Wegpunkt-Suche: 
 
Rätselcache
Salah He

 Bei den Headerkoordinaten stehst Du vor dem Eingangstor der Burg Forchtenstein.

von eisenstädter     Österreich > Ostösterreich > Nordburgenland

N 47° 42.594' E 016° 19.820' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: normal
Status: kann gesucht werden
 Versteckt am: 04. Februar 2008
 Gelistet seit: 06. Juli 2009
 Letzte Änderung: 06. Juli 2009
 Listing: http://opencaching.de/OC8888
Auch gelistet auf: geocaching.com 

5 gefunden
0 nicht gefunden
0 Bemerkungen
0 Beobachter
0 Ignorierer
68 Aufrufe
0 Logbilder
Geokrety-Verlauf

große Karte

   

Infrastruktur
Zeitlich
Saisonbedingt

Beschreibung   

Bei den Headerkoordinaten stehst Du vor dem Eingangstor der Burg Forchtenstein. Diese Burg ist eines der bedeutendsten Wahrzeichen des Burgenlandes.

Im 13. Jahrhundert als Grenzburg hoch über dem Rosaliengebirge auf einem Dolomitenfelsen errichtet, diente sie in den Türkenkriegen als Bollwerk des Westens. Seit dem frühen 17. Jahrhundert im Besitz der Familie Esterhazy, beherbergt Burg Forchtenstein als Tresor bis heute die bedeutenden Kunstsammlungen der Familie.=

Eines Abends im letzten Dezember fuhr ich mit meinem Wagen auf der engen, kurvenreichen Strasse über das Rosaliengebirge. Ein wildes Schneetreiben hatte mich eingeholt und ich konnte kaum über die Kühlerhaube hinaus etwas sehen. Ich fuhr langsamer als im Schritttempo, immer in der Angst eine Kurve zu übersehen und mit dem Wagen im finsteren Wald zu landen. Hilfe war zu dieser Zeit bei diesen Verhältnissen keine zu erwarten. Zu allem Überfluss gab es in diesem Gebiet auch keinerlei Empfang für mein Handy.

Plötzlich sah ich im Scheinwerferlicht, geblendet durch die dichten, reflektierenden Schneeflocken, ein dunkles Etwas mitten auf der Fahrbahn, wild gestikulierend stehen.

Ich hielt vorsichtig an, was trotz Schritttempos bei dieser Eisesglätte ein ziemlich wagemutiges Unterfangen war. Mein Wagen stand sofort quer, ich konnte ihn aber auf der Strasse halten.

Ein alter, zerlumpter Mann mit grauem Vollbart und langen ins Gesicht hängenden Haaren stand vor mir und kam humpelnd zu meiner Fahrertür. Er musste früher einmal ein Hühne gewesen sein und mich beschlich ein leicht mulmiges Gefühl als er mich mit leiser, tiefer Stimme ansprach und mich bat, ihn mit zur nächsten Ortschaft zu nehmen. Er hätte sich bei einem Sturz sein Bein verletzt und könne nicht mehr weiter.

Ich nahm ihn also mit und war froh als nach einigen Minuten Fahrt bereits die Umrisse der Burg Forchtenstein und ein spärlich beleuchteter Gasthof aus dem Schneetreiben auftauchten.

Ich beschloss, das Unwetter dort abzuwarten und fragte den Alten, der mir leid tat und der sehr hungrig und erschöpft aussah, ob ich ihn auf ein Abendessen einladen dürfte. Er nickte dankbar und wir traten in die Gaststube.

Außer dem Wirten war niemand da und wir setzten uns in der Nähe eines knisternden Ofens an einen Tisch um uns ein wenig zu wärmen.

