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Rätselcache
Stumme_Zeitzeugen

 Gutes Beobachten ist nötig um die Zeitzeugen an den alten Häusern zu entdecken.

von anyafrodo     Deutschland > Sachsen > Dresden, Kreisfreie Stadt

N 51° 03.978' E 013° 45.594' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: klein
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 2:00 h   Strecke: 2.0 km
 Versteckt am: 13. Februar 2009
 Gelistet seit: 13. Februar 2009
 Letzte Änderung: 14. Juni 2011
 Listing: http://opencaching.de/OC77A0

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Beschreibung   


Für CK.

 

Der Cache ist sehr gut mit Kinderwagen und Rollstuhl machbar. Festes Schuhwerk wird empfohlen, da durch den nach oben gerichteten Blick häufig die zahlreich vorhandenen Hundehaufen übersehen werden. Es müssen keine Hinterhöfe betreten werden.  Fernglas könnte helfen, Brillen sollten gut geputzt sein.

Hohe Schwierigkeitsbewertung aufgrund erforderlicher Ausdauer.

 

 

Die Dresdner Äußeren Neustadt blickt auf eine lange Geschichte zurück.

 

Die Gegend, gelegen an der Elbe, damals begrenzt durch die Wege nach Stolpen und Langenbrück sowie die Prießnitz, war im 12. Jahrhundert noch von Sandboden und dichtem Baumbestand geprägt. In den folgenden Jahrhunderten begannen deutsche Siedler diese Bäume zu roden und stattdessen Gärten und Äcker anzulegen. Es entstanden feste, hochwassersichere Straßen, welche Dresden mit Radeberg, Stolpen und Bautzen verbanden.

Ein ’Spezialrescript’ des Kurfürsten Friedrich August I., (genannt ’der Starke’) vom 26.9.1701 wurde zur Gründungsurkunde der späteren Äußeren Neustadt: »Das vor Dresden und bis dato unfruchtbar gelegene Feld, insgemein auf dem Sand genannt, weil solches ohnedem im geringsten nicht zu gebrauchen, (ist) erb- und eigentümlich denen zu übergeben, die vor der Festung bauen wollten.«

So manche mutigen Menschen versuchten sich. 1737 wurde die erste Konzession für einen Ausschank erteilt. Neben entstandenen Anwesen, Wirtschaften und Gärten prägten zunehmend auch wirtschaftliche Unternehmen das Bild. Prächtigere Häuser wurden gebaut. Die Verschmelzung mit der Festungsstadt am anderen Ufer wurde feierlich im Juni 1835 begangen. Dies zog zunehmend weitere Bürger, Beamte und Handwerker an. Prächtige, auch mehrstöckige und reich verzierte Häuser wurden erbaut. Auch Schulen, die Feuerwache und die Kaserne ergänzten das Stadtbild. Das Leben in dem Stadtteil, damals Antonstadt genannt, florierte.

Den ersten Weltkrieg überstand Dresden unbeschadet. Jedoch verarmten die Bewohner der damaligen Antonstadt durch die Weltwirtschaftskrise. Praktikablere, Platz sparende Wohnformen waren von Nöten.

Verschlechtert wurde der Zustand der Häuser durch direkte Zerstörung im oder auch durch die Spätfolgen nach dem Zweiten Weltkrieg.

Der Aufbau in den Nachkriegsjahren wurde seitens der Politik nicht gefördert. Im Gegenteil. Es hieß: ’Neuaufbau und Baugenehmigungen seien zu versagen, wenn in zu dicht bebauten Gebieten wie in der Antonstadt Gebäudeerneuerungen fällig würden.’ Gaben die Behörden die Äußere Neustadt auf? So mancher Bewohner zog sich in andere, ’bessere’ Wohngegenden zurück. Den Großteil der damaligen Anwohner machten Studenten, Akademiker und Künstler aus.

Der Staat plante kräftig an der Wohnungsmarktsituation. In den Achtzigern sah der Plan einen radikalen Abriss der Häuser vor. Etwa die Hälfte der vorhandenen Wohnungen im Viertel sollten aufgegeben werden und durch WBS-70-Plattenbauten und Grünflächen ersetzt werden. Dies betraf unter anderem auch das zwischen den angegebenen Koordinaten liegende Geviert Kamenzer-/Sebnitzer-/ Prießnitz-/ Schönfelder Straße. An der Martin Luther Straße kann man sehr gut erkennen wie versucht wurde, verschiedenartige moderne Fassaden zu gestalten, welche sich in das Stadtbild einfügen sollten. Zu beurteilen ob dies gelungen ist obliegt dem Betrachter.

