Wegpunkt-Suche: 

archiviert

 
Normaler Geocache
WASAG Klohäuschen

 ein historisches Klohäuschen

von hmichel777     Deutschland > Hessen > Marburg-Biedenkopf

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 50° 49.448' E 009° 02.162' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: mikro
Status: archiviert
 Zeitaufwand: 0:15 h   Strecke: 0.2 km
 Versteckt am: 06. Juli 2007
 Gelistet seit: 06. Juli 2007
 Letzte Änderung: 13. Juni 2011
 Listing: http://opencaching.de/OC3B13
Auch gelistet auf: geocaching.com 

20 gefunden
0 nicht gefunden
0 Bemerkungen
0 Beobachter
1 Ignorierer
423 Aufrufe
0 Logbilder
Geokrety-Verlauf

große Karte

   


Beschreibung   

WASAG AG (Westfälisch Anhaltinische Sprengstoff Actien-Gesellschaft) war ein bedeutendes deutsches Unternehmen für die Herstellung von Sprengstoffen, Explosivstoffen und Munition. Das Unternehmen wurde 1891 in Düsseldorf von einem Konsortium unter der Leitung von Dr. Max Bielefeldt gegründet, dem u. a. die Unternehmer Hugo Stinnes, Gustav Poensgen und Hugo von Gahlen angehörten. Zielsetzung war, das damalige Monopol der Pulverfabriken rund um die Dynamit AG aufzubrechen.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten am Standort Coswig (Anhalt) – Teile der ursprünglich geplanten Produktionsanlagen mussten wegen Problemen mit den örtlichen Behörden 1894 nach Reinsdorf bei Wittenberg verlagert werden – entwickelte sich das Unternehmen rasch zu einem der wichtigsten Produzenten von Sprengmitteln für den zivilen und militärischen Bereich. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Unternehmen in den I.G.-Farben-Konzern integriert und wurde dort zum größten deutschen Sprengmittelhersteller.

Der Standort Allendorf (heute Stadtallendorf) bildete mit dem dortigen Sprengstoffwerk der DAG die größten Munitionsfabriken im zweiten Weltkrieg überhaupt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Unternehmensbesitz von den Alliierten beschlagnahmt. Ein Teil der Produktionsanlagen befand sich in der sowjetischen Besatzungszone. Das Reinsdorfer Werk wurde vollständig demontiert. Zu Beginn der 1950 gelang es den Brüdern Berthold und Harald von Bohlen und Halbach vier Fünftel der Aktien des Unternehmens zu erwerben. Durch gezielte Unternehmenszukäufe entwickelte sich das Unternehmen wieder zum führenden Anbieter von Sprengmitteln. In den 1990er Jahren wurde eine Neuausrichtung des Unternehmens angestrebt. Der Rüstungsbereich wurde verkauft und eine Ausrichtung auf Kunststofftechnik vorgenommen. So wurde die WAFA Kunststofftechnik GmbH & Co. KG erworben, die jedoch 1997 Konkurs anmelden musste. Diese Aktivitäten brachten das Unternehmen an den Rand des Zusammenbruchs.

Das Unternehmen wurde 2001 von der Hansen & Rosenthal Unternehmensgruppe übernommen. Die neue Unternehmensgruppe firmiert heute unter H & R WASAG AG und ist im SDAX notiert.

