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Virtueller Geocache
Eberbacher Pfad der Flussgeschichte

 Die Geschichte des Neckars und dessen Verlauf bei Eberbach über die Jahrtausende wird aufgezeigt.

von kruemelhuepfer     Deutschland > Baden-Württemberg > Rhein-Neckar-Kreis

N 49° 27.207' E 009° 00.130' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: kein Behälter
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 3:00 h   Strecke: 7 km
 Versteckt am: 01. Januar 2011
 Gelistet seit: 23. Oktober 2011
 Letzte Änderung: 29. November 2015
 Listing: http://opencaching.de/OCD570
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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395 Aufrufe
7 Logbilder
Geokrety-Verlauf
2 Empfehlungen

große Karte

   

Gefahren
Infrastruktur
Der Weg
Wegpunkte
Zeitlich
Saisonbedingt
Benötigt Vorarbeit

Beschreibung   

Die Einführung  
Auf dem "Eberbacher Pfad der Flussgeschichte" wird die Geschichte des Neckars und dessen Verlauf bei Eberbach über die Jahrtausende aufgezeigt. Die Landschaft wurde dabei immer wieder von ihm durch gewaltige Kräfte verändert. Heute sind von diesen Vorgängen noch alte Talböden und viele Umlaufberge zu sehen. In dieser Häufung sind die Umlaufberge bei Eberbach eine geologische Besonderheit.
Der Pfad selbst ist zweigeteilt: Auf der Altstadt-Strecke wird dargestellt, wie die Stadt Eberbach im Laufe der letzten Jahrhunderte mit Hochwasser zu kämpfen hatte, auf dem Breitenstein ist der geologisch interessante Teil zu finden. Dieser Earthcache führt auf dem Breitenstein auf etwa 7 km zu insgesamt neun Stationen, bei denen Informationstafeln über die Geologie und die Geschichte des Neckars Auskunft geben. Der Weg ist mit einem gelben F markiert. Eine GPX-Datei mit dem Wegverlauf kannst du hier herunterladen.

Die Runde

Der Neckar hat sich vor Jahrmillionen tief in die Gesteinsschichten eingenagt, wovon die steilen Hänge des Neckartals bei Eberbach künden. Diesen Vorgang nennt man Tiefenerosion. Diese kam durch den Höhenversatz des absinkenden Oberrheingrabens und dem sich hebenden Odenwald zustande. 

Frage A:
Wie groß ist der vertikale Versatz zwischen dem Graben und dem Gebirge im Jahr?

Durch rückschreitende Erosion fraß sich die Neckarquelle immer tiefer in die grundwasserführenden Schichten hinein. Dadurch wurde die Quelle talaufwärts verlagert und der Neckar verlängerte seinen Lauf immer weiter nach Osten. Dabei nagte er sich in das Einzugsgebiet eines viel älteren Stromes, der nach Südosten floss. Als der Neckar schließlich diesen Strom anzapfte setzte eine sog. Flussumkehr ein: Nach und nach wurden immer mehr Abschnitte dieses alten Stroms nach Norden umgeleitet. 

Frage B:
Wie heißt dieser alte Strom, der vom Neckar angezapft wurde.

In Abschnitten, die wenig Gefälle haben, lagert der Fluss Sand und Kies ab. Dabei bildert er durch die Strömungsdynamik hufeisenförmige Flussschleifen, die auch als Mäander bezeichnet werden. Das Gefälle kann auch durch den Höhenversatz von Bruchschollen verringert werden. Diese entstehen durch Risse im Gestein (Verwerfungen): Die Bruchscholle zwischen den Verwerfungen wurden emporgehoben und verkippt. Der folgende Rückstau des Neckars führte zur Mäandrierung. Mit der Zeit gräbt sich der Neckar auch durch eine solche Bruchscholle und der Flussmäander wird abgeschnürt, d.h. er fällt trocken. Zurück bleibt ein Umlaufberg.

Frage C:
Wie lange ist es her, dass der Mäander am Umlaufberg Hungerbuckel abgeschnürt wurde?

