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Virtueller Geocache
Schwarzes Gold

von onkeldonner     Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Steinfurt

N 52° 19.258' E 007° 41.325' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: kein Behälter
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 0:30 h   Strecke: 1.0 km
 Versteckt am: 03. August 2013
 Veröffentlicht am: 03. August 2013
 Letzte Änderung: 06. August 2013
 Listing: http://opencaching.de/OCFD46

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Infrastruktur
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Beschreibung   

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Kohle – das schwarze Gold aus der Tiefe

Die ganze Region rund um die Gemeinden Ibbenbüren und Mettingen ist durch den Steinkohlenbergbau geprägt. Doch wie ist diese Kohle eigentlich entstanden ? Und wieso gerade hier ?

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Die Entstehung der Steinkohle

Kohle entstand ursprünglich aus verschiedenen Land- und Sumpfpflanzen. Diese wuchsen auf fruchtbaren Böden, wurden jedoch von Wasser überschwemmt, als der Boden langsam absackte. So wurden sie vom Sauerstoff abgeschlossen, es bildete sich zuerst Torf, später wurde hieraus durch zunehmenden Druck und zunehmender Hitze Braunkohle. Dieser Vorgang wird als Inkohlung bezeichnet. In einer zweiten, sehr lang anhaltenden Phase sammelte sich unter weiterhin großem Druck und hohen Temperaturen immer mehr Kohlenstoff an, während der Wasserstoff- und der Sauerstoffanteil immer geringer wurde: es entstand Steinkohle.

Diese Prozesse fanden im vielfachen Wechsel neben- und nacheinander statt, so dass der Bergmann verschiedene Kohlequalitäten in den Flözen in wechselnden Schichten vorfindet.

Zu einer wichtigen Eigenschaft der Steinkohle zählt bspw. ihr Gehalt an „flüchtigen Bestandteilen“, die zum Beispiel beim Verkoken in der Kokerei frei werden. Er sinkt ziemlich gleichmäßig von den jüngsten zu den ältesten Flözen von etwa 35 auf fünf Prozent und begründet die unterschiedliche Verwendbarkeit der Kohle.

In der Umgebung von Osnabrück tritt das im Münsterland unter jüngeren Erdschichten abgetauchte Ruhrkarbon noch einmal zutage. Die Lagerstätte der Ibbenbürener Bergplatte ist das nördlichste Anthrazitvorkommen in Deutschland.

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Und wieso gerade hier ?

Die Entstehung der Ibbenbürener Bergplatte reicht bis in das Erdaltertumszeitfenster der Karbonzeit vor 300 Millionen Jahren zurück. Zu dieser Zeit befand sich das Gebiet um Ibbenbüren am Nordrand eines Troges, der sich vom Ruhrgebiet über Belgien, Frankreich bis nach Südengland zog. Bei subtropischem Klima versumpfte dieser Trog. Dieses wiederholte sich in der 40 Millionen Jahre andauernden Karbonzeit einige Male. Die Vegetation bestand aus Großfarnen und Bäumen, wie man sie heute noch auf Gesteinsabdrücken sehen kann. Die vertorfenden Pflanzenreste wurden mehrere Male überflutet und von Sand bedeckt. Aus diesen Torfeinlagerungen sind heute Steinkohlenflöze geworden, während aus dem Sand und Ton der berühmte Ibbenbürener Sandstein entstand.

Nach der Karbonzeit wurde das Gebiet mit einer 200 m starken Decke von Ablagerungen bedeckt. Bedingt durch die Gebirgsauffaltung des Teutoburger Waldes und mit Einwirkung des Bramscher Plutons vor ca. 145 Mio. Jahren wurde das Gebiet an die Erdoberflache geschoben. Der Bramscher Pluton stieg unter der Region von Osnabrück bis Bramsche als ein riesiger, über 150 Kilometer langer und 50 Kilometer breiter Magmastrom auf, drang bis fünf Kilometer unterhalb der Erdoberfläche vor und erhitzte die überlagernden Gesteinsschichten bis auf etwa 400 Grad. Die Hitze veränderte die Eigenschaften und Zusammensetzungen der umliegenden Gesteine grundlegend und inkohlte die vorhandenen Flöze wesentlich höher. Heute wird ausschließlich die hierbei entstandene qualitativ hochwertige Anthrazitkohle gewonnen. Deren Ablagerungen sind überwiegend gleichmäßig und flach. In einem Schichtenpaket von ca. 400 m Mächtigkeit sind derzeit elf abbauwürdige Flöze aufgeschlossen (Flöze 43-74). Die Qualitätsmerkmale sind kennzeichnend für einen hochwertigen Anthrazit: der Aschegehalt liegt zwischen 3 und 4 %, der Anteil flüchtiger Bestandteile zwischen 5 und 6 % und der Schwefelgehalt ist geringer als 1 %.

