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Nasenblümchen

 Natur, Renaturierung, ausgestorbene Tiere, fiktive Ordnung der Säugetiere

von chulupi     Deutschland > Niedersachsen > Braunschweig, Kreisfreie Stadt

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 52° 19.144' E 010° 36.446' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: klein
Status: archiviert
 Versteckt am: 29. Dezember 2009
 Gelistet seit: 02. Januar 2010
 Letzte Änderung: 05. Mai 2014
 Listing: http://opencaching.de/OC9BFB
Auch gelistet auf: geocaching.com 

9 gefunden
1 nicht gefunden
2 Bemerkungen
3 Wartungslogs
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Beschreibung   

ACHTUNG: Bitte beachtet das Wartungslog vom 03.03.2014!!!

Strecke (Start-Ziel): 2,7 km, ca. 1 h. Es handelt sich nicht um einen Rundweg.

Dieser Cache soll den Artenreichtum im Nordosten Hondelages nahe bringen. Der Small und die Stationen dort hin befinden sich in der Hondelager Feldmark, in der verschiedene renaturierte Flächen angelegt wurden.

Parken könnt Ihr hier: N 52°19.174, E 010°36.430.
Es handelt sich definitiv nicht um einen drive-in!
Beachtet bitte, dass Ihr die Flora und Fauna sowie die Installationen bei der Cachesuche nicht beschädigt!

Bitte achtet auf Muggel und seid ein wenig vorsichtig - besonders am Wochenende! Danke!

Im Rahmen der Flurneuordnung konnte mit einer Gewässerrenaturierung durch Uferbepflanzung, Wiederbelebung der historischen Auen und durch extensivere Nutzung von Grünland der Naturhaushalt bereichert werden. Viele Tierarten sind auf naturnahe Flächen angewiesen auf denen sie ungestört leben und fortpflanzen können. Im Rahmen der Renaturierung der Hagenriede ist es gelungen, einer schon als ausgestorben vermuteten Art einen Lebensraum zu schaffen auf dem sie sich langsam wieder ausbreiten kann. In Zukunft wird es hoffentlich gelingen, diese Art zu erhalten und weitere Lebensräume zu erschließen. Wie sich das Nasenblümchen hier ansiedeln konnte ist bislang noch völlig unerklärt.
Die Art von der hier die Rede ist - das Nasenblümchen -, wurde zuletzt auf der von dem Schweden Einar Pettersson-Skämtkvist 1941 entdeckten Südsee-Inselgruppe Hi-Iay beobachtet und galt seit den 1950er Jahren als ausgestorben. Das Archipel war nach einem geheimgehaltenen atomaren Sprengversuch mit aller Flora und Fauna im Ozean untergegangen.

"Der Gattung der Nasenblümchen (Cephalanthus = Corbulonasus) gehören eine ganze Reihe der schönsten Rhinogradentier an, die wir kennen. Sie alle sind dadurch gekennzeichnet, daß die Nasen kurz und breit und blumenblätterartig um den Mund herumstehen und nur mit einer sehr einfachen epi- und hyponasalen Muskulatur versehen sind, welche es den Tieren ermöglichen, die tonisch gespreizten Nasen sehr schnell zusammenklappen zu lassen, wenn ein Insekt sich auf das Mundfeld gesetzt hat.
Eine weitere Eigentümlichkeit ist, daß diese geistig sehr kümmerlichen Tiere stark aus dem Munde riechen, was offenbar ebenfalls zum Anlocken von Insekten dient."1

