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Das steinerne Totenbuch

von RedHunters     Österreich > Westösterreich > Traunviertel

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 47° 50.626' E 013° 46.951' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: normal
Status: archiviert
 Versteckt am: 03. Mai 2007
 Gelistet seit: 13. September 2007
 Letzte Änderung: 09. Juli 2012
 Listing: http://opencaching.de/OC41D3
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Beschreibung   

Traunkirchen am 03.05.07

Warnung:
Viele Legenden und Sagen sind nur Fiktion aber einige basieren auf wahren Tatsachen.
Die Suche nach dem Steinerne Totenbuch ist eine Reise in die Vergangenheit zu realen Orten und sichtbaren Fakten.
Dieser Ort ist sogar den Einheimischen weitgehend unbekannt und die die ihn kennen meiden ihn.
Die Teilnehmer der Cachetour sollten nicht nur reinen Herzens sondern auch trittsicher sein.
Ein Kruzifix oder andere Dinge zur Dämonenabwehr könnten nicht schaden.
Der Cache ist nur teilweise auf Wegen zu erreichen

Die Sage:
Die Fakten und Überlieferungen die dieser Schatzsuche Zugrunde liegen gehen auf die Zeit der Gegenreformation im 16.Jhdt. zurück.
Die für die Wiederbekehrung der Bevölkerung zum Katholizismus zuständigen Jesuiten hatten den Protestanten gedroht die Leichname ihrer Verstorbenen im Sumpf zu versenken oder im Wald zu verscharren
In dieser Notsituation belebten die Protestanten einen uralten Totenkult wieder und benutzten die Felswand unterhalb des Baalsteins als heimliche Totengedenkstätte. An der Felswand findest du Begriffszeichnungen wie Rauten, Schrattelgatter (zur Abwehr von Dämonen),
verschiedene Schmuckformen, wie Herzen und der Lebensbaum, aber auch Gewerbezeichen.
Von den Namen der Toten finden sich, mit Ausnahme eines einzigen voll ausgeschriebenen, ausschließlich nur Initialen, so daß eine Entdeckung vermieden wurde.
Nicht alle Felszeichnungen sind zu enträtseln.

Details:
Wegstrecke total: ~2km
Höhendifferenz total: ~120m
Dauer: ~1h
Festes Schuhwerk ist unbedingt erforderlich.
Die letzten 30 Höhenmeter sind in einem sehr steilen Waldstück abseits der Wege zu bewältigen

Der Weg:
Parke bei N47° 50.676' E013° 47.412' und gehe beim Hotel Post vorbei auf den Kalvarienberg.
Hier kannst du dir noch den Segen holen den du für deine Expedition brauchen wirst.
Nach der Kirche folge dem Zellerlweg Richtung Sulzberg für ca. 5min bis zu einem Waldhaus.
Von hier musst du etwa 30 Höhenmeter auf sehr steilen Waldboden klettern
bis du die Felswand bei N47° 50.626' E013° 46.951' erreichst.
Im Dunstkreis folgendes Symbols

findest du 8 Ziffern. Sortiere diese Ziffern absteigend der Größe nach. => ABBCDDDD

Den Cache
findest du bei
N47° 50.[C-D][C+D-B]D' E013° 47.[A-B-D]D[A-C+D]

jj und RedHunters

Additional Waypoints

HIDDEN: CA12NVF - CACHE
N/S __ ° __ . ___ W/E ___ ° __ . ___
A=9,B=8,C=7,D=5,EFGH=1
PA12NVF - PARKING
N 47° 50.676 E 013° 47.412