Als Nebeneffekt bildeten sich in Spalten und Klüften auch Eisen-, Blei- und Zinkerze, die man in den Randlagen der Ibbenbürener Kohlenlagerstätte findet. Vor allem oberhalb Ibbenbürens und Laggenbeck findet man diese Erzlagerstätten. Zahlreiche Erzbergwerke bauten das Erz bis 1921 ab.

Die gesamte Karbonfläche hat eine Ausdehnung von ca. 55 Quadratkilometern und erhebt sich mehr als 100m in die Höhe. Abbau wird heute nur noch im sogenannten Ostfeld betrieben.


Doch nun zu Euren Aufgaben, um diesen virtuellen Cache erfolgreich zu lösen.

Da es schwierig ist, tief hinunter in den Berg zur Kohle zu kommen, führe ich Euch auf den höchsten Punkt der Ibbenbürener Bergplatte, zur Rudolfhalde. Diese künstliche Erhebung besteht komplett aus Abraum, d.h. den verschiedenen, beim Steinkohleabbau auftretenden unerwünschten und hier aufgeschütteten Gesteinsschichten aus der Tiefe. Die Rudolfhalde ist für Spaziergänger frei zugänglich, aber bitte bleibt auf den Wegen, wenn Ihr die Halde besteigt. Ihr findet hier im Listing zwei Wegpunkte (Gipfelkreuz & Aussichtspunkt), die Ihr beide besuchen müsst.

1. Nicht zuletzt der Bramscher Pluton hat die Erde mit all Ihren verschiedenen Schichten an dieser Stelle nach oben gedrückt. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie mächtig diese Kräfte waren, besteigt den Berg über die Wanderwege bis zu den Koordinaten des Aussichtspunktes und messt hier die höchste Stelle dieses Berges - wieviele Meter über dem Meeresspiegel befindet Ihr Euch ?

2. Auch der Mensch hat seinen Teil zu diesem Berg dazu getan. Um zu erahnen, wieviel Abraum hier aufgeschüttet wurde, messt mittels GPS den Höhenunterschied zwischen den Parkkoordinaten unten und dem Aussichtspunkt ganz oben !

3. In der Ferne seht Ihr das mit Kohle betriebene Kraftwerk in Ibbenbüren. In welcher Himmelsrichtung (GPS / Kompass) und in welcher Entfernung (s. Tafel Aussichtspunkt) befindet es sich von Eurer Position oben auf dem Berg aus ?

4. Geht zum Gipfelkreuz, dort findet Ihr eine Hinweistafel mit einem Vers des Johannes Evangeliums. Gebe mir das dort zitierte Kapitel und den Vers an (bspw. 12,25).

5. Beschreibt mir, wieso gerade die Ibbenbürener Anthrazitkohle in so hoher Qualität entstanden ist (s. Text oben) ?

6. Zusätzlich hätte ich noch gerne ein Logfoto mit Euch / Eurem GPS am Gipfelkreuz oder am Aussichtspunkt.


Bitte sendet mir Eure Antworten per Mail, bitte so, daß ich Euch bei Rückfragen direkt antworten kann. Ihr könnt sofort loggen und erhaltet nur eine Rückantwort, wenn etwas NICHT in Ordnung sein sollte.


Viel Erfolg und viel Vergnügen beim Aufstieg und gute Aussicht wünscht

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Zusätzliche Wegpunkte   andere Koordinatensysteme

Parkplatz
N 52° 19.212'
E 007° 41.549'
Parkplatz
Station oder Referenzpunkt
N 52° 19.384'
E 007° 41.585'
Gipfelkreuz
Station oder Referenzpunkt
N 52° 19.258'
E 007° 41.325'
Aussichtspunkt
Info Die zusätzlichen Wegpunkte werden bei Auswahl des Caches auf der Karte angezeigt, sind in heruntergeladenen GPX-Dateien enthalten und werden an das GPS-Gerät gesendet.

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Landschaftsschutzgebiet LSG-Rudolphschacht (Info)

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Logeinträge für Schwarzes Gold    gefunden 1x nicht gefunden 0x Hinweis 0x

gefunden Empfohlen 11. August 2013 johnyyycandy hat den Geocache gefunden

Heute mittag ging es mal wieder mit der ganzen Familie auf die nahe gelegene Halde!! Die Aussicht dort ist immer wieder lohnend!!

Dabei konnten wir heute auch mal wieder einen Cache "finden". Da hat sich der onkeldonner eine schöne Runde einfallen lassen!!

 

Die Jungs haben aber vergeblich das Logbuch gesucht!! Wollten sich doch glatt eintragen!! Aber warum nicht so?? Finde ich gut das es hier bei Opencaching solche Möglichkeiten für einen "Cache" gibt!!

 

Danke dafür

 

Grüße

 

johnyyycandy

Bilder für diesen Logeintrag:
Meine Jungs auf der HaldeMeine Jungs auf der Halde