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Normaler Geocache
HEIMAG-Siedlung D/EN

von Petrosch     Deutschland > Bayern > München, Kreisfreie Stadt

N 48° 07.935' E 011° 29.274' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: normal
Status: kann gesucht werden
 Versteckt am: 30. Mai 2010
 Gelistet seit: 05. Juli 2011
 Letzte Änderung: 03. September 2013
 Listing: http://opencaching.de/OCCB42
Auch gelistet auf: geocaching.com 

34 gefunden
1 nicht gefunden
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Infrastruktur
Der Weg
Zeitlich
Personen

Beschreibung   

DasDoserl:

So. Es gibt nur noch eine Dose, ein kleiner Regular mit 1l Inhalt. Der sollte jetzt kindersicher sein.

Das Versteck ist in einer öffentlichen Grünanlage. Rundrum sind Wohnhäuser. Sei nett zu den Leuten und nicht zu unauffällig. Die haben Angst vor Einbrechern. Ich habe mal einen Altglascontainer zur Tarnung der Suche hinstellen lassen ;-)

Hin&Weg: Mit dem Bus 168, Haltestelle "Willibaldstraße" - GC1A85E - kommt man öffentlich hin; dann nördlich in die Hönlestraße. Der Bus fährt z.B. ab S-Bahn "Laim" oder U-Bahn "Laimer Platz".

EN: Now there ist only one canister. It is a regular and it should bei save from the children. There is a quite calm housing area and a little Park. Be Friendly. Bus #168 will bring You there; "Willibaldstraße" is a good stop to get off; see GC1A85E. Go north, "Hönlestraße". For the rest of the story look below.

Der Ort:

Vor 75 Jahren war hier mehr oder weniger grüne Wiese. Mit vielen Schafen und ein bisserl Wald. Entgegen dem Namen gibt es kaum Lehmvorkommen. Der Blick – glaubt man heute nimmer – war frei bis Großhadern, das damals auch noch klein war. Hadern halt.

Blick von der Geigerstraße nach Hadern; die Kirchen sind St. Canisius und St. Peter (Bild: Wanner)

Ab 1935 wurde ordentlich gebaut, wie überall im Münchner Umland. Innerhalb von zwei Jahren wurde in zwei Bauabschnitten eine Familienhauskolonie mit 239 Eigenheimen hingeklotzt.
Die Siedlung reichte sogar über den Burgfrieden hinaus. Wohnungsnot gab es damals schon; herber als heute. Das war eine Gegenmaßnahme.


Geigerstraße 1936 (Bild links: Zimmermann; rechts: Wanner/Hist. Verein Laim)

Alle "Heimstätten" hatten Keller und Gärten mit etwa 600 qm. Die Gärten sollten ausreichend groß für eine gewisse Selbstversorgung mit Obst und Gemüse sein. Mitunter haben die Bewohner Kleintiere gehalten. Nun, die Bäume waren langsamer als der Krieg.

Der Baum kam in den 40ern (Bilder: Zimmermann)

Die Häuslein waren für ein kleinbürgerlich-mittelständisches Publikum gedacht. Es gab sie in Varianten, freistehend oder als Reihenhäuser und meist mit einer Grundfläche von 8x8m und einer Wohnfläche von unter 100 qm. Ein Haus kostete zwischen 11.000 und 13.000 Reichsmark (nach Kaufkraft 2011 so 38.000 € bis 45.000 €). Es gab öffentliche Förderung. Das war im Vergleich zu ähnlichen Bauprojekten relativ teuer. Anderswo mussten die Leute in Gemeinschaftsarbeit mit anpacken; das war billiger und für die "Volksgemeinschaft" pädagogisch wertvoll gemeint.
Die HEIMAG war 1919 als „Gemeinnützige Heimstätten-Aktiengesellschaft“ für den Angestellten-Wohnungsbau gegründet worden. Ihr Eintreten für die Siedlungstätigkeit und Selbstversorgung widersprach nicht der nationalsozialistischen Schollen-Ideologie und wurde von den Nazis
unterstützt und nicht gleichgeschaltet.