In Eberbach ist mit dem Scheuerberg der Rest eines uralten Neckartalbodens erhalten. Bedingt durch die Hebung des Odenwaldes finden wir diese fünf Mio. Jahre alte "Breitterrasse" vor. Schauen wir in die Frühzeit: Vor etwa 24 Mio. Jahren entwickelte sich eine Ebene, in der alle zuvor angelegten Täler verschwanden. Der Neckar verzweigte sich auf weiten Schotterflächen mit viel Kies und Geröll. Erst viele Mio. Jahre später setzte der Höhenversatz zwischen dem Rheingraben und dem Odenwald wieder ein. Der Neckar grub sich in die Schotterflächen ein und floss auf kilometerbreiten, aber nicht sehr tiefen Talböden. Die Überreste dieser Talböden entdecken wir heute als emporgehobene Breitterrassen.

Frage D:
Warum liegen die ältesten Flusstalrelikte heute am höchsten?

Frage E:
Wann setzte die sog. Zertalung durch den beginnenden Höhenversatz zwischen Rheingraben und Odenwald wieder ein (in Mio. Jahren)?

Frage F:
Was ist die Kühruh?

Ein weiterer Umlaufberg ist der Schollerbuckel. Noch vor 600.000 Jahren wurde er von einer Neckarschleife umspült. Seither wurde der Umlaufberg und der trockengefallen Mäander emporgehoben.

Frage G:
Wieviele Meter wurde der Umlaufberg in den letzten 600.000 Jahren emporgehoben?

Frage H:
Du hast neben den bisher zwei genannten Umlaufbergen (Hungerbuckel, Schollerbuckel) zwei weitere mit Namen kennengelernt. Wie heißen diese?

Der Neckartäler Buntsandstein wird gerne in Steinbrüchen abgebaut und als Baumaterial verwendet. Ein solcher, inzwischen renaturierter, Steinbruch befindet sich am Kranichsberg. Von der dortigen Teufelskanzel hat man zum Abschluss einen schönen Blick auf den tief eingeschnitten Neckar.

Frage I:
Den dort gebrochenen "Bausandstein" verwendete man für ein berühmtes Gebäude in der Region, für welches?

 

Die Logbedingung

Schicke alle Antworten auf die neun Fragen per E-Mail an mich. Nach Freigabe kannst du loggen. Logs ohne vorherige Freigabe werden gelöscht!
Schön wäre es, wenn du ein Foto von dir und/oder deinem GPS an das Log anhängst. Schöne Stellen gibt es genug :-).

Zusätzliche Wegpunkte   andere Koordinatensysteme

Parkplatz
N 49° 27.207'
E 009° 00.130'
Einstieg zum "Pfad der Flussgeschichte"
Station oder Referenzpunkt
N 49° 27.224'
E 009° 00.034'
Station 1: Das "Schleifwerk" des Neckars
Station oder Referenzpunkt
N 49° 27.578'
E 008° 59.630'
Station 2: Flussanzapfung und Hungerbuckel
Station oder Referenzpunkt
N 49° 27.616'
E 008° 59.753'
Station 3: Bärenzähne
Station oder Referenzpunkt
N 49° 27.479'
E 009° 00.010'
Station 4: Vom Flachrelief zur Tallandschaft
Station oder Referenzpunkt
N 49° 27.354'
E 009° 00.715'
Station 5: Wovon die Kühruh kündet
Station oder Referenzpunkt
N 49° 27.338'
E 009° 00.630'
Station 6: Ein Tag vor 600.000 Jahren
Station oder Referenzpunkt
N 49° 27.072'
E 009° 00.583'
Station 7: Drei Talböden auf einen Blick
Station oder Referenzpunkt
N 49° 27.083'
E 009° 00.383'
Station 8: Schauplatz Schollerbuckel
Station oder Referenzpunkt
N 49° 26.845'
E 009° 00.261'
Station 9: Landschaften im Wandel
Info Die zusätzlichen Wegpunkte werden bei Auswahl des Caches auf der Karte angezeigt, sind in heruntergeladenen GPX-Dateien enthalten und werden an das GPS-Gerät gesendet.

