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Tangermünder St. Stephans Kirche

 an der St. Stephans Kirche in Tangermünde

von testsieger     Deutschland > Sachsen-Anhalt > Stendal

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 52° 32.562' E 011° 58.491' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: mikro
Status: archiviert
 Zeitaufwand: 0:30 h   Strecke: 0.1 km
 Versteckt am: 19. November 2009
 Gelistet seit: 19. November 2009
 Letzte Änderung: 17. Juni 2015
 Listing: http://opencaching.de/OC981D

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Infrastruktur
Personen

Beschreibung   

Geschichte


An der Stelle der heutigen Kirche stand als Vorgängerbau eine romanische Backsteinbasilika mit Lang- und Querhaus, einem Chor, einer Hauptapsis und zwei Nebenapsiden. Dieses Gebäude bestand bereits vor 1188. Teile dieses Baues sind in den Neubau von St. Stephan einbezogen worden. Das Querhaus dieser Kirche bestimmte die Breite des Langhauses der heutigen Kirche. So finden sich an der Nordseite des Langhauses noch zwei romanische Fenster, und Teile des Mauerwerks des Vergängerbaus sind erkennbar.

Häufig wird Kaiser Karl IV., der zwischen 1373 und 1378 in Tangermünde residierte, als Auftraggeber für den Kirchenbau erwähnt. Richtig daran ist, das er ein Augustinerchorherrenstift auf der Burg gründete und diesem die Pfarrkirche St. Stephan als Einnahmequelle übertrug. Dort leisteten die Chorherren den Chordienst und betreuten die Nebenaltäre. Heute wird weitgehend ausgeschlossen, dass der Kaiser den Neubau beauftragte.

Im späten Mittelalter erfolgte in mehreren Phasen der Bau der heute stehenden dreischiffigen gotischen Hallenkirche. Nach 1350 entstanden zunächst die nördliche Langhauswand und die Südwand mit Nischen. Um 1405 wurde der Dachstuhl errichtet und das Kreuzrippengewölbe eingezogen. Ungewöhnlich sind die achteckigen profilierten Pfeiler. Der Südturm blieb bis heute unvollendet. Um 1450 wurde mit dem Bau des neuen Chores begonnen. Es entstanden zunächst die neuen Außenmauern des Chorumgangs und die Flügel des Querhauses. Dann erst wurde der alte Chor abgetragen. Die Pfeiler zwischen Binnenchor und Umgang sind mächtige Rundstützen mit vier vorgeblendeten Diensten, die das kräftig profilierte Gewölbe tragen. Das Chordach wurde um 1475 gedeckt.

Bei einem großen Stadtbrand im Jahr 1617 wurde auch die Kirche beschädigt. Die Spitze des Nordturmes stürzte herunter. Erst im Jahr 1714 erhielt der nördliche Turm dann seine heutige im Stil des Barock gestaltete Haube. Die Holzkonstruktion der Turmhaube wurde Ende des 20. Jahrhunderts grundlegend saniert.

Dem Brand fielen 1617 auch viele Teile der Innenausstattung zum Opfer. Langhausempore, Kanzel, Orgel und Chorgestühl mussten erneuert werden. Der beschädigte Altar wurde erst 1705 ersetzt.

Bemerkenswert ist die noch weitgehend Original aus dem 17. Jahrhundert erhaltene Innenausstattung der Kirche. Im Inneren der Kirche wurde die farbige Raumgestaltung aus der Zeit der Spätgotik wieder hergestellt.

Von 1619 stammt die steinerne Kanzel. Sie wird dem Magdeburger Bildhauer Christoph Dehne zugeschrieben. Sie zeigt stilistische Merkmale der Spätrenaissance und dem Manierismus. Sie zeigt Moses als Kanzelträger, der die Gesetzestafeln betrachtet. Weiter sind vollplastische Figuren der Apostel und Reliefs mit zentralen Themen der Bibel angebracht.

