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Normaler Geocache
Legenden des OFC - No.15 Jimmy Hartwig

von sarah_B     Deutschland > Hessen > Offenbach am Main, Kreisfreie Stadt

N 50° 04.683' E 008° 46.941' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: klein
Status: kann gesucht werden
 Versteckt am: 05. Januar 2010
 Gelistet seit: 07. Januar 2010
 Letzte Änderung: 26. Februar 2014
 Listing: http://opencaching.de/OC9C77
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Zeitlich
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Beschreibung   



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infoAllgemeine Info:

Ein Leben lang, nur Rot und und Weiß.....das sind die Schlagworte, die jeder eingefleischte Fan des örtlichen Fußballvereins verinnerlicht hat und bei jedem Spiel wird dies ausgerufen. Legenden wurden auf dem Bieberer Bersch "geboren".Hier sind Fußballheroren entstanden, die Teilweise nationale wie internationale Sportgeschichte geschrieben haben.
Manche haben davon ihre ersten Schritte auf dem Fußballplatz hier beim OFC getan.
Einige davon möchte ich hier mit dieser Cacheserie mal etwas näher beleuchten.


Legenden des OFC No.15 Jimmy Hartwig


Diese Beschreibung enthält ein mehr persönliche Details und ist länger, im Vergleich zu den anderen Legenden, Grund dafür ist, das ich seine Biographie ("Ich bin ein Kämpfer geblieben" ) gelesen habe. Ich hoffe und wünsche das die Cacher dies auch lesen mögen...

Viele kennen ihn nur als "Jimmy" Hartwig. Doch eigentlich heißt er richtig "William George Hartwig". Er erlebte alle Höhen und Tiefen des Lebens. Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen in der einstigen "Lohwaldsiedlung" in der Kirschenallee.
 
Wenn er in seinen jungen Jahren schon erwähnte, wo er wohnte, wurde er na ja "schief" angeschaut. Sowohl die Lohwaldsiedlung als auch die Kirschenallee gibt es heute nicht mehr. Das Gebiet wurde dem Erdboden gleichgemacht und soll heute als "An den Eichen" wieder Bewohner anziehen.
Die einstige Kirschenallee heißt heute "Eichenallee" - so geht man in Offenbach mit Geschichte um...
William George Hartwig wurde von seiner Mutter immer angehalten, ja nicht aufzufallen oder gar anzuecken. Das war nun mal auch aufgrund seiner Hautfarbe und seiner Herkunft nicht gerade einfach. Er versuchte den "Leidlinien" seiner Mutter nach Kräften nachzukommen, was ihm aber mehr Scherereien einbrachte. Oft wurde er zum Spielball derer, die sich dazu berufen fühlten, über sein "Wohlergehen" entscheiden zu wollen. Unser William war nicht dumm, nein einfach nur faul, ihm fehlte jemand, der ihn forderte/förderte. Mit dem Ball konnte er schon immer gut umgehen und so wurde er auch entdeckt.

Mit Jungen aus der Nachbarschaft hetzte er hinter dem runden Leder her. Darunter war auch ein gewisser Willi Rodekurt*, sechs Jahre älter als er und bereits OFC - und Jugendnationalspieler. Er nahm William zur Seite und fragte ihn, ob er nicht Lust hätte im Verein zu spielen - bei den Kickers. Wo die OFC- Legenden Nuber, Held oder Kostedde Vorbilder von William waren und er sich nie hätte träumen lassen im selben Stadion zu spielen. Mutter Hartwig war davon zunächst gar nicht begeistert, doch Willi Rodekurt votierte für Sohnemann William, so sei er runter von der Straße und es würde was aus ihm werden. Unter dem Trainer Kurt Schreiner (OFC-Legende No.6) trainierte er zum ersten mal am Bieber Bersch und damit begann sein Aufstieg zum Profifußballer. Hier musste er sich erstmals in einen geregelten Tagesablauf und in eine Mannschaft einfügen. Ein ungewohnte Erfahrung für den Einzelgänger, den Kämpfer Hartwig. Wenn er einmal den Ball hatte, wollte er nicht wieder hergeben, bis seine Mitspieler auf die Barrikaden gingen, ihm gar nicht mehr erst den Ball zuspielten. So lernte er sich in dieses System zu fügen, er war nicht mehr alleine, sondern musste sich unterordnen.