Die im Nordosten des Braunschweiger Ortes Hondelage beobachtete Art ist ein typischer Vertreter der Gattung: das Wundernasenblümchen (Cephalanthus thaumasios [thaumásios gr. = wunderbar, seltsam] = Corbulonasus longicauda [longi-cauda l. = langschwänzig]). Schon Skämtkvist beschrieb den Anblick solcher Nasenblümchen-Kolonien als das Schönste was er auf Hi-Iay gesehen habe. So kann man sich also freuen, solch schöne Tiere nun auch in der Hondelager Feldmark zu finden. Die Stärke der Farben, so Skämtkvist, und der Glanz der Nasen sei ganz außerordentlich; und der eigenartige Anblick, welche die in einer frischen Brise auf ihren Schwänzen sich wiegenden Tierchen bieten, sei bezaubernd. Offensichtlich ist das, was uns an diesen eigenartigen Geschöpfen besonders gefällt, nichts weiter als die Darbietung überstarker Auslöser für die blumenbesuchenden Insekten; und in diesem Sinne ist auch der buttermilchähnliche Geruch zu deuten, der dem geöffneten Mund der lauernden Cephalanthen entströmt.2


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Stümpke, H.: Bau und Leben der Rhinogradentia. Stuttgart, 1981, Tafel XIV, S. 69.


"Außer dem Nasarium, von welchem schon die Rede war, fällt an ihnen der versteifte Schwanz auf, der bis zu 50 cm lang werden kann. Es ist interessant, wie sich seine Organisation im Laufe des Wachstums der Tiere verändert: Die neugeborenen Tierchen, die schon ein voll entwickeltes Nasarium haben, fallen zu Boden und klettern an benachbarten Blütenstengeln hoch. Oben angelangt, beißen sie alle Blütenknospen ab, entfalten ihr Nasarium und beginnen in der auch den Erwachsenen eigenen Weise den Beutefang. Der noch weiche Schwanz ist dann erst etwa körperlang und unterscheidet sich in nichts von einem normalen Säugerschwanz. Er wächst aber alsbald in die Länge, und zwar durch Streckung der Wirbel; während die Zwischenwirbelgelenke versteifen, und die Sehnen sowie die von Wirbel zu Wirbel ziehenden Bänder ebenfalls versteifen, degeneriert die Schwanzmuskulatur, so daß von Ischiocaudalis, Iliocaudalis und Depressor caudae nur Sehnenbündel bleiben, die zur Schwanzwirbelsäule und deren Versteifungsbänder hinziehen. Das Schwanzende trägt ein stark verhorntes Epithel, das schließlich eine Art von spitzer, pfriemförmiger Hornhülle bildet. Das an dem Pflanzenstengel angeklammerte Tierchen bohrt nun, sobald die Schwanzspitze den Boden berührt, durch drehende Bewegungen in der Lendenwirbelsäule, diesen Schwanzpfriem bis zu 15 cm in den Boden ein, was etwa vier bis sechs Tage dauert. Sodann läßt das Tier den Pflanzenstengel los und steht nunmehr auf seinem Schwanz, der sich noch dauernd weiter streckt. Die Schwanzstreckung hängt vom Ernährungszustand des Tieres ab: Bei guter Ernährung verläuft sie langsamer als bei schlechter. Ein festgepflanztes Tier kann sich später nicht mehr von seinem Standort entfernen. Es pflegt dort mit über der Brust gefalteten Armen und offenem Munde auf Beute zu lauern. Die geistigen Fähigkeiten sind, wie erwähnt, sehr gering. Die Begattung erfolgt bei stärkerem Wind, wenn die Tiere auf ihren Schwänzen stark hin- und hergewiegt werden und sich dabei zufällig berühren, wobei die brünstigen Männchen sich an den Weibchen festklammern. Die Tragezeit soll nur drei Wochen währen; die Gesamtlebensdauer wird auf höchstens acht Monate geschätzt. Von Geburt bis zur Geschlechtsreife verstreichen etwa zwei Monate; von Geburt bis zur caudalen Einpflanzung 18 bis 22 Tage."3

