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Normaler Geocache
Terzenbrunn

von Fieser Abi     Deutschland > Bayern > Bad Kissingen

N 50° 09.035' E 010° 06.160' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: klein
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 0:10 h 
 Versteckt am: 25. September 2011
 Gelistet seit: 25. September 2011
 Letzte Änderung: 31. März 2016
 Listing: http://opencaching.de/OCD31A

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Infrastruktur
Zeitlich
Saisonbedingt

Beschreibung   

Inmitten stiller Waldeinsamkeit liegt etwa zwei Kilometer südlich von Arnshausen bei Bad Kissingen der so genannte Terzenbrunn oder Datzenbrunn.

 

Eine Sage zur Gründung der Kapelle besagt, dass die Edelfrau von Eiringhausen einst mit ihren Kindern bis an einen Hütplatz mit einem Brünnlein wanderte. Dort fand sie an einem Baum ein Bild der heiligen Jungfrau. Während die Kinder spielten, betete die Edelfrau vor dem Bild und vergaß die Zeit. Als sie bis zum Abend noch nicht nach Hause zurückgekehrt waren, wurde der Ehemann unruhig und machte sich auf die Suche. Er gelobte, an der Stelle, an der man seine Lieben finden würde, ein Kirchlein zu bauen. Was er auch getan habe.

Mit dem Wort Terzenbrunn verbindet sich die Sage von „Der-Zehn“-Frauen aus Arnshausen. Die Frauen sollen sich im Dreißigjährigen Krieg vor feindlichen Soldaten in die Kapelle geflüchtet haben und der Soldat, der sie verfolgte, sei wie von unsichtbarer Gewalt an der Schwelle festgehalten worden und besinnungslos am Boden liegengeblieben.

Vielen galt und gilt noch heute das Wasser des Brunnens als heilkräftig bei Augenleiden und Kinderlosigkeit.

In alten Schriften und auch in der Volkssprache hieß der heutige „Terzenbrunn“ immer nur der „Datzenbrunn“. Das lateinische Wort datio bedeutet übersetzt Gabe oder Abgabe. Man vermutet, dass sich im 14./15. Jahrhundert am vorbeiführenden Fernweg eine Art Zollstelle befand. In Schriften von 1651 findet sich der Hinweis auf einen Opferstock am Datzenbrunn, ab 1752 wird auch ein Kapellchen oder Heiligenhäuschen erwähnt.

In einem ersten Kapellenbau aus dem 18. Jahrhundert wurde ein Bildnis des gekreuzigten Heilands verehrt, das beim Volk als Gnadenbild galt. Da der Zulauf trotz des Widerstands der Obrigkeit enorm war, errichtete man 1861 einen Neubau im neugotischen Stil, der auf den Namen des hl. Kreuzes und des hl. Antonius von Padua geweiht wurde. Zum Ende des 19. Jahrhunderts kamen eine Lourdesgrotte hinzu, die den marianischen Aspekt betont, sowie eine Ölberg-Grotte, die den Passions- und Kreuzesgedanken in den Mittelpunkt rückt.

Als im 19. Jahrhundert Feldmesser die Flurnamen für das Grundbuch aufnahmen, waren sie der Meinung, dass der Datzenbrunn vom hochdeutschen „Terzenbrunn“ entstanden sei und legten damit den heute gebräuchlichen Namen fest. Erst 1926 wurden die Reste des ehemals beim Brunnen gelegenen Teiches beseitigt, welcher auch als Schafschurschwemme gedient hatte.

Beim alljährlichen Flurgang wurde am Terzenbrunn, so wird 1808 berichtet, immer ein Evangelium gesungen. Kaum ein halbes Dutzend Gläubige fasste damals die Feldkapelle. Trotzdem kamen in der Sommerzeit viele Gläubige hierher. Die Obrigkeit war besorgt, die Kirchgänge in den Gemeinden könnten darüber versäumt werden, und planten sogar die Kapelle einzureißen.

Aber die Gläubigen trotzten den Plänen und so wurde am 4. November 1861 die neue Kapelle, geweiht dem Heiligen Kreuz und dem Heiligen Antonius, feierlich eingeweiht. Hierfür leisteten damals 20 Dörfer aus der Umgebung ihren Beitrag. Durch den Neubau wurde der bisherige Brunnen verschüttet und „40 Schuh“ (entspricht heute etwa zwölf Metern) entfernt von der Kapelle wieder neu angelegt.

1898 wurde die Lourdes-Grotte im Beisein von rund 4000 Gläubigen eingeweiht. Hierfür schuf der Kissinger Bildhauer Valentin Weidner eine etwa sieben bis acht Zentner schwere Marienstatue. Sechs Jahre später wurde das sogenannte „Bodenlauben-Glöckchen“, gegossen 1518, nahe der Grotte aufgehängt. Das Glöckchen stammt der Sage nach aus der Burgkapelle Bodenlauben. Im Zweiten Weltkrieg brachten Gläubige das Glöckchen in Sicherheit, um es vor der Metallverschrottung der Nazis zu retten.

Die Nazis machten aus der Kapelle einen Scheinbahnhof, um feindliche Angriffe aus der Luft vom nahegelegenen Lufttanklager Oerlenbach abzulenken. Dennoch blieb der Terzenbrunn trotz vieler Luftangriffe unbeschadet.

Seit 1945 zeigt sich die Anlage mit dem heutigen Erscheinungsbild. 1969 wurde die Kapelle renoviert. Immer wieder wurden in den vergangenen Jahren Sanierungs- und Baumaßnahmen durchgeführt.

Am Sonntag, 22. Mai beging man das 150-jährige Bestehen.

Deshalb erstrahlt die Kapelle jetzt in neuem Glanz. So hat man z. Bsp. den Vorplatz neu gepflastert, einen Zugang für Gehbehinderte zur Lourdes-Grotte geschaffen, Treppenstufen neu gesetzt und mit einem stabilen Edelstahlgeländer versehen. Auch der Innenraum der Kapelle wurde mit einem neuen Anstrich versehen und die Holzbänke restauriert.

(Quelle:  Main-Post Artikel von Michaela Atzler)

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Logeinträge für Terzenbrunn    gefunden 13x nicht gefunden 0x Hinweis 0x

gefunden 30. August 2015, 16:03 Friesen2014 hat den Geocache gefunden

Moin.
Direkt an der Straße und doch nicht direkt zu sehen.
Eine schöne Kapelle.
Dankeschön für das Herführen.

gefunden 28. Mai 2015, 10:32 Hörn der Jäger hat den Geocache gefunden

Kurz an der falschen Stelle gesucht aber dann rasch gefunden.

Das war #19

TFTC
Hörn der Jäger

gefunden 03. April 2015, 16:02 Regenkristall hat den Geocache gefunden

Ich liebe diesen Ort :)
Danke für den Cache

gefunden 17. Februar 2014, 13:02 cfh77 hat den Geocache gefunden

Heute hatte ich endlich mal Zeit mir die nette Ecke anzusehen.
Die Dose konnte sich auch nicht lange verstecken.

TFTC

Bilder für diesen Logeintrag:
Da muß er sein.Da muß er sein.

gefunden 12. Februar 2014, 16:00 Schneeziege23 hat den Geocache gefunden

Schöner Cache als Startpunkt für ne kleine Wanderung, :-)

Dank Dir!