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Spurensuche in Walle

 Ist noch im Test

von Erinnern     Deutschland > Bremen > Bremen, Kreisfreie Stadt

Achtung! Dieser Geocache ist „momentan nicht verfügbar“! Der Geocache selbst oder Teile davon sind nicht vorhanden oder es gibt andere Probleme, die eine erfolgreiche Suche unmöglich machen. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 53° 06.264' E 008° 46.581' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: normal
Status: momentan nicht verfügbar
 Strecke: 3.0 km
 Versteckt am: 04. August 2010
 Gelistet seit: 04. Mai 2010
 Letzte Änderung: 18. November 2016
 Listing: http://opencaching.de/OCA477

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Beschreibung   

Spurensuche in Walle

Startort: N53°06.264’ E008°46.581’

Wir sind...

...das Matheprofil des Doppeljahrgangs 09/10. Durch Vermittlung unserer Geographielehrerin sind wir in dieses „Geocachingprojekt“ gelangt. Von zwei Mitarbeiterinnen des Rosenak-Haus e.V.  wurden wir in das Geocaching eingeführt. Außerdem wurden uns die Schicksale einiger Jüdinnen und Juden aus Walle nahe gebracht und auf Ereignisse aus der Geschichte des Stadtteils im Nationalsozialismus hingewiesen. Daraus ist dieser historische Multicache entstanden.

Am Startpunkt dieses 1 1/2 stündigen Fußwegs, gibt es die Möglichkeit zu parken. Hier befindet sich auch unsere Schule.

Aufgrund der historischen Informationen können Ortskundige bestimmte Punkte erraten ohne die Rätsel zu lösen, daher bitten wir darum, immer nur bis zum Trennstrich zu lesen und erst dann die Beschreibung weiterzulesen, sobald man die nächste Koordinate erreicht hat.
Da dieser Cache hauptsächlich aus Matheaufgaben besteht, solltet ihr vorsichtshalber einen Taschenrechner mitnehmen.

An dieser Stelle wünschen wir euch viel Spaß und viel Erfolg beim Spurensuchen!

Euer Matheprofil

 

Die jüdische Geschichte

Die Jüdische Gemeinde im Lande Bremen ist heute mit fast 1100 Mitgliedern eine der größeren jüdischen Gemeinden Deutschlands.

Im Jahre 1803 wurde die Israelitische Gemeinde in Bremen gegründet. Vorher lebten sog. Schutzjuden nur außerhalb Bremens in der Siedlung Barkhof und in dem Dorf Hastedt, die zum Königreich Hannover gehörten. Als diese Gebiete in die Stadt Bremen eingegliedert wurden, wurden ebenso die Bewohner eingemeindet.

Eine "Judenkommission des Rates" beschloss jedoch im Jahre 1819, den Juden in Bremen eine Verlängerung des Aufenthaltsrechts zu versagen, so dass im Jahre 1826 nur noch zwei Schutzjuden in Bremen lebten.

Seit 1849 wurde es den Juden wieder erlaubt, sich in Bremen niederzulassen. 1863 verlieh man der Israelitischen Gemeinde auch Körperschaftsrechte. (Quelle: Wikipedia) 

 Für mehr Infos hier klicken.

 

Wenn du dieses Gebäude sehen kannst hast du den Startort erreicht.


Um zur zweiten Station zu gelangen, musst du ein kleines Rätsel lösen!

Zähle alle einzelnen, kleinen Scheiben der Fronttüren des Haupteingangs! Es sind: _ _ -> A B

Die nächste Koordinate ist:

N53°(B)(A).(AB*5-AB+5)

E(B)(B)8°4(A).(A*14) A

(Beachte die Rechenregeln!)


WP 1

Nun steht ihr vor einem Geschäft. Diese Kokosweberei gehörte dem jüdischen Ehepaar Felix und Senta Scheiniak. Felix Scheiniak war neben seiner Arbeit sportlich sehr engagiert und ein geschätztes Mitglied der Israelitischen Gemeinde in Bremen.

Nach 1933 nahm auch in Bremen die Ausgrenzung und Diskriminierung der Juden immer mehr zu.Felix Scheiniak gelang es dennoch 1934 das große Makkabi-Sportfest im Weserstadion mit über 300 Teilnehmern aus ganz Deutschland zu organisieren. Dafür wurde er jedoch von den Nationalsozialisten für einige Zeit verhaftet. Die Weberei wurde seit 1933 boykottiert und nach dem Erlass der Nürnberger Gesetze 1935 verloren die Scheiniaks, wie alle jüdischen Bremer, weitere bürgerliche Rechte.

Durch diese antijüdischen Maßnahmen sah die Familie Scheiniak nur noch eine Möglichkeit für ein besseres Leben: die Flucht. Sie verkauften die Kokosweberei in Walle und im Jahre 1936 gelang es der Familie nach Palästina auszuwandern. Ihr Sohn nahm dort einen anderen Namen an, um den Lebensabschnitt unter der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten in Deutschland hinter sich zu lassen.

Um zur nächsten Koordinate zu kommen musst du ein Rätsel lösen:

Ihr nehmt das erste Wort auf der linken Wandseite, welches mit H beginnt und zählt die Buchstaben = C. Als nächstes zählt ihr die Streifen der Flagge auf dem Firmenlogo = D. Nun zählt ihr die Anzahl der Palmen auf dem Firmenlogo =E

N 53.0CDE(C-2)

Für die Ostkoordinate müsst ihr zunächst die Buchstaben des dritten Wortes auf der linken Wandseite, welches mit S beginnt, zählen = F Als nächstes sucht ihr nach einem "&" Zeichen und zählt die Buchstaben, die danach kommen = G.

