaus eine Brauerei betrieb, welche jedoch bald in Konkurs ging.
Im Rahmen einer Zwangsversteigerung am 01.02.1870 erwarb die preußische Justizverwaltung das Grundstück mit der Ruine des Schlosses jedoch ohne Turm. Nach dem der Fiskus weitere umliegende Grundstücke erworben hatte, wurde 1876 mit dem Bau des neuen Hauses begonnen (Regierungsbaumeister Mansdorf und Kreisbaumeister Frick) und der Bau 1877 an Kreisgerichtsdirektor Göllner 
übergeben. Im November 1877 wurde das alte Torgebäude abgerissen und durch das jetzige Gittertor ersetzt. Der Turm vor dem Gerichtsgebäude wurde von der Stadt Cottbus zum unveräußerlichen historischen Bauwerk erklärt, so dass er schon von den vorgenannten Eigentümern jeweils nicht abgerissen werden durfte.


Am Platz vor dem alten Schloss wurde 1821 das heutige Landgerichtsgebäude erbaut. Baumeister war der Cottbuser Vertreter des Klassizismus, F. Mundt. Dieses Landgerichtsgebäude, das 1992 bis 1995 vollständig restauriert wurde, wird heute als Haus 1 für die Landgerichtsverwaltung und für die Strafrechtspflege genutzt.

1905 wurde das alte Landgerichtsgebäude abgerissen und an dessen Stelle das königliche Amtsgericht mit Gerichtsgefängnis im Stil deutscher Renaissance errichtet (Baurat Beutler und Regierungsbaumeister Krause). 1907 wurde Gefängnis und Amtsgericht an die Justiz übergeben.

Amtsgericht

Vor der Wende wurde das Gefängnisgebäude, das heutige Haus 2 des Landgerichts, als Stasidienststelle und als Haftanstalt (sog. „Stasigefängnis") genutzt. Bei der Renovierung bzw. dem Umbau des ehemaligen Stasigefängnisteils wurden die Stilelemente des Gefängnisses bewusst beibehalten, um den Charakter des Gebäudes aus historischen Gründen zu erhalten. So entspricht noch heute das Treppenhaus dem Treppenhaus eines Gefängnisses und die Türen zu Dienstzimmern der Geschäftsstellen bzw. Richtern weisen noch heute einen (mittlerweile verschlossenen) Metallverhang des Guckloches auf. Die größeren Zimmer sind mit dem Metallverschluss der ehemaligen Essensdurchreiche noch versehen. Dieser Teil des Landgerichts wird heute für die Zivilrechtspflege genutzt.


1876 wurde der „Schlossturm" („Gerichtsturm") in neugotisch-romanischer Stilart wieder aufgebaut. Der Ausbau geht auf Entwürfe des Architekten Professor von Arnim (auch Architekt von Fürst Pückler) zurück und wurde durch Pläne der Baumeister Mansdorf bzw. von Monstein verwirklicht. Der Turm ragt mit seiner zinnenbewehrten Spitze als eines der höchsten Gebäude in der Stadt Cottbus in den Himmel und weist den Weg zum Landgericht sowie zum Cache, der sich hier ganz in der Nähe befindet.  

Der Cache ist in einem im Boden eingelassenen Behälter versteckt! Bitte nur die darin enthaltene Cachebox entnehmen, der Behälter bleibt im Boden - loggen könnt ihr in Ruhe auf der benachbarten Bank. Beim Verlassen achtet darauf, dass der Deckel wieder richtig verschlossen ist!!!

Viel Spaß beim Suchen!


Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

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Logeinträge für Hohes Gericht    gefunden 74x nicht gefunden 3x Hinweis 3x Wartung 1x

archiviert 09. Mai 2017 bmielke hat den Geocache archiviert

Der Ordnung halber.

gefunden Der Cache ist in gutem oder akzeptablem Zustand. Die Cachebeschreibung ist veraltet. 08. Mai 2017 KmdRaC hat den Geocache gefunden

Ein schöner Platz zum Verweilen und Entspannen. Dabei noch ein Döschen finden, schick!

gefunden 27. November 2016 Miras-Etrin hat den Geocache gefunden

Hallo,

 

nach leckerem Kaffee und Kuchen habe ich noch einen Spaziergang hierher gemacht. Schöner Turm, danke fürs zeiegn.

 

Gruß & T4TC

Miras-Etrin, Immendingen

#OC 56

nicht gefunden 16. Mai 2016, 15:03 KaMa116 hat den Geocache nicht gefunden

Heute nicht finden können, fraglich ist ob die Dose noch existiert da letzter log schon eine Weile her ist.16. Mai 2016 KaMa116

gefunden 19. März 2016 iclaude hat den Geocache gefunden

Nachträglicher Log, vom 19.3.2016 bei der "Konkurenz" ;-)

 

Samstag Vormittag, Wetter gut, und erstaunlich Muggelfrei.

Das GPS sprang etwas hin und her und schickte uns bergauf, bergab... aber dann konnten wir dank des Hinweises doch noch fündig werden :-)

Danke fürs Verstecken!