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Virtueller Geocache
Aachener Thermalwasser

von Blue Savina     Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Aachen, Kreisfreie Stadt

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 50° 46.443' E 006° 05.212' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: kein Behälter
Status: archiviert
 Versteckt am: 18. Mai 2009
 Gelistet seit: 19. Mai 2009
 Letzte Änderung: 17. Oktober 2014
 Listing: http://opencaching.de/OC82E4
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Geokrety-Verlauf
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Infrastruktur
Zeitlich
Saisonbedingt

Beschreibung   

Deutsche Beschreibung (english description below)


Es gibt wohl kein Gebäude, welches die Bedeutung des Wassers für die Stadt Aachen besser verdeutlicht, als der Elisenbrunnen. Die meisten der Quellen sind überbaut und zugedeckt. Der Elisenbrunnen allerdings steht prominent mitten in der Stadt. Über einen Zulauf fließt hier auch ein Teil des Wassers der nahegelegenen Kaiserquelle.


Aachen - Stadt der heißen Quellen

Schon der Name der Stadt Aachen zeugt davon, dass die vielen Quellen bedeutend und lange Zeit prägend für sie war. Denn das heutige "Aachen" leitet sich vom altgermanischen "Ahha" ab und bedeutet nichts anderes als "Wasser".
In den zwei Quellzügen im Aachener Stadtgebiet - in der Innenstadt und in Burtscheid - treten mehr als 20 Thermalquellen an die Oberfläche. Mit einer Temperatur von teilweise über 70°C zählen sie zu den heißesten Quellen Europas.

Seit der Zeit der römischen Besiedlung Aachens werden die Quellen zu Heilszwecken benutzt. Die Quellen und Bäder wurden im Laufe der Zeit immer wieder verändert. Karl der Große badete in den Bädern ebenso wie später im Mittelalter ganze Heerscharen von Pilgern.
Seine Blütezeit erlebte das Aachener Bäderwesen vom 17. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Nach dem Stadtbrand von Aachen 1656 wurde auf Initiative Franciscus Blondels ein völlig neues Kurzentrum entworfen mit zahlreichen öffentlichen Trinkbrunnen, Gartenanlagen, neuen Hotels, Herbergen und neuen Bädern. Nach einer zwischenzeitlichen militärischen Nutzung der Anlagen während der französischen Revolution wurden die Anlagen zu Beginn des 19. Jahrhunderts weiter ausgebaut. 1827 wurde schließlich die neue Promenade am Elisenbrunnen fertiggestellt. Fortan konnte man dem dortigen Trinkbrunnen Wasser aus der nahegelegenen Kaiserquelle entnehmen. Zwei Marmortafeln am Elisenbrunnen künden noch heute von der früheren Popularität des Kurorts Aachen, sie listen die berühmtesten Badegäste auf.

Im Jahr 2009 drohte den Trinkbrunnen am Elisenbrunnen die Trockenlegung. Unterschiedliche Ansichten über die Auslegung verschiedener Gesetze und Verordnungen sorgten für eine lebhafte Diskussion, ob (und wie) das Wasser aus den Trinkbrunnen weiterhin fliessen dürfe. Inzwischen wurden Hinweisschilder angebracht, die darauf hinweisen, dass das Wasser aus den "Trinkbrunnen" "kein Trinkwasser" ist.
Eine Interessante Stellungnahme von der Gruppe Thermalwasserroute der Bürgerstiftung Aachen dazu findet sich hier.


Geologisches - Wasser aus dem Hohen Venn


Thermalwasser - vom Regen bis zur Quelle (zur Verfügung gestellt von Axel Meßling/ahu AG)