QUELLE: WIKIPEDIA

Das Klohäuschen befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Munitionsfabrik, die ab 1938 auf rund 420 ha erbaut wurde. 210 Gebäude, Hallen und Bunker wurden errichtet. Vier Füllgruppen verabreiteten 4.000 t Sprengstoff monatlich. Im Werk gab es zwei Anlagen zur Herstellung von HEXA-Sprengstoff. Der Ausbau von zwei weiteren Anlagen war bei Besetzung des Werkes durch die Amerikaner im März 1945 nicht abgeschlossen. Die Fabrik verfügte außerdem über eine Anlage zur Herstellung von Spezialzündern für Marine und Heer.  1944 wurde zur Prüfung von Panzerfäusten ein Schießplatz auf dem Werksgelände errichtet. In Spitzenzeiten wurden in der Fabrik Herrenwald 250.000 Panzerfäuste monatlich hergestellt. Damit war Allendorf der größte Panzerfaustproduzent des Deutschen Reiches. In Teilen der Füllgruppen III und IV wurden außerdem umfangreiche Delaborierungsarbeiten (Trennung von Sprengstoff und Hülle zur Rohstoffgewinnung) an fehlerhafter und Beute-Munition sowie Blindgängern durchgeführt. Die eigentlichen Produktionsanlagen wurden durch verschiedene Neben- und Unterstützungsbetriebe wie Säurehochkonzentrationsanlagen, Vorproduktlager, Ver- und Entsorgungseinrichtungen, Abwasserentgiftungsanlagen sowie Verladeanlagen unterstützt. Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf 70 Millionen Reichsmark, die vom Reichsfiskus der Kriegsmarine zur Verfügung gestellt wurden, da überwiegend für diese gefertigt wurde (z. B. Torpedos). Das Werk Herrenwald der WASAG bezog von dem Werk Allendorf der DAG neben dem Sprengstoff TNT (Trinitrotoluol) Wasser, Strom und Heißdampf. Mit Beginn des letzten Kriegsjahres führte der Mangel bei der Anlieferung von Betriebsstoffen zur ersten Betriebsstilllegung. Ebenso schwierig gestaltete sich zunehmend der Abtransport der gefüllten Munition, die entgegen den sonstigen Werksvorschriften im Freien auf dem Werksgelände gelagert werden musste. Im März 1945 wurde die Produktion mangels Dampfzuleitung auf Notbetrieb gedrosselt und Ende März mit Einmarsch der Amerikaner stillgelegt. Insgesamt sind im Werk Herrenwald von 1940 bis 1945 rund 100.000 to Sprengstoffgemische verarbeitet worden. Hier lag der Schwerpunkt des Werkes. Außerdem wurden ca. 7.000-8.000 to des Marinespezialsprengstoffes HEXA (Hexanitrodiphenylamin) hergestellt. Zur Erhöhung der Sprengwirkung wurde außerdem Ammonsalpeter zugefügt. Als Treibmittel und Sauerstoffträger kam Aluminiumpulver zum Einsatz. Die gießbaren Mischungen bestanden zu 60 bis 67% aus TNT, zu 8 bis 24% aus HEXA und zu 16 bis 25% aus Aluminiumpulver. Der hohe Mischungsanteil von TNT verdeutlicht den engen Verbund, der zum Werk Allendorf der DAG bestand. Von März 1946 bis März 1949 wurde das Werk demontiert. Dabei wurden 56 Einrichtungen, vor allem Sprengstofflagerbunker und zentrale Produktionseinrichtungen wie Nitrier- und Füllhäuser gesprengt. Die restlichen Gebäude wurden zum Teil für Wohnzwecke oder eine industrielle Folgenutzung vorgesehen und als Munitionssammelstelle genutzt. Ab 1946 wurde sämtliche im amerikanischen Sektor vorgefundene Munition hier gesammelt, sortiert, entschärft, z. T. gesprengt oder verbrannt. 1944 waren 43% der Beschäftigen Kriegsgefangene (9%-160), Ausländer (22%-381), aus der Sowjetunion (12%-213), 57% (1004) Beschäftigte waren Deutsche.

QUELLE: DIZ, Stadtallendorf

 

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

Zäaare
Fpunpug

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

Bilder

WASAG Klohäuschen
WASAG Klohäuschen
SPOILER
SPOILER

Hilfreiches

Suche Caches im Umkreis: alle - suchbare - gleiche Cacheart
Download als Datei: GPX - LOC - KML - OV2 - OVL - TXT
Mit dem Herunterladen dieser Datei akzeptierst du unsere Nutzungsbedingungen und Datenlizenz.

Logeinträge für WASAG Klohäuschen    gefunden 20x nicht gefunden 0x Hinweis 0x

gefunden 12. Oktober 2009 RamsesII hat den Geocache gefunden

Im Nieselregen flott gelogt. Das Doeschen platzt ja fast durch die Log-Rolle....

TFTC

gefunden 22. Februar 2009 SaPhi hat den Geocache gefunden

Nachdem der Cache nun wieder da ist, war er auch auffindbar.

DFDC

gefunden 22. Februar 2009 teq2 hat den Geocache gefunden

Jetzt quasi im Vorbeigehen "nachgeloggt".

DFDC

gefunden 26. Oktober 2008 habu10 hat den Geocache gefunden

Super cache!

Gemeinsam mit eddy geschafft. Nach einer ca. 15 min. Suche!

gefunden 12. Oktober 2008 die fleischies hat den Geocache gefunden

Gefunden!

Bin froh, dass wir nicht "wühlen" mussten... Laughing

die fleischies

zuletzt geändert am 14. Februar 2017