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Stadtmauerrundgang

 N 51° 06.644 E 010° 39.004

von TcG71     Deutschland > Thüringen > Unstrut-Hainich-Kreis

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 51° 06.644' E 010° 39.004' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: normal
Status: archiviert
 Zeitaufwand: 1:30 h   Strecke: 4.0 km
 Versteckt am: 10. Oktober 2008
 Gelistet seit: 19. Oktober 2009
 Letzte Änderung: 07. August 2012
 Listing: http://opencaching.de/OC955D
Auch gelistet auf: geocaching.com 

3 gefunden
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2 Bemerkungen
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Geokrety-Verlauf

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Infrastruktur
Zeitlich
Saisonbedingt

Beschreibung   

[Dies ist ein adoptierter Cache. Er wurde von LUPO.79 (GeoCaching) angelegt und wird derzeit von TcG71 auf den Portalen GeoCaching.com und OpenCaching.de gepflegt.]

Lasst euch vom langen Text nicht abschrecken, denn dieser Cache ist eine denke ich, schöne Führung entlang der Stadtmauer geworden.

Bad Langensalza besitzt eine uralte Stadtmauer. Ihr Bau begann mit der Verleihung des Stadtrechts anno 1212 durch Kaiser Otto IV. und sie umschloss zunächst ein eher kleines Areal. 1378 entstand der äußere, weitaus größere Stadtmauerring, welcher die Grundlage für diesen Cache ist.

Begebt euch auf eine Zeitreise, in dem ihr mit Hilfe des Stadtmauerplanes von Salza um 1500 mit dem Spaziergang am 35,40m hohen Klagetor beginnt.

Es ist einer der wenigen erhalten Tortürme in Thüringen. Zu beiden Seiten des Tores zeugen heut noch Steinklammern von dem Fallgatter, welches zum verschließen des Tores angebracht war.
Für die Bezeichnung gibt es verschiedene Namensdeutungen, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit leitet es sich von Clawen- oder Klausentor ab, da sich vor dem Tor der Klauen- oder Clawenteich erstreckte, an dem sich eine besondere Richtstätte befand. Für kleinere Vergehen wurde der Beschuldigte in einen am Galgen befestigten Korb gesetzt und damit ins Wasser getaucht.
Eher in den bereich der sage gehört die Überlieferung, dass die in der Jüdengasse wohnhaften Juden ihre Toten klagend und weinend durch das Tor zum Jüdenhügel brachten, denn einen Friedhof gab es dort gemäß Chronik nicht.
Nachdem ihr die im Boden eingelassenen viereckigen Beleuchtungen beidseitig des Tores gezählt und die Anzahl A genannt habt, setzt ihr euren Spaziergang nach rechts entlang der Mauer fort.

Dabei passiert ihr den 13m hohen runden Pulverturm, in dem zu späterer Zeit das Pulvermagazin der einstigen Garnison eingerichtet war und gelangt nach wenigen Schritten zum eckigen, 16m hohen dreigeschossigen Burgturm.
Man vermutet, dass dieser Turm wesentlich älter als die anderen ist und Teil einer Burganlage war. Erklären ließe sich das mit den erkennbar schlechter behauenen und weniger ebenmäßigen Travertinquadern.
Ab 1992 begannen Mitglieder des B.U.N.D. mit der Sanierung, bei der im Inneren des Turmes Wand- und Deckenbemalungen gefunden wurden. Seit 1995 befindet sich im turm die Umweltbibliothek und daran angeschlossen ein schöner Naturgarten mit historischem Brunnen, welcher zu bestimmten Zeiten besucht werden kann (Siehe Foto: B.U.N.D).
Vorm Eingang befindet sich ein Fahrradständer. Die Anzahl der Stellplätze sei B.

Nun setzt euren weg fort. Ihr passiert einen kleinen Rundturm, bevor ihr an eine Brücke über einen Wassergraben gelangt.
An dieser Stelle stand bis zum Abriß 1856 das Niederhöfer Tor mit einem Schwibbogen mit Bretterschutz welcher den Wasserlauf sicherte, der hier die Stadt verließ.

