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Rätselcache
The black Cat

 Nachtcache zur Shortstory "The black cat" von Edgar Allan Poe

von Die-zwei-vom-Bodensee     Deutschland > Baden-Württemberg > Bodenseekreis

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 47° 51.000' E 009° 15.000' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: normal
Status: archiviert
 Zeitaufwand: 2:00 h   Strecke: 3.0 km
 Versteckt am: 16. Mai 2009
 Gelistet seit: 12. Mai 2009
 Letzte Änderung: 12. August 2013
 Listing: http://opencaching.de/OC8249
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Geokrety-Verlauf

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Gefahren
Der Weg
Zeitlich
Benötigt Werkzeug
Benötigt Vorarbeit

Beschreibung   

Dass man den so unheimlichen und doch so natürlichen Geschehnissen, die ich jetzt berichten will, Glauben schenkt, erwarte ich nicht, verlange es auch nicht. Ich müsste wirklich wahnsinnig sein, wenn ich da Glauben verlangen wollte, wo ich selbst das Zeugnis meiner eigenen Sinne verwerfen möchte. Doch wahnsinnig bin ich nicht – und sicherlich träume ich auch nicht. Morgen aber muss ich sterben, und darum will ich heute meine Seele entlasten. Aller Welt will ich kurz und sachlich eine Reihe von rein häuslichen Begebenheiten enthüllen, deren Wirkungen mich entsetzt – gemartert – vernichtet haben. Ich will jedoch nicht versuchen, sie zu deuten. Mir brachten sie die fürchterlichste Qual – anderen werden sie vielleicht nicht mehr scheinen als groteske Zufälligkeiten. Es ist wohl möglich, dass später einmal irgendein besonderer Geist sich findet, der meine anscheinend phantastischen Berichte als nüchterne Selbstverständlichkeiten zu erklären vermag – ein klarer und scharfer Geist, weniger exaltiert als ich, der in den Umständen, die ich mit bebender Scheu enthülle, nichts weiter sieht als die einfache Folge ganz natürlicher Ursachen und Wirkungen.

Seit meiner Kindheit galt ich als ein weichherziger und anschmiegsamer Mensch. Ja, meine hingebende Herzlichkeit trat so offen hervor, dass sie oft den Spott meiner Kameraden herausforderte. Da ich eine ganz besondere Zuneigung für die Tiere empfand, beglückten mich meine Eltern gern mit allerlei Lieblingen. Mit diesen verbrachte ich all meine freie Zeit, und nie war ich glücklicher, als wenn ich sie fütterte und liebkoste. Diese Liebhaberei wuchs mit mir heran, und noch im Mannesalter war sie mir eine Hauptquelle meiner Freuden. Wer jemals für einen treuen und klugen Hund wahre Zärtlichkeit hegte, den brauche ich nicht auf die innige Dankbarkeit, die das Tier uns dafür entgegenbringt, hinzuweisen. In der selbstlosen und opferfreudigen Liebe eines Tieres ist etwas, das jedem tief zu Herzen gehen muss, der je Gelegenheit hatte, die armselige ›Freundschaft‹ und geschwätzige Treue des ›erhabenen‹ Menschen zu erproben.

Ich heiratete früh und war herzlich froh, in meinem Weibe ein mir verwandtes Gemüt zu finden. Als sie meine Liebhaberei für allerlei zahmes Getier erkannt hatte, versäumte sie keine Gelegenheit, solche Hausgenossen der angenehmsten Art anzuschaffen. Wir besaßen Vögel, Goldfische, einen schönen Hund, Kaninchen, einen kleinen Affen und – eine Katze.

Diese letztere war ein auffallend großes und schönes Tier, ganz schwarz und erstaunlich klug. Wenn wir auf ihre Intelligenz zu sprechen kamen, gedachte meine Frau, die übrigens nicht im Geringsten abergläubisch war, manchmal des alten Volksglaubens, dass Hexen oft die Gestalt schwarzer Katzen anzunehmen pflegen. Nicht, dass sie damit jemals eine ernstliche Anspielung hätte machen wollen – ich erwähne es nur, weil ich gerade jetzt daran denken musste.

Die Katze war mein bevorzugter Freund und Spielkamerad. Ich selbst fütterte sie, und wo ich im Hause stand und ging, war sie bei mir. Nur schwer konnte ich sie davon zurückhalten, mir auch auf die Straße zu folgen.

