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Normaler Geocache
Datenbunker - Codename "Syenit"

 Tradi in der Nähe eines interessanten Objekts bei Kapfenberg

von aj-gps     Österreich > Südösterreich > Östliche Obersteiermark

N 47° 26.957' E 015° 20.227' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: klein
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 0:10 h 
 Versteckt am: 01. April 2008
 Gelistet seit: 12. April 2008
 Letzte Änderung: 17. Dezember 2009
 Listing: http://opencaching.de/OC5740
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Beschreibung    Deutsch  ·  English


Basic Information
Im zweiten Weltkrieg waren die Böhlerwerke in Kapfenberg die zweitgrösste Waffenproduktionsstätte in Österreich und daher wesentliches Ziel der alliierten Bomberverbände. Böhler produzierte nach dem Ausbau im Jahr 1938 ab 1939 im Werk Deuchendorf (Werk VI) Flugabwehrgeschütze, Gebirgshaubitzen, Gebirgsgeschütze sowie Antriebsteile und Zubehör für Panzer und Flugzeuge. Während 1938 4.000 Arbeiter beschäftigt wurden stieg die Anzahl auf 16.000 Beschäftigte Anfang 1945.
Nach ersten Luftschutzalarmen für Kapfenberg im August 1943 wurde im November der Luftgaubereich XVII, in dem Kapfenberg liegt, zum Schwerpunkt der Luftverteidigung und des Luftschutzes bestimmt, was die Errichtung von Schutzmassnahmen ermöglichte.
Kurz darauf wurde mit der Planung und Vorbereitungen für einen Luftschutzstollen im Werk Deuchendorf im Höhkogel unter der Bezeichnung "Gefolgsschaftsstollen" begonnen. Am 1. Dezember 1943 wurde die Werksdirektion Deuchendorf von der Technischen Zentraldirektion von Böhler Kapfenberg angewiesen, sofort nach Fertigstellung der Planung mit dem Stollenbau im Bereich der Halle 17 zu beginnen.
Es wurden zwei Stollenanlagen geplant. Die Stollenanlage A hinter der Halle 17 mit 7 Eingängen für 2700 Personen und danach die Stollenanlage B östlich des Objekts 35 mit 5 Eingängen für 1700 Personen. Die Stollen wurden mit einer Höhe von 2,1 Metern und einer Breite von 2,32 Metern geplant. Der Baubeginn erfolgte im Dezember 1943.
Im März 1944 waren durch 122 Mann bereits 617 Meter Stollen fertiggestellt, wovon 337 Meter zur bombensicheren Unterbringung von bis zu 2300 Personen zur Verfügung standen. Zur gleichen Zeit wurde bereits mit Arbeiten an Anlage B begonnen, die im Juni 1944 fertiggestellt werden sollte.
Allerdings wurde Anfang 1944 befohlen die Kurbelwellenproduktion teilweise in den Berg zu verlegen, dadurch trat der Bau der "Gefolgsschaftsstollen" in den Hintergrund - Stollenanlage A sollte für die Kurbelwellenproduktion erweitert werden. Ende Mai 1944 wurde die Arbeit an Stollenanlage B eingestellt. Bis dahin waren 5 Stollen angeschlagen, wovon drei bis zu den ersten Querstollen fertiggestellt waren.

Unter dem Codenamen "SYENIT" (eigentlich ein magmatisches Tiefengestein) wurde kurz darauf die Verlagerung der gesamten Produktion in die Stollen befohlen. Es wurde der Ausbau der Stollenanlage A zu 8 Stollen mit einer Gesamtlänge von 1150 Metern und einer Fläche von 4650 Quadratmetern bei einer Stollenbreite von bis zu 5 Metern geplant und am 19. Mai 1944 mit den Arbeiten begonnen.

Stollenquerschnitt Fertigungsstollen Deuchendorf
Schnitt durch Arbeitsstollen mit Einrichtung
30. Juni 1944, Gebrüder Böhler und Co. AG

Grundriss Kurbelwellenbearbeitung im Stollen

Die Produktion im Stollen wurde jedoch niemals aufgenommen.
Nach Kriegsende wurde das Gebiet von der Roten Armee besetzt und das gesamte Inventar der Anlage abtransportiert.
In den 60er Jahren wurden die Stollen auf ihre Verwendungsmöglichkeit geprüft, allerdings nie genutzt.
1977 wurde die Trasse der S6 "Semmering-Schnellstrasse" direkt über den Eingängen errichtet, wobei alle Eingänge bis auf zwei verbaut wurden.

