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Historisches in Leuben

von Raubritter     Deutschland > Sachsen > Dresden, Kreisfreie Stadt

N 51° 00.633' E 013° 49.542' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: klein
Status: kann gesucht werden
 Versteckt am: 02. Oktober 2011
 Gelistet seit: 29. November 2011
 Letzte Änderung: 29. November 2011
 Listing: http://opencaching.de/OCD7D9
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Beschreibung   

Leuben - Entwicklung bis ins 19. Jahrhundert

 

Leuben auf einer Karte aus dem Jahr 1784

 

Das Gebiet des heutigen Stadtteils war bereits vor 3000 Jahren besiedelt. Darauf weisen Gräber und Siedlungsreste aus der jüngsten Steinzeit hin. Zum Teil meisterhaft verzierte Gefäße, rund 100 Sicheln, geborgene Beile und Lanzenspitzen stammen aus der Bronzezeit. Einige Funde beschrieb Gotthard Neumann im Jahr 1928,andere gehen auf die Entdeckungen eines Schülers in einer ortsnahen Kiesgrube aus dem Jahr 1948 zurück.

Ende des 6. Jahrhunderts wurde das Gebiet im heutigen Bereich der Leubener Himmelfahrtskirche von Sorben besiedelt.Sie bauten einfache Häuser und betrieben Viehzucht und Ackerbau, auch wenn der Boden kaum fruchtbar war. Leuben entwickelte sich als Platzdorf und war zu dieser Zeit von einer gelängeähnlichen Streifenflur umgeben. Erst im 10. Jahrhundert wurde Leuben von Deutschen unterworfen; vom 968 gegründeten Bistum Meißen aus wurden die Sorben christianisiert und Leuben ein Teil der Dresdner Frauenkirchgemeinde, die vermutlich ab 1020 bestand.

 

Leuben mit der alten Kirche im Jahr 1820

 

Erstmals erwähnt wurde Leuben 1349 in einer Urkunde des Meißner Bischofs Johann I. von Isenburg als Luben. Zu dieser Zeit war es bereits ein Kirchendorf – ein eigener Sakralbau ist für das Jahr 1362 bezeugt– mit Vorwerk und bischöflichem Rastplatz. Die heutige Pirnaer Landstraße verlief bereits zu dieser Zeit durch das Dorf und führte über die Burg Dohna nach Pirna und weiter nach Böhmen. Die damals bestehende Kirche oder Kapelle war die einzige zwischen Dresden und Dohna, auch wenn über den Sakralbau selbst keine weiteren Nachrichten vorliegen. Erst der Neu- oder Erweiterungsbau aus dem Jahr 1512, die alte Kirche, ist bildlich überliefert. Bereits im 14. Jahrhundert gehörten Dobritz und Niedersedlitz zum Leubener Kirchspiel, 1539 waren Laubegast, Seidnitz und anteilig Reick nach Leuben gepfarrt sowie ab 1561 auch Tolkewitz. Die Toten der Dörfer wurden auf dem Leubener Kirchhof beigesetzt. Als im 17. Jahrhundert weitere umliegende Orte Teil des Leubener Kirchspiels wurden, legte man 1675 den Leubener Friedhof als neue, größere Begräbnisstätte des Dorfes an.

 

Das Leubener Erbgericht kurz vor dem Abriss 1898

 

Obwohl Leuben als Kirchendorf eine wichtige Bedeutung für die umliegenden Dörfer hatte, blieb es in seiner Struktur ein kleines Bauerndorf mit Kirche und einem erstmals 1420 erwähnten Gasthof, dem späteren „Erbgericht“. Die Einwohnerzahl lag 1547 bei 18 besessenen Mann, die 9 7/8 Hufen bewirtschafteten. Frauen, Kinder und Hausangestellte wurden damals nicht in der Zählung berücksichtigt. Im 14. und 15. Jahrhundert gehörte Leuben verschiedenen, häufig wechselnden adligen und bürgerlichen Lehnsherren. Die Söhne des Dresdner Bürgermeisters Lorenz Busmann, Vincenz, Hans, Alex und Georg Busmann, wurden 1408 von den Markgrafen Wilhelm II., Friedrich I. und Friedrich dem Friedfertigen mit den Erbzinsen in 15 Dörfern bei Dresden belehnt, darunter auch Leuben.Die Grundherrschaft über Leuben teilten sich 1547 die Rittergüter Weesenstein, Gauernitz und Lockwitz sowie das Amt Dresden, zu dem Teile Leubens als Amtsdorf gehörten. Die Verwaltung aller Anteile oblag seit dem 16. Jahrhundert ebenfalls dem Amt Dresden. Ein Teil Leubens gehörte 1674 Johann Georg von Osterhausen, dessen Initialen JHGVO sich noch heute in der Windfahne der alten Kirche ablesen lassen.Im Jahr 1764 war Leuben zwischen den Rittergütern Lockwitz und Weesenstein geteilt, wobei letzterer Teil dem Amt Pirna unterstand. Damals bestellten elf besessene Mann acht Hufen Land zu je 24 bis 25 Scheffel. Daneben wohnten Mitte des 18. Jahrhunderts in Leuben 15 Häuslerfamilien, die von Lohn- und Handwerksarbeit lebten.

