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Spurensuche in Walle Teil 2

von Erinnern     Deutschland > Bremen > Bremen, Kreisfreie Stadt

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 53° 05.942' E 008° 47.013' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: klein
Status: archiviert
 Zeitaufwand: 1:00 h 
 Versteckt am: 30. August 2010
 Gelistet seit: 30. August 2010
 Letzte Änderung: 22. Mai 2017
 Listing: http://opencaching.de/OCAEA7

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Beschreibung   

Spurensuche in Walle (Teil 2)

 

Wir sind Schüler einer 7. Klasse aus der Helgolander Schule. Gemeinsam mit unserem Klassenlehrer und mit Hilfe vom Rosenak-Haus e.V. haben wir dieses Projekt auf die Beine gestellt.

Wir haben in dieser Woche viel über die Geschichte der Juden in unserem Stadtteil erfahren und daraus diesen 1 1/2 stündigen Fußweg erstellt. Wir hoffen, es macht euch ebenso viel Spaß wie uns und wünschen euch gutes Gelingen!

 

Hier nun zum Start an unserer Schule.

Unsere Oberschule an der Helgolander Straße

Hier nun die erste Aufgabe, um zum WP 1 zu kommen:

Für die Nordkoordinate müsst ihr vor dem Schultor stehen und die Buchstaben auf dem rot-weißen Schild zählen. Diese Zahl müsst ihr mit 58 mal nehmen.

Das Ergebnis ist dann:

N 53° 05. ...

Für die Ostkoordinate müsst ihr die Löcher in dem Gulli zählen. Diese Zahl müsst ihr mal 25 nehmen.

Das Ergebnis ist dann:

E 008° 47. ...

 

WP 1

Hier angekommen seht ihr drei Stolpersteine. Stolpersteine erinnern an Menschen, die während der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ermordet wurden. Diese Stolpersteine erinnern an die Familie Posener.

Manfred Posener wurde am 1. Juni 1924 in Bremen geboren. Manfreds Mutter hieß Clara und sein Vater David. David Posener wurde während der Reichspogromnacht 1938, mit über 160 anderen jüdischen Bremern in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt. Manfred und seine Mutter blieben lange im Ungewissen wie lange er dort bleiben müsste. Nach seiner Freilassung floh die Familie nach Belgien. Als dieses Land von den deutschen Nationalsozialisten besetzt wurden, wurden Manfreds Eltern verhaftet und in Konzentrationslager deportiert. Manfred schlug sich allein nach Paris durch, das jedoch Mitte Juni 1940 ebenfalls von deutschen Truppen besetzt wurde. Er wurde drei Wochen nach seiner Mutter in das KZ Auschwitz verschleppt und dort ermordet. Manfred war zu diesem Zeitpunkt 18 Jahre alt.

 

Hier nun die Aufgabe für den 2. WP:

Für die Nordkoordinate müsst ihr die zweite Zahl des Geburtsjahres von Clara minus 1 nehmen = A.

Dann die dritte Zahl ihres Geburtsjahres aufschreiben = B.

Und die letzte Zahl davon minus 3 nehmen = C.

Es ergibt dann: N 53° 05. A B C

Für die Ostkoordinate müsst ihr das Deportationsjahr von Manfred und Clara benutzen. Hier nehmt ihr die dritte Zahl minus 1 = D.

Die letzte Zahl des Deportationsjahres = E.

Und die erste Zahl dieses Jahres = F.

Es ergibt dann: E 008° 47. D E F

 

WP 2

Hugo de Leeuw wurde am 30. Dezember 1890 in Syke geboren. 1919 zog er nach Bremen/Walle in diese Straße. Hier verkaufte er als Straßenhändler Obst und Gemüse. Er heiratete am 1. Juli 1923 Lina Höfner. Sie war nicht jüdisch. Ein Jahr nachdem seine Mutter starb, wurde Hugo de Leeuw während des Novemerpogroms in Bremen am 10.11.1938 verhaftet und nach Sachsenhausen deportiert. Er kam nach einigen Wochen wieder frei, da er versprochen hatte Deutschland zu verlassen. Am 28. Juli wanderte das Ehepaar de Leeuw nach Amsterdam aus. Hier waren sie jedoch nur für kurze Zeit sicher. Am 10. Mai 1940 besetzte Deutschland die Niederlande und es wurde nun auch hier gefährlich für die jüdische Bevölkerung. Hugo de Leeuw wurde 1943 von der deutschen Besatzungsmacht verhaftet und in das Konzentrationslager Westerbork deportiert. Nach zwei Monaten konnte er das Lager aber wieder verlassen. Er starb eines natürlichen Todes in den Niederlanden.

 

Hier nun der Weg zum WP 3:

N 53° 05. (A-F) (E+F) B

E 008° 47. (C-E) (D-F) C

 

WP 3:

Arthur Levy wurde am 31.1.1882 geboren. Mit 22 Jahren heiratete er seine Frau Margarethe und sie zogen gemeinsam nach Bremen/Walle in die Wartburgstr. 31/33. Hier kam auch ihre Tochter Irmgard am 23. Januar 1914 zur Welt. Arthur Levy betrieb in dem Haus ein Geschäft für Berufsbekleidung und Herrengarderoben und beschäftigte einen Angestellten. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, der sog. Reichspogromnacht, wurde der Laden im Erdgeschoss von den Nationalsozialisten gestürnt und die Einrichtung zerstört. Arthur Levy wurde verhaftet und mit über 160 anderen jüdischen Bremern in das Gefängnis nach Oslebshausen gesperrt. Von dort wurden die Männer in ein Konzentrationslager deportiert. Am 20. Januar 1939 kam Arthur Levy von dort wieder frei, unter der Bedingung nichts zu erzählen und aus Deutschland auszureisen. Seine Flucht ist ihm nicht gelungen. Am 17. November 1941 wurde er in das Ghetto Minsk deportiert und ermordet. 

