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Virtueller Geocache
Grenzgeschichten

 Spannendes und Kurioses rund um die (ehemalige) innerdeutsche Grenze

von Schrottie     Deutschland

N 54° 57.853' E 013° 20.194' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: kein Behälter
Status: kann gesucht werden
 Versteckt am: 01. Juli 2013
 Veröffentlicht am: 01. Juli 2013
 Letzte Änderung: 25. März 2015
 Listing: http://opencaching.de/OCFB59

5 gefunden
0 nicht gefunden
1 Hinweis
4 Beobachter
4 Ignorierer
400 Aufrufe
20 Logbilder
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1 Empfehlungen

große Karte

   

Wegpunkte
Saisonbedingt
Listing
Benötigt Vorarbeit

Beschreibung   

This is a Premium Member Only cache.

 

safari.png

Dies ist ein virtueller Safari-Cache. Es ist nicht an einen festen Ort gebunden, sondern kann an verschiedenen Orten gelöst werden. Die oben angegebenen Koordinaten dienen nur als Beispiel. Weitere Caches mit dem Attribut "Safari-Cache" findet man mit dieser Suche. Safari-Caches und die zugehörigen Logs werden auch auf der Safari-Cache-Karte angezeigt.

 

Grenzgeschichten

Deutschland war lange Zeit geteilt und neben viel Leid brachte die deutsch-deutsche Teilung auch immer wieder spannende oder kuriose Geschichten mit sich. Und um solche Geschichten geht es bei dieser Safari.

Hier eine Geschichte aus den Tiefwerderwiesen. Dieses Feuchtgebiet befindet sich am Rand der Spandauer Wilhelmstadt im Berliner Bezirk Spandau. Die Wiesen gehörten vor dem Krieg zu Seeburg, einer Nachbargemeinde. Nach dem Krieg befanden sich die Wiesen nun in der britischen, Seeburg jedoch in der sowjetischen Besatzungszone. Es war also eine ostdeutsche Exklave, wie es zu Beginn der Teilung sehr viele gab. Jedoch vergaß die DDR-Regierung, für dieses Gebiet entsprechende Hoheitsrechte geltend zu machen und so blieb es zwar de facto eine Exklave, jedoch nur inoffiziell. Sicherheitshalber verfügte die britische Besatzungsmacht, das auf dem Gebiet der Tiefwerderwiesen keinerlei Amtshandlungen Westberliner Dienststellen vorzunehmen waren. Nun ist auf dem Gebiet jedoch in den 60iger Jahren eine Laubenkolonie entstanden, was möglicherweise Gefahren für das benachbarte Wasserschutzgebiet bedeuten konnte, und so wurde am 11.04.63 durch die britische Militärverwaltung festgelegt, das zumindest Maßnahmen getroffen werden können, die Gefahren für das Bau- und Gesundheitsrecht abwehren. Allerdings durfte das Gebiet dazu nicht betreten werden.

1971 begannen dann die Verhandlungen für diverse Gebietsaustausche zwischen der DDR und Westberlin, die sowohl die Grenze begradigen als auch die reichlich vorhandenen Ex- bzw. Enklavenprobleme lösen sollte. Die DDR bot in diesem Zuge die Tiefwerderwiesen als Tauschobjekt an, sie wurden allerdings nicht als solches angenommen, da sie nicht unter tatsächlicher Verwaltung der DDR standen. Erst mit em Einigungsvertrag vom 31.08.1990 kamen die Tiefwerderwiesen wieder ganz offiziell unter Berliner Verwaltung, da darin in einer Protokollnotiz festgelegt wurde, daß fortan die Grenzen des Landes Berlin mit einigen Einschränkungen durch das Preußische „Gesetz über die Bildung einer neuen Stadtgemeinde Berlin" vom 27. April 1920 bestimmt werden.