ST12NVF - STAGE1
N 47° 50.627 E 013° 46.951

Bilder

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Logeinträge für Das steinerne Totenbuch    gefunden 2x nicht gefunden 0x Hinweis 0x

gefunden 13. Mai 2007 npg hat den Geocache gefunden

Nach dem Leonsberg noch raufgeschleppt zum Totenbuch...oh, da kommen gerade Bekannte runter: Apnoejoe und Sandy. Erzählten etwas von langer Suche und Koords ev. off...
Oje- entmutigt weiter, und dem unwegsamen Pfad gefolgt. Hmm...Umkreis des Bildes ...am PDA etwas schwer zu entscheiden welches...ah, muß dieses sein.
Das mit der Größe auch gleich mal falsch interpretiert (naja,war wohl leicht müde [;)]) ...500m? ..nö, dann ists doch anders gemeint.
Jo- sieht plausibel aus. Nach einiger Zeit des rumkletterns, und loses Erdreich lostreten.. die kurz zuvor enteilten Vorfinder kontaktiert-ob überhaupt an der richtigen Stelle. Ja, war ich auch- und Koords waren auch ziemlich dort- kann man eigentlich nicht übersehen.
Zum Schutz hatte ich zwar kein Kruzifix - dafür meinen Namensvetter dabei [;)]
out: GC
thx npg

Bilder für diesen Logeintrag:
way upway up
Zur Vorsicht meinen Namensvetter mitgenommen...Zur Vorsicht meinen Namensvetter mitgenommen...

gefunden 08. Mai 2007 Pazifik hat den Geocache gefunden

Guten Mutes nahm er seinen Ranzen,
um abends heut den Baalstein zu umtanzen.
Galt es, einen Schatz zu heben,
davon erzählen Geschichten, die noch leben.

Die nicht mehr leben, sind am Berg,
das war der Katholiken Werk.
Kalter Haß regiert in dem Jahrhundert,
daß es auch nicht verwundert,
daß auf steilen Bergen ihre Toten sie bestatten,
wo sie bis gestern ihre Ruhe hatten.

Etlich alte Pergamente
fielen ihm in die Hände
und eines hat er aufgespürt,
wonach noch heute König Baal den Berg regiert. 

Und so stapft er in schweren Schuhen
zur Wand, an deren Fuß die Toten ruhen.
Noch wehen laue Lüfte
und ihn erfreuen Frühlingsdüfte. 

Er dacht’ an alle die Geschichten,
die von jenem Greuel ihm berichten.
Doch die Neugier überwiegt, sein Herz, es bebt,
er wär der erste, der den Schatz dort hebt. 

So geht er weiter, unbenommen,
doch es sollte noch ganz anders kommen.
Der Berg wird steil, der Wald wird dicht
und so bemerkt er nicht,
wie dunkle Wolken sich zusammenschieben,
die den einstmals blauen Himmel trüben. 

Der Wind frischt auf, doch er geht weiter unbeirrt,
bis er plötzlich Regen spürt.
Das Grau der Wand, es schimmert durchs Geäst,
doch sein Entschluß steht lange fest: 

Bergan! Er will es sich beweisen;
Und der Himmel öffnet alle Schleusen.
Er rutscht zurück, sein Schritt wird schwer,
doch er bemüht sich nur noch mehr. 

Ein paar Schritte noch, triefend naß und auch gebannt
steht er vor der geheimnisvollen Wand,
die ihm in ihrer Eigenart
all die alten Leiden offenbart,
die Menschen hierher hat getrieben,
wegen Menschen, die sie lieben. 

Er sieht alte Zeichen, die fast Runen gleichen,
und er hört auch nicht das Rauschen in den Eichen.
Er sucht, vergleicht und findet
das Zeichen, das den Weg ihm kündet
auf dem Weg zum Schatz der Wand
gegen den alle Schätze Tand. 

Doch weh, viele andre umringen dieses Zeichen
und plötzlich sieht man sein Gesicht erbleichen:
Vor ihm steht eine Lichtgestalt
wohl viele hundert Jahre alt. 

