Wegpunkt-Suche: 
 
Normaler Geocache
Preußische Niederlage

von silberphotographie.de     Deutschland > Sachsen > Sächsische Schweiz

N 50° 55.237' E 013° 47.720' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: mikro
Status: kann gesucht werden
 Versteckt am: 17. Juni 2012
 Gelistet seit: 17. Juni 2012
 Letzte Änderung: 18. Juni 2012
 Listing: http://opencaching.de/OCE5D7

22 gefunden
0 nicht gefunden
0 Bemerkungen
0 Beobachter
0 Ignorierer
172 Aufrufe
0 Logbilder
Geokrety-Verlauf

große Karte

   

Der Weg
Wegpunkte
Saisonbedingt

Beschreibung   

Als Finckenfang wird eine weithin sichtbare Anhöhe in der Nähe von Maxen, einem Ortteil der Gemeinde Müglitztal bezeichnet. Benannt ist der Finckenfang nach dem Preußen General von Finck, welcher hier nach dem Gefecht von Maxen am 21. November 1759 gefangen genommen wurde.

Doch zurück zur Geschichte: Im Siebenjährigen Krieg wurde Finck im Jahr 1759 dem Prinzen Heinrich zugeteilt, um diesen bei der Verteidigung Sachsens zu unterstützen. Dresden wurde im Laufe des Jahres kampflos übergeben, während der österreichische Feldmarschall Daun weiter in Richtung Böhmen zog, um die rückwärtig stehenden Preußen, auch das unter von Finck befehligte Korps, zu schlagen.

Nach Besetzung des Ortes Maxen fand schließlich am 20. November 1759 zwischen österreichischen und preußischen Truppen eine Schlacht auf der Flur von Maxen statt. Sie endete mit einer vollständigen Niederlage von 15.000 Preußen unter Generalleutnant Friedrich August von Finck gegen 32.000 Österreicher unter Leopold Joseph Graf Daun, in deren Folge von Finck schließlich kapitulierte.

Von Finck verlor beim Preußenkönig Friedrich II. jegliches Ansehen und wurde von einem preußischen Militärgericht später zu zwei Jahren Festungshaft verurteilt. Nach Haftverbüßen kam von Finck in Dänische Dienste und starb am 22. Februar 1766 in Kopenhagen.

Übrigens ließ der Rittergutsbesitzer Friedrich Ehrenreich von Schönberg anlässlich der Friedensfeier nach der Völkerschlacht von Leipzig zum Gedenken an die Schlacht bei Maxen auf der Anhöhe bei Schmorsdorf drei Linden pflanzen. Dort findet sich natürlich auch ein häufig gesuchter Cache. Vom Aussichtspunkt an den Friedenslinden kann man ein einzigartiges Panorama auf die umliegenden Täler und Höhenzüge und natürlich das Elbtal genießen.

Die Maxener Schlacht hatte keine nennenswerten Auswirkungen auf den Kriegsverlauf des Siebenjährigen Krieges, aber eins bleibt hervorzuheben: Zu den Ursachen der Niederlage zählt sicherlich eine schlechte Motivation und Disziplin der Truppen, denn die Hälfte der preußischen Infanterie war einfach vom Militär abgehauen.

Ein recht dubioser Dresdner, Julius Adolf Zechendorf, hatte um 1890 die Idee, in der Nähe von Maxen – auf der geschichtsträchtigen Anhöhe – ein Ausflugslokal für 700 Personen mit weiteren 3.000 Plätzen im Garten zu errichten. Begünstigt wurde der Bau des „Etablissements“ wohl auch durch das Projekt der Eisenbahnstrecke, welche das Müglitztal und die anliegenden Gemeinden für den Tourismus zu dieser Zeit erstmals erschließen sollte. Zechendorf muss recht erfinderisch vorgegangen sein, denn wegen seines wohl eher schlechten Leumunds soll er, um in Besitz der Liegenschaft zu kommen, sogar so etwas wie ein Bürgerbegehren bei Maxener Anwohnern angezettelt haben. Wie auch immer… Jedenfalls wurde die Höhe auf 400 m über Null mit dem Abraum der benachbarten Kalksteinbrüche aufgeschüttet und mit einer Mauer eingefriedet, auf dem Grundstück wurde ein 15 m hoher Aussichtsturm gebaut. Einen geschäftlichen Erfolg hatte Zechendorf mit seinem „Etablissement“ offensichtlich nicht – nach nur acht Jahren musste er hoch verschuldet das Ausflugslokal veräußern.

Dem Vernehmen nach waren im Ausflugslokal auf mehreren 4x5 m großen Gemälden Phasen der Schlacht im Siebenjährigen Krieg zu sehen. Im Jahr 1959 wurde aus Anlass des 200. Jubiläums der Schlacht vom Heimatforscher Wollmann auf dem Berg ein Museum eingerichtet. Weiter, so die Recherche, wurde das Lokal auf dem Finckenfang im Jahr 1972 geschlossen und von der Akademie der Wissenschaften der DDR zu einem Ferienheim eingerichtet. Genaueres weiß man nicht...

Das Grundstück befindet sich wieder in Privatbesitz und ist eingezäunt und kameraüberwacht. Auf dem gegenüber liegenden Flurstück findet sich ein Funkturm und ein Wasserwerk, alles auch mit Einzäunung. Der Hügel dahinter ist übrigens beliebter Fixpunkt von Funkamateuren. In Maxen gibt es wieder ein Heimatmuseum, in welchem möglicherweise auch einige Exponate der Wollmannschen Sammlung vom Finckenfang zu sehen sind.

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

Zna zhff fvpu rgjnf fgerpxra.

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

Bilder

Umgebungskarte von Maxen
Umgebungskarte von Maxen
Gruss vom Finckenfang
Gruss vom Finckenfang

Hilfreiches

Suche Caches im Umkreis: alle - suchbare - gleiche Cacheart
Wegpunkt an GPS-Gerät senden: Garmin
Download als Datei: GPX - LOC - KML - OV2 - OVL - TXT
Mit dem Herunterladen dieser Datei akzeptierst du unsere Nutzungsbedingungen und Datenlizenz.

Logeinträge für Preußische Niederlage    gefunden 22x nicht gefunden 0x Hinweis 0x

gefunden 11. September 2016, 12:00 jeje810~ccr35 hat den Geocache gefunden

Bereits am 21.08.2016 auf GC geloggt.

gefunden 14. August 2016, 13:45 Jone1974 hat den Geocache gefunden

der war schnell entdeckt

gefunden 07. Februar 2016, 13:40 bluesband hat den Geocache gefunden

Netter Geschichtsausflug.

Im überwachten Grundstück werden vielleicht des Fincken Nachfahren verwahrt. Zwinkernd DfdgL

gefunden 19. August 2015, 10:39 RICCCO363 hat den Geocache gefunden

die haben bestimmt mit Kirschkerner geschossen

gefunden 09. Juli 2015, 15:51 pappnikk7105 hat den Geocache gefunden

Auf der Suche nach dem CdT hier vorbei gekommen und diesen Kleinen hier ziemlich schnell gefunden und geloggt. Vielen Dank fürs herführen und zeigen. DFDC