Wegpunkt-Suche: 
 
Unbekannter Geocache
Geologisches Denkmal Karben

 Schneller Earthcache zwischen Klein-Karben und Rendel

von Tank242     Deutschland > Hessen > Wetteraukreis

N 50° 13.036' E 008° 46.953' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: kein Behälter
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 0:30 h   Strecke: 0.4 km
 Versteckt am: 22. Januar 2010
 Gelistet seit: 23. Januar 2010
 Letzte Änderung: 23. Januar 2010
 Listing: http://opencaching.de/OC9D31
Auch gelistet auf: geocaching.com 

26 gefunden
0 nicht gefunden
0 Bemerkungen
1 Beobachter
0 Ignorierer
464 Aufrufe
10 Logbilder
Geokrety-Verlauf

große Karte

   

Wegpunkte
Zeitlich
Saisonbedingt
Listing

Beschreibung   

Geologisches Denkmal Karben IR Normal IR 7 2010-01-22T22:37:00Z 2010-01-23T13:32:00Z 1 1530 9640 80 22 11148 10.2625 Clean Clean 21 MicrosoftInternetExplorer4 /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman";}

Deutsche Version (english version below):

Geologisches Denkmal Karben

In 2006 wurde in Karben ein Geologisches Denkmal (Geotop) errichtet. Der westexponierte Hang des Geotops ist mitverantwortlich dafür, dass während der letzten Eiszeiten nur wenig Löss (=vom Wind abgelagertes Segment) dorthin geweht wurde. Dadurch ist die Bodenbedeckung nur sehr gering, was das Erreichen der tieferen Gesteinsschichten zur Analyse erleichtert. Daher kann man im Karbener Geotop auf relativ engem Raum Bodenschichten betrachten, die aus verschiedenen Zeiträumen der Erdentwicklung stammen und hier direkt nebeneinander bzw. aneinander liegen. Diese Gesteinsschichten können Aufschluß über die geologische Entwicklung der Region geben.

Das Alter der angeschnittenen Schichten kann mit etwa 22 bis 23 Millionen Jahren angegeben werden. Die Gesteinsabfolgen aus dieser Zeit wurden besonders im Mainzer Becken in den letzten Jahren neu benannt, um eine Vereinheitlichung zu fördern. Die Kalksteine im Zugangsbereich des Geotops und links unten in der Grube wurden früher nach einer lebhaft skulpturierten, spitzen Wasserschnecke von bis zu 4 cm Länge „Cerithienkalke“ genannt. Es ist Deine Aufgabe, die heutige Bezeichnung zu finden.

An der Wand oben rechts wechseln sich grünliche Tonsteine mit kreidigen Kalken ab. Diese werden zur Rüssingen-Formation gestellt, einer tonig-mergeligen Schichtfolge, die früher als „Inflatenschichten“ bezeichnet wurde (nach einer kleinen glattschaligen Schnecke namens Hydrobia inflata).

Die jüngste Einheit ist die Bodenbedeckung, entstanden während und nach der letzten Eiszeit. 

Eine große Zahl von kleinen Schnecken und Muscheln sowie feinstreifig-wellige Lagen von Algenrasen deuten auf eine Entstehung des Kalksteins unter Wasserbedeckung hin. Die Frage nach der Art des Gewässers lässt sich mit dem massenhaften Auftreten von mikroskopisch kleinen Skelettresten von Einzellern, Foraminiferen der Gattung Quinqueloculina beantworten. Anders als die ebenfalls häufigen Schnecken- und Muschelschalen, deren Erzeuger eine gewisse Toleranz gegenüber Schwankungen im Salzgehalt auszeichnet, sind diese Foraminiferen ziemlich gute Anzeiger dafür, dass der Salzgehalt in unserem Gewässer höher als im offenen Meer war, d.h. es herrschte ein hypersalines Milieu.

Wahrscheinlich bestand in geologisch kurzen Zeiträumen zuvor - vor etwa 24 Millionen Jahren, sicher jedoch vor 30 Millionen Jahren eine Meeresverbindung in die Wetterau. Es war mit Sicherheit eine schmale und nicht sehr tiefe (und bis heute die letzte) Meeresverbindung zwischen der Nordsee und dem damaligen Mittelmeer. Durch Hebungen des Untergrundes entstanden trennende Schwellen, so dass bald die Meeresverbindung unterbrochen war und ein großer Restsee zurückblieb, in der Art, aber nicht in der Größe mit dem Aralsee oder dem Kaspischen Meer vergleichbar. In einem warm-trockenen Klima war der Salzgehalt zunächst noch sehr hoch, bis Flüsse aus der Umgebung ausreichend Süßwasser zuführten, so dass die Verhältnisse tatsächlich denen eines heutigen Süßwasser-Sees immer ähnlicher wurden. Seit dieser Zeit hat sich unser Land vollkommen verändert: die Alpen im Süden wurden aufgefaltet, das Rheinische Schiefergebirge und damit auch der Taunus wurden noch einmal gehoben und erst 5 Millionen Jahre nach der Ablagerung der Kalksteine ergossen sich die zahlreichen Lavaströme, die heute im Nordosten den Vogelsberg aufbauen. Einer dieser Ströme floss übrigens ziemlich rasch, wahrscheinlich zischend und rauchend von der Gegend um Assenheim über den Raum Petterweil und Erlenbach bis nach Frankfurt. 