2003 wurde in 5 Monaten Bauzeit von Business Research Networks (BRN) für DaimlerChrysler der earthDATAsafe errichtet. Während an der Oberfläche nur ein golfballähnliches Gebäude - das sogenannte "Boarding House" - sichtbar ist, wurden unterirdisch die Stollen der Stollenanlage A zu einem Hightech-Datacenter ausgebaut, welches derzeit ca. 370 Quadratmeter Stellfläche für EDV-Anlagen bietet. Diese Fläche kann durch weiteren Ausbau der Stollen auf bis zu 4000 Quadrameter erhöht werden.
Die "Kugel" ist eine pneumatische Hülle über einem Gebäude mit 5-eckiger Grundfläche, die ständig unter Druck gehalten wird. Sie hat 26 Polycarbon-Fenster mit 100cm Durchmesser und wird in der Nacht von innen beleuchtet. Im ersten Stock befinden sich Seminarräume.
earthDATAsafe bietet einen sicheren Standort für Storage-, Backup- und ASP-Systeme von kleineren Firmen bis hin zu internationalen Grosskonzernen. Der Betrieb wurde im November 2003 durch die DaimlerChrysler Computing Services GmbH (DCCS) aufgenommen, die rund 100 Mitarbeiter an den Standorten Stuttgart, Graz und Kapfenberg beschäftigt.
Per 1. Juli 2008 wurde der Betrieb des earthDATASafe durch die KapschBusinessCom AG übernommen.
Wie für Datacenter üblich verfügt der earthDATAsafe über eine unterbrechnungsfreie Stromversorgung (315 kVA Diesel mit 7000 Liter Erdtank; Laufzeit 1 Woche ohne Nachtanken), Sicherheitsschleusen, Videoüberwachung, Brandfrüherkennung, Stickstoff-Löschanlage sowie eine redundante Internetanbindung über das Tele2 (UTA) Glasfasernetz. Daneben bietet der earthDATAsafe durch seine Lage von bis zu 250m unter der Erdoberfläche ideale Bedingungen für den Aufbau von hochverfügbaren Systemen - beispielsweise als Backup-Standort. Nicht zuletzt aufgrund seiner Lage wird der earthDATAsafe als eines der sichersten Rechenzentren Europas bezeichnet.
Probleme beim Bau waren vor allem die hohe Luftfeuchtigkeit in den Stollen von bis zu 100%, die extremen Kabellängen sowie die strikten behördlichen Auflagen (Lüftung etc). Die einzelnen Rechnerräume wurden als Einzelzellen nach der Raum-in-Raum Methode in die Stollen eingebaut, was die Klimatisierung und den Betrieb von Löschanlagen erleichtert.

Stollen heute
(DCCS / webquake eBusiness Consulting GmbH)

Cache
Der Cache befindet sich natürlich nicht in den Stollen sondern in unmittelbarer der Nähe der Anlage neben einem Forstweg.
Das Areal ist über die Raststätte Kapfenberg auf der S6 in Fahrtrichtung Wien sowie über Kapfenberg-Krottendorf erreichbar. Für die 2. Variante sind Parkkoordinaten angegeben, Zufahrt z.B. via Abfahrt Kapfenberg, der Beschilderung "Fachhochschule Kapfenberg FH JOANNEUM" folgen. Bei der Kreuzung der Strasse folgen, von der auch unmittelbar die Zufahrt zum FH Parkplatz abzweigt.
Achtung, Hinweis: Ein Teil des Geländes wird 24/7 videoüberwacht, mit automatischer Aufzeichnung und Personal vor Ort. Der Cache befindet sich nicht innerhalb dieses Bereichs, allerdings sei darauf hingewiesen, dass speziell der Zugang über die Raststation überwacht wird - daher ist es nicht unbedingt empfehlenswert diesen Cache in der Nacht zu machen. Der extra abgezäunte "Hochsicherheitsbereich" (Bewegungsmelder, Kameras) rund um das Boardinghouse selbst muss (und sollte) natürlich nicht betreten werden.
Für den Cache muss nichts geöffnet oder in anderer Form "umgebaut" werden! In der Nähe befinden sich (Not-)Stromversorgungsinstallationen (Füllöffnung, Zuluft, Abluft, Stadtwerke-Umspanner).

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

Fgrvar arora qrz refgra Onhz.

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Logeinträge für Datenbunker - Codename "Syenit"    gefunden 13x nicht gefunden 0x Hinweis 0x

gefunden Der Cache ist in gutem oder akzeptablem Zustand. 20. November 2016 cezanne hat den Geocache gefunden

I'm extremely fed up with how geocaching devolves in and around Graz. I did not get up early enough for a long hike requiring at least an hour of drive in both directions. When looking for potential goals, the area of Bruck/Mur came to my mind but I changed my mind along the way for a couple of reasons and decided to go for some caches in the Muerz valley.

I have several times driven by since this cache got hidden in a time when geocaches and their hiders were more appreciated than they are today but a visit to the cache never fitted into my plans. Today I thought that I could combine a stop for this cache with a visit to the toilette at the nearby rest area. So I stopped there and walked over to the cache area. I quickly spotted the cache container which was camouflaged in an untypical manner. Two old used gloves were covering the container. The log book is a bit damp but logging is possible without issues. I put the gloves back but put two stones on top as well.

Thank you for providing the interesting background on the nearby building - before having read the cache description when the cache showed up I have not been aware of the data storage bunker.

gefunden 24. Januar 2015, 23:19 ein_kelte hat den Geocache gefunden

auf der heimfahrt vom kino einen kurzen besuch gegönnt.

schneller fund, tftc
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Cache-Nr.: 2
Loged: 24. Jänner 2015 23:19

gefunden 26. Mai 2012 S2imon hat den Geocache gefunden

Einen kleinen Spaziergang vom Parkplatz der FH zum Cache unternommen. Etwas laut wenn die Autos vorbei brausen, aber ansonsten ganz nett =)

 

tftc

gefunden 14. Oktober 2010 Meister-Yoda hat den Geocache gefunden

Diese Kugel schon mal von der Autobahn aus gesehen, jetzt auch mal besucht.

TFTC
#247

Die Macht sei mit euch.

gefunden 11. August 2010 gc.bird hat den Geocache gefunden

Nachtrag auf OC. TFTC gc.bird