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Schloss Lützschena

von whiterabbit     Deutschland > Sachsen > Leipzig, Kreisfreie Stadt

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 51° 22.796' E 012° 16.845' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: mikro
Status: archiviert
 Versteckt am: 07. März 2007
 Gelistet seit: 24. September 2007
 Letzte Änderung: 01. Mai 2016
 Listing: http://opencaching.de/OC42D4
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Beschreibung   



Teil 1 der Speck von Sternburg-Reihe

Teil 2: Trau Dich 6



Die Geschichte des Schlosses in Lützschena ist eng mit der des dortigen Rittergutes verbunden. Im Jahre 1404 wurde es von Wilhelm von Uechtritz gekauft und danach blieb es mehr als 400 Jahre in Familienbesitz. Der letzte Besitzer Rittmeister Hans Moritz Alexander von Klengel hatte während der Napoleonischen Kriege große finanzielle Verluste erlitten und starb 1816. Seine Frau, die Tochter des vorherigen Besitzers von Uechtritz, konnte das Gut nicht mehr halten, so dass es 1822 zur Zwangsversteigerung kam.

Der Kaufmann Maximilian Speck (1776 - 1856) aus Leipzig, durch einen florierenden Wollhandel zu Wohlstand gelangt, erwarb das Gut für 101 750 Reichstaler und führte es in kurzer Zeit zu neuer Blüte. Er ließ Wirtschaftswege neu anlegen und Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser durchführen, intensivierte die Landwirtschaft und den Obstbau. Die seit 1800 bestehende Ziegelei rettete er vor dem Verfall und baute sie aus. Die zum Gut gehörende Brauerei verlegte er in die in den Jahren 1834/35 am jetztigen Standort errichteten Neubauten und den zur Bierbereitung nach bayerischem Vorbild nötigen Hopfen ließ er in seinen Hopfengärten anbauen. WappenBeraten von Landwirtschaftsexperten führte er moderne Methoden der Landwirtschaft ein, indem er die Fruchtfolge änderte (bis 1830 noch Dreifelderwirtschaft)und indem er die Düngung der Felder mit einer Knochenmühle aus England verbesserte. Vor allem durch die Schaf- und Rinderzucht und die Einführung der Stallfütterung, die bis dahin nicht gekannte Ergebnisse in der Viehwirtschaft erzielte, erregte Maximilian Speck die Aufmerksamkeit einiger europäischer Fürstenhäuser. So wurde er 1825 vom Zaren Alexander I. nach St. Petersburg eingeladen, um in Vorträgen die gesammelten Erfahrungen weiterzugeben. Als Dank erhielt er den "Orden des heiligen apostelgleichen Wladimir", verbunden mit einer Pension von 6 000 Rubeln jährlich, wodurch er in den Rang eines Ritters geriet. 1829 wurde er vom bayerischen König Ludwig I. in den Freiherrenstand erhoben und durfte von nun an den Namenszusatz "von Sternburg" sowie ein Wappen führen.
Bei dem Gut Lützschena handelte es sich um ein komplexes Unternehmen, das nach modernsten Erkenntnissen geführt wurde und der damaligen Zeit weit voraus war.

Die bei seinen Unternehmungen erzielten Gewinne investierte Maximilian Speck von Sternburg nicht allein in seinem Gut, sondern verwendete sie auch im sozialen und kulturellen Bereich. Er sammelte wertvolle Gemälde, Grafiken und Bücher und ließ kurz nach dem Erwerb des Gutes einen Schlosspark nach englischem Vorbild anlegen. 1847 ließ er eine Kinderbewahranstalt in dem Eckhaus Hallesche (ehemals Leipziger) Straße/Am Bildersaal einrichten, beteiligte sich an der Gründung einer Sonntagsschule für Erwachsene. Die durch den Betrieb seines Gutes gewonnen Erfahrungen gab er weiter, indem er 1826 einen Lehrverein zur Ausbildung von Gutsbesitzern und des Gesindes ins Leben rief, 1851 in Lützschena eine höhere Landwirtschaftsschule gründete und eine ganze Reihe von Lehrschriften veröffentlichte. Schließlich setzte sich Maximilian Speck von Sternburg auch dafür ein, daß die Bauern seiner Herrschaft von den Frondiensten befreit wurden und das Gut 1835 ein freies wurde, indem er es gegen Zahlung von 1 000 Talern aus der Lehnshoheit des sächsischen Königs herauslöste.

Schloss, barock & neugotisch

Das Schloß, wie es von der Familie von Uechtritz übernommen wurde, war ein zweigeschossiger Barockbau mit ausgebautem Mansarddach und einem in der Mitte aufgesetzten kleinen Turm. Nach dem Tod Maximilian Speck von Sternburgs im Jahre 1856 genügte der Bau offensichtlich nicht mehr den Bedürfnissen der gewachsenen Familie, auch bot er zu wenig Platz, um die große Kunstsammlung würdig zu präsentieren. Deshalb wurde das alte Schloß 1864 abgetragen und durch einen Neubau ersetzt.