* wie ich aus privaten Recherchen weiß, bin ich bzw. meine Frau Mama mit Willi Rodekurt sogar verwandt.

Hartwig durchlief die verschiedenen Jugendaltersklassen - D-C-B-A-Jugend machte nebenbei eine Lehre als Maschinenschlosser nach erfolgreichem Abschluß seiner Lehre wurde ihm ein Vertrag als Lizenzspieler für die erste Mannschaft angeboten . So wurde er Profifußballer und konnte nun seinen Traum leben, sein Geld mit Fußball zu verdienen. Noch im selben Jahr verlieh man ihn an den VFL-Osnabrück, der eine Klasse tiefer als der OFC spielte, der ja zur damaligen Zeit in der Bundesliga mitmischte. Mit seinen nun zarten 19 Jahren sah Hartwig eine Chance darin, sich fußballerisch weiter zu entwickeln.

In Osnabrück war es, wo er seinen heutigen "Rufnamen" >>Jimmy<< bekam. Es war wohl ein Journalist, der ihm diesen Namen verpasste, weil Hartwig damals gerne mal ein Glas Cola mit Jim Beam zu sich nahm - Jim - Jimmy ?!

Doch in Osnabrück fühlt er sich nicht gerade wohl, es war kein Mensch da, den er kannte und so reduzierte es sich hier rein auf den Fußball. Eine unschöne Geschichte um einen von ihm in der Kabine das VFL gefunden Geldschein, den er leider einsteckte, ohne zunächst was in der Mannschaft zu sagen, wurde ihm dann zum Verhängnis. Er wurde des Diebstahls bezichtigt. Und obwohl er auch juristisch für unschuldig erklärt wurde, war dies ein Makel der an ihm hängen blieb. In Osnabrück hatte er keine Zukunft mehr. Nicht mal der OFC wollte ihn wieder haben, wer holt sich schon gerne einen "Dieb" ins Haus?! So kroch er erstmal wieder zu Hause in der Kirschenalle unter bis ein Telefonanruf des damaligen Managers des TSV1860München, Walter Kraus ihm wieder eine fußballerische Zukunft ermöglichte. Hier spielte er zunächst unter Max Merkel, der Hartwig aber nicht gerade freundlich gesonnen war. Erst mit einem Trainerwechsel beim TSV avancierte Hartwig zum Leistungsträger. So das damals Günther Netzer, Manager des Hamburger Sportvereins an ihn herantrat und ihn an die Elbe holte. Beim HSV erlebte er dann die erfolgreichsten Jahre seiner Karriere. Privat ging´s aber schon während seiner Münchner Zeit bergab. Seine Ehe mit seiner Frau Erika bekam erste Risse, die sich noch mehr vertieften, als Hartwig in Hamburg spielte. Schließlich lernte sie einen anderen Mann kennen, bei dem sie sich "ausheulen" konnte da Hartwig sich immer wieder mit jungen und schönen Damen umgab. Eine Trennung war die Folge. Sie war eine geborene Bayerin und er hatte sie mit ihn den hohen Norden genommen - ihr bekam das "Klima" dort einfach nicht. Seine Zukunft sah Hartwig beim HSV - doch um seine Ehe zu retten, wechselte er schließlich zum 1.FC Köln. So begann auch sein sportlicher Abstieg. Kaum war er das 1.Mal über den Kölner Rasen getrabt begannen die Probleme, er kam als dreimaliger Deutscher Meister und Nationalspieler aus Hamburg. Die "Platzhirsche" in Köln hatten wohl Angst um ihre Stellung und so machten sie ihm das Leben so schwer wie möglich. Nach einem knappen halben Jahr wurde schließlich zu Casino Salzburg verliehen. Doch die dortigen Verhältnisse waren nahezu "katastrophal". Wegen Meniskusproblemen musste er sich in Salzburg "unters Messer" legen. Eine Entscheidung, die wahrscheinlich endgültig das Karierende eingeläutet hatte. Sage und schreibe 4h schnippelten die Ärzte an seinem Knie rum und um schneller wieder auf die Beine zu kommen, verzichtete er auf die Reha, womit er sein Knie wohl endgültig kaputt gemacht hatte, so das an Profifußball nicht mehr zu denken war. Ein letzter Anlauf beim FC Homburg endete damit, das er mehr Zeit auf der Ersatzbank als auf dem Rasen verbrachte.