 

Hier nun der Weg zum WP 4:

Die ersten Zahlen der Nordkoordinate sind:

N 53° 05.

Für die erste Zahl, musst Du alle Statuen im Kreis zählen = G

Dann zähle alle Granitquader genau hinter der Figur "Der Arbeiter" = H

Ergebnis ist dann:

N 53° 05. G H A

Für die Ostkoordinate zähle alle Quader hinter:

"Die Beobachterin" =I

"Die Fischverkäuferin" = J

"Die Hausfrau" = K

E 008° 47. I J K

 

WP 4

Hier angekommen seht ihr viele Stolpersteine. Wir wollen euch etwas über die Familie Nadel erzählen:

Am 22. März 1882 wurde Naftali Nadel in Polen geboren. Als er 17 Jahre alt war, kam er nach Bremen gemeinsam mit seiner Frau Golda. Sie hatten 1907 in Polen geheiratet. Gemeinsam hatte das Paar fünf Kinder:

Dvora, Max, Fanny, Marie und Judith.

Seit dem Jahre 1917 wohnte die Familie in der damaligen Wilhelmshavenerstr. 3 - heute steht an dieser Stelle eine Schule. Das Ehepaar betrieb ein Lebensmittel und Bekleidungsgeschäft. 1937 wurde ihnen der Gewerbeschein entzogen und am 28.10.1938 wurden Naftali, Golda, Max und Marieim Rahmen der"Polenaktion" ausgewiesen. Dvora und Fanny befanden sich zu dieser Zeit bereits im sicheren Ausland.

Marie, Dvora und Fanny überlebten den Nationalsozialismus durch Flucht. Naftali, Golda, Max und Judith wurden auf den 8. Mai 1945 für tot erklärt.  

Hier nun die Aufgabe um zum WP 5 zu gelangen:

Die Nordkoordinate beginnt mit:

N 53° 0

Benutze nun den Geburtsjahrgang von Adolf Cohen:  L M N O

Die nächsten Zahlen sind dann:

(N+O). (N+O) (M-L) (O)

Die Ostkoordinate beginnt mit:

E 008° 4 (3-N). 0 L (N+O)

 

WP 5

Dieser Stolperstein erinnert an Nathan Felczer. Er  wurde am 12. Oktober 1894 in Bremen geboren. Sein Beruf war Kaufmann. 1927 heiratete er die Nichtjüdin Else Schellin. Ihre Tochter Julia wurde nach einem Jahr geboren. Drei Jahre später zerbrach die Ehe und Julia blieb bei ihrer Mutter in der Hutfilterstraße wohnen. Nathan Felczer zog nach der Trennung in das Haus seiner Eltern, indem sie auch ein Geschäft betrieben. 1934 übernahm Nathan das Geschäft von seinem verstorbenen Vater. 1938 stribt dann auch noch seine Mutter und nur einen Monat später wurde Nathan im Zuge der sogenannten Reichpogromnacht verhaftet und nach Sachsenhausen verschleppt. Sein Schwager Heinrich Rosenblum wurde in dieser Nacht erschossen. Nach Nathans Entlassung durfte er sein Geschäft nicht mehr weiter führen und musste Zwangsarbeit leisten bis er - gemeinsam mit seiner Schwester 1941 nach Minsk deportiert und dort erschossen wurde. Seine Tochter Julia war in Bremen ständigen Schikanen ausgesetzt bis sie mit ihrer Tante 1942 nach Schlesien ging. Von dort kehrte sie 1945 nach Bremen zurück, ging aber einige Jahre später nach Amerika zu einem Onkel.  

Zum Schluss nun der Weg zum Final:

Benutze Nathan Felczers Jahrgang:

P Q R S

Die Finalkoordinaten sind dann:

N 53° 05, S E E

E 008°, 0 Q (N+O)

 

Bilder

Oberschule an der Helgolander Straße
Oberschule an der Helgolander Straße

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Logeinträge für Spurensuche in Walle Teil 2    gefunden 0x nicht gefunden 0x Hinweis 0x Wartung 2x

OC-Team archiviert 22. Mai 2017 Opencaching.de hat den Geocache archiviert

Dieser Cache ist seit mehr als 6 Monaten „momentan nicht verfügbar“; daher wird er automatisch archiviert. Er kann vom Besitzer jederzeit instand gesetzt und reaktiviert werden.

OC-Team momentan nicht verfügbar Der Cache benötigt Wartung. 18. November 2016 mic@ hat den Geocache deaktiviert

Dieser Cache wurde noch jahrelang nicht gefunden und der Owner scheint inaktiv zu sein. Daher setze ich den Status für diesen Cache jetzt auf "Momentan nicht verfügbar" und bitte den Owner um einen Wartungsgang. Sollte der Geocache noch zu finden sein, so kann dieses Listing durch den Owner selbständig über ein "kann gesucht werden"-Log reaktiviert werden. Bitte dabei auch die Ostkoordinate der Finalformel überprüfen, denn hier scheint der Minutenwert zu fehlen.
Bei Unklarheiten oder Fragen kannst du gerne mich oder das Team kontaktieren.

mic@ (OC-Support)