Von hier aus lauft ihr weiter Richtung der Koordinate N 51°06.477 E 010°38.279.
Dabei werdet ihr an den 2geschossigen gedrungenen Gießturm unterhalb der Bergkirche gelangen. Sein Name erklärt bereits die frühere Funktion. Er diente als Ort zum Kugelgießen und zur Ausführung anderer feuergefährlicher Arbeiten.
Zählt bei diesem die von der Straße aus sichtbaren „Fenster“ und nennt die Anzahl C (zweistellig).

Im weiteren Verlauf passiert ihr das seit 1878 nicht mehr existierende Äußere Mühlhäuser Tor oder auch Lehmgrubentor, welches seinen Namen von der jenseits des Tores befindlichen ältesten Lehmgrube der Stadt hatte.
Von hier aus könnt ihr bereits den ersten der beiden kleinen schlanken Rundtürme sehen, welcher sich in der Parkanlage befindet. Geht an diesem vorbei und wendet euch dem 2. ungefähr 10m hohem Rundturm am Parkplatz zu.
Zählt auch an diesem die „Fenster“ und nennt die Anzahl D.

Wenn ihr nun weiter Richtung Koordinate geht, wird euch schon bald der 21m hohe Gottesacker- oder Rähmturm „begegnen“. Dieser mit einem Aborterker versehene Wehr- oder Wachturm diente auch zur Aufbewahrung von Pulvervorräten der hiesigen Kaufleute. Ein deutlich vorstehender Eckstein an der oberen Ostseite erinnert noch heute an die Feuergefechte während des Kapp-Putsches 1920, da dieser durch eine Granate hervorgeschoben wurde.

Weiter führt euch der Weg entlang des Aboretums über die Koordinate bis zum Schanzturm. Die vorhandenen Schießluken künden heut noch von seinem Namen – dem „Verschanzen“ in diesem Turm.
In jüngster Zeit Vergangenheit wurde dieser Turm erst als Jugenclub und später andersweitig genutzt. Vor Ort werdet ihr erkennen, als was.
Sucht nach einem größeren dunklen ovalen Schild und notiert euch die daruf befindlichen Jahreszahl EFGH, bevor ihr euren Weg zur Koordinate N 51°06.244 E 010°38.372 fortsetzt.

Bevor ihr den mit Kastanienbäumen gesäumten Weg entlanggeht, passiert ihr die Stelle an dem das Kriegstor stand. Um 1400 benannte man es nach dem Anwohner Dietrich Kryg, und weil die späteren Generationen sich der Herkunft dieses Namens wohl nicht mehr erklären konnten, wurde aus dem Kryg-Tor schließlich Kriegstor.

Vorbei am Oberen Schwibbogen gelangt ihr bei der Koordinate an den Weißen Turm, welcher seinen Namen von dem hellen Tarvertinstein erhielt mit dem alle Türme errichtet wurden.
Unmittelbar am Turm wurde im Jahr 1872 eine Malzfabrik erbaut, welche über die um 1900 gebaute und heute noch vorhandene Brücke beliefert werden konnte. 1987 wurde die fabrik ein Opfer der Flammen, so dass sie 1990 abgerissen wurde.
An der Koordinate dürfte über euch ein Schild mit einem großen Buchstaben sein. Nennt die Stelle des Buchstabens im Alphabet K.

Nächste Station ist der 33m hohe Jahrmarkter Turm an dem sich das Jahrmarkter Tor anschloß, durch das man zu den Jahrmärkten nach Eisenach gelangte. In den Jahren 1913 und 1992 wurde die Spitze durch den Blitz getroffen, konnte aber rechtzeitig gelöscht werden, ohne das größerer Schaden entstand. Suchet schnell nach einem weißen Schild mit rotem Rand an dem unmittelbar angrenzendem Haus und nennt die am kleinsten geschriebene Zahl LM.