Bitte begebt Euch nur mit sauberer bzw. gereinigter Kleidung auf Cachesuche, um keine Krankheitserreger in die Kolonie einzuschleppen. Denn: "Nicht selten findet man Kolonien, welche einen bejammernswerten Eindruck machen: Die Nasen erscheinen schlaff und sind mißfarben und verkrustet. Die Tierchen magern ab; und man hört schon von ferne ihr leises Wimmern. Solche Kolonien sind von einer Nasenräude befallen, welche durch eine den Gamasiden nahestehende Milbenart verursacht wird. Bei geringem Befall zeigen sich kaum merkliche Schäden. Aber wenn durch eine Massenvermehrung der Milben die Nasen nicht mehr zum Beutefang taugen, bedeutet das natürlich für die Cephalanthus eine Katastrophe. Die hungernden und gequälten Tierchen bohren sich dann dauernd in den kranken Nasen und verschlimmern dadurch nur ihr Leiden. Das Ende sind schließlich die auf ihren langen Schwanzstengeln hängenden kleinen Leichen; und an vielen Stellen findet man in den Wiesen Gruppen von 60 bis 200 Schwanzskeletten stehen, an deren Grund die in Auflösung begriffenen Reste von Knochen und Bälgen liegen. Der Grund der Massensterben sind jedenfalls primär nicht die endemischen Milben, sondern von Wetterschwankungen begünstigte viröse Erkrankungen, welche die Resistenz gegen die Milben dadurch vermindern, daß die Nasen von den virus-kranken Tieren nicht regelmäßig gepflegt und eingefettet werden."4
Besondere Vorsicht ist bei Erkrankungen mit dem Influenza-A-Virus H1N1 (Schweinegrippe) oder Influenza-A-Virus H5N1 (Vogelgrippe) geboten, denn die Vermutung liegt sehr nahe, dass diese Viren auch Nasobeme befallen können. Nähere Untersuchungen werden derzeit angestellt. Die erwähnten Milben sind für den Menschen vollkommen ungefährlich.

 
Nach den Renaturierungsmaßnahmen am Flußverlauf der Schunter im Südwesten Hondelages besteht die Hoffnung, nachdem sich schon die Nasenblümchen an der Hagenriede angesiedelt haben, dass sich dort die Art Emunctator sorbens ansiedelt. Sollte Euer Interesse für die Rhinogradentia geweckt sein, so könnt Ihr in dem hier schon zitierten Werk von Professor Dr. Harald Stümpke "Bau und Leben der Rhinogradentia" mehr über die verschiedenen Tierchen nachlesen.
 
Sucht Ihr nach weiteren Ausflugszielen in der näheren Umgebung des Caches schaut Euch die folgenden Informationen an:
Waldpfad
Lebendige Feldflur
Geopunkt
 
Weitere Caches in der Nähe des Weges:
Mergelgrube Hondelage - GC1QCBB
Geopunkt Hondelage - OC991A

Quellennachweis:
1Stümpke, H.: Bau und Leben der Rhinogradentia. Stuttgart, 1981, S. 70. (zurück)
2Vgl. Stümpke, 1981, S. 70. (zurück)
3Stümpke, 1981, S. 70f. (zurück)
4Stümpke, 1981, S. 71f. (zurück)



Aufgaben

Start:
Beginn der Wanderung, Peilung ist zu suchen.
A°=X-11
B=Y*8m

ZS1:
Koordinaten sind zu suchen: [...(Wort/Buchstabe)...]
[14(3/4)(8/3)°(21/9).(31/3)(109/2)]
[5(58/1)°(6/3)(16/15).(4/4)(49/1)(29/1)]

ZS2:
Koordinaten sind zu suchen.

Final:
Cache ist zu suchen.