Aus sportlicher Sicht, war dies das Ende eine Fuballerkarriere. Er zog zurück nach München, wo inzwischen seine Frau Erika wieder lebte. Doch alle die ihm in seiner glanzvollen Zeiten auf die Schulter geklopft hatten, waren auf einmal wie in Luft aufgelöst. Von ganz oben, wurde Hartwig im Eiltempo nach ganz Unten durchgereicht. Er begann sich herumzutreiben, tingelte durch Bars, nahm Drogen, traf sich wieder mit anderen Frauen, was auch seine Ehe endgültig zerstörte.

Hartwig versuchte wieder Tritt zu fassen, sich eine neue Existenz aufzubauen, reiste viel herum, war zwischendurch sogar Repräsentant eines brit.Kondomherstellers. Arbeite in Dieter Burdenskis Fußballschule, heuerte bei Sachsen Leipzig als Trainer an. Als erster Wessi bei den Ossis zur damaligen Zeit. Doch aufgrund von Finanzschwierigkeiten seitens des Clubs, die ihn nicht mehr bezahlen konnten, ging auch hier nichts mehr.
Ohnehin gebeutelt von den Ereignissen, die er bis hier hin durchlebt hatte kam dann für ihn der Hammer - die Diagnose Prostata-Krebs im Jahre 1990.
In München wurde er operiert, ein Teil des kranken Gewebes entfernt. Um den Krebs zu bekämpfen folgte eine Behandlung mit Chemo u. Kobaltbestrahlung, die Hartwig den letzten Funken Kraft kostete, der noch in ihm war. Schließlich brach er diese ab, sein damals behandelnder Arzt prognostizierte ihm damals das er dann noch max.2 Jahre zu leben hätte.
Wie der Zufall so spielt, lernte er einen Arzt kennen, der als Heilpraktiker arbeitet und sich der alternativen Behandlung verschrieben hatte. Mit seiner Hilfe, gelang es Hartwig die Krebserkrankung unter Kontrolle zu bringen.
Da Hartwig schon immer mit den Medien in Kontakt stand, versucht er sich hier ein neues Standbein aufzubauen, war Moderator beim "DSF"(heute "Sport1"), dann entdeckten ihn Fernseh- u. Filmproduktionen, besetzten ihn mit versch. Nebenrollen.

Auch war er mal Teilnehmer des RTL-Dschungelcamps - hier wohl, um .sich finanz zu gesunden, wie Viele die dort rum eiern...

Und wieder half der Zufall, das Hartwig den Theaterregisseur und Schauspieler Thomas Thieme begegnete, der ihn schließlich ans Theater brachte. Einer von Hartwigs ersten Theaterrollen war in "Baal" die Rolle des Kabarettdirektors "Neger John". In seiner ersten Hauptrolle gab Hartwig im Central-Theater Leipzig den "Woyzeck". Und so hat William George Hartwig, einst genialer Fussballer und Lebemann seine neue Berufung als Theaterschauspieler gefunden. Wobei auch auf dem Fußballplatz ein guter Fußballer auch etwas schauspielerisches Talent mitbringen sollte - somit schließt sich ein Kreis. Heute lebt Hartwig übrigens meist in München, in seine Geburtsstadt Offenbach kommt er leider nur noch selten, erst Recht, nach dem seine Mutter verstorben ist.