Nachdem wir uns mit heißer Suppe und einem würzigen Gulasch gestärkt hatten, brachte uns der Wirt auf Kosten des Hauses einen Schnaps und zog sich wieder hinter die Theke zurück. Der Alte prostete mir zu und leerte das Glas auf einen Zug. Dann rückte er zu mir und begann mit leiser Stimme zu erzählen:

Vor vielen hunderten von Jahren lebte hier auf der Burg Forchtenstein ein gütiger, gerechter Fürst namens Giletus. Rosalia, seine Gattin jedoch war ein leidenschaftlich blutdürstendes, geiziges Weib, eine herzlose, grausame Frau, der ihre Untertanen weniger galten als ein Stück Freiwild.

Solange ihr milder, menschenfreundlicher Ehemann auf der Burg lebte, konnte sie ihrer Grausamkeit und Willkür weniger Zügel schießen lassen; aber als der Fürst einmal in den Krieg gezogen und die Burgfrau Alleinherrin über ihre Untertanen war, begann eine Zeit des Schreckens für die armen Landwirte. Sie peinigte und bedrückte die hilflose Bevölkerung in der herzlosesten Weise, ließ sie, wenn nur ein Groschen weniger Steuer einging oder die Abgabe nicht pünktlich auf den Tag geliefert wurde, unbarmherzig in den Schuldturm werfen, ja, viele, die ihr nicht zu Gesicht standen, mussten grundlos in den schwarzen Turm wandern, wo viele den Hungertod fanden.

Sie selbst sammelte mit ihren Helfern Schätze auf Schätze, die sie an einem unbekannten Ort versteckt hielt.

Als Giletus nach Jahren aus dem Krieg heimkehrte, klagten ihm die unterdrückten Landwirte ihr Leid und erzählten, wie grausam die Fürstin mit ihnen umgegangen sei.

Giletus gelobte ihnen, furchtbares Gericht zu halten.

Als der Turmwärter von hoher Zinne des Herren Ankunft verkündete, warf sich Rosalia in vollsten Staat und eilte dem Gemahle entgegen, der sie liebend empfing, sie öffnete ihm die Kammern und erzählte dem Erstaunten von den Schätzen, die sie so klug gesammelt und reich aufgespeichert hatte, und er schien zufrieden mit der regsamen fleißigen Fürstin.

Ein großes Mahl versammelte die Ritter und Herren, die in seiner Gesellschaft gekommen waren, im prunkenden Saale, und als der Becher wacker die Runde gemacht und der Fürst die neben ihm sitzende Frau ihrer Tugenden und Milde wegen oft belobt und umarmt hatte, brachte er die Rede auf eine Tyrannin, die er in fernen Reusenlanden kennengelernt hatte, und erzählte den Herren alles so, wie er es über seine Gemahlin aus der Bedrückten Munde bereits gehört hatte.

Alle verdammten das schändliche Weib, und auf seine Frage, was sie verdiene, stimmten alle für den Tod; "und du, treue milde weiche Frauenseele, unfähig, solchen Greuel zu fassen und zu denken, was sprichst du über eine solche Tyrannin aus?" fragte der Fürst seine Gemahlin.

Wohl zuckte ein Blitzstrahl durch ihr Gehirn und schnürte ihr das Herz im Leibe zusammen, als sie in der Erzählung ihres Herrn den Spiegel ihrer eigenen Untaten sah, aber im Vertrauen, dass er davon keine Ahnung habe, in der Hoffnung, sich bald nach der Tafel mit ihren Helfershelfern und ihren Schätzen in der Flucht über das Gebirge zu retten, und sich um keinen Preis verraten wollend, bemeisterte sie die Gefühle in ihrem Innern und sprach mit lauter Stimme: "Ich ließe sie, auf einem Knebel sitzend, in einem turmhohen Brunnen schwebend verhungern!"

"Du hast dein Urteil gesprochen, es soll dir werden", erwiderte der Fürst zornflammend, "auf, ihr Herren! Ihr sollt Zeuge sein, wie Giletus sein den Bedrängten gegebenes Wort löst und Gericht hält; fort in den Hungertod mit der schändlichen Tyrannin!"

