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Am Wasserturm

 Am Wasserturm

von CADS11     Deutschland > Rheinland-Pfalz > Ahrweiler

N 50° 28.492' E 007° 18.193' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: klein
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 0:10 h   Strecke: 0.2 km
 Versteckt am: 24. Juli 2009
 Gelistet seit: 31. Dezember 2009
 Letzte Änderung: 31. Dezember 2009
 Listing: http://opencaching.de/OC9B89
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Beschreibung   

Der Niederlützinger Wasserturm

Heute sichert ein großflächiges Wasserversorgungsnetz den Wasserbedarf in Niederlützingen, genau wie in den Gemeinden der Umgebung auch. Doch das ist erst seit einigen Jahren so und früher mußte der Wasserbedarf auf eine andere Weise gedeckt werden. Noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein lieferten die atmosphärischen Niederschläge, die als Quellen oder als Druckwasser zutage traten und durch Brunnenanlagen nutzbar gemacht wurden, in vielen Brohltalgemeinden das zur Wasserversorgung nötige Wasser. Das war in Niederlützingen aber nur bedingt möglich; denn durch den wasserdurchlässigen Untergrund des Lützinger Hochplateaus lag der Grundwasserspiegel zu tief, um ihn mittels Brunnen zur Wasserversorgung zu nutzen. Es gab zwar einige Brunnenanlagen in Niederlützingen, doch sie reichten bei weitem nicht aus, den täglichen Wasserbedarf zu decken. Druckwasser gab es auch nur an einer einzigen Stelle, nämlich in der »Zeib«. Doch abgesehen von der ungünstigen Lage dieses Wasserausflusses, war auch hier die Wassermenge zu gering, um die Bevölkerung ausreichend mit Wasser zu versorgen.

Aus dem oben Gesagten kann man die Vermutung aufstellen, daß seit Bestehen des Ortes das Wasser knapp war. Der Mangel könnte in früheren Zeiten allerdings weniger spürbar gewesen sein, denn die Bevölkerung war geringer. Anhand der Kirchenbücher kann man schätzen, daß im 18. Jahrhundert ungefähr 300 Menschen in Niederlützingen gelebt haben, 1900 waren es 776 Einwohner. Dieser Bevölkerungsanstieg brachte für den Ort noch größere Probleme in der Wasserversorgung mit sich als man ohnehin schon gehabt hatte.

Ein Wasserwerk, mit Hilfe der Wasserkraft des Vinxtbaches oder des Brohlbaches betrieben, sollte Wasser über eine Leitung nach Niederlützingen pumpen. Nach einigen Überlegungen fand der Gemeinderat es machbar, Wasser mit Hilfe der Wasserkraft des Brohlbaches auf die Lützinger Höhe zu pumpen. Man vereinbarte, daß die Geschwister Netz, Besitzer der Netzer Mühle, der Gemeinde gegen eine einmalige Vergütung das Wasserrad zur Verfügung stellten. Mit Hilfe der durch das Wasserrad aus dem Brohlbach gewonnenen Energie, sollte eine Pumpe, die noch gekauft werden mußte, Wasser über eine Leitung nach Niederlützingen befördern. Das Wasser wollte man aus den gemeindeeigenen Quellen »im unteren Praumerstale« nehmen, die sich in der Nähe der Netzer Mühle befanden. Dieses zur Wasserversorgung bestimmte Wasser ließ man dann auch sofort chemisch untersuchen mit dem Ergebnis, daß es als Trink- und Kochwasser geeignet befunden wurde. Da auch die Wassermenge in den Quellen als ausreichend für die Versorgung der ganzen Gemeinde befunden wurde, hatte man die ersten erfolgreichen Schritte zur Wasserversorgung Niederlützingens getan.

Die Niederlützinger Bevölkerung rechneten mit erheblichen Schwierigkeiten, da die Wasserkraft des Brohlbaches, Wasser vom Brohltal zum Leilenkopf in Niederlützingen pumpen mußte, was einen Höhenunterschied von fast 200 Metern ausmachte. Das es möglich sei, das Wasser auf diese Höhe zu schaffen, wurde von vielen mit Kopfschütteln entgegengenommen. Schon am 4. Januar 1894 konnte der erste Versuch das Wasser aus dem Brohltal nach Niederlützingen zu pumpen, unternommen werden. Der Versuch gelang und endlich war in Niederlützingen nach jahrzehntelangen Bemühungen die Wasserversorgung gesichert.

In der Folgezeit wurde die Wasserleitung in Niederlützingen verlegt. Im Jahre 1900 gab es bereits 140 Hausanschlüsse. Sämtliche Häuser, mit Ausnahme eines einzigen Wohnhauses, waren an das Wasserleitungsnetz angeschlossen. Wenn auch die Wasserversorgung in Niederlützingen gesichert war, kam es hin und wieder vor, daß der Wasserhahn in Niederlützingen leer war. Das geschah nämlich dann, wenn der Brohlbach zu wenig Wasser führte, um die Pumpe im Wasserwerk mit der nötigen Energiemenge zu versorgen. Das aber waren Ausnahmesituationen, die in keinem Verhältnis zu der Wassernot standen, die man vor Verlegung der Wasserleitung kannte, und daher wurden sie von der Gemeinde gerne in Kauf genommen.

Heute ist diese Wasserleitung natürlich nicht mehr in Betrieb; denn sie entsprach nicht mehr den Bedürfnissen des Ortes. Auch an den Wasserbehälter auf dem Leilenkopf erinnert nichts mehr. Er ist längst dem Lavaabbau zum Opfer gefallen, der seit den 50er Jahren in Niederlützingen betrieben wird. Dort, wo der Behälter einst stand, wurde in den 60er Jahren ein Wasserturm errichtet, in dem heute das Wasser, das von Brohl aus nach Lützingen gepumpt wird, gesammelt und weitergeleitet wird.


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Gut gefunden danke fürs Verstecken!

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