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Salz08 Altmünster - Heidenkopf

von juha1     Österreich > Westösterreich > Traunviertel

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 47° 54.060' E 013° 45.874' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: klein
Status: archiviert
 Zeitaufwand: 0:30 h 
 Versteckt am: 29. April 2008
 Gelistet seit: 22. April 2008
 Letzte Änderung: 02. Juni 2014
 Listing: http://opencaching.de/OC5851

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Beschreibung   

 

Eine Cacheserie zur Oberösterreichischen
Landesausstellung 2008 im Salzkammergut  

 

Von 29. April bis 2. November findet im Salzkammergut die Landesausstellung 2008 statt. Verteilt auf 14 Ausstellungsorte werden die Themen Geschichte, Tourismus und Kunst im Salzkammergut behandelt. Das Eggerhaus in Altmünster und das Viechtauer Heimathaus in Neukirchen beschäftigen sich unter dem Titel „Schnitzer, Drechsler, Löffelmaler“ mit alten Handwerkskünsten, die ab dem 16. Jahrhundert in dieser Region ausgeführt wurden, sowie mit den damaligen Lebensverhältnissen. Die Öffnungszeiten sind täglich 9 bis 18 Uhr.

Die Cache-Serie „Salz08“ soll dazu anregen, verschiedenste Orte der Landesausstellung zu besuchen und näher zu entdecken. Wir haben uns bemüht, im Raum Altmünster sowie in den umliegenden Gemeinden Reindlmühl und Neukirchen, kurze Caches zu legen, die historisch bedeutsame, landschaftlich interessante, regional-typische, bekannte oder weniger bekannte Orte aufzeigen. Die Hintergrundinformationen zu den Caches entstammen hauptsächlich dem Buch „Vom Gedenkkreuz im Traunsee zum Gipfelkreuz auf dem Brunnkogel“ von Johann Lüftinger (2007).

 

Heidenkopf

Am Kirchturm der Pfarrkirche blickt ein steinernes Gesicht mahnend über den Ort. Der sogenannte Heidenkopf geht auf folgende Begebenheit zurück:

Einer Sage nach wollte man die Kirche ursprünglich etwas abseits eines Standbildes des Götzen Erer (Erex) errichten. Der Ort schien jedoch nicht recht geeignet zu sein, da jede Nacht das bei Tag gebaute Mauerwerk wie von Geisterhand wieder verschwand. Den Leuten war dies nicht geheuer und so entschied man sich zu einem traditionellen Verfahren, um einen neuen Standort für den Kirchenbau zu bestimmen: Man spannte zwei ungezähmte Stiere vor einen Wagen, legte den Grundstein hinauf und ließ sie gehen, wohin sie zogen. Sie führten die Kirchenbauer dorthin, wo bereits der heilige Paulus einst gepredigt haben soll. Der Baumeister aber, der noch zu den Heiden gehörte, und mit dem Standort nicht einverstanden war, wollte den Plan vereiteln. Um Mitternacht stieg er auf die bereits dort errichteten Mauern, um die untertags gelegten Steine wieder abzuwerfen. Doch ein fürchterliches Gewitter zog auf und ein mächtiger Blitz fuhr auf ihn nieder, so dass er samt dem Stein in die Tiefe stürzte. Am Morgen wurde sein lebloser Körper gefunden und die Bauleute verstanden seinen Tod als Strafe des Himmels. Sie meißelten sein Antlitz in einen Stein, den sie zum schaurigen Andenken an der Stelle einmauerten, wo der Meister vom Blitz erschlagen worden und abgestürzt war.

 

 

 

Geschichte der katholischen Pfarrkirche Altmünster

Altmünster gilt als die älteste Ansiedlung rund um den Traunsee. Ein Grabstein aus der Zeit von etwa 200 n. Chr. gilt als Zeugnis der frühen Besiedelung durch die Römer am Traunsee. Von Altmünster aus ist vermutlich das Christentum in der Gegend verbreitet worden. Bereits zwischen 730 und 800 wurde in Altmünster – und nicht in Traunkirchen – die Benediktinerabtei „Trunseo“ gegründet, vermutlich an der Stelle eines früheren Druidenklosters. Das Benediktinerkloster dürfte während der Ungarnkriege zwischen 909 und 955 untergegangen sein. Nach dem Sieg der Ungarn gelang das religiöse Zentrum der Region in den Besitz des 1020 errichteten Nonnenklosters in Traunkirchen. Der heilige Benedikt ist aber noch heute der Pfarrpatron von Altmünster.

 

 

Der Name „Altenminster“ bzw. der Zusatz „alt“ wird erstmals 1699 erwähnt. Es sollte wohl der Unterscheidung zwischen den „Altgläubigen“ im Ort und den „Neugläubigen“ in der abgelegenen Viechtau dienen, da es dort erst im Jahre 1756 unter Maria Theresia zum Bau einer Kirche und zur Katholisierung der dortigen Protestanten kam.