Der Sohn Alexander Maximilian, Vater von zwölf Kindern, ließ das neue Schloß in einem Stil bauen, der sich an der englischen Neugotik orientierte. Es hatte zunächst drei Geschosse mit relativ flachen Dächern, die dadurch etwas verdeckt wurden, daß die Mauern mit Zinnen abschlossen. Bis zum Jahre 1945 bestand das Schloß ohne wesentliche Veränderungen. Nach der Enteignung der früheren Besitzer und der Auslagerung der Kunstsammlungen wurde das Schloß lange Zeit als landwirtschaftliche Fachschule genutzt. Um nun zusätzlichen Wohnraum und Internatsplätze für Schüler zu gewinnen, wurde ein viertes Geschoß aufgesetzt, wodurch die Zinnen verschwanden und so ein schmuckloses Flachdach den Abschluß bildet.

Glücklicherweise steht es jetzt unter Denkmalschutz, so dass weitere derartige Frevel ausgeschlossen sind. Nach 1989 bemühte sich der Gemeinderat Lützschena darum, daß das Schloß zum Eigentum der Gemeinde wird. Ziel war es, das Schloß selbst und umliegende Gebäude wie das Mühlengrundstück, das ehemalige Wasserkraftwerk, Pferdeställe usw. mit Unterstützung von Investoren zu einem Komplex zu gestalten, wo Erholungssuchende neben Unterkunft auch Möglichkeiten der künstlerischen und sportlichen Betätigung, für Wanderungen und Weiterbildung finden. Leider wurde entsprechenden Anträgen nicht stattgegeben, so dass sich das Schloß im Besitz des Freistaates Sachsen befand und einige Jahre als Schule für behinderte Kinder genutzt wurde. Mit der Verlagerung der Schule an andere Orte wurde das Haus frei und konnte zum Kauf angeboten werden. Im Frühjahr 2002 wurde das Schloß durch die jungen Anwälte von Truchseß und von Erffa gemeinsam erworben. Beide sind Verwandte der Familie von Sternburg und offensichtlich auch von deren Geist beseelt, indem sie Teile des Schlosses nicht nur als ihre Wohnungen herrichten ließen, sondern das Erdgeschoß so renovierten, dass es für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden kann und damit auch der Öffentlichkeit zugänglich ist.

Schlosskirche

Zum Cache:

Bei diesem Cache handelt es sich um meinen ersten selbstgelegten Multi-Cache. Er besteht aus 3 Stationen und dem Finale. Um die Koordinaten für Station 3 zu berechnen, benötigt ihr Daten von den ersten beiden Stationen. An Station 3 müsst ihr auch Daten sammeln, um eine Peilung zum Finale vornehmen zu können.
Die höhere Terrainwertung hat er ausschließlich aufgrund der letzten Meter, alles andere ist kinderwagenfreundlich.

Station 1:

N 51° 22.796 E 12° 16.845

Am Start befindet ihr euch an der Schlosskirche.
Sucht dort die steinerne Grabplatte und schaut euch die Inschrift an.

  • Wer liegt dort begraben? Anzahl der Buchstaben des Vornamens = A
  • In der wievielten Zeile steht der Vorname? Zahl = B

Station 2:

N 51° 22.689 E 12° 16.807

An der Brücke findet ihr eine Informationstafel über den Schlosspark. Auf dieser findet ihr die restlichen Informationen für Station 3.

  • Seit wann ist für Lützschena ein Lustgarten bezeugt? CDXX
  • Gleich die nächste Jahreszahl im Text wird benötigt; XXEF
  • Wann heißt es:"...Auch musste er, um Lachen und Lehmgruben mitten in dem Park auszufüllen, manche Canäle und kleine Teiche graben lassen, deren Anlegung sonst unterbleiben wäre, um nur Verbindung ins Ganze zu bringen."? XXGH
  • In der wievielten Generation ist Wolf-Dietrich Speck von Sternburg Erbe des Sternburgschen Besitzes? Zahl = I
  • Sucht als nächstes die Abbildung des türkischen Entenhäuschens mit der dazugehörigen Jahreszahl; XXJK
  • Tretet nun an die Rückseite der Tafel und zählt die Vogelarten; Anzahl = L

Station 3:

N 51° EF. [I] [(JK*B)+I]
E 12° CD. [(GH*L*A)+41]

  • Zählt dort die Bäume an der Landzunge; Anzahl = M
  • Zählt die Birken direkt am Gewässer; Anzahl + 1 = N

Nun könnt ihr die Peilung zum Finale vornehmen;
Entfernung in Metern: [(M+N)*HK]
Richtung in Grad (true north): [M*N*L*G]

FINALE:

Falls ihr kleiner als 1,78m seid, also von zwergenhaftem Wuchs, bringt am besten eine zweite Person für die Räuberleiter mit. Hinterlasst am Finale bitte keine verräterischen Spuren und positioniert den Cache wieder ordnungsgemäß (quer liegend und ganz hinten!). Und verratet in den Logs nichts über das Finale.