 

Das also ist meine Grenzgeschichte, jetzt seid ihr dran. Begebt Euch an den Ort eurer Geschichte (ganz egal ob spannend, kurios, traurig, wild, persönlich, gehört, gelesen, gerüchtet), fotografiert dort ein wenig (die Gegend, euch mit der Gegend, euer GPS mit der Gegend, euren Teddy mit der Gegend, whatever...), messt die Koordinaten ein und erzählt dann eure Grenzgeschichte...

Bitte nicht einfach nur aus Wikipedia kopieren! Die Geschichte soll mit eigenen Worten wiedergegeben werden. Die Fotos sollen zeigen, das ihr auch tatsächlich dort gewesen seid.

Bitte die in der Logbedingung geforderten Koordinaten im Format "N/S DD MM.MMM E/W DDD MM.MMM" (z.B. "N 48 00.000 E 008 00.000") ins Log eintragen, damit die Positionen von der Safari-Cache-Karte korrekt erkannt und angezeigt werden können!
Der Cache und seine Logs werden hier angezeigt.

Zusätzliche Wegpunkte   andere Koordinatensysteme

interessanter Ort
N 52° 35.233'
E 013° 08.517'
Eiskeller Berlin-Spandau, Log von kerbholz
interessanter Ort
N 52° 24.535'
E 013° 06.068'
Klein-Glienicke, Log von Euni
interessanter Ort
N 52° 32.323'
E 013° 23.887'
Bernauer Straße, Log von tatum 128
Info Die zusätzlichen Wegpunkte werden bei Auswahl des Caches auf der Karte angezeigt, sind in heruntergeladenen GPX-Dateien enthalten und werden an das GPS-Gerät gesendet.

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

uggc://qr.jvxvcrqvn.bet/jvxv/Vaareqrhgfpur_Teramr

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

Hilfreiches

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Logeinträge für Grenzgeschichten    gefunden 5x nicht gefunden 0x Hinweis 1x

gefunden 06. Januar 2016 Team Brummi hat den Geocache gefunden

Die innerdeutsche Teilung hat es sogar geschafft das Wasser zu teilen.
Die um 1940 während des zweiten Weltkrieges als Trinkwasserreservoir für die "Stadt des KdF-Wagens" (Wolfsburg) angelegte Eckertalsperre war nach Beendigung des Krieges und der Teilung Deutschlands halb ost, halb west. Die Grenze verlief mitten durch den Stausee und die Staumauer.

Dadurch gab es natürlich etliche Probleme ob der Instandhaltung und der Zugehörigkeit des Wassers. Läuft doch die Wasserleitung an dem Ostufer des Sees welcher von westlichen Technikern der Harzwasserwerke nicht betreten werden konnte.
Im Jahre 1972 begann man die Nutzung in einem Grundlagenvertrag zu regeln. Richtig einig wurde man sich aber erst 1978.

Von Westseite aus konnte man quasi der DDR in´s Wasser spucken. Von der Ostsseite her war es natürlich nicht möglich auch nur in die Nähe der Talsperre zu kommen.

Danke für diese nachdenkliche Safariaufgabe

Bilder für diesen Logeintrag:
Am alten GrenzpfostenAm alten Grenzpfosten
Blick zum BrockenBlick zum Brocken
So nah und doch so weitSo nah und doch so weit
Infotafel GrenzeInfotafel Grenze

  Neue Koordinaten:  N 54° 57.853' E 013° 20.194', verlegt um 272 km

gefunden Empfohlen 04. Juli 2014 tatum128 hat den Geocache gefunden

Drei Sprünge mit tödlicher Folge im Jahr 1961 nach Absperrung der Sektorengrenze in der Bernauer Straße in Berlin. Die südlich gelegenen Wohnhäuser lagen in der sowjetischen Zone, die Straße selbst und die nördlich gelegenen Häuser in der französischen Besatzungszone. Manche flohen, einige starben dabei. Drei Menschen hatten ebenfalls gute Gründe, die Zone verlassen zu wollen, aber es war ihr tragisches Ende.