So bestand und bewährte sich unsere Freundschaft mehrere Jahre lang. In dieser Zeit aber hatte mein Charakter infolge meiner teuflischen Trunksucht – ich erröte bei diesem Bekenntnis – eine völlige Wandlung zum Bösen durchgemacht. Ich wurde von Tag zu Tag mürrischer, reizbarer, rücksichtsloser gegen die Gefühle anderer. Ich erlaubte mir selbst meiner Frau gegenüber rohe Worte. Schließlich schlug ich sie sogar. Meine Tiere mussten unter meiner Verkommenheit selbstverständlich ganz besonders leiden. Ich vernachlässigte sie nicht nur, sondern misshandelte sie auch. Auf die Katze indessen nahm ich noch immer so viel Rücksicht, dass ich sie nicht ebenso schlecht behandelte wie die Kaninchen, den Affen und auch den Hund, die ich bei jeder Gelegenheit misshandelte, wenn sie mir zufällig oder aus alter Anhänglichkeit in den Weg liefen. Doch mein Leiden wuchs – denn welches Leiden ist lebenszäher als der Hang zum Alkohol! –, und endlich musste selbst die Katze, die jetzt alt und daher etwas grämlich wurde, die Ausbrüche meiner Übellaunigkeit fühlen.

Nun aber hier genug, denn es gibt sicherlich Personen mit schwachem Gemüt. ich werde meine Geschichte an einem geeigneten Platz weiterführen.

N 4 8 ° 7 4. 7 13 12' 

O  9° 2 7. 3 4 5'

 

  • Wie bei allen Nachtcaches gilt: Nicht bei Vollmond bzw. in den vier Tagen davor oder danach suchen!!! Auch hier hat es Jägerstände!!! 
  • Die Short Story gehört nicht umsonst ins Horrorgenre und ist deshalb NICHTS FÜR KINDER!!! 
  • Bitte nicht querfeldein gehen oder abkürzen wollen!!! Rechts und links der Wege geht es steil nach unten bzw. nach oben. Die Stages sind immer so nah wie möglich am Weg, ihr müsst nur bei Stage 4 und am Final etwas tiefer in den Wald.
  • Weiße Nadeln deuten euch den Weg (Stage 2: weiße Reflektoren gehören hier zum Cache dazu) gelbe Nadeln (bei manchen Stages mehr als eine) zeigen euch die Stages. Die Koordinaten zeigen nicht direkt auf die Stages, aber ab da können die Stationen mithilfe der Reflektoren gefunden werden.
  • An den Stages bitte bis auf die Dosen nichts wegmachen wollen oder Werkzeug benutzen. Das ist absolut nicht nötig!!!
  • Mit Parken sieht es leider schlecht aus, wir empfehlen deshalb, das Auto vor dem Ort Katzensteig abzustellen und bis zu den Startkoordinaten zu Fuß zu gehen. Die Runde selber ist nicht sehr lang, dürfte also kein Problem darstellen. 
  • Genug der Anweisungen:  Wir hoffen, dass euch unser erster Nachtcache gefällt und wir euch einen Klassiker der amerikanischen Literatur näher bringen konnten!!!

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

Fgntr 1: Trvfgrfjveera: 7 Grvyr, qre Anzr vfg Cebtenzz
Fgntr 2: 7 Grvyr, vz Hzxervf iba pn 15 Zrgrea hz qra tryora Ersyrxgbe
Fgntr 4: Nhf qre Fvpug qrf Truäatgra! Ahe qvr yrgmgra qerv Mvssrea qre wrjrvyvtra Xbbeqvangr, Npughat: Bfg = 9° 15.kkk
Svany: Gvgry

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archiviert 24. Juni 2013 Die-zwei-vom-Bodensee hat den Geocache archiviert

gefunden 20. Mai 2009 bodenseepingu hat den Geocache gefunden

Trotz ebenfalls verwirrtem Geiste gelang es mir unter Zuhilfenahme eines Affen, die Örtlichkeit zu ermitteln, an der die Geschichte weiterführt. Wir wanderten von einer grausigen Stelle zur anderen - immer tiefer in den dunklen Wald hinein. Die Natur wäre schön gewesen, wenn nicht diese furchtbaren Geräusche diese Idylle getrübt hätten.

Bibbernd und Bebend kamen wir weiter - eine Stelle - die 3. blieb uns verborgen - warum auch immer. Doch wir nahmen unseren Mut zusammen und zogen weiter - vorbei am Gehängten, den wir im Walde fanden, weil wir ihn wohl finden sollten - intuitiv - aber doch irgendwo durch Lichtlein geleitet.

Nach schliesslich nicht mal eineinviertel Stunden fanden wir die schwarze Katze.


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Vielen Dank für den schönen Nachtspaziergang - klasse Geschichte, hat Spass gemacht - und eine tolle Ecke, die ich überhaupt nicht kannte.

bodenseepingu mit monkey und Uschi