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Der Blaukönig

von sarah_B     Deutschland > Hessen > Offenbach am Main, Kreisfreie Stadt

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 50° 06.294' E 008° 46.664' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: mikro
Status: archiviert
 Versteckt am: 16. September 2009
 Gelistet seit: 25. September 2009
 Letzte Änderung: 16. August 2012
 Listing: http://opencaching.de/OC92BB
Auch gelistet auf: geocaching.com 

26 gefunden
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2 Bemerkungen
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Beschreibung   

Der Blaukönig

eduard_oehler

Cache zu einem wichtigen Zeugnis Offenbacher Industriegeschichte. Ein Gebäude das zusätzlich von hohem sozialgeschichtlichen, baukünstlerischen und städtebaulichem Wert ist.

Zur Location: 

Wenn ihr den Cache sucht wird sich (hoffentlich) Euer Blick auf die andere Seite der K192 richten. Was ihr dort seht ist das ehemalige Sozialgebäude einer ehemaligen chemischen  Fabrik Griesheim Elektron (ChemFGE, Werk Oehler Offenbach )
Firmengeschichte:

Das Werk zwischen Main und Mühleimer Straße geht zurück auf die Firmengründung des Chemikers Dr.Ernst Sell. Im August 1842 erwarb er das Grundstück, das damals weit vor den Toren Offenbach´s lag und stellte erstmals in Deutschland Teerfarbstoff her.
1850 übernahm der Theologe und Philologe Karl Reinhard Oehler das Werk. Später kamen seine Söhne Karl und Eduard dazu, die ausser der Sell´schen Teerdestialtion auch Textilhilfsmittel und Naturfarben produzierte. Ab 1878 führe Eduard Oehler das Werk alleine. Im Jahr 1970 zog sich Karl Oehler aus dem Geschäft zurück und Eduard führte das Werk alleine. Während er die Firma leitete, entwickelten seine Chemiker die neuen Farbstoffe Alizarin und und die Wasserblaufarben. Die indigofarbenen wurden aus einem aus zwölf  Marken bestehend Sortiment produziert und waren so erfolgreich, das sich Eduard als "Blaukönig" feiern ließ.
Seinen mittlerweile gewonnen Einfluss wollte er dazu nutzen, eine Säurefabrik anzusiedeln, dies scheitetet jedoch am Veto der lokalen Wirtschaft und der Anwohner, auch die Stadt war dagegen. So verlor man etwas den Anschluß berichtet die Firmenchronik. Verägert verkaufte der inzwischen 68jährige Eduard Oehler das Werk an Elektron Griesheim. Der Verkauf der Firma beendeten die Alleinherrschaft nun bestimmten Konzerne.
1925 trat Elekton der IG Farben bei, die von nun an das Werk leiteten. Nach dem Krieg 1946 kam es erneut zu einem Besitzerwechsel. Die "Naphtol Chemie GmbH" übernahm den Standort. Am 27.März 53´begab man sich dann unter das das der ehemaligen "Hoechst AG". Von vielen alteingesessene Offenbachern wird die Fabrik immer noch "die Hoechst" genannt . Durch weitere Verkäufe/Übernahmen präsentiert sich die "alte Hoechst" seit 2001 unter "neuem" Namen.  Doch Chemie wird hier nicht mehr verabeitet bzw. hergestellt.  Die Gebäudeteile werden nun teilweise fremd genutzt, siehe dazu auch das aktuelle Update vom 16.Mrz.2010 !
Hunderte von Chemiearbeitern haben dort ihr Kantinenessen eingenommen und in den Dusch- und Baderäumen den Arbeitstag fortgespült.
Die gesamte Architektur zeichnet sich durch Sachlichkeit und einem basilikaartigen Querschnitt des Speiseflügels aus.
Der Hauptbau mit sakralem Character durch das Turmartige mit eingefügtem Rundtürmchen war usprünglich wesentlicher länger geplant.
Als Besonders fortschrittlich sah man damals die frei tragende Bogenhalle für die Bäder. Durch die Shed-Fenster in der gewölbten Decke flutet Tageslicht die zentrale Waschhalle. 
Im Obergeschoss befanden sich Speisesaal und Küche. Als Architekt des imposanten Gebäudes zeichnete der Schweizer Hans Bernoulli.
Der Sozialbau enstand zwischen 1908 und 1910.
Zu den "goldenen" Zeiten zählte man hier über 2000 Mitarbeiter, durch Verkäufe, Umstruktrurierungen etc... sind es heute nur noch knapp 60 Menschen, die das Werk am Leben erhalten, und wenn es nach denen geht, die das Sagen haben, wird eventuell bald ganz Schluss sein. Wieder ein Stück offenbacher Industriegeschichte, das langsam verschwindet.

