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Geisenburg

von eifelbiker27     Deutschland > Rheinland-Pfalz > Daun

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 50° 07.663' E 006° 48.911' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: klein
Status: archiviert
 Versteckt am: 25. Oktober 2009
 Gelistet seit: 04. Dezember 2010
 Letzte Änderung: 28. August 2015
 Listing: http://opencaching.de/OCB8B5
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Beschreibung   

"Zur Geisenburg". So steht auf vielen Schildern in Brockscheid. Sie führen den Wanderer in den Wald in Richtung Liesertal. Die Meisten erwarten sicher eine große Burg ganz im Stil der Manderscheider Burgruinen. Dem ist aber nicht so, denn von der Geisenburg existieren nur noch die Reste der Grundmauern, dennoch eindrucksvolle Zeugen eines ehemals blühenden Stützpunktes...

Wir schreiben das Jahr 1340. König Johann von Böhmen hat die Burg Freudenstein als Graf von Luxemburg erbaut. Sie diente ihm neben den Burgen Freudenkoppe bei Neroth und Freudenburg bei Saarburg als Stützpunkt.

Besser als Freudenstein konnte ein Stützpunkt fast nicht sein, denn die Burg wurde auf einen Hügel gebaut, der extrem Steil ins Liesertal abfällt. Dies schafft optimalen Überblick in die Umgebung und erschwert die Erreichbarkeit der Burg für Feinde. Im Lagerbuch von Brockscheid wird der Ort beschrieben als “kleiner, von breitem und tief in den Fels eingeschnittenen Graben umzogener Burghügel”.

Die Burg bestand aus einem etwa 60 Meter langen, ovalen Burgplatz, einem Drei-Viertel-Rundbau und zwei quadratischen Bauten mit einmal 8,5 Meter und einmal 10 Meter Seitenlänge. Westlich des Burgplatzes sind die Reste einer Steinmauer zu erkennen, die 61 Meter am Bergabhang entlang führte. Daran schließt sich im rechten Winkel eine 21 Meter lange Mauer an.

1346. Nach dem Tod Johanns bei der Schlacht von Crécy wird sein Sohn Karl zu dessen Nachfolger und deutscher Kaiser. Dabei verlässt er Freudenstein als Standort und gibt ihn als Lehen an den Grafen Wilhelm von Manderscheid. Dieser verwickelte sich allerdings in einen Streit mit Kurfürst Balduin von Trier. Diese Fehde bedeutete wohl 1348 die Zerstörung und das Ende von Freudenstein, einem bis dahin bewährten Stützpunkt. Man machte damals keinerlei Planungen, die Burg wiederaufzubauen, somit blieb sie bis heute - mehr als 650 Jahre später - eine einsame Ruine, umgeben von einem dichten Wald.

Obwohl Tag für Tag eine ganze Menge Wanderer auf dem Lieserpfad fast direkt an den Ruinen vorbeigehen, weiß kaum jemand von diesen stummen Zeugen einer vergangenen, turbulenten Zeit.

GEISENBURG - FREUDENSTEIN
Wie kommt es zu diesen verschiedenen Namen?
Freudenstein - Das ist der Name der Burg zu ihrer Blütezeit. Auf dem Burggelände befindet sich allerdings eine kleine Quelle, die die Geisenburger Mühle versorgte. Diese Mühle, die heute ebenfalls nur noch in Ruinen existiert, gab der Burg dann wohl ihren zweiten Namen. Heute tauchen beide Namen auf, meist jedoch der Name Geisenburg; ab und zu findet man auch die Bezeichnung “Geißenburg” in der Literatur oder auf Karten, womit auch jene Burg gemeint ist.

(Quelle: www.brockscheid.de)

Nun zum Cache:

Vom Parkplatz aus sind es ca. 2 km bis zur Geisenburg. Auf den breiten Forstwegen kann ein geländegängiger Buggy mitgenommen werden. Wenn ihr sowieso auf dem Lieserpfad/Eifelsteig zwischen Daun und Manderscheid unterwegs seid, dann sind es nur wenige hundert Meter (bergauf).
An der angegebenen Koordinate findet ihr ein Hinweisschild mit der Sage vom "SCHWARZEN SATAN".
Was die Sage nicht verrät ist, dass der Schatz des Raubritters von den Trierer Soldaten damals nicht gefunden wurde.
Der Wachposten aus dem süd-westlichen Wachturm hatte ihn unter Steinen gut in den Grundmauern seines Turmes versteckt.

**** English version ****

(Concerning the full history of the Geisenburg please refer to the mentioned links and use the translation function.)

Distance between the parking area and the Geisenburg is 2 km. If you are hiking on the Lieserpfad/Eifelsteig anyway, it is just a few hundret meters (up the hill).
At the given coordinates you will find an information sign with the legend of the "BLACK SATAN" / "SCHWARZER SATAN".
What the legend does not say is that the treasure of the robber-night was not found by the soldiers from Trier.
The sentry form the south-west watchtower had hidden it well under stones in the foundation walls of this tower.


Weitergehende Links: (visit link) (visit link) (visit link)

Bilder

Rekonstruktion der Geisenburg
Rekonstruktion der Geisenburg

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Landschaftsschutzgebiet Zwischen Uess und Kyll (Info)

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Logeinträge für Geisenburg    gefunden 5x nicht gefunden 0x Hinweis 0x Wartung 1x

archiviert 28. August 2015 eifelbiker27 hat den Geocache archiviert

gefunden 23. September 2014, 21:02 Team-MTB-OC hat den Geocache gefunden

Auf unserer 6 Maare MTB-TOUR konnten wir hier kurz verschnaufen und den Cache gut finden.

TFTC

Team-MTB-OC

gefunden 21. April 2014, 13:03 iRe hat den Geocache gefunden

Wenn man die richtige Richtung erst mal hat ists gar nicht mehr so schwer. Die Darstellung der Rekonstruktion ist da echt hilfreich.
Das Log ist leicht feucht.
Weitere Ausbeute: (bisher) vier Zecken.

NRNR - DfdC!

gefunden 02. August 2013 luxo81 hat den Geocache gefunden

Vom Eifelsteig ist es ein steiler Weg hier herauf, leider ist alles total überwuchert und ich musste mich tapfer zum Versteck durch kämpfen. Nachdem die Reste des Turms als kleiner grüner Hügel ausgemacht waren hatte ich schon bald die Dose in den Händen.
Zurück zum Steig ging´s dann wesentlich schneller ...
Hat mir gut gefallen.

TFTC!

gefunden 13. Januar 2013 Geodogger hat den Geocache gefunden

Nach den finden sollte man sich noch ein paar Minuten die Zeit nehmen und sich auf die Bänke setzen. Man kann eine unglaubliche Aussicht genießen. Ein toller Ort. Ich hoffe nur das die aus den Grundmauern gezogenen Steine nicht von Geocacherin entfernt wurden.