In den Wochenschauen seinerzeit wurde über den Abessinien-Krieg der verbündeten Italiener ausführlich berichtet; ohne allerdings die Grausamkeiten zu erwähnen. Wegen der anfänglichen Ödniss und schlechten Erschließung wurde die neue Siedlung im Volksmund „Neuabessinien“ oder "Abessinen-Dorf" genannt. Die Zufahrtsstraßen waren kaum befestigt, Läden gab es anfangs nicht und die Siedlung lag am Stadtrand abseits und ohne öffentliche Verkehrsanbindung. Lediglich die Tram (heute: 19) nach Pasing und zum Hauptbahnhof gab es und deren Haltestelle ist einen Kilometer weit. Außerhalb halt.

Trotz der Nähe zum arg bombardierten Rangierbahnhof Laim gab es - außer in den Köpfen - relativ geringe Kriegsschäden. Drei Bombeneinschläge sind als Treffer vermerkt, lediglich einer in der Indersdorferstraße zerstörte mehrere Häuser gründlich. Es gab Splittergräben und schlichte Bunkeranlagen. Von einer Flakstellung neben der Siedlung wird berichtet.

In den 1950er Jahren baute die HEIMAG die Siedlung dann weiter. Dabei bezog sie auch das Gelände eines ehemaligen Zwangsarbeiterlagers an der Aindorferstraße ein. Die Siedlung ist nun begrenzt durch die Camerloher-, Hartl-, Willibald-, Aindorfer-, Strobl- und Von-der-Pforten Straße. Nun ist sie mit insgesamt 687 Eigenheimen eine sehr große in München.

Das Bild zeigt die Siedlung 1965 (Bild: HEIMAG)

Seither hat sich – wohl durch Lockerungen im Baurecht und Generationswechsel – allerhand getan. Die Häuser sind nicht mehr so uniform und spießig, zum Teil gibt es richtig schöne architektonische Glanzstücke. Heute ist die Siedlung eine begehrte weil sehr grüne und innenstadtnahe Wohngegend. Es lebt sich auch wirklich gut hier.

Allerdings ist sie in Ihrem Charakter als Gartenstadt bedroht: Nachverdichtung ist das böse Wort. Kaum hat jemand ein Haus gekauft, wird es vergrößert soweit es geht. "Immobilienentwickler" teilen auch gerne die großen grünen Grundstücke in kleinstmögliche Einheiten auf und klotzen sie bis zum Rand voll. Und so schrumpft das Grün und die Gärten immer weiter. Manche achten mittlerweile darauf, durch z.B. Dachbegrünung wieder Ausgleichsflächen zu schaffen. Andere sind froh, dass sie nicht soviel Gartenarbit haben.

Fast vergessen: der Gedenkstein in der Grünanlage. Dort ist die Siedlung als Wohnanlage bezeichnet. Das ist der quasi entnazifizierte Begriff. Auch die ursprünglichen „Heimstätten“ heißen jetzt Eigenheime. Und Arnold Knoblauch war irgendwie in der HEIMAG wichtig. Nur in der Siedlung kennt ihn keiner und niemand wollte in einer Wohnanlage mit stark riechendem Gemüsenamen eines Berliners leben. Drum blieb's bei HEIMAG-Siedlung. Nicht immer kann man Namen und Begriffe von oben bestimmen.

Die HEIMAG-Siedlung ist auch eine Station des KulturGeschichtsPfades Laim.

EN: 75 years ago, here was more or less green meadow. The view was open to Großhadern, which was small then. The churches on the first picture are St. Canisius and St. Peter. Beginning in 1935 big building started as everywhere in the region. Within two years, in two stages, one-family houses where planted: A colony with 239 homes. All those "Heimstätten" had cellars and gardens with about 600sqm. The gardens where meant to be large enough for a certain self-sufficiency in fresh fruit and vegetables. Sometimes the residents have kept pets.
Well, the trees were slower than the war. The little houses were intended for small middle-class families. They came in variations, free-standing or row houses, usually with an area of 8x8m and a living area of less than 100 square meters. A house costing 11.000-13.000 Reichmarks (according to purchasing power 2011 € 38,000 to € 45,000). There was public support. This was compared to similar construction projects are relatively expensive. Elsewhere, people had to tackle in with community work, which was cheaper and meant pedagogically valuable for the community. The HEIMAG was founded in 1919 as a non-profit stock company for employee-housing. Their commitment to the settlement activity and self-care did not contradict the Nazi ideology; since already in line it was not forced into line. War crimes are not acquainted.