Ein sehr großes, in diesen Dimensionen in der Altmark einmaliges, barockes Hochaltarretabel wurde 1705 aufgestellt. Der dreigeschossige hölzerne Aufbau hat Türen für den Abendmahlsumgang. Das Hauptgeschoss zeigt Moses und Johannes den Täufer, die eine Kreuzigunsgdarstellung flankieren. Petrus und Paulus begleiten Christi, der hier als Löwe aus dem Stamme Juda dargestellt ist.

Im Nordteil des Langhauses erstreckt sich eine hölzerne Empore. Deren Brüstung trägt 41 Bildfelder. Diese zeigen Szenen aus der Genesis, den Berichten der Erzväter und aus der Josephsgeschichte. Unter diesen frühbarocken Bildern sind die Namen der Stifter und ihre Hausmarken verzeichnet.

Die Kapelle im Nordflügel des Querhauses ist dem Gedenken der Weltkriegstoten gewidmet. Dem Kapellenzugang gegenüber hängt das Gemälde Christus vor dem hohen Rat von 1697 an der Rückwand des Chorgestühls.

Der bronzene Taufkessel stammt aus dem Jahr 1508.

Von besonderer Bedeutung ist die bespielbare, von Hans Scherer dem Jüngeren 1624 geschaffene barocke Orgel. Ihr Aufbau aus Hauptwerk, Rückpositiv und Basstürmen entspricht dem von Scherer im Orgelbau eingeführten sogenannten Hamburger Prospekt. 1994 wurde diese Orgel von der Orgelbaufirma Alexander Schuke Potsdam Orgelbau restauriert. Der zwischenzeitlich mehrfach umgebauten Orgel wurde dabei wieder das Klangbild der Ursprungsorgel gegeben. Dies war möglich, da immerhin 50 % der Originalpfeifen noch vorhanden waren.

*Quelle: Wikipedia.org


Viel Spaß beim Suchen wünscht testsieger99

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Logeinträge für Tangermünder St. Stephans Kirche    gefunden 19x nicht gefunden 1x Hinweis 2x Wartung 1x

OC-Team archiviert 17. Juni 2015 mic@ hat den Geocache archiviert

Bitte bei Statusänderungen, die bei geocaching.com durchgeführt werden, auch immer hier den Status ändern.
Dieser Cache ist auf geocaching.com (GC215AP) archiviert und hier nicht mit dem Attribut "OC only" versehen. Das letzte Funddatum liegt lange zurück und das Listing auf geocaching.com läßt darauf schließen, dass der Cache nicht mehr existiert. Aus diesem Grunde archiviere ich ihn auch hier. Sollten sich später neue Aspekte ergeben, so kann dieses Listing durch den Owner selbständig über ein "kann gesucht werden"-Log reaktiviert werden.
Bei Unklarheiten oder Fragen kannst du gerne mich oder das Team kontaktieren.

mic@ (OC-Support)

gefunden 26. Dezember 2013 pinguxyz hat den Geocache gefunden

Wir waren schon einmal hier und haben den Cache nicht gefunden, da wir vorher auch nicht so genau den Hinweis gelesen haben. Heute mit der richtigen Fotoausrüstung hierher und schnell einen Fotolog gemacht. TFTC

gefunden 22. Juli 2013 Schildi_2004 hat den Geocache gefunden

Der Ordnung halber wird natürlich auch bei OC geloogt.

Vielen Dank!

gefunden 24. April 2013 obiwan002 hat den Geocache gefunden

Bereits am 20.07.11 habe ich diesen gefunden.

Da ich mich entschlossen habe die Caches nachzuloggen die auch auf OC gelistet sind, kommt dieser Log halt mit etwas Verspätung.

TFTC

MdMmes

gefunden 25. September 2012 teq2 hat den Geocache gefunden

Der war fix gefunden. Hier sollte das Listing mal upgedatet werden.

Danke für den Cache.