Quellschläuche


Das Einzugsgebiet der Aachener und Burtscheider Quellzüge erstreckt sich hauptsächlich südlich von Aachen bis an den Nordabfall des Hohen Venns und nimmt große Teile des Aachener Walds im Westen ein. Ein kleiner Teil des Thermalwassers stammt zusätzlich aus einem kleinen Einzugsgebiet nördlich der Stadt, welches bis zum Lousberg und nach Laurensberg reicht. Durch die höhere Lage des Einzugsgebiets tritt das Wasser in den Aachener Quellen selbsttätig zu Tage, es handelt sich um sogenannte artesische Quellen.
Das Wasser versinkt auf Tiefen von ca. 3000 Metern, wobei es auf bis zu 130°C erwärmt wird. Beim Aufstieg zur Erdoberfläche kühlt es auf Temperaturen von ca. 50°C bis 70°C ab. In mehreren tausend Jahren, in denen das versickerte Wasser im Untergrund ist, nimmt es große Mengen gelöster Salze und Mineralstoffe aus dem Untergrund auf. Durchschnittlich sind dies etwa 4,5 Gramm pro Liter im Aachener Thermalwasser. Hauptsächlich sind dies Kochsalz, Hydrogencarbonat, Sulfat, Kalium und Calcium. Charakteristisch sind jedoch auch vor allem für den Aachener Quellenzug die Schwefelverbindungen. Sie verleihen dem Wasser den charakteristischen Geruch.
Den Weg zur Erdoberfläche aus der Tiefe findet das Wasser entlang von Bruchlinien unterschiedlicher Erdschichten, die sich vor etwa 300 Millionen Jahren im Aachener Raum aufgefaltet haben. Hauptsächlich wird der Untergrund in dieser Region durch Tonsteine, Sandsteine und Kalksteine gebildet.
Die Spalten im Kalkstein erweitern sich zu 10-30cm breiten Aufstiegsbahnen, welche typisch für diese Region sind. Diese werden "Quellschläuche" genannt.


Loggen des Caches

Um diesen Earthcache zu loggen, macht bitte ein Foto von euch und/oder eurem GPS vor einem der beiden Trinkbrunnen und hängt dies eurem Log an. Ausserdem sind folgende Fragen per email zu beantworten
:
1. Welche Temperatur hat das Wasser der Kaiserquelle, welches zum Elisenbrunnen geleitet wird, beim Austritt?
2. Wie ist der pH-Wert des Wassers bei dieser Temperatur?
3. Das Wasser hat einen sonderbaren Geruch - ähnlich wie Faule Eier. Welche Schwefelverbindung ist dafür in erster Linie verantwortlich?
Achtung: Die benötigten Informationen findet ihr momentan nicht an den Brunnen. Ihr könnt die Infos jedoch vor Ort in einem Flyer bei der Touristeninfo bekommen oder im Internet nachschlagen. Leicht abweichende Antworten sind deshalb natürlich kein Problem. Solltet ihr vor Ort wieder die Tafeln mit der Wasserzusammensetzung auffinden, dann teilt uns dies bitte mit.



Viele weitere Informationen zum Aachener Thermalwasser bietet das Projekt "Thermalwasserroute" der Bürgerstiftung Aachen, mit dem die Bedeutung der Aachener Quellen wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung gebracht werden soll. Dieses Projekt informiert nicht nur im Internet, sondern auch an vielen Orten in der Stadt.






English description


There is probably no better place in Aachen than the Elisenbrunnen, for representing the importance of water for this city. This neoclassical hall covers one of the cities most famous fountains. Most of the hot springs are overbuilt or covered. In contrast to this the Elisenbrunnen is located prominent in the centre of the city. The fountains here are fed from the nearby hot spring "Kaiserquelle".


Aachen - City of thermal springs

You can already see in the name 'Aachen', how important the thermal springs are for this city. This name comes from the old Germanic word 'Ahha' which means 'water'.
More than 20 springs are arranged in two lines in the area of Aachen, one line in the city centre the other one is in Burtscheid. With temperatures above 70°C (about 160°F) these springs rank among the hottest springs in central Europe.

Since the Romans settled in Aachen, the thermal springs were used for health reasons. During the time the springs and bathhouses changed again and again. Charlemagne took the waters in Aachen as well as thousands of pilgrims did later in the Middle Ages.
From the 17th to the early 20th century the spa town was on its time of prosperity. After a big fire in Aachen in 1656, a new spa centre was created on the initiative of Franciscus Blondel, including several public drinking fountains, gardens, hotels and new bathhouses. After a time of military use of this buildings during the French Revolution, the facilities were enlarged in the early 19th century. In 1827 a new promenade at the Elisenbrunnen was finished. From this time on one could take water out of the drinking fountain, coming from the nearby spring 'Kaiserquelle'. Two marmoreal plates at this place show the popularity of the spa town. They list the most famous guests.