Die obere braune Bedeckung der Ton- und Kalksteine ist erdgeschichtlich betrachtet sehr jung, wahrscheinlich nicht älter als 20000 Jahre. Sie besteht im unteren Teil aus einem splittrigen, schlecht sortierten Gesteinsschutt, der sich in den Kaltzeiten hangabwärts bewegte. Der braune Boden ist das Ergebnis einer Staubanwehung aus den Kaltzeiten in Form von hellgelbem Löss, der als fruchtbarer Boden seit dem Ende der letzten Eiszeit vor 10000 Jahren seine dunkle Farbe erhalten hat. Zwischen deren Auflagerung und dem Absatz der letzten See-Sedimente, die noch über das Niveau der heutigen Pelz-Kappe östlich von Karben in 170 m hinausragten, wurde im Wechsel von Warmzeiten und Eiszeiten die Oberfläche unserer Landschaft modelliert. Die Bodendecke liegt somit auf ganz unterschiedlichem Untergrund.

Das Geologische Denkmal Karben liegt an der Straße von Klein-Karben nach Rendel etwa auf halbem Weg und ist jederzeit für jedermann offen. Ich bin hier schon gefühlte tausend Mal vorbei gefahren, ohne weiter darüber nachzudenken. Irgendwann habe ich es mir dann mal angeschaut, eine Menge interessanter Informationen über die geologische Geschichte der Wetterau gefunden und mich dazu entschlossen, hier einen Earthcache zu legen.

Es handelt sich um ein offizelles, ortsfestes paläontologisches Boden- und Kulturdenkmal nach § 19 des Hessischen Denkmalschutzgesetzes.

Um den Cache zu loggen musst Du vor Ort drei Fragen beantworten und dort ein Foto mit Dir und Deinem GPS-Gerät oder nur Deinem GPS-Gerät machen und dem Logeintrag beifügen.

Parken kannst Du in Klein-Karben oder Rendel. Von dort sind es ca. 400 m bis zum Cache – pro Weg.

Fragen:
1. Wie viele km² maß die Wasserfläche des Wetterau-Sees ungefähr?
2. Welchem Zeitalter sind die angeschnittenen Schichten zuzuordnen?
3. Welche Gesteinsschicht auf dem Schaubild liegt direkt neben der Rüssingen-Formation?


Für umgehende Überprüfung der Antworten sendet eine E-Mail mit Eurem
GC-Namen in der Betreffzeile an: Wasserfläche.Zeitalter.Formation@googlemail.com.
Beispiel:
18000.Jura.Ruessingen@googlemail.com

Quelle und weiterführende Informationen: www.karben.de

 

English version:

Geological Monument Karben

The geological monument (geotop) was built in 2006 in Karben. The west-facing slope of the geotop is partly responsible for the thin canopy of loess (segment carried and settled by the wind during the last ice age). This thinness facilitates the attainment of the deeper layers of rock for analysis. Therefore it is possible to examine layers of soil originating from different periods of Earth's development in a relatively small area, lying here next to each other. These rocks may shed light on the geological development of the region.

The age of the raised sections can be estimated at about 22 until 23 million years ago. The rock sequences from this period have been renamed in recent years, especially in the Mainz Basin in order to promote unification. The limestone at the left side of the entry area of the geotop and at the left section of the bottom of the pit used to be called after a lively sculptured water snail of up to 4 cm length "Cerithienkalke”. It is your task to find the current designation.
On the upper right section greenish claystone alternate with chalky limestones. This is part of the so called “Rüssingen Formation”, a clay-marl layer sequence, which was formerly known as "Inflatenschichten" (named after a small smooth-skinned snail Hydrobia inflata). The youngest unit is the land cover developed during and after the last ice age.

A large number of small snails and clams and finely striped, wavy layers of algal turf suggest a formation of limestone under water cover. The question of the nature of the water can be answered with the massive presence of microscopic skeletal remains of unicellular organisms, foraminifera of the genus Quinqueloculina. Unlike the well characterized frequent snail and clam shells whose genitor suggests a certain tolerance for variations in salinity, these foraminifera are a pretty good indicator that in this waters the salinity was higher than in the open sea, ie there was a hyper alines milieu.

