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Pfälzer Jakobsweg - Kleine Erfrischung

von wittels     Deutschland > Rheinland-Pfalz > Speyer, Kreisfreie Stadt

Achtung! Dieser Geocache ist „gesperrt“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 49° 18.758' E 008° 24.686' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: klein
Status: gesperrt
 Zeitaufwand: 0:20 h   Strecke: 0.5 km
 Versteckt am: 30. Januar 2010
 Gelistet seit: 30. Januar 2010
 Letzte Änderung: 22. März 2010
 Listing: http://opencaching.de/OC9D73
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Beschreibung   

Pfälzer Jakobsweg (Route Nord) - Kleine Erfrischung

Der Cache liegt direkt an dem Pfälzer Jakobsweg (Route Nord).

Die besondere Geschichte des Speyerbaches

aus: Das Speyerbachprojekt

Entstehung

Der Speyerbach hat eine höchst ungewöhnliche Geschichte. Fast sein gesamter Lauf ist stark durch den Menschen geprägt, und zwar nicht erst seit der Neuzeit durch Begradigung, sondern schon seit mindestens 1000 Jahren, höchstwahrscheinlich allerdings sogar schon seit der Römerzeit. Der „Speyerbach" (er heißt vor Speyer „Gießhübel", in Speyer ,, Stadtbach", heute ist er auf den topografischen Karten allerdings durchweg als Speyerbach eingetragen) ist eines der Rätsel der Geschichte dieser Region. Schriftliche Zeugnisse über seine Existenz reichen zwar bis ins Mittelalter zurück, seine Entstehung jedoch liegt im Dunkel der Frühgeschichte. Der Bach ist zweifach künstlich geteilt, nämlich beim Winzinger Wassergescheid in Neustadt, wo der Rehbach abgezweigt wird (1/3 des Wassers fliesst hier nach Nordosten ab) und beim Hanhofer Wassergescheid, wo der Bach in Woogbach (2/3 des Wassers) und Speyerbach (1/3 des Wassers) geteilt wird. Beide fliessen kurz vor der Mündung in den Rhein allerdings wieder beim Holzmarkt im Altstadtbereich von Speyer zusammen. 

Man muss hier allerdings deutlich differenzieren: Der Lauf des Baches ist bis mindestens Neustadt/Weinstrasse im gesamten Bereich des Pfälzerwaldes als prinzipiell natürlich anzusehen, der gesamte Verlauf im Bereich der Rheinebene ist wohl mehr oder weniger artifiziell. wenn im weiteren über Theorien seiner Entstehung geschrieben wird, dann bezieht sich das ausschliesslich auf den Lauf des Baches auf den letzten 20 Kilometern, ca. ab der Höhe von Geinsheim.

Theorien zur Entstehung des Speyerbaches

Soweit die Zeugnisse zurückreichen, hat man den Speyerbach immer als künstlich empfunden. In der Diskussion über seine Entstehung zeichnen sich im wesentlichen drei Theorien ab.

Theorie 1

Bau durch die Römer

Schon Christoph Lehmann führt in seiner „Chronika der freien Reichsstadt Speyer" (1652),,die" Bach auf die Kunstfertigkeit der Römer zurück: Die „Teutschen" (d. h. die Germanen), so begründet er seine Ansicht, hätten „sich mit solcher Bemühung zu beladen und mit großer Arbeit solche Wasserleitung anzustellen / für eine Unehre und ihrer Freiheit verkleinerlich ermessen / wie sie dann vom Ackerbau und allerhand Arbeit ein Scheuens (Abscheu) gehabt . . . Die Römer aber haben zu solchen nützlichen Wasserleitungen sondere Lust und Neigung gehabt / und der Bach aussin Gebirge einen Graben und Gang auf und durch die Stadt geführet".

Zu den Vertretern dieser Theorie gehören auch C. Weiss, der den Rehbach für das eigentliche Bett des Speyerbaches hält , und J. Weber, der jedoch die Möglichkeit offenläßt, daß auch die Franken den Bach abgeleitet haben könnten.