Geology - Water from the High Fens


thermal water - from rain to spring water (copyright: Axel Meßling/ahu AG)

spring tubes


The catchment area of the hot springs in Aachen reaches mainly from the south of Aachen to the North of the High Fens. It covers a large area of the woods in the west of Aachen. A small part of the water comes additionally from a small catchment area to the north of the city, reaching to Laurensberg and the Lousberg.
Due to the higher level of the catchment area the water automatically runs out of the springs in Aachen. The springs are so called artesian springs.
The water sinks about 3.000 metres deep into the ground and gets heated up to a temperature of 130°C (about 270°F). On its way up to the ground it cools down to a temperature of 50°C to 70°C (about 120°F to 160°F). During the very long period, in which the water is under the ground, which may be thousands of years, it solubilizes lots of salts and minerals. Averagely there are about 4.5g minerals in the water. These are mainly sodium chloride, hydrogen carbonate, sulphate, potassium and calcium. Also typical especially for the springs in the city centre are the sulphur compounds. They are responsible for the water's distinctive smell.
On its way up to the ground level the water rises along fault lines of different layers of earth, that were folded up in the region of Aachen about 300 million years ago. Primary the underground contains argillaceous rocks, sandstones and limestones. The crevasses in the limestone expand up to a width of 10-30cm, which is typical for this region. These structures are called 'spring tubes'.



Logging-tasks

To log this earthcache please take a picture of you and/or your GPSr in front of one of the drinking fountains at this place. Attach this picture to your log. Additional you have to answers these questions via email (you will find all necessary information there):

1. What is the exact temperature (in °C) of the water of the spring 'Kaiserquelle' that is led to this building?
2. What is the pH of this water for this temperature?
3. The water has a strange smell, like bad eggs. Which sulfur compound is primarily responsible for this?
At the moment you cannot read the required information on site. Meanwhile you can get the information at the tourist-info nearby or find the answers on the net.

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Landschaftsschutzgebiet LSG-Aachen <Teilflaeche 1> (Info)

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Logeinträge für Aachener Thermalwasser    gefunden 60x nicht gefunden 0x Hinweis 0x Wartung 1x

gefunden 25. Juni 2017 URilomeo hat den Geocache gefunden

Gestern war ich beim Mega in Alsdorf. Und bevor es wieder nach Hause geht, wollte ich etwas von der Aachener Innenstadt sehen. Dabei habe ich auch den Elisenbrunnen besucht. Die Antworten für diesen Earthcache konnten vor Ort gut ermittelt werden. Danke für das Herlocken an diese interessante Quelle.

gefunden 27. Februar 2016 Seebaer777 hat den Geocache gefunden

Vielen Dank für diesen Earthcache (bzw. hier Virtual).
Ich muss schon sagen, so einen Trinkbrunnen erlebt man nicht allzu häufig, da war das Wasser vom Marktbrunnen in Burtscheid wesentlich angenehmer. Jedoch musste ich das abgezapfte Wasser opfern, um ein Mess"becher" zu haben, damit ich das Volumen pro Zeiteinheit bestimmen konnte. Zum Glück kam ich auf dem Rückweg zum Auto nochmal in Burtscheid durchgeradelt.
Immerhin ist der Elisenbrunnen stylischer aufbereitet, wie man es in anderen Heilwasser-Kurstädten kennt.

gefunden 22. Mai 2015 rolandforchrist hat den Geocache gefunden

Diesen Cache habe ich am angegebenen Datum bei Gc.com geloggt. Nun hole ich das bei Oc nach. Danke fürs VersteckenLächelnd

Mit freundlichem Glückauf - Roland

gefunden 03. Mai 2015, 21:00 LadySaratius hat den Geocache gefunden

Während unseres Wochenendtrips machten Nevermindme, AgentSchmidt und ich (Team LAN) uns auf um neben den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Luxemburg auch in Deutschland einige Caches zu machen.
Die Tour ist schon etwas länger geplant; eigentlich war damals der GC40 Grund dieser Reise, aber es kamen noch einige LPCs auf die große Wunschliste.
Bewaffnet mit riesiger ECA und ganz viel Vorfreude konnten wir den einen oder anderen Cache am Wegesrand suchen, finden und loggen, um danach weiter zu unserem Ziel zu reisen.
Welches an diesem Tage dann wieder die Heimat war. So schnell verging das Wochenende mit tollen Cachen, die wir finden durften.
Danke für diesen tollen Cache, den wir am letzten Tage unserers Trips noch finden durften.


Danke für den Cache :-)

Viele Grüße aus Hamburg
LadySaratius
Hamburger Piraterie

gefunden 19. Januar 2015 st3phan hat den Geocache gefunden

Nach dem Frühstück machten wir noch einen Abstecher zu den Earthcaches dieser Stadt. Dieser hier war sicherlich etwas zum warmwerden. Im warsten Sinne des Wortes. Das bad viel aus aber wir versuchten uns trotz des Hints mal im Fühlen und Schätzen der gefragten Antworten. Interessant wie lange das Schauspiel hier schon andauert und wer so alles hier war ... nur die letzten jahre kam niemand mehr dazu. Liegt wohl am Zeitgeist ... Dafür kommen nun Earthcacher ... :D Danke!