Sogleich ward das schreckliche Gericht vollzogen. In den finstern gähnenden Schlund des schwarzen Turmes wurde Rosalia hinabgelassen, wo sie über den vermoderten Überresten ihrer Opfer schwebte, unter sich das grünäugige, zischende und pfeifende Ungeziefer des Abgrundes, über sich ein schmaler spärlicher Lichtstreif, der sich durch ein enges Fensterloch stahl. Und zu jeder Viertelstunde mussten die Wachen hintreten zur Öffnung und rufen: "Salah he!" Und jedesmal drang ein grausiger Schrei aus der Tiefe empor.

Erst am achten Tag wurde es stille im Turm. Die Schlossherrin hatte ihr verdientes Schicksal gefunden.

Seitdem schwebte immer um Mitternacht der Geist der toten Schlossherrin gespenstisch leuchtend um den schwarzen Turm der Burg Forchtenstein. Erst wenn die Burgwache, ins Gewehr tretend, ein gedehntes "Salah he!" zum Turm herüberrief, verflüchtigte sich der nächtliche Spuk.

Jahre- und jahrhundertelang wiederholte sich die gleiche Erscheinung. Erst als im 15. Jahrhundert ein Burgherr von Forchtenstein zur Sühne auf einem nahen Berg die Rosalienkapelle erbauen ließ, fand der Geist der grausamen Schlossfrau die ewige Ruhe. Der Schatz der Burgfrau blieb aber für immer verschollen.

Viele Wagemutige haben den Schatz schon gesucht, die meisten von ihnen wurden nie wieder gesehen.“


Nachdem der Alte geendet hatte, blickte er kurz auf und ich konnte erstmals einen Blick auf sein Gesicht erhaschen. Seine wirren Haare standen etwas zur Seite und ich sah eine merkwürdige Narbe auf seiner Stirn. Als er meinen fragenden Blick bemerkte, wurde er plötzlich seltsam unruhig und drehte sich sofort wieder weg.

Er murmelte etwas von “es sei Zeit, er müsse jetzt gehen“, und schob mir ein kleines Gebetbuch über den Tisch, dass er mir als Dank für meine Einladung schenken würde.

Dann verließ er wortlos, ohne dass ich Zeit fand ihn zu fragen was dies solle, Hals über Kopf die Gaststube und verschwand im Dunkel der Nacht.

Nachdem ich jetzt der einzige Gast war, kam der Wirt, der offensichtlich die ganze Zeit zugehört hatte, mit einer Flasche Schnaps zu mir an den Tisch, setzte sich und sagte:

„Mein Herr, das ist noch nicht die ganze Geschichte. Mit der Fürstin wurden auch ihre Helfershelfer zum Tode verurteilt. Zum Zeichen ihrer Schuld brannte man ihnen mit einem glühenden Eisen ein Kreuz auf die Stirn. Der Anführer sprang aber just am Tag seiner Hinrichtung über die Burgmauern in die Tiefe und auch er nahm das Geheimnis des Schatzes mit sich. Seine Leiche wurde nie gefunden.

Man erzählt sich, dass ihn der Teufel direkt in die Hölle mitgenommen hat, nur zwei Mal im Jahr jeweils zur Sonnwende, darf er für kurze Zeit auf die Erde zurück. Er muss jemandem der ein ganz reines Herz hat finden und ihm das Geheimnis des Schatzes anvertrauen, dann ist er erlöst.

Aber mein Herr ihr wisst, Spinner gibt es überall und man erzählt sich so manchen Unsinn wenn der Tag lang ist.“


Nachdem sich das Unwetter gelegt hatte, brach ich zur Weiterreise auf. Ich bedankte mich bei dem Wirten für die gastliche Aufnahme und setzte mich in meinen Wagen und startete. Als das Licht aufleuchtete fiel mein Blick wie von Geisterhand gelenkt unwillkürlich auf die Uhr und die integrierte Datumsanzeige: 21.12.

