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Seeschlacht vor Eckernförde II - der Zeitzeuge

von mac2k2     Deutschland > Schleswig-Holstein

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 54° 28.393' E 009° 50.347' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: klein
Status: archiviert
 Versteckt am: 11. August 2007
 Gelistet seit: 19. Januar 2009
 Letzte Änderung: 15. Juni 2013
 Listing: http://opencaching.de/OC7536
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Beschreibung   

Seeschlacht vor Eckernförde II - der Zeitzeuge

An den angegebenen Koordinaten findet Ihr einen Zeitzeugen.


Aber zuerst etwas geschichtliches:
Am Gründonnerstag 1849 besiegten in der Eckernförder Bucht schleswig-holsteinische Landbatterien ein dänisches Geschwader. Das "Gefecht von Eckernförde" galt als Sensation und wurde selbst in der TIMES ausführlich beschrieben. Militärisch ohne Wert, war der moralische Effekt im zweiten Jahr der Erhebung der Herzogtümer Schleswig und Holstein gegen den dänischen Gesamtstaat jedoch groß. Vor Eckernförde begann die zweite Phase des Kriegs. Die erste hatte auf massiven Druck der europäischen Großmächte am 24. 8. 1848 mit dem Malmöer Waffenstillstand geendet. Doch nach erfolglosen Gesprächen kündigten die Dänen Ende März 1849 den Waffenstillstand auf. Am Abend des 4.4.1848 lief ein dänisches Geschwader in die Förde ein und ging außerhalb der Schußweite der beiden Küstenbatterien vor Anker. Auftrag des Geschwaders mit 1.315 Mann Besatzung war es, die Stadt anzugreifen, um abzulenken. Obwohl der Wind ungünstig war, weil er von Osten kam und die Angreifer auf den Strand zu treiben drohte, griffen sie am folgenden Gründonnerstagmorgen an. Sie gingen davon aus, mit ihren 146 Geschützen die nur 16 schleswig-holsteinischen niederkämpfen zu können. So gingen das Linienschiff "Christian VIII." und die Fregatte "Gefion" zwischen der Norder- und der Süderschanze vor Anker und eröffneten das Feuer auf die beiden Küstenbatterien. Weil die Mannschaften der Schiffe mangelhaft ausgebildet waren, wurden nur Breitseiten geschossen, deren Treffer sich im Pulverqualm kaum beobachten ließen. Von Land konnte dagegen mit gezieltem Einzelfeuer entgegnet werden. Trotz der Anker trieben die Schiffe immer näher auf die Batterien zu. Die Ankertrosse der "Gefion" wurde schließlich durchschossen. Die beiden Dampfer der Dänen konnten keine Hilfe bringen. Sie scheiterten bei dem Versuch, die zwei Segelschiffe aus dem Feuerbereich zu ziehen. Später wurden auch glühende Kugeln eingesetzt. Eine zusätzliche Feldbatterie war am frühen Nachmittag am Ufer in Stellung gegangen und erhöhte durch ihr Feuer den Druck auf das manövrierunfähige Geschwader. Das Flaggschiff fing Feuer, eine halbe Stunde nach "Gefion" holte schließlich auch die "Christian VIII." ihre Flagge nieder. Allerdings kannten die Soldaten an Land dieses seemännische Zeichen für die Kapitulation nicht und feuerten weiter. Erst als ein dänischer Offizier unter Lebensgefahr an Land gegangen war, wurde begriffen, daß sie an Land in dem ungleichen Gefecht gesiegt hatten. Gegen 18 Uhr schwiegen die Waffen. Der größte Knall sollte jedoch noch folgen. Unteroffizier Preußer hatte eigenmächtig die Mannschaft des Flaggschiffs aufgefordert, die brennende "Christian VIII." zu verlassen. Nach einem späteren Bericht soll das Feuer an Bord zu diesem Zeitpunkt jedoch gelöscht gewesen sein. Dennoch explodierte das Linienschiff gegen 20 Uhr. Über die Ursache - eine glühende Kugel, die übersehen wurde oder gezielte Sabotage - kursieren vor allem in Dänemark noch heute wilde Spekulationen. Sicher ist dagegen, daß unter den Opfern der Explosion auch Preußer war. So fiel den Siegern des Gefechtes nur die "Gefion" als Prise zu. Sie wurde als "Eckernförde" an die Deutsche Marine abgegeben. Trotzdem wurde das Gefecht um die Wende vom 19. auf das 20.Jahrhundert im Deutschen Kaiserreich gefeiert und zum Anfang der deutschen Seemacht verklärt, obwohl es ein Sieg von Landbatterien war.

In der Wand des Gebäudes vor dem Ihr bei den Koordinaten steht steckt der Zeitzeuge aus der Zeit.
Stellt euch direkt vor den Zeitzeugen und geht auf 50° 25m, dort werdet Ihr den Cache finden.

Der Cache ist eine Click-Click-Box
Cacheinhalt: Logbuch, Bleistift,
Coin, Modellauto, Schraubendreher, Geist

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

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Logeinträge für Seeschlacht vor Eckernförde II - der Zeitzeuge    gefunden 25x nicht gefunden 2x Hinweis 1x Wartung 1x

OC-Team archiviert 15. Juni 2013 Opencaching.de hat den Geocache archiviert

Dieser Cache ist seit mehr als einem Jahr „momentan nicht verfügbar“; daher wird er automatisch archiviert. Er kann vom Besitzer jederzeit instand gesetzt und reaktiviert werden.

Hinweis 14. Juni 2012 pirate77 hat eine Bemerkung geschrieben

Bitte bei Statusänderungen, die bei geocaching.com durchgeführt werden, auch immer hier den Status ändern. Analog zu GC setze ich den Status für diesen Cache jetzt auf "Momentan nicht verfügbar". Sobald der Cache wieder gesucht werden kann, kann dies durch den Owner selbstständig wieder geändert werden.
Bei Unklarheiten oder Fragen kannst du gerne mich oder das Team kontaktieren.

pirate77 (OC-Support)

nicht gefunden 11. Juni 2012 peloto hat den Geocache nicht gefunden

Wahrscheinlich sind wir zu blöd. Den Zeitzeugen haben wir erst am zweiten Tag entdeckt, den Cache aber trotzdem nicht gefunden.

gefunden 11. März 2012 Halbling67 hat den Geocache gefunden

Wie kommt das denn da hin ;-?

gefunden 25. September 2011 Grauloewe hat den Geocache gefunden

Nachdem wir heute Nachmittag in Eckernförde angekommen sind haben wir gleich eine kleine Cache-Erkundungstour gestartet. Am Startpunkt der "Seeschlacht von Eckernförde II" trafen wir dann auf eine verdächtige kleine Truppe, die sich schnell als das brombeerenteam zu erkennen gab
Kurz gepeilt, erst einmal etwas in die falsche Richtung gelaufen weil mein Kompass nach Batteriewechsel nicht kalibriert war und schon hatte die Junior-Cacherin vom brombeerenteam die kleine Dose entdeckt

Danke für den interessanten Cache, den kleinen historischen Ausflug und ganz liebe Grüße an das brombeerenteam!
Die Grauloewen

P.S. Logbuch ist voll, wir konnten uns noch auf einem Zettel verewigen, den ein Vorcacher dankenswerterweise hinterlassen hat.