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): FFH-Gebiet Odenwald Eberbach (Info), Landschaftsschutzgebiet Neckartal II - Eberbach (Info), Naturpark Neckartal-Odenwald (Info)

Cache-Empfehlungen von Benutzern, die diesen Geocache empfohlen haben: alle
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Logeinträge für Eberbacher Pfad der Flussgeschichte    gefunden 8x nicht gefunden 0x Hinweis 0x

gefunden 11. Juli 2014 Lady April hat den Geocache gefunden

Antworten über gc.com geschickt.

Hallo, im Juni mit den Kids biberundbaum, hebedina und gustav_quaker bei herrlichem Sonnenschein diesen Earthcache gemacht. Zuerst bei Bekannten, wo wir übernachtet haben, gefrühstückt. Dann unsere Rucksäcke gepackt mit Speis und Trank. Und los ging es. Am Tag vorher habe ich mir beim Touristikbüro einen Flyer mit der Wegbeschreibung geholt- als Sicherheit. Und so konnten wir dem Flusspfad folgen.
Der Weg ist gut markiert und die Fragen chronologisch zu beantworten. Die Ausblicke sind schon großartig, und lernen kann man auch noch was über deine Heimat. Und die Rastplätze sind wunderbar angelegt. Wir haben gerastet und die Ausblicke auf den Neckar genossen.

Dies war ein Earthache ganz nach unserem Geschmack und gerne vergeben wir hier einen FAV.
Danke für diese Runde und die schnelle Logfreigabe.

Bilder für diesen Logeintrag:
Rastpaltz mit AussichtRastpaltz mit Aussicht

gefunden 23. Februar 2014, 12:30 ufade hat den Geocache gefunden

Vielen Dank fürs herführen. Das hat sich heute wirklich gelohnt. Eine sehr schöne Runde.

Bilder für diesen Logeintrag:
An der TeufelskanzelAn der Teufelskanzel

gefunden Empfohlen 10. Juli 2013 KaHeMu hat den Geocache gefunden

Auf der 4. Etappe des Neckarsteiges besuchte ich auch diesen Earthcache. Verwoben mit den Stationen des Neckarsteig-Caches musste ich ganz schön aufpassen, dass ich auch ja keine Lernstation ausließ. Trotzdem hat es natürlich Spaß gemacht.

 

Danke für den Cache und Gruß

KaHeMu

 

gefunden Empfohlen 25. Juni 2012 xtqx1 hat den Geocache gefunden

Erster Halt auf der heutigen Tour de Eberbach zusammen mit Lettertrolline.
Ein wirklich empfehlenswerter Earthcache, nötigt er einem doch tatsächlich sich mit der Materie aueinanderzusetzen. So ergab sich eine schöne kurzweilige Wanderung, die Tafeln mit den mannigfaltigen Informationen wurden dank der interessanten Gestaltung nicht nur nach den zum loggen notwendigen Fakten durchsucht, sondern aufmerksam und vollständig gelesen.
Wahnsinn, was sich hier im Laufe der Zeit abgespielt hat.

Danke für den Cache und fürs Zeigen dieser schönen Gegend.
xtqx1

Bilder für diesen Logeintrag:
Blick ins NeckartalBlick ins Neckartal
StoamanderlStoamanderl
unterwegsunterwegs

gefunden 25. Juni 2012 Lettertrolline hat den Geocache gefunden

Zusammen mit xtqx1 begannen wir den heutigen Eberbach-Tag mit diesem Earthcache. DA denkt man, man macht mal ne kleine Wanderung entlang vom Fluss...Pfeifendeckel, das war wohl nix.
Bergauf, bergab....damit kann man doch nicht bei ner Flusswanderung rechnen.
Aber woooow...wir sind jetzt immer noch ganz aus dem Häuschen wie schön es da war! Die kleine Wanderung war sowas von abwechslungsreich, dass keine Langeweile aufkam. Schon gar nicht wegen der sehr interessanten Informationstafeln!
Hier hat es uns prima gefallen!

Vielen Dank für`s Herlocken und viele Grüße,
Lettertrolline

Bilder für diesen Logeintrag:
Kurze Pause.Kurze Pause.
SteinmännchenSteinmännchen