Olga Segler ( 1881-1961) Das ältste bekannte Maueropfer. Sie wollte den Kontakt zu ihrer Tochter nicht verlieren, sprang aus dem 2. Stock der Bernauer Straße 34, sogar auf ein Sprungtuch der Feuerwehr, aber sie überlebte die dabei zugezogenen inneren Verletzungen nicht.

Bernd Lünser (1939-1961) Er wollte sein Bauingenieur-Studium im Westen weiter führen. Bei einer daramtischen Flucht über die Dächer rutschte er ab, sprang neben das Sprungtuch der Feuerwehr und starb.

Ida Siekmann (1902-1961) Die Krankenschwester hatte ihre Schwester im Westtteil. Mit Federbetten u.ä. wollte sie ihren Sprung lindern, aber auch sie überlebte nicht, das Sprungtuch der Feuerwehr kam zu spät.

N 52° 32.323 E 013° 23.887

Vielen Dank für die besondere Safari, die wir nur empfehlen können!

Bilder für diesen Logeintrag:
Olga SeglerOlga Segler
O.S. UmgebungO.S. Umgebung
Bernd LünserBernd Lünser
B.L. UmgebungB.L. Umgebung
Ida SiekmannIda Siekmann
I.S. UmgebungI.S. Umgebung
Bernauer StraßeBernauer Straße
Das ÜbelDas Übel

gefunden 01. Mai 2014 Die Wildensteiner hat den Geocache gefunden

N 51 03.487 E 013 44.479

 

Hui, hat die sich vertan? In Dresden eine innerdeutsche Grenze?

Ja, ein bisschen schon, könnte man meinen. Damals noch Schülerin und in der tiefsten ARD-Zone lebend (kein Westfernsehen, ARD=außer Raum Dresden), war die innerdeutsche Grenze für mich megaweit entfernt. Und plötzlich doch so nah.

Denn just am Vorabend des 1. Oktober 1989 führte mich eine Klassenfahrt in die damals sogenannte Bezirkshauptstadt Dresden. Und da spürte man in der Großstadt eine Aufregung und gewisse Spannung in der Luft. Als wir dann vom Hauptbahnhof aus in unsere Kleinstadt zurückfahren wollten, versammelte sich dort bereits Polizei und weitere Kräfte mit Sprechfunk usw. Ich glaube, unserer sonst so taffen Klassenleiterin war es etwas mulmig zumute, wir Jugendliche kamen aus dem Gucken und Staunen gar nicht mehr heraus.

Niemand von uns konnte sich denken, wieso der ganze Aufwand. Was am folgenden Tag am Dresdner Hauptbahnhof passieren würde, nämlich die Durchfahrt der Prager Botschaftsflüchtlinge, war uns nicht bekannt. Plötzlich war die innerdeutsche Grenze ganz, ganz nah - mitten in Dresden!  Link

Auf dem Foto halte ich diesen besonderen TB in der Hand, fotografiere ihn vor dem Goldenen Reiter - hier gingen im Herbst 1989 immer die Dresdner Montagsdemos vorbei, nachdem sie an der Kreuzkirche im Zentrum gestartet waren. Ein TB mit dem Thema 20 Jahre Mauerfall. Ist doch toll, oder?

Danke für diese nachdenkliche Safari!

Bilder für diesen Logeintrag:
TB Mauerfall vor dem Goldenen Reiter DresdenTB Mauerfall vor dem Goldenen Reiter Dresden

gefunden 20. Oktober 2013 Euni hat den Geocache gefunden

In Klein Glienicke hatten wir im Saal einer Gaststätte Sportunterricht. Der Ortsteil lag im Grenzgebiet. Wir trafen uns vor der Kontrollstelle und passierten gemeinsam den Kontrollpunkt an der Brücke. 1974 wurde eine neue Turnhalle im Espengrund gebaut. Der Saal wurde abgerissen. Er befand sich dort, wo der Biergarten auf dem ersten Foto zu sehen ist.