Viel Spaß bei der Suche

whiterabbit_LE

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

Jvr orv rvarz Fpungm üoyvpu, znexvreg rva Xerhm qnf Mvry.

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

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Logeinträge für Schloss Lützschena    gefunden 55x nicht gefunden 1x Hinweis 0x Wartung 2x

OC-Team archiviert 01. Mai 2016 dogesu hat den Geocache archiviert

Wie zuvor angekündigt erfolgt hier nun die Archivierung. Sollten sich später neue Aspekte ergeben, so kann dieses Listing durch den Owner selbstständig über ein "kann gesucht werden"-Log reaktiviert werden.

Bei Unklarheiten oder Fragen kannst du gerne mich oder das Team kontaktieren.

dogesu (OC-Support)

OC-Team momentan nicht verfügbar Die Cachebeschreibung ist veraltet. 01. April 2016 dogesu hat den Geocache deaktiviert

Das Listing hier stimmt in den Fragen an Station 3 nicht mit dem auf geocaching.com gelisteten überein.

Die Nutzungsbedingungen von opencaching.de enthalten unter anderem diesen Punkt:

Ist der Geocache auch auf anderen Webseiten veröffentlicht, so muss die Beschreibung immer auf allen Webseiten aktuell und vollständig gehalten werden. Aktualisierungen der Beschreibung müssen zeitnah auch auf den anderen Plattformen vorgenommen werden.

Der Owner sollte hier dringend das Listing dem aktuellen Stand anpassen, so dass sein Cache auch hier wieder gefunden werden kann; bis dahin setze ich den Status auf "Momentan nicht verfügbar". Sollte innerhalb eines Monats (d.h. bis zum 1. Mai 2016) keine Rückmeldung erfolgen, werde ich den Cache archivieren

Bei Unklarheiten oder Fragen kannst du gerne mich oder das Team kontaktieren.

dogesu (OC-Support)

gefunden 10. Januar 2016 zie26+einmaedel hat den Geocache gefunden

Nach dem Mittag wollten einmaedel und zie26 das frühlingshafte Wetter nutzen und ein paar neuere und ätere Döschen suchen. Als wir uns der ersten Station näherten trafen wir auf Cacherkollegen, die wir dann später wiedertreffen sollten. Die Stationen wurden nun von uns abgearbeitet und konnten gut gefunden und berechnet werden. Auf dem Weg zum Final begegneten wir den Cacherkollegen wieder und so entschlossen wir uns die Runde hier gemeinsam fortzusetzen. Recht schnell war klar wie der Hint zum Final gedacht war - einmaedel hatte gleich den richtigen Blick und so konnten wir alle loggen.
Viele Grüße an die Cacherkollegen Fahrbereitschaft und Begleiterscheinung und vielen dank dem Owner für die hübsche Runde durch den Park. TFTC
1x FP In

gefunden 18. April 2015 bloslo hat den Geocache gefunden

Wie oft sind wir hier einfach nur vorbeigefahren. Da ist es toll, dass uns dieser Multi in den wunderschönen Schlosspark gelockt hat und soviel über das Schloss und Parkgeschichte erzählte. Es war ein schöner und lehrreicher Spaziergang und ein voller Erfolg, als wir das etwas ungewöhnlich platzierte Final entdeckten und geloggt haben. Abschließend gab es noch ein nettes Gespräch mit dem Gemeindepfarrer, der den einen oder anderen Fakt noch ergänzte. DfdC!

gefunden 18. Februar 2015 Schnappa hat den Geocache gefunden

Wir haben uns ob der fehlerhaften Beschreibung des Finales fast dümmlich gesucht. Die Anzahl der Bäume stimmt hinten und vorne nicht und wir sind kreuz und quer durch den schönen Park gelaufen, was unserem Nachwuchs nach über einer Stunde dann nicht mehr so gepasst hat. Wir hatten es dann erstmal erfolglos aufgegeben und haben zu Hause nochmal nachgeprüft. Wir sind heute nochmal nach Lützschena gefahren und haben einfach nicht die Baumanzahl als Grundlage genommen, sondern was Offensichtlicheres. Letztendlich haben wir dann den Cache gefunden. Den Final bekommt man übrigens auch mit 1,85 m Größe gerade so zu fassen. Die Beschreibung bitte anpassen! Bei geocaching.com ist sie nämlich eindeutiger.