Folget weiter dem Wasserlauf, vorbei am Brühlturm, wessen unmittelbar angrenzender Supermarkt um 1900 Standort der Weberei der Firma C.Graesers Wwe. und Sohn war, gelangt ihr später zum Butterturm.
Er erhielt seinen Namen dadurch dass der Weg der Bäuerinnen stets an ihm vorbeiführte, die von den Dörfern in die Stadt kamen, um ihre frische Butter feilzubieten. An der angrenzenden „Buttertreppe“ findet ihr in der Mauer eine eingemeiselte Jahreszahl, welche nun als NOPQ bezeichnet wird.

Wenn ihr nun dem Weg im Grünen folgt werdet ihr an die Stelle gelangen an dem das Erfurter Tor stand, welches aber 1835 infolge Baufälligkeit abgerissen wurde. Der Brunnen in unmittelbarer Nähe nimmt in seiner Form Bezug auf das einstige Erfurter Tor.
Nun geht die wenigen Schritte bis zum Zierturm, welcher einst ein Prunkstück der Gotik gewesen sein soll. 4 Giebel und 16 Fialen zierten ihn.
Stelle dich nun mittig unter ihn und peile von hier aus in XXX° und YYY Meter, um dich zum Cache leiten zu können.

XXX = (A + B + D - E) * Q °
YYY = (F + G + H + K + L + M + N + O + P + Q - A) * C Meter

Hinweis: Alle Stationen sind frei zugänglich. Das Betreten kostenpflichtiger Parks sowie das Überklettern von Zäunen ist nicht notwendig !!!

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

hagre Fgrvara

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

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Logeinträge für Stadtmauerrundgang    gefunden 3x nicht gefunden 1x Hinweis 2x

Hinweis 07. August 2012 mic@ hat eine Bemerkung geschrieben

Dieser Cache ist auf geocaching.com archiviert und hier nicht mit dem Attribut "OC only" versehen. Das letzte Funddatum liegt lange zurück und die Logs bei geocaching.com lassen darauf schließen, das der Cache momentan nicht erreichbar ist. Aus diesem Grunde archiviere ich ihn auch hier. Sollten sich später neue Aspekte ergeben und der Cache wieder aktiviert werden, so kann dies durch den Owner selbstständig über die Funktion "Cache bearbeiten" erfolgen.
Bei Unklarheiten oder Fragen kannst du gerne mich oder das Team kontaktieren.

mic@ (OC-Support)

nicht gefunden 28. April 2011 mumuratzsucht hat den Geocache nicht gefunden

Es war ein schöner Rundgang, sogar den 3 Kindern hat es gefallen. Haben leider das Finale nicht gefunden. müssen irgentwo einen Fehler haben. Vielleicht kommen wir nächstes Jahr nochmal vorbei.

Hinweis 15. März 2010 TcG71 hat eine Bemerkung geschrieben

Neue Dose und neue Final-Location, daher bitte die geänderte Formel beachten !

Weiterhin viel Spaß !

IN: GeoCoin

gefunden 03. August 2009 Hoffi1986 hat den Geocache gefunden

Dieser schöne Abendspaziergang versüßte littelkatrin und mir den ausklingenden Tag. Wir haben alle Türme gut gefunden, nur das grüne Schild hat sich sehr gut vor uns versteckt.
Mit Musikbegleitung ging es dann nach einer kurzen Klettertour zum Final, wobei littelkatrin den richtigen Riecher hatte und ich noch 'ne ganze Ecke weiterlaufen wollte.
Eine große Empfehlung an alle Cacher die Bad Langensalza ansteuern wollen um zu cachen!
TFTC

 

Schön, dass dieser Cache jetzt auch über opencaching.de logbar ist!

gefunden 27. Juli 2009 hallebiker hat den Geocache gefunden

Hier hatten wir uns auf einen entspannten Stadtrundgang gefreut, den wir auch bis zum Buttertor hatten, dort konnten wir aber die Jahreszahl nicht finden bzw. eine, die nicht paßte. Also erst mal Pause, Owner und Finder anschreiben, aber keine Reaktion. Dann haben wir einfach unsere Cachererfahrung mit Instinkt gemischt und siehe da: genau dort fanden wir ihn auch. Trotzdem würde mich mal interessieren, wo die gesuchte Jahreszahl steht.
Danke für die interessante Runde sagen die hallebiker.