In geologically short periods before - about 24 million years ago, but certainly before 30 million years ago - probably a marine compound existed in the Wetterau. It was certainly a narrow and not very deep (and so far the last) sea link between the North Sea and the Mediterranean Sea at that time. The uplift of the ground caused separating thresholds,which broke the marine connection and left behind a large lake, in type, but not in the size comparable to the Aral Sea or the Caspian Sea. In a warm, dry climate, the salinity was initially very high, but surrounding rivers from brought freshwater so that the lakes condition became similar to those of today's fresh-water lakes.

Since that time, our country has changed completely: the Alps in the south have been unfolded, the Rhenish Slate Mountains, and hence the Taunus was raised again, and only 5 million years after the deposition of the limestone rocks numerous lava flows poured down and built the Vogelsberg in the northeast. One of these streams flowed the way fairly quickly, probably hissing and smoking from the area around Assenheim through the Petterweil area and then from Erlenbach to Frankfurt.

The top cover of the brown clay and limestone is considered geologically very young, probably not older than 20,000 years. In the lower part it consists of a splintered, poorly sorted rock debris, which was moving downhill during the cold periods. The loess has been a fertile ground and kept its darker colour since the end of the last Ice Age 10,000 years ago. Between the deposits and the last (highest) deposition of the lake sediments, which exceeded the level of Karben’s fur cap in 170 m a.s.l. today, the surface of our landscape was modeled during the alternation of ice ages and warm periods. Therefore the soil covers very different kinds of bedrock.

The Geological Monument Karben is located next to the road half-way from Klein-Karben to Rendel. It is free and publicly available. You may have noticed this site before (as I did somedays), but never wasted a second thought on it (as I did until now). Somedays I visited this place, found very interesting information on the geological history of the “Wetterau” area and decided to place an Earthcache there.

This site is an official stationary ground paleontological and cultural monument under § 19 of the Hessian Heritage Act.

In order to log this cache you have to answer 3 questions at the site and take a picture of you and/or solely your GPS-device at your favorite spot of this monument and attach that picture to your log.

Parking is available in Klein-Karben or Rendel – the cache is about 400 meters away.

Questions:
1. What was the approximate size (in km²) of the surface of the Wetterau-Sea?
2. Which geological age do the displayed layer originate from?
3. As shown on the chart: Which rock-formation is situated next to the “Rüssingen-Formation”?

In order to receive immediate approval of your answers send an email with your
GC-name as subject to: sizeofsurface.geologicalage.formation@googlemail.com.
E.g.: 18000.Jura.Ruessingen@googlemail.com

Source and further information: www.karben.de

FTF:

free counters

Hilfreiches

Suche Caches im Umkreis: alle - suchbare - gleiche Cacheart
Download als Datei: GPX - LOC - KML - OV2 - OVL - TXT
Mit dem Herunterladen dieser Datei akzeptierst du unsere Nutzungsbedingungen und Datenlizenz.

Logeinträge für Geologisches Denkmal Karben    gefunden 26x nicht gefunden 0x Hinweis 0x

gefunden 09. Oktober 2016, 18:08 LandslideBo hat den Geocache gefunden

Heute sonntägliche Cacherunde, dabei musste am Internationalen Earth Cache Day natürlich heute einer besucht werden. Bei unserer Runde in der Nähe von Karbon führten unsere Geräte uns zu diesem geologischen Denkmal. Interessant war u.a. das der Wetterbericht See größer als der Bodensee war. Danke für das herführen. TFTC

Bilder für diesen Logeintrag:
Earth Cache Day 09.10.2016Earth Cache Day 09.10.2016

gefunden 04. Mai 2014 dogs4walk hat den Geocache gefunden

Und wieder was gelernt. Ist schon erstaunlich, was man beim Cachen über die Erdgeschichte erfährt. Danke!  Bild gibt es bei GC.com.

gefunden 30. November 2013 crisb hat den Geocache gefunden

Da hpccube heute ohnehin nach Frankfurt wollten, schloss ich mich an und wir machten eine kleine Cachetour daraus. So wurden auf Hin- und Rückweg noch ein paar Dosen gesucht.

Dieser Earthcache tauchte spontan auf der Karte auf. Also schnell hier vorbeigelaufen. Die Fragen konnten alle problemlos beantwortet werden und etwas zu lernen gab es dabei auch noch.

Danke fürs Zeigen!

Gruß crisb

gefunden 31. August 2013 prussel hat den Geocache gefunden

Schon oft sind wir hier vorbei gekommen, mal wars dunkel, mal hat es geregnet... Heute haben wir auf dem Weg zum Hexenevent angehalten und uns endlich mal das interessante Bodendekmal angesehen.
TFTC Jutta & Michael
# 3983, 18:50

GC22YKY

gefunden 17. November 2012 Sheepdog_Sam hat den Geocache gefunden

Trotz kaputter Tafel das Rätsel gelöst und Freigabe bekommen, das Bild gibt es auf GC.com