Beim Hören des OFC-Fanradios bin ich auch auf ein Video gestoßen, in dem Hartwig, noch in den alten Räumen des OFC-Museums in der Goethestraße, von Lars Kissner interviewt wird - siehe hier
Wer wissen will, was er aktuell, heute so treibt, der kann sich hier informieren...



Cache:

Es handelt sich um eine 0,7ltr.Dose , die:
  • das Logbuch
  • einen Stift,
  • den Bonus-Hinweis ( kann auch im Logbuch liegen...),
  • Kleinigkeiten zum tauschen
  • Und auch mal einen "Reisenden" enthalten kann.
  • den OC-Pendanten findet man hier

arken:


Gaanz faule, die vielleicht nicht die ganze Serie sondern nur den hier als "grab´n´go machen möchten können ihrTöff Töff bei

N50°04.252 E8°47.228 abstellen oder bei
N50°04.882 E8°46.677 ("nasses Dreieck") oder
N50°04.909 E8°47.602

stoppBesondere Hinweise:

  • Muggelalarm in Form von einfachen Spaziergängern, Gassigehpersonal, sowie Forstwirschaft möglich
  • Bitte nicht Nachts suchen, Förster und Wild danken es
  • Je nach Witterung könnten die wege zum Cache auch mal sehr tief und feucht sein - festes Schuhwerk ist empfehlenswert!
Zum Schluß:

Viel Erfolg - Happy Hunting

Stand: 26.02.2014

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Landschaftsschutzgebiet Landkreis Offenbach (Info), Landschaftsschutzgebiet Landschaftsteile im Stadtkreis Offenbach (Info)

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Geokrets

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Logeinträge für Legenden des OFC - No.15 Jimmy Hartwig    gefunden 76x nicht gefunden 0x Hinweis 0x

gefunden 06. Februar 2017 wansor hat den Geocache gefunden

Nachdem ich endlich alle Caches und den Bonus zusammen habe, wird es Zeit, ein paar Logs nachzuholen...

DFDC

gefunden 22. Juli 2016 Fritzezippel hat den Geocache gefunden

Heute die restlichen Caches dieser Serie angegangen. Alle Caches wurde gut und schnell gefunden. Nachdem das Logbuch signiert wurde, lacht mit diesem Online-Log ein weiterer :-) auf meiner Geocaching-Karte. Vielen Dank für den schönen Cache.

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.TFTC . ((__)
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gefunden 15. Mai 2016 JanJana hat den Geocache gefunden

TFTC

gefunden 19. April 2016, 14:00 Knocky737 hat den Geocache gefunden

Für den Challenge Cache "Stadt-Berg-Fluss" fehlen mir zu einigen Buchstaben noch passende Caches in der Rubrik "Namen". Somit war die Tradi-Runde "Legenden des OFC" schon länger in meinem Visier, denn das ist ja praktisch - wie man im Fußball sagt - eine Steilvorlage. Und da ich heute Mittag zu einem Termin nach Neu-Isenburg musste, bot sich ein Abstecher hier her am Nachmittag geradezu an [:D]

Bei recht angenehmen Wetter war die Runde sehr gut zu laufen und - das muss man hervor heben - bestens gewartet! Allein die aufwändig gestalteten Listings haben mir sehr gut gefallen. Parallel zu mir waren wohl noch zwei weitere Cacher auf der Runde, denn in zwei Dosen waren Einträge mit heutigem Datum (Gelika2014 und An-gerd, wenn ich es richtig entziffert habe) ... aber getroffen habe ich die beiden leider nicht.

TFTC und die toll gemachte Runde, sarah_B!

Beim Bonus hinterlasse ich selbstverständlich eine blaue Schleife [:)]

gefunden 18. Februar 2016 Snatch hat den Geocache gefunden