E OO8.4FEG(F-2) 


WP 2

Stolpersteine sind eine Form des Gedenkens an Menschen, die während der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ermordet wurden. Die Stolpersteine liegen meist dort, wo die Personen bis zu ihrer Verhaftung und Deportation gelebt haben.

Einige Stolpersteine an dieser Stelle erinnern an die Familie Fuchs. Die Familie Fuchs war vor dem Ersten Weltkrieg aus Galizien (Österreich) geflohen und mit Hoffnung auf Verbesserung ihrer Lebenssituation nach Bremen gekommen. 1915 zogen sie in dieses Haus ein und eröffneten einen kleinen Laden, in dem sie Tabak-und Seifenwaren verkauften.

Bei den Nachbarn war die strenggläubige Familie sehr beliebt. Im November 1938 wurde Herr Fuchs in der "Reichspogromnacht" von den Nationalsozialisten abgeholt und in ein Konzentrationslager deportiert.  Der Laden wurde geschlossen. Seine Frau Rebekka musste in ein sog. "Judenhaus" in Gröpelingen umziehen. Nach der Haftentlassung wohnte ihr Mann auch in dem Haus in Gröpelingen, von wo aus beide in das Ghetto Theresienstadt deportiert wurden. Rebekka Fuchs starb dort 1942 nach Strapazen und Entbehrungen. Ihr Mann wurde im Konzentrationslager Auschwitz ermordet.

Der Weg zum dritten WP:

Stolpersteine

Jg.: HIKL

Dep.: MNOP

 

N 53° 0 (H+O). K O P

E 008° (I-O) K. M (O+P) (M+O)


WP 3

Nun steht ihr vor der Gedenktafel für das ehemalige Kaufhaus des Westens und seiner Besitzer. Eröffnet wurde das KdW Anfang der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Das Kaufhaus besaß Abteilungen für Herren- und Damenbekleidung außerdem für Betten und Teppiche. Im zweiten Stock befand sich die Wohnung der Besitzer: Familie David. Nach dem Tode ihres Mannes auf Grund eines Schlaganfalls im Jahre 1938, gelang es Frau David nicht, die bevorstehende Arisierung des Geschäftes abzuwenden. Sie wurde gezwungen ihr Geschäft aufzugeben.Heute befindet sich in dem Gebäude ein Kopierladen.

Um zum nächsten Wegpunkt zu gelangen, müsst ihr euch mit der Gedenktafel beschäftigen:

P= Die zweit größte Zahl auf dem Schild

Q= Diese Zahl kommt am häufigsten vor

R= Wie oft gibt es den Buchstaben „X“ im Text?

 

N 53°,060PQ

E 008°,46.7RR


WP 4

Hier in der Straße wohnte die jüdische Familie Löwenstein. Sie bestand aus den Eltern Dora und Siegfried und deren Kindern Grete und Otto Löwenstein.

Siegfried Löwenstein besaß in Syke eine gut gehende Schlachterei. Doch das änderte sich in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft und durch die Einführung der sogenannten „Stürmerkästen“. Der Laden der Löwensteins wurde seitdem überwacht und jeder Käufer wurde aufgeschrieben und in den Kästen als Verräter und "Judenfreund" angeprangert. Die Menschen in Syke wurden dadurch eingeschüchtert und trauten sich nicht mehr bei den Löwensteins einzukaufen.

Die Familie Löwenstein verkaufte schließlich den Betrieb und zog gezwungenermaßen 1936 nach Bremen um. Dort hofften sie auf ein besseres Leben. 1941 wurde das Ehepaar Siegfried und Dora Löwenstein jedoch deportiert und von den Nazis in Minsk ermordet. Auch heute noch erinnert der Dora-Löwenstein-Ring in Syke an die ermordete Jüdin. Die Tochter Grete und ihr Mann Fritz versuchten nach England zu fliehen, wurden aber im Januar 1942 nach Riga deportiert.

Über das endgültige Schicksal von Grete Löwenstein ist nichts bekannt.

Weg zum Final:

Die Straße bringt dich zum Ziel:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5

8

9

3

1

4

2

9

6

7

9

5

10

2

Die Koordinaten:

N53°0S. E E C

E008°(I+C)S. S U E



Final

Hier in der Nähe der letzten Station wurde im Jahre 1922 ein Denkmal des Künstlers Bernhard Hoetger errichtet, das 1933 durch einen Beschluss des NSDAP-Senats von Bremen jedoch zerstört wurde. Heute erinnert ein 1972 neu errichteter Stein an das ursprüngliche Denkmal. (Quelle Wikipedia)

Für mehr Infos: Waller Friedhof

Hint fürs Final!

Entschlüsselung:

ABC = 26,25,24

DEF = 23,22,21

??? = ?, ?, ?

Lösungswort:19, 18, 22, 9; 16, 12, 22, 13, 13, 7; 18, 19, 9; 4, 6, 9, 1, 22, 15, 13; 8, 24, 19, 15, 26, 20, 22, 13

Bilder

Stolperstein
Stolperstein

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Logeinträge für Spurensuche in Walle    gefunden 0x nicht gefunden 0x Hinweis 0x Wartung 1x

OC-Team momentan nicht verfügbar Der Cache benötigt Wartung. 18. November 2016 mic@ hat den Geocache deaktiviert

Dieser Cache wurde noch jahrelang nicht gefunden und der Owner scheint inaktiv zu sein. Daher setze ich den Status für diesen Cache jetzt auf "Momentan nicht verfügbar" und bitte den Owner um einen Wartungsgang. Sollte der Geocache noch zu finden sein, so kann dieses Listing durch den Owner selbständig über ein "kann gesucht werden"-Log reaktiviert werden.
Bei Unklarheiten oder Fragen kannst du gerne mich oder das Team kontaktieren.

mic@ (OC-Support)