Und er erkennt schon bald es:
Er steht vor dem König dieses Waldes.
Jetzt fröstelt ihn, er rührt sich nicht
und die Gestalt jetzt zu ihm spricht: 

„Vor dir steht König Baal!
Du Wicht bliebst nicht im Tal.
Du wolltest nur ein Rätsel lösen
und entehrst den Ort, der einst uns Zuflucht ist gewesen.
Wer der Toten Ruhe stört, der sei verflucht!
Auf, Schergen, werft ihn in die Schlucht!“ 

Kein Wort kam über seine Lippen,
denn 80 Klafter hoch sind diese Klippen.
Er will fliehen, doch wohin?
Zur Rettung hat er eines nur im Sinn:
Weg von dieser Felsenwand,
deren Abgrund er so nahe stand. 

Er springt auf und flieht nach oben,
während Baalens Sturmgewitter toben.
Er weiß nicht, wohin der Weg ihn führt
und er schon den Atem der Verfolger spürt. 

Der Wald wird licht, schon naht der Gipfel,
der Sturm braust durch die Tannenwipfel.
Er kann nicht nach vorn und nicht retour,
da erblickt er eine Spur. 

Er folgt ihr, so schnell ihn seine Beine tragen,
er fühlt, seine letzte Stunde hat geschlagen.
Dicht im Nacken die Verfolger, sicher schon ein Dutzend.
Da springt er, einen Felsenvorsprung nutzend
zu einem Baum, hält sich am Geäst
er hat Glück, der Baum steht fest... 

Er hat keinen Ausweg, keinen sich’ren Stand
hier ganz oben an der Wand.
Der Schlucht entlang sein Weg ihn führt, mit allen Mitteln
sucht er die Verfolger abzuschütteln.

Er klettert nun der Schlucht entlang,
da wird auch den Schergen bang.
Sie lassen ab, wohl angesichts
außer 80 Klafter unter ihnen nichts. 

Er kann weder aufrecht gehen,
noch wagt er es, sich umzusehn.
Er umringt den Berg, vorbei an Latsch’ und Geierhorst
im allzu steilen, dichten Forst. 

Zu steil, kein Weg, er muß zurück,
doch wieder hat er Glück:
Ein Felsvorsprung erlaubt,
was er selber nicht geglaubt: 

20 Klafter vor ihm hat er den Schatz gefunden;
Doch leider auch – 20 Klafter weiter unten...
Unter ihm hat er erkannt
20 Klafter senkrecht Wand. 

Und nur von Ferne höret er
das Kriegsgeschrei von Baalens Heer.
Drum wird auch noch dieser Fels umrundet
und die Gegend neu erkundet. 

Der Jagdtrieb ihn jetzt weiter drängt,
obwohl er mitten in den Felsen hängt.
Naß und müde, voller Ängstlichkeit,
doch der Schatz von Baal ist nicht mehr weit. 

Doch den Schatz, den hat er jetzt im Rücken;
Er muß sich tausend Male bücken,
bis er eine Böschung findet,
die Umkehr ihm ergründet. 

So strebt er dampfend nun dem Schatze zu
und hat ihn auch im Nu.
Des Schatzes einzig Wächter war selber durcheinander
- das war ein Feuersalamander.

Schlich herum – er war nun allein
und begann den Augenschein:
Die Truhe klein, der Deckel gar pompös.
Da fiel ihm ein, was er gelesen:
Der Deckel sei monströs! 

Er erinnert sich an die Worte vom „höllischen Ort“;
Erst jetzt verstand er, und schlich sich gleich fort.
Müde, naß, durchfroren
gab er seinem Pferd die Sporen. 

Und als er glücklich kam zurück auf seine Burg,
da meint zu ihm sein Dramaturg:
Wer ZU HOCH hinaus will, wird bestraft von König Baal,
drum merk dir ein für allemal:
Der Gemsen Weg soll sie zu Felsenspitzen führen,
doch der Mensch soll am Tal sich orientieren.

 

DFDC!!!