    Prefix Lookup Name Coordinate
  00 PARKEN Tränkeweg (Parking Area) N 52° 19.147 E 010° 36.430
Note: Parkbuchten vor dem Kleingartenverei "Auf der Klei" oder am Straßenrand, sollte dort schon alles belegt sein.
Fahrt nicht weiter als bis zu den Parkplätzen vor dem Kleingartenverein, sonst wird "man" ärgerlich...
  01 START Start (Stages of a Multicache) N 52° 19.144 E 010° 36.446
Note: Beginn der Wanderung, Peilung ist zu suchen.
A°=X-11
B=Y*8m
  02 ZS1 Zwischenstation 1 (Question to Answer) ???
Note: Koordinaten sind zu suchen: [...(Wort/Buchstabe)...]
[14(3/4)(8/3)°(21/9).(31/3)(109/2)]
[5(58/1)°(6/3)(16/15).(4/4)(49/1)(29/1)]
  03 ZS2 Zwischenstation 2 (Stages of a Multicache) ???
Note: Koordinaten sind zu suchen.
  04 FINAL Final (Final Location) ???
Note: Cache ist zu suchen.

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

MF1:
Mnuy, Nox. haq trgeraagr Jbegr tyrvpu rva Jbeg.
Dhrefhzzra: Abeq - Mjrvhaqqervffvt, Bfg - Shrashaqmjnamvt
MF2:
"FBF" - orervgr Qvpu ibe haq avzz qvr Hrorefrgmhat zvg.

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

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Logeinträge für Nasenblümchen    gefunden 9x nicht gefunden 1x Hinweis 2x Wartung 3x

OC-Team archiviert 05. Mai 2014, 20:15 Danlex hat den Geocache archiviert

Dieser Cache wurde bereits laut Log vom Owner archiviert.
Da der Status aber offenbar nicht übernommen wurde, setze ich ihn hiermit erneut.

Danlex (OC-Support)

archiviert 17. April 2014, 17:15 chulupi hat den Geocache archiviert

Liebe Leute,
herzlichen Dank für Eure Besuche und Logs! :-)
Die Nasenblümchen werden nun unter ganzvextremen Naturschtz gestellt und wachsen im Archiv weiter. An ihrer ursprüngluchen Stelle ist nun Zeit und Platz für neue Ideen (bitte nicht unbedingt mehr T5er).
Die Erstatzdose wird gleich eingesammelt.
Viele Grüße,
chulupi

kann gesucht werden 03. März 2014 chulupi hat den Geocache gewartet

Die Zeit der Nasenblümchen ist gezählt, der Cache wird noch bis zum 5. April 2014 (inklusive) logbar sein. Dann wird er eingesammelt und archiviert. Also: alle die hier noch suchen möchten, tut dieses bitte bald!
chulupi


!!! BITTE BEACHTET FOLGENDE ÄNDERUNGEN ZUM LISTING !!!
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START
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Am Start hat es eine „Veränderung“ gegeben. Daher ist der Hinweis hier nicht findbar.
Leider sind die Nasenblümchen deshalb zur Zeit nur mit einer vorbereitenden Aufgabe anzugehen.

Findet also bevor Ihr zum Start geht folgendes heraus:

A° = X - 11
X = Gründungstag der Freiwilligen Feuerwehr Hondelage - 4

B = Y * 8m
Y = Fassungsvermögen des Wassertanks des ersten wasserführenden Fahrzeuges der Freiwilligen Feuerwehr Hondelage - 683l


FINAL
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Am Final müsst ihr nun etwa 5m westlich suchen.

Bitte achtet hier darauf, nichts zu beschädigen!

gefunden 29. Januar 2013 Kyllian hat den Geocache gefunden

Im Jahre 2012 da gewesen und auf GC.Com gelogt heute mal wieder hier etwas Bereinigen

gefunden 25. Mai 2012 j-he hat den Geocache gefunden

Heute habe ich mich auf den Weg gemacht, um nach den Nasenblümchen zu suchen. Die nett gestaltete Geschichte ließ mich erwartungsfroh losziehen. Leider wurde ich ein wenig enttäuscht. Keine der Stationen hatte Bezug zu der klasse Nasenblümchen-Beschreibung. So wurde die Runde bei schönsten Sonnenschein zwar zu einem schönen und ausgedehnten Spaziergang, der mit einem Cachefund belohnt wurde, aber das gewisse Etwas fehlte.
Trotzdem natürlich danke für die schöne Geschichte, den Spaziergang und den Cache!