Ich bekam eine leichte Gänsehaut, denn ich hatte noch die letzten Worte des Wirtes im Ohr. Ich ergriff mit leicht zitternder Hand das Gebetbuch, welches mir der Alte dagelassen hatte.

Als ich es aufklappte fiel mir plötzlich dieser zerknitterte, schon leicht vergilbte Zettel entgegen.

Auf den ersten Blick ergaben die Buchstaben darauf für mich überhaupt keinen Sinn.

Auf der Innenseite des Gebetbucheinbandes standen mit blutroter, zittriger Schrift folgende Zeilen geschrieben:

- Suche die Anzahl der Bewacher der Zugbrücke, diese Zahl ist der Buchstabe I
- Suche die Anzahl der Kronen über dem Wappen beim Burgeingang, diese Zahl ist der Buchstabe L.
- Suche die Anzahl der Buchstaben im Namen des Fürsten, diese Zahl ist der Buchstabe S
- Suche die Ziffernsumme des heutigen Tages, diese Zahl ist der Buchstabe Z
- Suche die Ziffernsumme des heutigen Tages und des laufenden Monats, diese Zahl ist der Buchstabe U
- Z+U ergibt A
- gehe in dich um die Zahlen der Buchstaben R, O und H selbst herauszufinden


Ungläubig streifte mein Blick über diese Zeilen, aber mein Entschluss stand fest: Ich würde wiederkommen und dem Geheimnis des Schatzes von Salah he auf den Grund gehen.

Ich legte den ersten Gang ein und fuhr langsam los. Im Radio spielten sie ein Lied der Rolling Stones:
„Please allow me to introduce myself , I'm a man of wealth and taste,
I've been around for a long, long year, Stole many a man's soul and faith…….”

Salah He



Auf der Burg herrscht vom 31. Oktober bis 1. April Winterruhe. Um den Schatz zu heben ist es jedoch nicht notwendig die Burg zu erobern.

Hier gibt es weitere Informationen über die Burg Forchtenstein und Burg Forchtenstein Fantastisch


Profile of eisenstädter

Opencaching.de-Statistik von eisenstädter

Aktuelles Wetter im Cachegebiet

 

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

- Qre teüar Jrt oevatg Qvpu va qvr Aäur qrf
Fpungmrf.
- pn 2,80z üore qrz Obqra
- mäuyr ahe qvr tebßra Orjnpure (Yöfhat: rf fvaq SÜAS)

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

Hilfreiches

Suche Caches im Umkreis: alle - suchbare - gleiche Cacheart
Download als Datei: GPX - LOC - KML - OV2 - OVL - TXT
Mit dem Herunterladen dieser Datei akzeptierst du unsere Nutzungsbedingungen und Datenlizenz.

Logeinträge für Salah He    gefunden 5x nicht gefunden 0x Hinweis 0x

gefunden 11. Januar 2016, 15:32 Tom Gecko hat den Geocache gefunden

Im April 2008 war ich auf GC schon hier, heute hab ich die Dose auch OC noch mal besucht.

Danke, Tom Gecko

gefunden 27. September 2009 wäul hat den Geocache gefunden

THX,wäul

gefunden 25. April 2009 Gavriel hat den Geocache gefunden

Ich hab mich noch gewundert, wieso das Navi einen dermassen komischen Weg nehmen will. Am Parkplatz wurde es mir dann klar: Irgenwdann in grauer Vorzeit (als der Cache rauskam) hab ich das Rätsel offensichtlich mal gelöst. Das Navi wollte halt nur direkt zur Dose fahren .
thx, Gavriel & Mike

gefunden 14. März 2009 karcsi9641 hat den Geocache gefunden

gefunden 16. August 2008 sterau hat den Geocache gefunden

Jetzt ist mir die Terrainwertung klar. THX, Sterau & Lisi & Pauli