Werkunterricht hatten wir in einer Villa, die sich ebenfalls im Grenzgebiet befand. Wir sahen die Hunde an einem Seil durch den Grenzstreifen laufen und die Grenzsoldaten mit dem Trabant Kübel entlangfahren. Später wurde in den ehemaligen Werkraum eine Garage eingebaut.

Das dritte Foto zeigt mein GPS. Auf der Karte ist nördlich der Glienicker Enge Klein Glienicke zu erkennen, das in das Gebiet von Westberlin hineinreichte und nur über die Brücke zu erreichen war.

Das vierte Bild (Foto: Kupfernagel) zeigt den Kontrollpunkt und die Brücke vom Beobachtungsturm, der wie alle Grenzbefestigungen abgerissen wurde.

N 52° 24.535 E 013° 06.068

Euni

Bilder für diesen Logeintrag:
Turnhalle im GrenzgebietTurnhalle im Grenzgebiet
Werkraum im GrenzgebietWerkraum im Grenzgebiet
GPS und LuftbildGPS und Luftbild
Kontrollstelle (Foto: Kupfernagel)Kontrollstelle (Foto: Kupfernagel)

gefunden 02. Juli 2013 kerbholz hat den Geocache gefunden

 

Eiskeller

Eine Exklave von Westberlin, die als solche nicht so berühmt/bekannt war wie Steinstücken. Dennoch hatte sie in der Zeit kurz nach dem Mauerbau für Aufsehen gesorgt und wer kennt nicht die Geschichte, die auf der gelben Stele am Infopunkt nach zu lesen ist.

Es handelt sich hierbei um einen Schuljungen der auf dem Weg zur Schule auf dem schmalen Zugangsweg von der Exklave nach Westberlin von einem (bis an die Zähne) bewaffneten DDR-Polizisten festgehalten bzw. zum umkehren aufgefordert worden ist.

Sowas wollten sich die West-Alliierten – also die Briten – nicht bieten lassen und haben von da an die Leute mit Militärschutz eskortiert.

Wer mal mit eigenen Augen sehen will, wo sich Geschichte abgespielt hat, kann bei einer Radwanderung auf dem Berliner Mauerweg einen Stop bei N 52 35´14“ E 13 08´31“ einlegen. Bei Anfart durch den Wald (mit dem Fahrrad) läuft einem ab und an auch die eine oder andere Wildsau über den Weg. Aber meist haben die mehr Angst als man selber. Bei Rehe die den Weg kreuzen ist eines gewiss: die hauen lieber ab und man sieht sie daher nur ganz kurz.

Am Infopoint angekommen hat man einen guten Überblick über eine relativ große Freifläche. Und kann auch schon mal den Bussard beobachten, wie er seine Kreise zieht

Ach übrigens, worüber die Gelbe Stele noch informiert: Später stellte sich heraus, dass die Sache mit der Ostberliner Polizei auf "Westgebiet" ein Schwindel vom kleinen "Erwin" war. Der Lümmel hatte nur keine Lust auf Schule und hatte sich dann eine abenteuerliche Geschichte von Ostberliner Polizisten die ihn "festgehalten" hatten ausgedacht. Und den "Ossis" hatte man ja so etwas ungeheuerliches anscheinend zugetraut.

Weitere Infos zum Eiskeller gibt es auf entsprechenden Infotafeln vor Ort und Umgebung und wie immer bei Wiki: http://de.wikipedia.org/wiki/Eiskeller_%28Berlin%29

Nicht mit http://de.wikipedia.org/wiki/Eiskeller verwechseln wobei das auch interessant sein kann. Aber das ist dann wieder eine andere Geschichte.

Bilder für diesen Logeintrag:
InfopunktInfopunkt
BussardBussard
man kann auf mit dem KFZ anreisenman kann auf mit dem KFZ anreisen