In the newsreels at that time the war in todays Ethiopia of the allied Italians was reported in detail. Without mentioning the significant atrocities. Because of the initial poor and bleak appearence of the new settlement it was called in the vernacular "New Abessia" or "Abessinian village". The roads were barely attached, there were no shops and public transport links nearby.
Despite its proximity to the badly bombed Laim-Rangierbahnhof there was - except in the minds - a relatively minor war damage. Three bomb explosions are recorded as hits, only one in the street Indersdorfer destroyed several houses thoroughly. There were trenches and simple bunkers.
In the 1950s, the HEIMAG settlement was enhanched. Since that time the houses are no more as uniform and narrow-minded, sometimes there are really beautiful architectural showpieces. Today the settlement is sught after because a it's a very green residential area, close to downtown. And life is really good here.

However, it is threatened in it's character as a garden city: densification is the e-word. Hardly anyone has bought a house, it is enlarged as far as possible. "Real estate developers" tend to pull out as much as they can. Resulting in smallest possible units and slogged it to the brim. Some try to regain balance by planting roof surfaces.

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Geokrets

Smok Mlekołaj von piotr-56

Logeinträge für HEIMAG-Siedlung D/EN    gefunden 34x nicht gefunden 1x Hinweis 1x Wartung 1x

gefunden Der Cache ist in gutem oder akzeptablem Zustand. 20. Juli 2016, 14:36 live-D hat den Geocache gefunden

Manchmal fragt man sich - wie konnte ich die Dose eigentlich die letzen male übersehen? Hier war ich nämlich heute zum dritten mal - einen DNF gibt es und einmal war ich nur ganz kurz hier, weil es so geschüttet hat. Da wollte ich aber dann auch keinen DNF loggen. Trotzdem erstaunlich, das ich die beim ersten mal nicht schon gefunden habe. Eigentlich ist ja klar wo sie sein muss, und so kleine ist die auch nicht.

Trotzdem habe ich es geflissentlich geschafft sie zu übersehen. Anyway. So komme ich in den Genus, die heute bei schönstem Wetter abholen zu dürfen.

Bei de Wäi - der Ersatzzettel, der gerade als Logbuch fungiert ist noch zu einem viertel beschreibbar. Vielleicht schaffst Du es ja die Tage mal zum Austauschen vorbeigekommen.

Danke fürs legen und pflegen Petrosch
sagt live-D

Gefunden am 20.07.2016 um 14:36:00

gefunden 21. Februar 2016 Riddledy hat den Geocache gefunden

 

Einstieg bei OC und Nachlog meiner GC Dosen

Interessanter Geschichtsunterricht. TFTC

gefunden 27. Mai 2015 MikeFoxtrot hat den Geocache gefunden

Heute wieder mit mucRaubtier unterwegs On The Road. Das Wetter war trocken, aber z.T. sehr kalt. Nach längerer Suche hielt mucRaubtier die Dose in Händen. TFTC!

gefunden 27. Mai 2015 mucRaubtier hat den Geocache gefunden

Heute stand bei meinem Schatz MikeFoxtrot und mir eine Radlrunde durch den südwesten Münchens auf dem Plan. Natürlich um Doserl einzusammeln [:D]
Das Wetter war immerhin trocken, damit muss man ja momentan echt zufrieden sein [}:)]

Dieses Doserl war auch mit dabei und hier haben wir ein bissl gebraucht bis wir das echt gut getarnte Doserl gefunden haben, aber Ende gut alles gut [:D]

Vielen Dank fuer das Doserl

~ Wer vor dem Ziel nichts weiss, wird den Weg nicht finden. Christian Morgenstern ~

Besucht auch gerne meine GC-Gruppe "Geocaching Muenchen- gemeinsam Spass haben" auf Facebook: https://www.facebook.com/groups/geochaing/

nicht gefunden 09. Mai 2015, 14:46 MarwiNo74 hat den Geocache nicht gefunden