Der Interessengemeinschaft Äußere Neustadt, einem Zusammenschluss von ursprünglich 32 initiativen Bewohnern, sowie den glücklichen Umständen der sich abzeichnenden politischen Wende ist es zu verdanken, dass die Abrisspläne nicht realisiert wurden. So ist auch noch heute viel alte Bausubstanz vorhanden.

Doch begebt euch nun selbst auf den Weg und sucht die stummen Zeitzeugen. Wenn diese erzählen könnten…

 

 

(Quelle: Una Giesecke; Die Äußere Neustadt - Aus der Geschichte eines Dresdner Stadtteils; Sandstein-Verlag Dresden; 2007)

Diese Lektüre empfehle ich wärmstens all jenen, die Interesse bekommen haben sich näher mit der Geschichte der Äußeren Neustadt zu befassen.

 

 Begrenzt ist das zu betrachtende Gebiet auf folgende Koordinaten:  

P1       N51° 04.093   E13° 45.472                                      

P2       N51° 04.047   E13° 45.649

P3       N51° 03.880   E13° 45.556                                      

P4       N51° 03.810   E13° 45.460   

P5       N51° 03.796   E13° 45.302              

 

Wie findet ihr die Koordinaten heraus? 

Ihr begegnet bspw. dem Gesicht ‚Σ’ in der Kamenzer Str. 4. Notiert euch die Hausnummer und berechnet damit die unten aufgeführte Formel (Σ steht hier also für 4).

 

Es kommt auch vor, dass Euch an einem Haus mehrere Augenpaare entgegenblicken.

 

N 51° [e+E-(C+a)] [(h/J)+F-M] . [b*i+B+D*I-G*f+K*H-(f-d)+A+A-D*(F-a)]

 

E 013° [R-m-5] [X-T] . [L+N+n*O+V*Z+W*Y-Q*r*U-P+S*T-Z*U-T]

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

Frura xnaa vua wrqre, rf tvog qn xrva Trurvzavf. Qbpu xnaa vua wrqre qrhgra?
PRaQIMJrX-YLent-STAfhmHZ-BOFKWU-V-diNGCEb-D

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

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Logeinträge für Stumme_Zeitzeugen    gefunden 6x nicht gefunden 0x Hinweis 1x

gefunden 29. Februar 2016 pitty_62 hat den Geocache gefunden

Bei etwas Schneegestöber absolvierte ich diese sehr schöne und interessante Runde, die aber ihre Zeit gebraucht hat. Derartige Bildersuchen nach so vielen Gesichtern sind eben nicht so auf die Schnelle zu machen. Mit viel Ausdauer gelangte ich dann endlich zu der begehrten Dose, und konnte meinen Stempel ins Logbuch drücken. Damit habe ich wieder einen Teil der Dresdner Neustadt kennengelernt.
Danke fürs verstecken.

gefunden 27. Mai 2013 Numanoid hat den Geocache gefunden

Auf GC.com schon vor längerer Zeit gefunden, jetzt auch hier nachgeloggt.

gefunden 22. April 2012 geospatz hat den Geocache gefunden

Was für ein schöner Cache. Bei unserem letzten Besuch in Dresden hatten wir die Lösung ermittelt. Leider war kein Döslein da. Heute jedoch, ein Griff und die Dose war in unseren Händen. Vielen Dank für die kleine Tour durch die schönen Gässchen.

gefunden 17. März 2009 Proton26 hat den Geocache gefunden

Da waren die Neustadtkäscher doch noch schneller gewesen, die mir am Sonntag über den Weg liefen. Bei der Muggelmasse tagsüber konnte man nur mögliche Verstecke ausspionieren. Nun konnte ich aber doch gestern auf dem nächtlichen Heimweg loggen und die Lutherkirche gleich mit. Danke für den Cache in der home zone!

gefunden 15. März 2009 F_&_U hat den Geocache gefunden

Gemeinsam mit den drei neustadtkäschern haben wir uns auf die Suche begeben und am Finale wirklich jede erdenkliche Versteckmöglichkeit untersucht - nur das wirkliche Versteck blieb uns lange verborgen! Dank Telefonjoker dann aber endlich gefunden! Vielen Dank sagen F_&_U