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Virtueller Geocache
Herdecker Bodenschätze

 Erdcache ( keine Dose )

von BADEBUDE     Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Ennepe-Ruhr-Kreis

Achtung! Dieser Geocache ist „gesperrt“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 51° 23.740' E 007° 26.005' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: kein Behälter
Status: gesperrt
 Versteckt am: 21. Oktober 2008
 Gelistet seit: 21. Oktober 2008
 Letzte Änderung: 09. Oktober 2016
 Listing: http://opencaching.de/OC6BCB

20 gefunden
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2 Bemerkungen
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3 Beobachter
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Geokrety-Verlauf

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Der Weg
Zeitlich
Saisonbedingt

Beschreibung   

Die Entstehung des Ruhrsandsteins vor 320 Millionen Jahren

Quer über den Kontinent zieht sich von West nach Ost ein großes Gebirge, das Geologen das Variszische Gebirge nennen. Im Norden dieses Gebirges, dessen eingeebneter Rumpf später zum Rheinischen Schiefergebirge werden soll, dehnt sich eine weite Tiefebene. Flüsse, die im nahen Gebirge entspringen, suchen sich über diese Ebene in Mäandern ihren Weg nach Norden, wo sie ins Meer münden. Neben Flussläufen ist die Landschaft durch ausgedehnte Flachmoore geprägt. Diese Moore, in denen unter feuchtwarmem Klima eine üppige Vegetation gedeiht, sind die Geburtsstätten der Steinkohlenflöze. Häufig treten die Ströme über die Ufer, es kommt zu katastrophalen Überschwemmungen und mit den Fluten ergießen sich gewaltige Mengen von Sand und Schlamm über die Ebene, die alles Leben tief unter sich begraben. Jede Überschwemmung hinterlässt bis zu mehrere Meter mächtige Ablagerungen aus Sand und Tonschlamm. In einem Zeitraum von vielen Millionen von Jahren entstehen so auf einem sich allmählich absenkenden Untergrund Sedimentschichten von mehreren tausend Metern Mächtigkeit. Aus dem Sand wird durch die Last darüber liegender Schichten ein Sandstein.
Vor etwa 290 Millionen Jahren, werden diese Ablagerungen durch Schubkräfte gefaltet, mehrere tausend Meter tief in die Erdkruste versenkt und dem Variszischen Gebirge als weitere Faltenstränge angegliedert. Aufgrund des damit verbundenen hohen Drucks infolge der großen Versenkungstiefe wird der noch junge Sandstein in hohem Maße verdichtet und verfestigt. Mehr als 200 Millionen Jahre später wird der oberkarbonische Sandstein durch erneute Bewegungen der Erdkruste und damit verbundener Abtragung darüber liegender Schichten an die Erdoberfläche gehoben. Als Ergebnis dieser erdgeschichtlichen Vorgänge ist insbesondere in den älteren Schichten des Oberkarbon ein besonderer Sandstein entstanden, der sich durch seine im Vergleich mit anderen Sandsteinen durch besondere Merkmale auszeichnet. Der Ruhrsandstein ist fein- bis grobkörnig und intensiv kieselig gebunden oder hat unmittelbare Kornbindung. Neben Quarz enthält er hohe Feldspatanteile, so dass die Bezeichnung Arkose für diesen Sandsteintyp bisweilen verwendet wird. Bei diesem Sandstein sind in einem Werkstück häufig mehrere Farben vertreten. Die Menschen zu beiden Seiten des Unter- und Mittellaufs der Ruhr erkannten schon früh die guten Eigenschaften des Sandsteins aus den Schichten des Ruhrkarbons und lernen ihn als Bau- und Werkstein schätzen.


(Bildquelle www.geodienst.de)


Um den Cache zu loggen musst Du:

1.
die an den o.g. Koordinaten befindliche Skulptur aus Herdecker Ruhrsandstein mit dem Namen „Begegnung“ besuchen und dort ein Foto von Dir, Deinem Navi, Partner, Kind, Hund o.ä. mit der Skulptur machen

2.
die untenstehenden Fragen beantworten.

3.
uns Deine Lösungen per Email zusenden. Bei richtiger Lösung erhältst Du schnellstmöglich die Logfreigabe.

4.
Füge dann das an der Skulptur aufgenommene Foto Deinem Log bei.


Zu der Skulptur gibt es eine nette Geschichte, die nicht unerwähnt bleiben soll:

Vor langer Zeit machten sich vier Wäscherinnen mit ihren drei Kindern auf den Weg zum Bleichstein um Wäsche zu bleichen. Die Nachbarn warnten, nicht schon vor Georgi ( 24. April ) zu gehen, denn vor Georgi gebleichte Wäsche bringt Unwetter und Tod. Die vier verspotteten das Gerede als Aberglaube, zogen los und verbrachten sorglos den schönen Frühlingstag. Sie breiteten ihre Wäsche aus und begossen sie immer wieder mit Wasser aus der nahen Ruhr. Ihre Kinder spielten fröhlich am Ufer des Flusses und die Frauen erzählten sich den neuesten Klatsch. Keine von ihnen bemerkte, dass der Himmel sich langsam verdunkelte. Erst als Donnergrollen zu hören war, schreckten sie auf, rafften ihre Wäsche zusammen und machten sich so schnell es ging auf den Heimweg. Rasch fielen die ersten Tropfen, dann brach das Wetter mit aller Macht los: Blitze zuckten, Donner krachte, der Regen prasselte – es war, als stürze der Himmel ein. Mit großer Mühe erreichten die Frauen durchnässt den Steinbruch am Attenberg, der auf ihrem Weg lag. Dort wollten sie in einer kleine Höhle Schutz vor dem Unwetter suchen. Sie stellten ihre Körbe unter einen Felsvorsprung, krochen in die Höhle und klammerten sich nahe dem Eingang ängstlich aneinander. Als ein Blitz in der Nähe einschlug, bebte die Erde. Der Berg begann zu rutschen und verschüttete die Höhle. Als das Unwetter vorbei war, suchten Männer mit Fackeln nach den Wäscherinnen. Als sie die Körbe unversehrt unter dem Felsvorsprung fanden, ahnten sie Furchtbares. Tagelang grub man nach den Verunglückten ohne sie jemals zu finden. Aberglaube oder nicht, dieser Ort wurde seit den ängstlich gemieden. Nach vielen Jahren, als kaum noch jemand von dem Unglück wusste, brachen Steinmetze an dieser Stelle zwei Blöcke aus dem Felsen, einen größeren und einen kleinen. Als man sie auseinander schlug, zerfielen der große in vier und der kleine in drei Teile, die wie Gestalten aussahen. Verwundert richteten die Männer die Steine auf. Sollten die seltsamen Formen der Steine sie an das Unglück von einst erinnern? „Es ist ein Zeichen, dass sie keine Ruhe finden“, flüsterten sich die Steinmetze zu und beschlossen die Steine an den Ort zu bringen, wo einst das Unglück begann. So wurden sie am Bleichstein ganz nahe am Ruhrufer aufgestellt. Dort stehen sie nun mitten im Leben, begegnen Menschen und hören den neuesten Klatsch, wie einst die Wäscherinnen.

.............

Teile der Skupltur „Begegnung“ /// Steinbrucharbeiter in Herdecke um 1920

1.

Wie heißt der Zeitabschnitt des Oberkarbon, in dem der sogenannte Kaisberg-Ruhrsandstein, der in Herdecke abgebaut wird, entstand?
( Die allgemeine Angabe für Ruhrsandstein bei Wikipedia trifft nicht auf den Herdecker Sandstein zu!!! )

2.

Wodurch zeichnet sich der Ruhrsandstein im Gegensatz zu anderen in Mitteleuropa gewonnenen Sandsteinen aus?

3.

Welche Farben kommen auf Grund von Verwitterungen bei den früher „graue Herdycker“ genannten Ruhrsandsteinen auch vor?

4.

In den vergangenen Jahrhunderten gab es viele größere und kleinere Ruhrsandsteinbrüche in der Herdecke. Neben großen Steinbruchunternehmen, die auch als Bauunternehmer auftraten, betrieben auch Bauern Ihre eigenen kleinen Brüche im Wald. Heute wird das Gestein nur noch von einem Familienbetrieb mit über 100jähriger Tradition am Attenberg abgebaut.
( Gesucht ist nicht die Angabe auf der Wikipedia Seite, sondern die der Geologen. )

Wie heißt der letzte aktive Steinbruchbetrieb in Herdecke?

5.

Wer heute in einem Steinbruch arbeitet muss nicht mehr befürchten, dass diese Arbeit sein Leben verkürzt. Durch modernen Maschineneinsatz ist die Arbeit dort noch immer körperlich sehr anstengend, aber Dank der Technik nicht mehr lebensverkürzend. Vor 1930 gab es eine Erkrankung der Lunge, die Bergleute und Steinmetze gleichermaßen bedrohte. Die Leute sagten: „Hä spigget Blaud un äöhmt sik te Doue.“ Die Lebenserwartung der Arbeiter in den Steinbrüchen betrug damals nur etwa 35-45 Jahre.

Wie heißt die Lungenerkrankung, unter der die Steinmetze litten?


Der Cache ist auch auf www.geocaching.com gelistet.

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Logeinträge für Herdecker Bodenschätze    gefunden 20x nicht gefunden 0x Hinweis 2x Wartung 1x

OC-Team gesperrt 09. Oktober 2016 mic@ hat den Geocache gesperrt

Der Benutzeraccount wurde deaktiviert.

gefunden 28. August 2012 Landschildkroete hat den Geocache gefunden

Nachlog!
Heute auf dem Weg zu einen anderen Cache, hier vorbeigekommen und die nötige Messung vorgenommen.
Ein interessantes Thema und wir haben wieder etwas dazugelernt!
Danke fürs zeigen und den Informationen.
Viele nette Grüße von den Landschildkroeten
PS Leider haben wir kein Foto gemacht, wenn das nicht in Ordnung ist, bitte den Log einfach löschen!

gefunden 01. Januar 2012 Pfote02 hat den Geocache gefunden

Zusammen mit gnubbl habe ich mir die Sandsteinsäulen angesehen und beim Messen assistiert. Nach gnubbls Recherchen gab es jetzt auch die Logfreigabe. Vielen dank sagt Pfote02

gefunden 01. Januar 2012 gnubbl hat den Geocache gefunden

Auch diesen Earthcache habe ich heute zusammen mit Pfote02 bei Nieselregen besucht und hier die notwendigen Informationen gesammelt. Zu Hause ging es dann auf die erweiterte Informationsbeschaffung. Vielen Dank für's Herführen sagt gnubbl

Bilder für diesen Logeintrag:
gnubbl am Herdecker Stonehengegnubbl am Herdecker Stonehenge

gefunden 18. Juni 2011 VoWe hat den Geocache gefunden

Zusammen mit Arenque und Kuklediwa bin ich den Ruhrwanderweg am Ufer des Harkortsees abgewandert.
Dabei kamen wir auch an dieser Steinformation vorbei.
Das Foto (siehe Arenques Log) zu machen, war ja noch einfach.
Der Rechercheteil gestaltete sich da ungleich schwieriger, irgendwann kam aber die Logfreigabe.
Danke fürs Zeigen und die informativen Hintergrundgeschichten.

TFTC,

VoWe