Die vorhandenen Gebäude werden jetzt von anderen Firmen genutzt, es ist noch nicht lange her, da brannte es hier bei einem
Holzpellethersteller - mehr dazu siehe hier 
Der Sozialbau war mal im Fokus der HfG die das Gebäude dauerhaft nutzen wollten, doch dies Pläne zerschlugen sich offenbar.
Es langte gerade mal für eine einmalige Ausstellung...
Der Wandel von der beklagenswerten Brache einer einst florienden Chemieindustrie will gut überlegt sein. Weshalb die Politik derzeit über die Zukunft dieses Areals nachdenkt. Es kann zwar kein Investor gezwungen werden, dort zu investieren, aber den Appetit kann man anregen. Und genau das soll ein neuer Bebauungsplan, der den Volksvertretern im März zur Abstimmung vorgelegt werden soll. Das Dokument ist gespickt mit Ideen was die Phantasie hergibt. Ein Mix aus Ökologie und Ökonomie. Sicher kann nicht alles 1:1 umgesetzt werden aber die Erschließung des Geländes ist ein gar nicht so unrealistisches Szenario. Wie das in Zukunft aussehen könnte, entnehme man nebenstehender Grafik
In der nähe des Caches kann man auch parken, nebenan befindet sich der alte Friedhof.
Bitte passt auf, wenn ihr die K192 überqueren wollt und euch eventuell das Gebäude mal näher anzusehen, die Ampeln sind da nicht umsonst !!!
Beim Cache handelt es sich um einen Petling - bitte Stift mitbringen. Leider kommt es vor, das gewisse Zeitgenossen die Friedhofsmauer auch für andere Zwecke aufsuchen - ich bitte dies im Vorraus zu entschuldigen !

Bilder

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Logeinträge für Der Blaukönig    gefunden 26x nicht gefunden 1x Hinweis 2x

Hinweis 16. August 2012 pirate77 hat eine Bemerkung geschrieben

Wie zuvor angekündigt erfolgt hier nun die Archivierung. Sollten sich später neue Aspekte ergeben und der Cache wieder aktiviert werden, so kann dies durch den Owner selbstständig über die Funktion "Cache bearbeiten" erfolgen.
Bei Unklarheiten oder Fragen kannst du gerne mich oder das Team kontaktieren. Bitte gib dabei den OC... Wegpunkt mit an.

pirate77 (OC-Support)

Hinweis 15. Juli 2012 pirate77 hat eine Bemerkung geschrieben

Die hier gelisteten Koordinaten sind nicht mit den auf geocaching.com gelisteten Koordinaten übereinstimmend.
Da an den oben genannten Koordinaten kein Cache zu finden ist, setze ich den Status auf "Momentan nicht verfügbar". Sollte innerhalb eines Monats (d.h. bis zum 15.08.2012) keine Rückmeldung erfolgen, werde ich den Cache archivieren.
Bei Unklarheiten oder Fragen kannst du gerne mich oder das Team kontaktieren. Bitte gib dabei den OC... Wegpunkt mit an.

pirate77 (OC-Support)

nicht gefunden 09. Juni 2012 following hat den Geocache nicht gefunden

Zu dritt im Opencaching-Vereinsteam mit 4_Vs und mirosch lange und grundlich gesucht, aber nichts gefunden. Auch das Obejkt auf dem Spoilerfoto ist uns nicht begegnet.

Die alte Chemiefabrik gegenüber sieht aber wirklich interessant aus.

gefunden 15. Januar 2012 DieFleckies hat den Geocache gefunden

15.01.2012 01:10 Uhr

Während der Arbeit, mal nen kurzen Abstecher gemacht und den kleinen gehoben. Wäre fast schief gegangen, kaum war ich fertig hat mich ein Muggel nach dem Weg zum Nachtbus gefragt.

Glück gehabt.

TFTC  ;)

gefunden 25. Dezember 2011 SirChrome hat den Geocache gefunden

Auch dieser kleine Frechdachs konnte seine Tarnung nicht lange erhalten.

Danke für den Cache

SirChrome

Gesucht mit Samsung Galaxy Ace und c:geo.