Bedingt durch seine Lage an der Pirnaer Landstraße, erlitt die Entwicklung Leubens im Laufe der Jahrhunderte immer wieder schwere Rückschläge durch Kriege. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Leuben fast völlig zerstört und lag danach einige Jahre wüst. Die 1706 während des Großen Nordischen Krieges in Sachsen einfallenden Schweden nahmen auch im mittellosen Leuben Quartier, was zu sozialen Problemen führte. Große Dorfbrände 1728 und 1760 vernichteten Teile des Dorfs, während des Siebenjährigen Krieges Mitte des 18. Jahrhunderts und der Befreiungskriege zu Beginn des 19. Jahrhunderts fielen Bauerngüter, Scheunen und Felder Kampfhandlungen und Plünderungen zum Opfer.Leuben erholte sich nur langsam und blieb bis weit ins 19. Jahrhundert ein eher unbedeutendes und armes Bauerndorf. Auf Basis der Sächsischen Landgemeindeordnung von 1838 erhielt es den Status als selbstständige Landgemeinde. Im Jahre 1856 lag Leuben im Verantwortungsbereich des Gerichtsamts Dresden, 1875 dann der Amtshauptmannschaft Dresden.

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Leuben#Geschichte)

 

Den Cache findest du bei:

N  51°00. x
E 013°49. y



  PrefixLookupNameCoordinate FL FINAL Final (Final Location) ???    Note: LE LEUBEN Leuben (Reference Point) N 51° 00.666 E 013° 49.567    Note:

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

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Logeinträge für Historisches in Leuben    gefunden 9x nicht gefunden 0x Hinweis 0x

gefunden 27. Februar 2017 pitty_62 hat den Geocache gefunden

Nachdem ich mich intensiv mit der Leubener Geschichte auseinandergesetzt habe, war ich zwar um einiges schlauer, aber die Werte für x und y blieben mir noch verborgen.
Es hat dann doch etwas gedauert bis es klick machte und brauchbare Koords auf dem Papier standen.
Vor Ort ging es heute entschieden schneller, nach kurzer Suche fand ich die gut getarnte Dose und konnte mich im Logbuch verewigen. Einen TB habe ich auch noch abgelegt.

Danke an Raubritter für das knackige Rätsel und das verstecken der Dose.

gefunden 14. Oktober 2016, 10:39 pappnikk7105 hat den Geocache gefunden

Heute nach der Arbeit diesen schon ne Weile gelöste Mysti endlich eingesammelt. Das Knackige Rätsel konnte ich nur mit Hilfe vom TJ lösen. Vielen Dank fürs Rätsel und die Dose. DFDC

gefunden 12. September 2015 Proton26 hat den Geocache gefunden

Hier hatte ich in Abständen immer mal wieder draufgeschaut, aber so recht kam ich auf keinen grünen Zweig. Mit einem sehr schwammigen Tip konnte ich das Suchgebiet der Nadel im Heuhaufen ein klein wenig eingrenzen, und mit der richtigen Eingebung war es dann nur noch Fleißarbeit. Vor Ort ging es auch noch mit den botanischen Hindernissen. Danke für den Cache!

gefunden 11. April 2014 langer_ds hat den Geocache gefunden

gefunden 04. April 2014 Schildi_2004 hat den Geocache gefunden

Da ich mir einbilde, ein ordentlicher Mensch zu sein, logge ich den Fund auch bei OC.

Vielen Dank!