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Logeinträge für Bad Emser Stolpersteine    gefunden 0x nicht gefunden 0x Hinweis 1x

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  Neue Koordinaten:  N 50° 20.075' E 007° 42.875', verlegt um 15 km

Hinweis 29. November 2015 cacher.ella73 hat eine Bemerkung geschrieben

Mein Beispiel:

Bad Ems (Rhein-Lahn-Kreis)

Im Jahre 2009 wurden die ersten „Stolpersteine“ in Bad Ems verlegt.

Nach dem Novemberpogrom verließen die meisten der hier noch lebenden jüdischen Bürger ihren Heimatort und verzogen nach Köln oder Frankfurt. Die noch etwa 20 verbliebenen Juden wurden 1940/1941 zwangsweise in einem Haus neben der Synagoge zusammengelegt und kurze Zeit später von hier aus über Frankfurt/M. deportiert. Ihre Spuren verlieren sich in Theresienstadt, Minsk, Riga und Sobibor.

Mindestens 45 ehemalige Emser Juden wurden Opfer des Holocaust. Die genaue Zahl wird sich wohl nie ermitteln lassen, manche Schicksale müssen offen bleiben. Noch leben einige jüdische Mitbürger, teils im Ausland, teils in Deutschland. Als einziger ist Bernhard Strauß nach Bad Ems zurückgekehrt und hat dort bis zu seinem Tod 1989 gelebt. (Quelle: Geschichte der Stadt Bad Ems von Hans-Jürgen Sarholz)

Edith Dietz besuchte noch einmal ihre ehemalige Schule in Bad Ems (Goethe Gymnasium) und  las dort aus ihrem erfolgreichen Buch "Den Nazis entronnen" vor, anschließend beantwortete sie die Fragen der Schüler. Den Schwerpunkt der Lesung bildeten ihre Lebensjahre in Ems.

Sie war die Tochter von Emil Königsberger. Zuammen mit ihrer Schwester Irmgard gelang ihr im Sommer 1942 die Flucht in die Schweiz. 


Zu folgender Statistik erübrigt sich wohl jeglicher Kommentar...

In Bad Ems lebende Juden:

30.09.1938:   105

30.09.1940:    18

30.06.1941:    14

30.09.1941:     0

 


Das Schicksal der Clara Neumann:

Clara Neumann blieb in Ravensbrück, einen ehemaligem "Besserungs- und Arbeitslager" für Frauen, 85 km nordwestlich von Berlin.

Ihr Vater war der Kaufmann und Synagogendiener Ignaz Neumann, der 1939 sein Haus (Römerstr. 78) verkaufen musste und gezwungen wurde seine Heimatstadt Bad Ems zu verlassen. (Quelle: Hans-Jürgen Sarholz)

Das Gebäude beherbergt nun ein Friseurgeschäft und ist zu finden bei:


N 50° 20.075 E 007° 42.875

 


Von den in Bad Ems geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945", ergänzt durch Namen der Gedenktafeln auf dem jüdischen Friedhof in Bad Ems): 

Rosa Abt geb. Löwenthal (1874), Alfred Bernstein (1872), Betty Bernstein (1884), Hilda Bernstein geb. Stern (1884), Hugo Bernstein (1873), Oskar Bernstein (1888), Setta Bernstein (1872), Emil Bromet (1883), Ruth Cohn geb. Weil (1905), Ida Emmel (1867), Sigmund Emmel (1870), Ottilie Erlanger geb. Emmel (1883), Miry Flegenheimer geb. Leopold (1906), Eugen Goldfisch (geb. ?), Lina Goldfisch (geb. ?), Albert Grünebaum (1906), Käte Grünebaum (1888), Minna Grünebaum (1881), Valerie Hirsch geb. Löwenstein (1873), Sally F. Hofmann (1891), Flora Jessel (1884), Louis Jessel (1873), Sara Kassmann geb. Hirsch (1855), Ida Kaufmann (1863), Fanny Paula Kaufmann geb. Hellwitz (1877), Alfred Kirchberger (1907), André Kirchberger (1899), Ernst Kirchberger (1860), Fanny Kirchberger geb. Wiesengrund (1868), Helly Kirchberger (1901), Thekla Klee geb. Kaufmann (1870), Adolf Königsberger (1878), Fanny Königsberger (1866), Louise Leopold geb. Dinkel (1870), Margarete Levi (geb. ?), Jeanette Levy geb. Stein (1867), Albert Mainzer (1882), Albert Mainzer (1922), Julchen (Julie) Mainzer geb. Simon (1888), Ruth Betty Mainzer (1922), Karola Mironowitsch geb. Strauss (1908), Ignaz Neumann (1867), Jettchen Neumann geb. Israel (1871), Klara Neumann (1909), Max Neumann (1901), Hedwig Oppenheimer geb. Blumenthal (1885), Moritz Oppenheimer (1878), Julius Reichmann (geb. ?), Fanny Roos geb. Stein (1869), Olga Rosenthal geb. Thalheimer (1861), Sophie Rosenthal geb. Löwenstein (1862), Alexander Salomon (1871), Bertha Salomon (1861), Berta Salomon (1880), Lina Sander geb. Baer (1864), Amalie Schott geb. Wolfgang (1884), Arthur Siegel (1911), Gustav Siegel (1884), Isack Simon (1859), Werner Stern (1930), Berta Strauss geb. Kohlhagen (1906), Carola Strauss (1908), Doris Strauss (1934), Helene Strauss (geb. ?), Horst Strauss (1931), Irmgard Strauss (1920), Lina (Karoline) Straus geb. Heimann (1875), Ludwig Strauss (1905), Netta Strauss geb. Salomon (1878), Walter Strauss (1918), Willi Strauss (1929), Henriette Süßkind (1890), Bertha Thalheimer (1864), Johanna Thalheimer geb. Marx (1867), Moritz Max Thalheimer (1897), Paul Wallerstein (1905), Ida Weil geb. Löwenstein (1869), Lina Weis geb. Stein (1876).   
    

Bilder für diesen Logeintrag:
Clara NeumannClara Neumann

  Ursprüngliche Koordinaten:  N 50° 20.000' E 007° 30.000'

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