Der 45,5 m hohe Kirchturm ist ein Rest der romanischen Kirche aus der Mitte des 12. Jahrhunderts, die im 15. Jahrhundert abgerissen und durch einen gotischen Neubau ersetzt worden war. Auf dem südseitigen Portal findet sich die Jahreszahl 1471, die sich wahrscheinlich auf diesen Neubau bezieht. Das Becken des Taufsteines in der Marien- oder Frauenkapelle stammt noch aus der romanischen Kirche (ca. 1300). Der dritte Umbau 1625 bis 1627 wurde im Renaissancestil durchgeführt und von Adam Graf Herberstorff finanziert. Ihm wurde der Legende nach weisgesagt, dass die Kirche einmal durch Wasser zugrunde gehen würde. Deshalb ließ er unter dem Hochaltar einen großen Klumpen Gold einmauern, damit man gleich nach der Zerstörung die finanziellen Mittel zum Wiederaufbau bereit habe.

 

 

Eine weitere Kostbarkeit ist die über 2 Meter hohe rechteckige Grabplatte aus rotem Marmor in der Allerheiligenkapelle der Pfarrkirche. Es zeigt das Reliefporträt des einst so gefürchteten Grafen Herberstorff in voller Rüstung als Heerführer des Dreißigjährigen Krieges. Herberstorff war 1620 von den Bayern zum Statthalter des Landes ob der Enns bestellt worden und ab 1625 durch den Kauf der Herrschaft Ort von Gmunden, deren Kaufpreis er aber schuldig blieb, auch Vogt (= beamteter Stellvertreter von Bischöfen oder Äbten) der Pfarre Münster. Sogleich ließ er die Kirche Altmünsters im Renaissancestil erweitern, wobei man davon ausgeht, dass er sich die Kirche zu seinem persönlichen Siegesdenkmal umgestalten wollte. Herberstorff veranlasste am 15. Mai 1625 das „Blutgericht am Haushamerfeld“, das sog. Frankenburger Würfelspiel (siehe Cache „Alea iacta est“). Er residierte im Schloss Ort in Gmunden und starb dort am 11. September 1629. Erst im Juni 1973 stieß man im Zuge des Einbaus einer Bodenheizung in der Pfarrkirche Altmünster unter den Steinplatten vor dem Hochaltar auf einen Sarg mit den Überresten Herberstorffs und seiner Gattin Maria Salome. Ein großes Loch im Stirnbein deutete daraufhin, dass der verhasste Graf erschlagen worden sei, eine gerichtsmedizinische Untersuchung stellte aber eine natürliche Todesursache fest.

 

Der Cache

Die Pfarrkirche Altmünster befindet sich bei N 47°54.060, E 13°45.874. Parken kannst du vor oder hinter der Kirche (gebührenfreie Kurzparkzone).  

Wenn du den Heidenkopf am Kirchturm erblickst, stehst du in der Nähe des unten abgebildeten Gesellen:

 

 

Wie viele Zähne fehlen ihm? = A

 

Umrunde die Kirche und suche nach dem Grabstein, der auf dem Foto unten abgebildet ist. Anzahl der Tiere auf diesem Stein = B

 

   

Der Cache liegt bei:  

N 47°54.(B2×A2 + B×A + A)

E 13°(46.000 - 3×A2×B)

 

Bitte keine Sticker ins Logbuch kleben!

 

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Bilder

Grabstein
Grabstein
Heidenkopf 1
Heidenkopf 1
Heidenkopf 2
Heidenkopf 2
Herberstorff
Herberstorff
Kirche
Kirche
Geselle
Geselle

Hilfreiches

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Logeinträge für Salz08 Altmünster - Heidenkopf    gefunden 8x nicht gefunden 0x Hinweis 0x Wartung 1x

OC-Team archiviert 02. Juni 2014 Opencaching.de hat den Geocache archiviert

Dieser Cache ist seit mehr als einem Jahr „momentan nicht verfügbar“; daher wird er automatisch archiviert. Er kann vom Besitzer jederzeit instand gesetzt und reaktiviert werden.

gefunden 01. Dezember 2012 mike3000 hat den Geocache gefunden

Heute gemeinsam mit brandy 1965 in Gmunden unterwegs, um vorm Wintereinbruch noch ein paar Dosen zu sichern. toller kurzer Multi, den wir schnell gelöst hatten. DFDC !

gefunden 09. März 2012, 21:00 schwoats hat den Geocache gefunden

3 Runden um die Kirche waren nötig aber dann haben wir den Cache schnell gefunden. TFTC!

This entry was edited by swoarts on Saturday, 10 March 2012 at 18:34:01 UTC.

gefunden 17. September 2008 M & Ms hat den Geocache gefunden

#6 on our trip to Altmünster/Gmunden today.

We found the stages without problems and quite quick. But we have to confess, that we have no idea what we calculated. At home, we found out that our printer didn't print the exponent right - instead there was shown A2 and B2 on the printout. [:I] ).
Nevertheless, we found the cache without problems...
No trade.
TFTC!

Martina & Michael

gefunden 27. August 2008 divingbrothers hat den Geocache gefunden

Stage 1 war beinahe ein bissi gruselig :)

tftc