Theorie 2

Bau durch die Franken

Hiermit ist bereits die zweite Theorie angedeutet; ihre Verfechter neigen zu der Ansicht, die Franken hätten den Kanal gebaut. Dieser germanische Volksstamm besetzte, von Norden kommend, unser Gebiet im 6. Jhdt. n. Chr. Die Alemannen, die es seil dem Abzug der Römer (Anfang 5. Jhdt.) besiedelt halten, wurden nach Süden verdrängt. In der Nähe der von den landnehmenden Germanen zerstörten römischen Stadt Civitas Nemetum gründeten die Franken ein Dorf, dem sie den Namen „Spira" gaben. Der Name soll von dem Bach stammen, an dessen Mündung in den Rhein das Dorf lag (etwa im Gelände des heutigen Bahnhofs, der Rhein floß damals in einer Schleife am Hochufer entlang, unterhalb der heutigen Bernharduskirche also). Das Wort wäre, nach dieser Theorie, gebildet aus ahd. spiwan = speien (auch als spiran zwar nicht belegt, aber aus mhd. spiren zu erschließen) und dem uralten Namenssuffix -aha =(fließendes) Wasser, urverwandt mit lat. aqua == Wasser. „Spiraha" hieße also „heraussprudelndes, herausgespieenes Wasser", wobei die Quelle, also dem Flüßchen den Namen gegeben hätte. Wie zahlreiche andere uralte Siedlungsnamen, wie etwa Fulda, Bebra, wäre Spiraha - Spira - Spire - Speir - Speier demnach einer der sog. Gewässernamen, wie sie in der Zeit vor der Landnahme der Völkerwanderung von den Germanen mit Vorliebe verwendet wurden (von diesem Dorf „Altspeier" ging dann der Name auf die aus den Ruinen der Römerstadt wieder aufblühende Siedlung „Neuspeyer" über). Es lag natürlich nahe, von dem Namen des Dorfes aus weitere Schlüsse zu ziehen auf den Bach: Wenn er dem Dorf den Namen gegeben hat, muß er mindestens so alt sein wie dieses selbst. So hat, wohl als erster, der badische Geschichtsforscher Fr. J. Mone die Franken zu Bauherren des Speyerbaches erklärt. Er datierte den Bau in die 2. Hälfe des 9. Jahrhunderts. Diese Ansicht wurde schon bald von dem bedeutenden Speyerer Germanisten und Keltisten C. Zeuss verbessert. Dieser konnte sich auf den sog. Geografen von Ravenna berufen, der in einer Art geographischem Handbuch den Namen Spira, zusammen mit anderen Städten am Oberrhein, erstmalig erwähnt. Er hätte, so glaubte man damals, dieses Handbuch unter Karl dem Großen aus verschiedenen älteren Schriften zusammengetragen, jene Stelle mit dem Ortsnamen Spira sollte aus einem Werk eines gotischen Schriftstellers Alhanarid stammen, der im 6. Jhdt., gelebt hätte, also ein Zeitgenosse unserer Franken gewesen wäre. Die Forschung hat inzwischen diese Angaben im einzelnen revidiert: Der Ravennate lebte nach heutiger Ansicht nicht im 8. sondern im 7. Jhdt. Der Gewährsmann Alhanarid ist nicht nachzuweisen und vermutlich erfunden. Doch gilt als ziemlich sicher, daß der Geograph eine Karte aus dem 5. bis 6. Jhdt. als Quelle für seine Schrift verwendet hat (nach: Paulys Realenzyklopädie der klass. Altertumswissenschaften I I/I 1920, S. 305 ff). Auch die Zeuß’sche Deutung des Namens vom „spirbaum" (Speierbaum) her, zu der ihn die Schreibung sphira veranlaßte, kann als überholt angesehen werden. Doch bleibt sein Nachweis des fränkischen Dorfes für das 6. Jhdt. gültig und ist auch heute noch der Angelpunkt der Herleitung und Entstehungsgeschichte der Stadt Speyer, zumal man , neuerdings eine schriftliche Bestäti­gung der Zeuß’schen Annahme gefunden hat: In den „Notitia Galliarum" aus dem 6. Jhdt. und im Zusammenhang mit der ersten Erwähnung eines Speyerer Bischofs in den Akien des Pariser Konzils von 614 wird die Civitas Nemetum bereits „Spira" genannt.

Theorie 3

Bau im 11. Jahrhundert als Transportweg zum Dombau

Eine dritte Theorie schließlich besagt, daß der Speyerbach gegraben worden sei, um das Material für den Dombau vom Gebirge heranschaffen zu können, also im 11. Jahrhundert. Zu dieser Version bekennen sich der Archäologe Fr. Sprater  und der Domforscher Fr. Klimm.

weitere Informationen können hier gelesen werden!

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Logeinträge für Pfälzer Jakobsweg - Kleine Erfrischung    gefunden 1x nicht gefunden 1x Hinweis 2x

nicht gefunden 20. März 2010 WolfKK hat den Geocache nicht gefunden

Im strömenden Regen die Dose nicht entdecken können  :(
Aber ich komme wieder.
Viele Grüße Wolf

Hinweis 15. März 2010 wittels hat eine Bemerkung geschrieben

Weiter geht es. Bitte den Cache wieder genau da platzieren!

Hinweis 28. Februar 2010 wittels hat eine Bemerkung geschrieben


Die Dose ist weg. Da hat wohl jemand wieder den Stöckchentrick versucht, der im allgemeinen nicht funktioniert und schwupps war wohl die Dose im Wasser. Das wäre ja kein Weltuntergang. Viel schlimmer finde ich, dass derjenige keine Eier in der Hose hatte, mir ne Mail zu schreiben. Ich bin am Überlegen, ob ich nicht einfach nen Micro an die dort anwesende Leitplanke klebe, das sollte doch dann jeder beherrschen.

 

gefunden 30. Januar 2010 Marge hat den Geocache gefunden

FTF! Zusammen mit Speyerling!

Das war ganz schön knifflig! Und der Cache bekam wirklich eine kleine Erfrischung! Die FTF-Jury hat sich von der Dichtheit des Behälters auf den ersten 150m überzeugt!

Lieber Wittels, der hat viel Spaß gemacht! Und ich hoffe, dass er lange erhalten bleibt und ihn keiner aufgibt! Nicht auszudenken, würde er in "Worms in de Kurv"  oder in der Nordsee landen ...

 Schöne Grüße!

Marge2408 (McNalli)